Bass und Gitarre spielen das gleiche

von Little_Raven, 01.07.05.

  1. Little_Raven

    Little_Raven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.05   #1
    Hi,

    da ich leider in einem anderen Thread keine Antwort bekommen habe mache ich einen eigenen Thread auf.

    Dass man den Bass als "gitarrenfremdes" Instrument ansehen soll ist mir klar und ich versuche auch gezielt auf die Unterschiede in der Spielweise dieser beiden Instrumente zu achten, jedoch lasse ich in meinen eigenen Liedern den Bass immer das gleiche wie die Gitarre spielen.

    Harmonisch habe ich nun schon einiges erfahren aber wie sieht es rhythmisch aus?
    Bei einem komplexeren Gitarrenrhythmus mit pausen, gepunkteten 16tel und und und kann ich schlecht den Bass den ganzen Takt lang Achtelnoten spielen lassen. Genauso blöd finde ich es aber den Bass auf die Grundtöne der Gitarre (im selben Rhythmus gespielt) zu beschränken.

    Was kann ich machen :confused:

    Gruß,
    JP
     
  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.07.05   #2
    Wie man eine gescheite Basslinie macht, sollten dir vor allem die Bassisten sagen können. Aber eins wollte ich loswerden:
    Warum nicht?! Kann man großartige Dinge mit machen (Funk ...). Lass mal deinen Drummer und den Bassisten (Quint-/Oktavwechsel) einen geraden, recht flotten Rhythmus durchziehen, und spiel an der Gitarre (evtl. mit Wah) 'nen abgefahrenen 16tel-Rhythmus dazu, also auch mit 16tel-Pausen und allem Drum und Dran. ;)
     
  3. AndyP

    AndyP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.05   #3
    Ich finde der Bass wird in der Band zu allgemein definiert.
    Er ist genau so ein eigenständiges Instrument wie die Gitarre oder das Schlagzeug und er soll eine gewisse Linie verfolgen die sich nicht nur mit der Gitarre deckt, sondern sie ergänzt und die Harmonie in der Band ausbaut.

    Grundtonbassisten gibt es wie Sand am Meer, aber der Bass sollte einen gewissen Groove in den Song einbringen können, technisch sollte man auch höhere Anforderungen stellen, damit er seiner Eigenständigkeit gerecht werden kann. Wenn der Bassist kreativ ist, theoretisches Wissen besitzt und technisch fit ist, dann merkt man das in der gesamten Band, das sich viele Sachen einfach besser anhören.
    Und die Gitarristen sehen sich weniger gezwungen den Song dermaßen auszubauen, damit der Sound nicht zu kurz kommt.

    Auf eine gesunde Mischung kommt es eben an ;)
     
  4. Little_Raven

    Little_Raven Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.05   #4
    Hi,

    danke für eure Antworten!
    Ihr habt beide zwei Wörter für eine sehr ähnliche Eigenschaft benutzt. Einmal Funk(y) und einmal Groove(y) ;)

    Und genau da beginnt mein Problem. Hilfe hilfe, der Bass klaut mir die Show. :) Ungefähr so klingt in diesem Zusammenhang mein Songwriting.
    Hier mal ein Beispiel Nur Schlagzeug und Bass

    Mal im Ernst, groovt das? Ich denke schon.
    Ist das "rockbar"? Ich denke nicht.

    Vielleicht hätte ich oben dazu schreiben sollen, dass ich dieses Problem bei Songs habe die etwas härter sind.

    Vielleicht schaut ja noch ein Metalbassist hier rein :)

    VG,
    JP
     
  5. Jogi`s Rockfabrik

    Jogi`s Rockfabrik Registrierter Benutzer

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    ich befinde mich auf der Suche nach einem neuen So
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    Erstellt: 03.07.05   #5
    Hi, Join Perry,

    ich muss Dir sagen, dass ich beim Komponieren eines Songs i.d.R. immer erst die Basics brauche. Basic sind für mich die Drums und der Bass. Meist läuft es so ab, dass Drums und Bass auf sehr einfache Art und Weise zu erst das Fundament legen. Danach kommen die Gitarren. Diese werden dann allerdings schon recht weit ausgearbeitet. Wenn diese dann fertig sind, werden die Drums und die Bassläufe noch verfeinert.

    Nun, das kommt natürlich auch auf die Musik an, die man spielt. Ich spiele Rock - Hard Rock. Manchmal gehe ich ins Progressive. Aber gerade da funktioniert das auch, nur es dauert natürlich wesentlich länger, weil alles in seiner Komposition sehr viel umfangreicher ist.

    Probier es mal aus. Es klappt. Es ist ein möglicher Weg. Leider spiele ich kein Klavier. Mit einem Klavier geht es wesentlich besser! Mit diesem Instument kann man alle Basics direkt legen und ist sehr viel schneller am Ziel.
     
  6. Plainshift

    Plainshift Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.05   #6
    Ich habe als Gitarrist meist Riff-Ideen im Kopf. Ich arbeite das Riff aus und lass es stehen. Dann geb ich es in Guitar Pro auf Unendlischschleife ein und dudel ein zweites Riff, was passen würde. Mangels Bass auf der Gitarre. Wenn mir was Tolles einfäüllt, tippe ich es auch in Guitar Pro ein und zwar in eine Bassspur.
    Dann verfeiner ich das Ganze, bis es mir gefällt.
    Klappt allerdings nur, wenn du für deinen Musikstil passende Riffs erfinden kannst. Dann brauchst du einfach ein bisschen Phantasie und Geduld, um quasi zwei voneinander unabhängige, und doch zusammenpassende Riffs zusammenzubauen: Den (Rhythmus/Solo-)Gitarrenriff A, unterlegt vom Bassriff A.
    Wenn du dann noch eine Riff B erfinden kannst, gehst du genau so vor.

    Problem bei mir ist dann aber, dass ich total viele, teilweise recht nette Riffs parat habe, aber nie damit klar komme, sie zu einem Song zu vereinen, auch wenn ich mir Übergänge überlege. Entweder scheinen es mir zuwenoige Riffs (bzw. Variationen in den Riffs), oder zu viele für den zu schreibenden Song zu sein. :screwy:
     
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