Bassbegleitung schreiben..wie?

von Cridi, 14.06.08.

  1. Cridi

    Cridi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #1
    Hallo
    ich bin seid neustem in einer band und ich bin eigentlich der
    sagen wir mal schlechteste von allen und nu arbeiten wir an
    einem lied und ich soll,da ich ja den bass spiele ;),die bass
    spur mir ausdenken.
    da ich sowas noch nie gemacht hab wuerd ich mich freuen
    wenn ihr mir ein paar allgemeine tipps dazu geben könntet
    musik geht richtung punk-metal
    mfg
    cridi
    würd mich über ne antwort freun
     
  2. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #2
    Hmm, also.

    Zuerstmal wäre gut zu wissen, wieviele Gitarristen ihr habt... bei einem hast du mMn mehr Freiraum für Eigenes, bei 2 wird das schon schwerer, aber nicht unmöglich - allerdings brauchst da nen durchsetzungsfähigen Sound, damit die eigenen Linien nicht untergehen.

    Jo, zum Begleiten - also, am besten fragst du mal den bzw die Gitarristen, in welcher Tonart die Songs stehen. Wenn die das allerdings nicht wissen, ist das natürlich weniger gut...^^ (ich geh einfach mal davon aus, dass du die Tonartbestimmung nicht beherrscht).
    Wenn du sie dann rausgefunden hast, geht der Spaß los... du kannst alle Töne verwenden, die in der jeweiligen Tonart vorkommen. Der Rest ist Kreativität... ob du nun durchachtelst, eigene kurze Melodielinien einbaust, oder was ganz andres spielst als die Gitarre...

    Ganz einfach wäre natürlich - immer der Gitarre nach.

    Übrigens, hast du Guitar Pro? Wenn ja, dann lad dir mal wo das GP-File von Green Days Basked Case runter. Da sieht man sehr schön, was man mit dem Bass im Punk machen kann...
     
  3. Cridi

    Cridi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #3
    ja also 1 gittarist ist eignetlich da
    tonart kA frag ich mal nach
    ja ich hab guitar pro un ich werds mir mal anschauen
    also hauptsaechlich muessen die töne in der tonart sein und es muss sich gut anhören ..ok
    un genau das "der gitarre nach" wollt ich auf jeden fall vermeiden
    danke schonma
     
  4. Lightshow

    Lightshow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #4
    ich möchte mal behaupten ihr spielt nach Akkorden. Da ist die Tonart eigentlich ziemlich egal, solange du die Akkorde kennst. Ich denke wenn du 8tel durchzockst machst du erstmal nichts falsch. Hauptsache es ist erstmal ein Bass da, der das Fundament gut setzt. Ein nächster Schritt wären Verbindungstöne, die 2 Akkorde verbinden. Da wäre dann die Tonart bestimmung nicht schlecht, damit du nur die Töne zwischen den Akkorden spielst, die auch wirklich zur Tonart passen. Ansonsten musst du es nach Gehör machen: Die Töne spielen, die sich gut anhören. Nun, was sind denn diese Verbindungstöne? Ich gebe 2 Beispiele:
    1. Du bist auf einem Akkord und der nächste ist höher als der jetzige (zB bist Du auf einem G und der nächste Akkord ist ein C). Dann wäre es sinnvoll deine Achtel zu spielen bis kurz vor dem Akkordwechsel und dann einfach im achtel-rhytmus den Lauf: G A H C. Passt in die Tonart, das Feeling, wann du vom G zum A gehen musst, musst du halt entwickeln, geht aber relativ schnell.
    2. Du bist auf einem Akkord und der nächste ist tiefer als der jetztige Akkord (zB bist Du auf einem G und der nächste akkord ist ein Em). Dann musst du wie beim 1. Beispiel deine achtel durchhämmern und vor dem Akkordwechseln folgenden Lauf spielen: G F# E.

    Man kann auch chromatische Läufe spielen (dh immer halbtöne, also einen Bund auf oder abwärts spielen), kommt aber nicht so gut wie Töne, die in die Tonart passen

    Gruß
    Lightshow
     
  5. Schmuddelfutz

    Schmuddelfutz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.08   #5
    Uh böser Ansatz! Ist zwar schön und gut, dass du nicht immer nur Gitarre doppeln willst, aber setz das niemals als oberste Prämisse beim Schreiben von Basslines! Ganz oben sollte immer die Songdienlichkeit stehen. Und wenn es songdienlich ist, die Gitarre zumindest in Teilen zu doppeln, dann tu es! :great:

    Gerade in Musikrichtungen wie "Punk-Metal" und Rock, etc. ist es teilweise sehr wichtig, die Gitarren zu doppeln. Natürlich unterscheiden sich hier Spreu-Bassisten von Weizen-Bassisten :-)D) indem die einen nur doppeln und die anderen doppeln und Variationen einbringen :)
    Aber überfordere dich nicht, das frustriert nicht. Entwickle zunächst ein einfaches Gerüst. Variationen fallen einem meistens einfach so ein (durch ausprobieren), nicht auf Krampf.

    MfG,
    Schmuddel :)
     
  6. maddinc

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    Erstellt: 14.06.08   #6
    mein tipp
    lass dir vom gitarristen die grundtöne geben. dann achtelst du mit.
    nächster schritt. lehn dich zurück und lass mal gitarre und schlagzeug einfach mal spielen und im kopf gehst du dann einfach mal den song mit. (wo passt ein lauf rein? wo eine gute melodie? oder vielleicht sogar irgendwie eine pause oder akzente?) vielleicht kommt dir ja irgendwie eine melodie in den kopf, die dann irgendwie zu einer guten begleitung geschrieben werden kann. dafür holst du dir die tonart, oder probierst einfach auf gut glück was aus.

    oder schau dir die akkorde an und dann hast du ja schon ein paar töne, die du gut gebrauchen kannst.

    oder ein riff "auf unendlich spielen" und immer wieder was willkürliches zupfen. irgendwann passt was und das merkst du dir.

    einfach probieren. so viele töne gibt es nicht ;)
     
  7. Nashrakh

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    Erstellt: 14.06.08   #7
    Etwas ähnliches wollt ich auch schreiben :great:, habs dann aber irgendwie gelassen... wieso auch immer :confused:

    Hauptsache ist halt, dasses passt... ich hab ja schonmal Basket Case angesprochen, das wäre für mich so ein sehr schönes Beispiel für doppeln + Variation :o
     
  8. Cridi

    Cridi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.08   #8
    vielen dank... ich setz mich einfach mal ran beachte eure tipps und schau was rauskommt ;)
     
  9. Nashrakh

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    Erstellt: 15.06.08   #9
    Da ich gestern mal wieder was mMn schönes rausgehauen hab, hier meine Vorgehensweise:

    Also erstmal den Song ganz anhören. Welche Stimmung wird transportiert? Wie ist die Songstruktur? (gibt es Verse/Chorus/Soli? Oder ist es wild gemischt?)
    Dann wird für die verschiedenen Abschnitte eine grobe Basslinie erstellt, unter Beachtung der Tonart bzw der Akkorde, die gespielt werden. Es reicht, wenn man erstmal nur Achtelt oder einen Rhythmus spielt (Gallop zb), bei Punk werden Achtel aber schon ihren Zweck erfüllen.
    So, jetzt der schöne Part... Man wertet die vorhandene Bassspur auf, mit kleinen Läufen, Verzierungen, rhythmischen Linien. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt... Allerdings kann man dafür keine konkrete Anleitung geben. Bei mir kommen die Ideen immer, wenn ich den Song erstmal sacken lasse, manchmal höre ich aber auch etwas und denke: dieser Lauf/Rhythmus könnte passen. Dann wird experimentiert...^^
    Zuletzt wird der ganze Song nochmal gehört - ist alles schlüssig, stimmig?
    Wenn ja, dann ist die Arbeit zuende. Wenn nicht, wird nachgebessert.

    Funktioniert :great:
     
  10. Cridi

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    Erstellt: 15.06.08   #10
    jao so ungefaehr hab ichs gemacht
    ungefähr :)
    es sind hauptsaechlich durchgehende achtel ja aber ich find es passt eigentlich gut zusammen
    ich poste es vllt dann hier rein wenn wir i wie ne art finden wie wirs gu aufnehmen können :)
    vielen dank an alle!!!
    ps falls ihr aber sonstige tipps habt her damit
     
  11. Nashrakh

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    Erstellt: 15.06.08   #11
    Also wenn ihr Guitar Pro (oder Powertab oder sowas) habt, dann könnt ihr das ja mal bei "gemeinsam komponieren" reinstellen... :great:
     
  12. Altes-Kamel

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    Erstellt: 18.06.08   #12
    Wichtig ist auch das du auf das Schlagzeug horchst.
    Du kannst zum Beispiel, wenn der Schlagzeuger von Toms auf Becken wechselt eine Oktave raufspringen oder nur eine Quint. Die passen eigentlich immer.
    Also am besten zuerst mal die 8tel merken mit Grundton und dann halt schauen wo man mit dem Schlagzeug schoen betonen kann. So ein Oktavenspringen kommt vorallem bei nem "tztztz" am Zeugl gut an. ;)
     
  13. Peter Venkman

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    Erstellt: 28.06.08   #13
    Ok. Ich möchte auch mal meinen Senf dazu geben. Ich finde es komisch das hier sehr viele Tipps gegeben werden, aber niemand rät hier zum Grooven.

    Ich meine das soll der Bass ja. 8tel sind geil aber ab und zu sollte es auch ein groove sein und dafür brauche ich auch nur den Grundton. (wenn es einfach sein soll ;) )

    http://youtube.com/watch?v=-vS2maKjscU

    Dann noch ein paar durchgangstöne und vielleicht ein wenig die Octave einbauen. Schon hast du tausende möglichkeiten eine nummer wertvoll zu gestalten.

    Klar jeder wünscht sich doch mal ne bassline in der es zur sache geht. Aber in den wenigsten fällen kommt das dann auch gut an beim publikum.

    Achja und hier ein schönes beispiel dafür was man mit Grundton doppeln plus ein paar kleine Tricks machen kann.

    http://youtube.com/watch?v=iY4_5evj2zY

    LG
    Ps.:
    Leider gibt es kein Patent dafür. Bei mir entstehen die linien im Kopf der rest kommt. Aber eines schon mal vorweg von 1000 Ideen sind mal 999 kompletter Müll :D... aber für diese 1 idee die es dann so alle paar monate mal gibt lohnt es sich immer wieder in den Proberaum zu gehen ;) also nicht den kopf hängen lassen wenn es mal durchhänger gibt.
     
  14. Nashrakh

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    Erstellt: 28.06.08   #14
    Wie du schon sagst... da gibts kein Rezept zu. Groove kann man mMn nicht "lernen", er kommt mit der Zeit - und dass der Bass grooven soll, ist doch Standard, deswegen erwähnts wohl auch keiner... :p
     
  15. Peter Venkman

    Peter Venkman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.08   #15
    Ja du hast schon recht es ist ein standard und es sollte klar sein.... aber dennoch vergessen viele doch was der bass eigentlich machen sollte.

    Ich mein ich will hier keine Diskussion über was geht und was nicht geht vom Zaun brechen. Es gibt 10000000 möglichkeiten Bass zu spielen. Und es gibt viele Bassisten die uns einen ganz anderen Blick auf den Bass werfen lassen/liesen (Jaco, Billy etc......).

    Nur leider gibt es viele Bassisten die dem versuchen mehr oder minder nachzueifern und dabei vergessen das es in erster linie um den Groove geht. Denn bei all der Komplexität und der Virtuosität vergessen viele was der Bass ist. Eine Rythmus Maschine (und auch Billy und Jaco wussten das und haben es gemacht. Klar waren sie schlussendlich für anderes berühmt aber den Groove hatten sie alle)

    Wollte das nur nochmal kurz einwerfen ;)
    Es ist ein Standard das der Bass groovet aber das findet man leider immer seltener (genauso so selten wie schlagzeuger mit Taktgefühl und einem Gefühl für die Musik :D ) weil viele anfänger dieses Element beim üben einfach vergessen.

    LG
     
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