Beste Umsetzung des Proberaums (Schalldämmung)

von Dani D, 25.11.14.

Sponsored by
QSC
  1. Dani D

    Dani D Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.11.14
    Zuletzt hier:
    13.01.15
    Beiträge:
    8
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 25.11.14   #1
    Hallo Leute,

    ich habe einen Kellerraum im Mehrfamilienhaus und möchte mir dort einen Proberaum einrichten mit dem ich niemanden nerve. Im Stockwerk über mir sind zwei Firmen bei denen tagsüber meist gar nichts los ist - Abends niemand da, gute Voraussetzungen also. Das Haus ist allerdings sehr hellhörig, ob das für den Keller auch gilt konnte ich noch nicht herausfinden, gehe aber jede Wette ein, dass man das momentan auch noch im zweiten Stockwerk drüber hört.

    Der Raum:
    [​IMG]
    4,3m auf 2,10m mit ca 2,3m hohen Wänden. Hinten ist noch ein Luftschacht ohne Tageslicht sowie eine isolierte Leitung (kein Warmwasser) sowie recht nah an der Türe weitere quer durchgehende Wasserleitungen. Leider in die Wand einbetoniert/vergipst. Türe bestenfalls als Sichtschutz zu bezeichnen. Wände Beton. Boden Estrich (kein schwimmender).

    Ich möchte Abends: Gitarre, E-Gitarre, Cajon und E-Drum (über Kopfhörer und ggf. in moderater Lautstärke über Anlage) spielen, singen und mit Freunden zusammen jammen, ohne, dass jemand etwas davon hört.
    Ich weiß ungefähr was möglich ist und was nicht und bin gut eingelesen in das Thema. Eine Raumtrennung in Trockenbauweise habe ich bereits hinter mir. Wo ich nun Hilfe brauche ist die Umsetzung mit Materialien die ich besitze/leicht(/umsonst) auftreiben kann.

    Raum in Raum wäre das geilste, da könnte später vielleicht sogar ein richtiges Schlagzeug mal stehen - was ein Traum wäre! :) Jedoch möchte ich Schritt für Schritt vorgehen um es einerseits bald nutzen zu können und mich nicht gleich zu übernehmen. Evtl. reicht es bereits eine zweite Türe und eine Trittschallentkopplung für den Boden anzubringen.

    Jetzt wirds interessant:

    Inventar:

    ~50m² Teppich (Velours bzw. kein dicker/schwerer Teppich)
    2-3x schwere Teppiche (je 2-3m²)
    16m² Gipskarton, 12,5mm dick
    Diverse Hölzer(von 2x4cm bis 6x6, <= 3m ), genügend für ca. 12-5m² einfaches Ständerwerk.
    1x OSB Platte, ca. 200x90
    ~ 1000 Gipskartonschrauben
    ich schätze über 30m Gummiband zum entkoppeln wie hier: http://www.bausep.de/Rohinnenausbau/Trennwaende/Zubehoer-Trockenbau/Dichtungsband-25-m-Rolle.html
    Etwa nochmal so viel Schaumstoffband zum unterlegen der Decke um die Gipskartonplatten auf Stoß und ohne Kontakt mit der Decke bzw. angrenzenden Wänden zu montieren. Ich kenne die korrekte Bezeichnung nicht
    10-15m² Trittschalldämmung (für Laminat)
    4m Rohrisolierung

    Wer bis hier gelesen hat, dem kann ich jetzt auch sagen, dass das ganze ein Low-Budget Projekt wird. Um nicht zu sagen für ein Appel und Ei. Für Alles genannte zusammen habe ich 12€ bezahlt (9€ für den schönen, fast nicht benutzten Veloursteppich (20-25m²) und 3€ für die Rohrisolierung). Ich denke ich bin auf einem guten Weg! :great:

    Nun an euch:

    Wie kritisch sind die Rohre an der Decke? Ich kann innerhalb der Wohnung bspw. auf dem Klo super alle Nachbarn hören. Im Schlafzimmer über die (direkt aus der Wand kommenden Heizungsrohre) dann auch das Wasserrauschen wenn jemand duscht. Ich sehe hier die größte Schwachstelle. Komme ich gut weg wenn ich eine Verschalung mit dicker Steinwolle Füllung um die Rohre baue (auf Kosten der Raumhöhe) oder sollte ich diese aus dem Raum ausschließen (Wand hinter die Rohre, Verlust der Raumlänge)?

    Eine Idee für den Boden wäre folgender Aufbau: Teppichlage, Schaumstoff (Rohrisolierung in 5cm Stücke geschnitten, in Abständen von ~20cm zueiander aufrecht zeigend verteilen) und darüber eine Lage aus bspw. OSB oder sonstigen stabilen Brettern die sich finden lassen auslegen. Oben wieder Teppich (auch für die Optik). Ich bezweifel dass die Trittschalldämmung irgendwo noch einen Nutzen hätte (bereits gute Entkopplung/weich gelagert durch die Rohrisolierung). Spielt es eine Rolle ob ich OSB Platten oder stattdessen alles verwende, was ich auf dem Sperrmüll finde? (Schranktüren, Regale usw.). Sieht man eh nicht.
    Wie fülle ich den Hohlraum im Boden am geschicktesten? Steinwolle habe ich keine, diese ist auch kaum kostenlos aufzutreiben und kostet in Summe doch einiges.

    zweite Wand inkl. Türe direkt nach dem betreten des Zimmers. Hier sehe ich die zweite Schwachstelle, den Zugang zum Treppenhaus. Es gibt noch eine zweite Türe zum Treppenhaus in 3m Entfernung. Nice to have, aber Nutzen fraglich.

    Decke. Direkter Kontakt zur oberen Wohnung (auch wenn nicht ganztags genutzt). Hier möchte ich Ärger vermeiden. Eine abgehängte Decke mit 10cm Steinwolle und Gipskarton (alles entkoppelt natürlich) sollte ausreichend sein. Was meint ihr? Macht dies nur Sinn in Kombination mit einer kompletten Wandverschalung?

    Türen werden natürlich abgedichtet und denke mit dem dicken Teppich beschwert, möchte die Türen nicht beschädigen (kleben, schrauben).

    Den Luftschacht lasse ich wie er ist. Es kommt denke ich eine kleine abnehmbare Verkleidung aus Steinwolle und Gipskarton/Holz davor, die den Krach zur Straße reduziert und bei Bedarf zum lüften abgemacht werden kann. Denke auch nicht dass sich Fußgänger gestört fühlen.

    Wie würdet ihr eine möglichst effektive und einfache Türe anbringen? Möglichst klein? Ohne Zarge? Wie verschließen? (Riegel? Spannverschluss?)

    Bitte keine Eierkarton Diskussion! :D

    Ich bin für Anregung, Kritik und aufbauende Worte sehr dankbar! :great:
     
  2. Martin Hofmann

    Martin Hofmann HCA Bass & Band HCA

    Im Board seit:
    14.08.03
    Zuletzt hier:
    14.10.19
    Beiträge:
    6.930
    Ort:
    Aschaffenburg
    Zustimmungen:
    2.799
    Kekse:
    37.523
    Erstellt: 28.11.14   #2
    Das kenne ich aus eigener Erfahrung - und ja, das ist die größte Schwachstelle!

    Du solltest grundsätzlich versuchen, die Probelautstärke konzeptionell so gering zu halten wie möglich: z.B. dadurch, dass ihr grundsätzlich über Kopfhörer spielt und ohne Amps auskommt. Das kommt billiger als eine aufwändige Schallisolierung
     
  3. Dani D

    Dani D Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.11.14
    Zuletzt hier:
    13.01.15
    Beiträge:
    8
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 30.11.14   #3
    Leider ausgeschlossen, wir spielen viel akkustik. Ich denke hier hilft eine Verschalung für die Rohre aus Rigips und Mineralwolle.

    Hat zum Rest niemand was zu sagen? Gerade zwecks dem Boden?
     
Die Seite wird geladen...

mapping