Beratung - Stage-Piano mit 73 oder 88 Tasten / Yamaha CP73/88 oder ganz anders?

glombi

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Hallo,

ich komme von den E-Gitarren und bin neu in dieser Abteilung. Ich habe mit 47 vor einigen Monaten beschlossen, endlich doch mal Klavier/Keyboard zu lernen. Es soll so in die Richtung Rock-Piano gehen, so bald möglich auch gerne mit anderen zusammen. Bis jetzt bin ich voll motiviert bei der Sache, nehme Unterricht und es läuft ganz gut. Wie bei der E-Gitarre überkommt mich aber jetzt schon GAS und der Wunsch nach einem "besseren" Stage-Piano. Auch wenn ich diesen Schritt noch herauszögern will, möchte ich mich doch gerne schon mal informieren... :rolleyes:

Ich habe auf einer Keyboard-Tastatur angefangen, aber schnell gemerkt, das mir eine "richtig" Klaviatur besser liegt. Aktuell habe ich ein Roland FP30, was natürlich für den Anfang voll ausreicht. Die Tastatur ist super (auch wenn ich manchmal meine, sie hätte einen "Aussetzer"), der Piano-Klang gefällt mir auch richtig gut, zumindest über Kopfhörer. Die Bedienung ist mir aber zu umständlich (geht nur über iPad vernünftig) und die E-Pianos haben "Potenzial". Streicher/Synths brauche ich vielleicht später mal, aber wohl eher als "Zugabe".

Aktuell haben mich die Yamaha CP73/88 Pianos angefixt (RD2000 ist mir zu groß, mächtig und "digital", Grandstage zu "schlicht", obwohl ich wohl als einer der Wenigen den Ständer richtig schick finde). Sie sind schön kompakt, bieten mehr als ich mir wünsche und scheinen sowohl von der Tastatur als auch von Klang gut zu sein. Höchstens eine Rhytmus-Sektion zur Begleitung zu Hause fehlt mir vielleicht (die hätte das RD-2000). Dass keine Speaker eingebaut sind, stört mich nicht, da ich eh meistens nachts über Kopfhörer übe, und Nahfeld-Monitore besitze ich eh. Mich überzeugt vor allem das Bedienkonzept. Auch bei der E-Gitarre bin ich von Multis mit Menüführung wieder zurück auf rein analog mit den wichtigsten Drehregler.

Aktuell mache ich mir Gedanken, über die sinnvollste Tastatur, da diese sowohl den Preis als auch die Nutzbarkeit maßgeblich beeinflussen. Wichtig ist mir eine gute Klavierähnliche Tastatur, E-Pianos sollten sich damit aber auch gut spielen lassen, Orgel muss wahrscheinlich nur mal im Sonderfall sein.

CP88: 88 Tasten, graduiert gewichtete Holz-Hammer-Action mit Tripple-Sensor

- Ca. 500€ teurer, größer, aber wahrscheinliche sinnvoll, wenn es um das Hauptinstrument geht?
+ Echtes Klavier-Feeling. Den Tripple-Sensor würde ich wohl nicht wirklich nutzen, da ich davon ausgehe, dass den nur wirklich fortgeschrittene Pianisten nutzen?
- Schlechter für E-Pianos/Orgeln?
+ Range offen für alle Stilrichtungen?

CP73: 73 Tasten mit ausbalancierter Hammer-Action (Doppel-Sensor)

+ Ca. 500€ billiger und kompakter.
- Keine graduierte Gewichtung, also keine echtes Klavier-Feeling?
+ Besser für E-Pianos/Orgeln?
- Range ausreichend, um in einer Band Rock-Piano und Bass-Begleitung zu realisieren, wahrscheinlich ja?
- Einschränkung beim Umfang bei Klassik, die ich aber auch übern möchte?

Wie würdet ihr die Unterschiede in meinem Fall bewerten?

Danke und Gruß,
glombi
 
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Hi @glombi :) willkommen bei den Digis :)

Die wesentlichen Unterschiede hast Du ja schon raus. Hast Du die Geräte denn mal angespielt? Oft ist die Entscheidung dann schon abseits aller rationalen Kriterien gefallen.
 
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glombi

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@klicki

Danke :). Leider sind die Dinger in der Nähe scheinbar nicht vor Ort zum Anspielen verfügbar. Ich fürchte, ich könnte das aktuell auch noch garnicht richtig beurteilen. Die westliche Frage war eigentlich, ob man sich mit 73 wirklich einschränkt, oder ob man die obersten Tasten fast eh nicht nutzt? Und ob der Tripple-Sensor auch einem Einsteiger/Amateur etwas bringt, oder doch nur dem ausgebildeten Pianisten?

Danke und Gruß,
glombi
 
schmatti

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Der Triple Sensor soll für dynamischeres Pianospiel zuständig sein. Ich habe den im Nord Piano 3 und merke eigentlich keinen Unterschied zum Nord Stage 3. Das wäre für mich kein besonderes Kaufkriterium . Für ein Bandpiano reichen 73 Tasten allemal. Es fehlen nicht die obersten Tasten, sondern die unteren. Live habe ich die glaube ich die in 30 Jahren Musik noch nie gebraucht. Teste lieber die beiden Tastaturen der CP Modelle. Die sind unterschiedlich. Wenn du das Piano in der Band brauchst, würde ich eindeutig das geringere Gewicht bevorzugen.
 
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Kaudele

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Meine Empfehlung: Yamaha P-121. Zu Leistung, Gewicht und Preis braucht man nicht viele Worte verlieren. Darüber hinaus eine Latenz akzeptable Anbindung ans iPad. Wünsche frohes Gelingen
 
stuckl

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Das kann mit dem Roland fp 30 nicht mithalten, das er schon besitzt.
 
glombi

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Es fehlen nicht die obersten Tasten, sondern die unteren. Li

Die Tastatur ist ja physikalisch oben und unten gekürzt, Du meinst, man vermisst in der Praxis höchstens den Bassbereich, die hohen Töne braucht man nicht?
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Das kann mit dem Roland fp 30 nicht mithalten, das er schon besitzt.

Und das ist schon ziemlich gut, aber gerade beim E-Piano ist mir aufgefallen, dass es ab der Mittellage recht authentisch und dynamisch ist, im Bassbereich aber immer wie ein gezupfter E-Bass klingt. Außerdem würde ich gerade beim E-Piano mehr Möglichkeiten haben, mit dem Sound zu spielen.

Ich hatte ja auch geschrieben, meine Tastatur hätte manchmal „Aussetzer“. Wahrscheinlich lasse ich da die Tasten nur nicht richtig los, sodass der nächste Anschlag nicht erkannt wird. Würde da der Tripple-Sensor helfen?
 
Claus

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Hat hier noch niemand die Tastatur des Yamaha CP73 direkt mit der des CP88 verglichen? :confused:
Eindrücke über die Unterschiede beim Spielen von Rock/Pop/Jazz würden mich auch interessieren.

Gruß Claus
 
danielw

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Hat hier noch niemand die Tastatur des Yamaha CP73 direkt mit der des CP88 verglichen? :confused:
Eindrücke über die Unterschiede beim Spielen von Rock/Pop/Jazz würden mich auch interessieren.

Gruß Claus

Ja, hab ich. Für mich verhalten sie sich in etwa so zueinander, wie die höherwertige TP40 (Nord Stage 88) zur günstigeren TP100 (Nord HP). Die CP88er fühlt sich sehr hochwertig und angenehm an, da hat für mich alles gepasst, inklusive sehr schneller Repetition. Die 73er ist schon eine Liga darunter, eher bisschen schwammig, kürzerer Tastenhub und vor allem langsamere Repetition. Trotzdem in meinen Augen angesichts des niedrigen Gewichts ein guter Kompromiss und um Vergleich besser als die oben angesprochene TP100.
Gruß Daniel
 
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schmatti

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Die Tastatur ist ja physikalisch oben und unten gekürzt, Du meinst, man vermisst in der Praxis höchstens den Bassbereich, die hohen Töne braucht man nicht?

Die fehlenden Bass Töne der 73er Tastatur brauchst du mit Sicherheit nicht im Bandeinsatz.
 
danielw

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Auch nicht, wenn man Links den Bass-Part übernehmen muss? Basser sind ja eher Mangelware?

Auch dann normalerweise nicht, denn die tiefste Saite beim Bass ist ja das E in der Kontra-Oktave = unterste Taste beim 73er.
 
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schmatti

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Willst du Bass oder Klavier spielen? In der Band decken diese Frequenzen üblicherweise der Bass ab. Wenn du da auch noch spielst wird`s Matsch. Im Zweifel nimm ja das 88er. Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, du brauchst den gesamten Tastenumfang mit einem Bandpiano nicht. Es sei denn du willst umfangreiche Splits anlegen. Da würdest du aber sicher kein CP Piano suchen.

Wenn du den Bass am Piano ersetzen willst dann das 88er. ich würde das dann aber eher mit einem kleinen Synth mit einem Basspreset extra machen. Eventuell auch einen Bass des CP mit einem kleinen Masterkeyboard ansteuern. Denke das geht.
 
glombi

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Auch dann normalerweise nicht, denn die tiefste Saite beim Bass ist ja das E in der Kontra-Oktave = unterste Taste beim 73er.

Stimmt natürlich, Danke für den Gedankenschubser.

Willst du Bass oder Klavier spielen? In der Band decken diese Frequenzen üblicherweise der Bass ab.

Klavier. Aber auch in meiner aktuellen Band tun wir uns schwer, einen Bassisten zu finden. Unser Keyboarder macht den daher mit. Allerdings kommt der eher von Keyboard, kann also eher weniger dazu sagen, was eine Tastatur können sollte, wenn man auch Mal Klassische Stücke üben will.
 
schmatti

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Dann macht lieber Bass mit einem Keyboard extra mit normaler Synth Tastatur. Gerade beim CP88 dürften die untersten Tasten recht schwer zu spielen sein.
 
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Kauf ohne im hinterkopf zu haben dass du irgendwo den Bassisten ersetzen musst.
 
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glombi

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Wirst Du das FP30 weiter behalten ?

Warum ich das frage:
Wenn Du das FP30 behalten solltest, dann hast Du immernoch ein gutes 88 Tasten Digi auf dem Du "richtig" zuhause üben kannst.

Das CP73 wäre dann eine leichte, kompakte Ergänzung fürs Bandgedöhns....

Ich mache es ähnlich:
Zuhause ein FP90 für "richtig Klavier" und das CP73 steht platzsparend und super klingend im Proberaum.

"Dürfte" ich nur eines haben (für Daheim UND Band), dann würde ich mich fürs CP88 entscheiden.....
 
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Erst kaufen, dann fragen !
;-)
 

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