BigBand - Gitarrenstimme (z.B. G9(#9) )

von mYa, 22.12.07.

  1. mYa

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    Erstellt: 22.12.07   #1
    Hi,

    Ich hab hier Noten von ner Gitarrenstimme vor mir liegen und da steht G9(#9) drüber, ist das jetzt nen normaler G9, nen "erhöhter" G9 oder kann nach belieben zwischen G9 und G "erhöhter 9" gewechselt/gespielt werden ?

    Ist von Spinning Wheel, der Bandleader der Bigband wo meine Schwester spielt hat die mir gegeben, damit ich mirs mal anschauen kann...Stehen die Akkorde halt nicht ausnotiert da, darum kann ich nicht einfach die Töne mit dem Akkord vergleichen... :(
    Tonart ist übrigens Bb-Dur (oder G-Moll :o ).

    Mh, Danke!

    mYa
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 22.12.07   #2
    Dieser Akkord wird eigentlich nicht verwendet. Es klingt sehr dissonant, einen Dominantseptakkord gleichzeitig mit 9 und #9 zu erweitern. Es gibt auch keine Skala, die diese beiden Erweiterungen gleichzeitig enthält. Ich vermute daher einen Fehler bei dem Symbol.

    Gruß
     
  3. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.07   #3
    Hey MaBa,

    das hab ich auch gedacht, aber naja...

    Ist halt die Solo-Stelle in Spinning Wheel, Akkordefolge ist so notiert:

    G9(#9), C13, F9(#9), Bb13 :|


    Was ich mir überlegt habe, evt. da es eine Solostelle ist:
    Habe einen Riff in einem Übungsheft, wo drüber als Akkord Bb7alt steht und darüber ne Notiz, dass man b5,#5,b9 oder #9 nach Belieben hinzufügen kann, alleine oder in Kombinationen, vielleicht ist das ja irgendwie ähnlich.
    Naja, werde wohl den Bandleader fragen müssen, aber Danke @ MaBa =) =)

    mYa

    Edit: Übrigens, entspricht G9(#9) überhaupt dem wie es in den Noten steht? Weil das G ist normal groß geschrieben, die 9 tiefgestellt und (#9) hochgestellt. Z.B. C13, ist das C normalgroß und die 13 nur hochgestellt. Mag jetzt ne blöde Frage sein, aber bevor ich hier jetzt Blödsinn erzählt habe.
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 22.12.07   #4
    Für Akkordsymbole gibt es keinen echten Standard. Wie die Ziffern angeordnet sind, wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Wenn die Akkordsymbole eines Stückes konsequent einheitlich verwendet werden, kann man sich oft ableiten, wie es in diesem Stück gemeint ist.

    Dieses Symbol zeigt mir einen Septakkord mit großer und kleiner None. Ich würde aber nur einen G7#9 spielen.

    Ich weiß nicht, wieviel Instrumente an dieser Stelle noch mitspielen. Bei Akkordsymbol kannst du immer flexibel sein, und weglassen stört weniger, als zuviel spielen.

    Gruß
     
  5. manny-24

    manny-24 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #5
    Ich denke, welche None man bei G und F nimmt, darüber sollte man sich mit dem Pianisten einigen. Große und übermäßige None gleichzeitig spielen klingt voll daneben.
     
  6. jorginho

    jorginho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #6
    ich würde anhand der Partitur auch mal überprüfen, ob die alternativen Harmonien vielleicht in "irgendeine" Wiederholung gehören, die auf deiner Stimme nicht verzeichnet ist - Angaben zum Ablauf werden gerne mal vergessen im Leadsheet.
     
  7. Wödan

    Wödan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #7
    Im zweifel einfach nur die 7 spielen. So handhabe ich es auch in der Bigband. Töne weglassen geht immer. Meistens kommt der fehlende Ton dann z.B. noch in einer der Posaunen/ Trompeten/ Saxophone vor (vielleicht einfach mal gucken, was die anderen spielen. Aber Vorsicht! Deren Stimmen sind nicht in C). So ist die Harmonie dann doch komplett.
    Das wichtigste in einer Bigband für den Gitarristen ist IMO ohnehin sauber das Tempo zu halten, erst dann kommen die vollkommen korrekten Akkorde.
     
  8. guitar_franzl

    guitar_franzl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.07   #8
    na ja mit Gitarre in BigBand is immer so a Sache (wird meist wie Stiefkind behandelt - im Jazz dauerte es ja urigst bis überhaupt Gitarre gleichberechtigt war) .
    Spielte nun auch 4Monate in so einer Band und wirklich unglaublich was da für "Urmugeln" an Akkorden zusammengeschrieben war dh. am BESTEN immer zuerst die PianoVoicings studieren und danach erst Akkorde auf Gitarre checken .
    Irgendwann stand da bei Gitarrenstimme C° + Cmin7 & Faug + Cmin7 - schaute man sich aber PianoNoten an - wars eigentlich immer ein Eb Dur 3Klang statt Cmin7 (was zwar normal ist - deswegen gibt's ja für mich als harmonisches Grundprinzip net wirklich 4Klänge) .
    Als Gitarrist in einer BigBand mußte ich somit ständig Substituten über eigentlichen Changes DENKEN dh. prinzipiell komplett andere Akkorde spielen als letztlich am Zettel dort standen (wenn's nach was klingen sollte) ...
     
  9. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.07   #9
    Mh, Danke für eure Antworten. Falls da mit der Bigband klappen sollte, werde ich wohl das mit dem Bandleader und Pianisten besprechen müssen x)

    Ähm, ich hätte auch ma ne Frage, geht hauptsächlich an die Gitarristen.
    Hier mal ein paar Akkordfolgen von Copacabana.
    Könnte mir vielleicht einer als Beispiel schreiben wie er das spielen würde, nur damit ich mir mal anschauen kann wie ein Jazzgitarrist diesen Akkorddschungel überhaupt bewältigt. :screwy: :D

    Fängt an mit Gmi9, Gbmi9, Fmi9, F#mi9

    Hab als Grundakkord den Cmi9 in der VIII Lage genommen:

    -10-
    -8-
    -8-
    -8-
    -x-
    -x-

    Den würd ich jetzt einfach in der III., II., I. und wieder II. Lage verwenden, also:

    -5---4---3---4--
    -3---2---1---2--
    -3---2---1---2--
    -3---2---1---2--
    -x---x---x---x--
    -x---x---x---x--

    Wäre das okay für den Teil oder ist das zu tief, falsch... :confused:


    ---------------


    Und dann:

    Fmi9, Bb7sus4, EbMA7

    hab ich zwei Varianten:

    -1---1---3-
    -1---4---3-
    -1---1---3-
    -1---3---5-
    -3---1---6-
    -3---x---x-

    oder

    -4---6---6-
    -4---6---8-
    -5---8---7-
    -3---6---8-
    -x---x---6-
    -x---x---x-

    auch falsch oder ganz ok...oder...oder?


    ---------------------------

    und wie siehts damit aus?

    Ami7(b5), D7(b9), D+7(b9)

    D+7 ist doch Dmaj7 oder?

    --8---8----9-
    --8--10---10-
    --8---8---11-
    -10--10--12-
    -10---9---9-
    --x---x----x-

    ---------------------

    Also Danke falls wer sich das mal anschaut!!!

    Außerdem, wie siehts eigentlich mit Akkorden aus wo steht Gm9 und in der Klammer dahinter ein Dreieckchen und ne 7. Bedeutet das man Gm9 ohne Septime spielen soll (wobei dann hätte man doch Gm add9 geschrieben oder?) oder soll man sie auf jeden Fall spielen?


    Also, auf jeden Fall vielen, vielen Dank!!!!
    Übrigens guten Rutsch an alle und viel Erfolg fürs Jahr 2008!!

    mYa
     
  10. Wödan

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    Erstellt: 31.12.07   #10
    Zu deiner Frage mit den Griffen:
    Ich würde sagen das ist OK so. Der Bigband Sound ist so dick, da kommt es nicht wirklich sehr zur Geltung wie der Gitarrist greift. Die Grundharmonie muss stimmen und vor allem das Timing. In einer Bigband ist die Gitarre ein reines Rhythmusinstrument. Die Harmonie hängt am Bass, Melodie bei den Bläsern, Einsätze gibt das Schlagzeug. Der Gitarrist hat in erster Linie das Tempo zu halten, und bei komplizierten Akkorden gibt es auch noch das Klavier.
    Mach dich deswegen nicht verrückt.
     
  11. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.07   #11
    Super, danke für Deine Antwort!!!
    Ist beruhigend, wenn nicht erwartet wird, ALLES zu spielen was aufgeschrieben ist!!!

    Würde Dich ja bewerten, aber ich hab schon Deinen vorigen Beitrag bewertet und darf deswegen momentan net! Aber sonst hätt ichs getan x)

    DANKE!

    grüßle
    mYa
     
  12. Wödan

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    Erstellt: 31.12.07   #12
    Vieles ist auch auf Gitarre ohnehin schwer zu greifen, ist halt kein Klavier. Deshalb spiel was geht und lass weg was nicht geht, aber halt das Tempo.
    Danke für die Punkte ;)
     
  13. MaBa

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    Erstellt: 01.01.08   #13
    D+7 ist ein D+ mit 7 = Übermäßiger Akkord mit kleiner Septime

    Das Dreieck steht immer für maj und wird in Verbindung mit der Septime verwendet, Δ7 ist maj7. Dein Gm9(Δ7) ist also Gm mit großer Septime und großer None.

    Gruß
     
  14. guitar_franzl

    guitar_franzl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.01.08   #14
    ... wie gesagt - prinzipiell immer in Substituten (zb. 3Klänge über geschriebene Akkorde denken) oder wenn Mehrklänge, genügt in höheren Lagen Akkorde auf 4Saiten spielen - da kommt dann Gitarre auch am Klarsten raus ...
     
  15. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.01.08   #15
    Super, danke! :great:

    D+7 = Dmaj7 klang auch ziemlich schräg :rolleyes: :o

    Alles klar, ich geb mein bestes!! :great:

    Super, ihr seid echt...super...klasse...genial. Alles! :)

    Frohes neues Jahr!

    mYa
     
  16. mYa

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    Erstellt: 01.02.08   #16
    Durch die Fastnachtzeit treff ich meinen Gitarrenlehrer leider erst wieder in 1 1/2 Wochen, würde aber gerne weiter an den Jazzliedern arbeiten.

    Im Anhang sind Auszüge aus dem Stück "Nice-N-Easy Blues"
    Im ersten Takt der Datei ist ein Akkord aus dem Stück, der so (als Noten!) notiert ist ohne Akkordbezeichnung.

    Also greifbar ist der nicht so wie der da steht oder hab ich da nen Denkfehler?
    Und was für ein Akkord das ist, weiß ich auch, steht nämlich nicht da. :confused:

    Also in den Noten steht: E* - Bb* - A - E*

    * Das hohe E wird nicht aufgelöst, das tiefe E allerdings schon, allerdings befinden wir uns in F-Dur - Das bedeutet es ist ja nurn B und ein Eb müsste gar nicht aufgelöst werden!?

    Da ich mir nicht sicher war ob hier nen Fehler haben bei der Tonart, hab ich die Noten meiner Schwester (spielt Tenorsaxophon) geholt und sie ist in G-Dur, bedeutet also, dass ich tatsächlich in F-Dur bin und es E sind und nicht Eb!
    Allerdings spielt sie ein aufgelöstes F an der Stelle, was wiederum klingend ein Eb ist.
    Also keine Ahnung ob das jetzt E oder Eb ist!?

    Also: Ich: E (ohne Auflösungszeichen) - Bb (extra noch ein B davor, dass es auch ein Bb is) - A - E (mit Auflösungszeichen)

    und sie F bzw. klingend Eb

    Übrigens, die ersten 8 Takte spiele ich nur die Töne C und G, bedeutet, dass hier irgendwie B,E aufgelöst/nicht aufgelösen, ist eigentlich sinnfrei und eigentlich auch "keine Erinnerung". :screwy:


    -----------------------

    Weiteres:

    Von Takt 3-11 (innerhalb der angehängten Datei) habe ich einen kleinen Part die Noten aus dem Lied abgeschrieben. Auch hier sind keine Akkordbezeichnungen drüber, ich wollte nur fragen, ob da wer vielleicht schauen könnte, ob der "Fingersatz" (Lage) so in Ordnung ist. :)

    -----------------------

    Takt 13-17

    Hier habe ich die Akkorde wie sie als Noten notiert sind abgetippt und die Akkordbezeichnungen wie sie innerhalb des Liedes stehen drüber geschrieben.
    Abgesehen davon, dass die Akkorde teilweise auch nicht greifbar sind, stimmen die nicht ganz überein :confused:

    Takt 13 : Drüber steht Eb/F, aber eigentlich ist das doch Emaj7/Bb (Tenorsax spiel klingend D als ganze Note)

    Takt 14: Drüber steht E7(#9), aber hier fehlen Grundton E, Quinte B und der Ton C ist noch zusätzlich drinnen!? Also laut Guitar Pro ist das z.B. Csus2/Ab ...!? (Das Tenor spielt klingend F als ganze Note)

    Takt 15: Drüber steht Eb9, auch hier fehlen Grundton Eb und Quinte Bb und der Ton C ist auch wieder zusätzlich drin. Wäre eigentlich eher Dbmaj7(b5)/G . (Tenor spielt Db)

    Takt 16: D7(#9) - stimmt eigentlich, auch wenn Grundton und Quinte fehlen - ist auch spielbar. (Tenor spiel F)

    Takt 17: G13, G+7, C9 und F13 gehen auf jeden Fall, fehlen halt paar Töne. Aber würde das so stehen lassen bzw. das dann so spielen.

    Ich frage mich nur warum Takt 13,14,15 irgend nicht so GAANZ stimmen? An was soll ich mich dann auch halten?

    Ich hoffe ihr könnt mir folgen.

    Auf jeden Fall vielen Dank schon jetzt!!
     
  17. Hans_3

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    Erstellt: 01.02.08   #17
    Wenn Du bei den Takten 13-17 vernünftige Voiicings nimmst, sollte das eigentlich klingen. Die in der PDF sind weder spielbar noch klingen sie.

    Ich habe Dir die Voicings mal 3 (bzw. 4-stimmig) aufgeschrieben. Also 3-Note-Comping bzw. 4-Note-Comping. UNd zwar nach String-Sets. Hierbei werden die Griffe so gestaltet, dass sie sich immer auf den selben Saiten gespielt werden können (z.B. nur 2, 3, 4, 5 oder nur 2,3,4 oder nur 1,2,3 usw.)

    Spiel erstmal die 3er Version, Du wirst sehen, wie supereinfach das plötzlich spielbar und klangbar ist. Du brauchst nach dem 1. Akkord für den Rest nämlich nur 2 veschiedene Fingersätze!

    UNd dann noch mal mit dem Sax zusammen, das ollte dann schon halbwegs klingen. Anschließend die 4er-Version testen. Für Dich alleine (ohne Kapelle) kannst Du natürlich auch noch die Grundtöne dazunehmen

    Mach net den Fehler, bei Akkorangaben alle Töne spielen zu wollen. Quinten fallen oft ganz raus. Grundtöne auch oft, denn die kommen ja in einer Combo eh vom Bass. UNd bei 13ern wird auch mal die 9 weggelassen. Da ist eher die Wirkung von 7/13 entscheidend.


    (10)---------
    8---------
    8--------
    8------

    Wäre dann 7/#5/#9. Enharmonisch verwechselt ein Bb13/Ab


    (8)---------
    8-------
    7--------
    6--------

    Das wäre dann eigentlich ein Eb13 (das C ist die 6 bzw. 13)

    (8)----------
    6--------
    6---------
    5---------

    Kannst Du auch als Ab13 ansehen

    (6)-----
    6-----
    5----
    4-----


    Takt 17: G13, G+7, C9 und F13 gehen auf jeden Fall, fehlen halt paar Töne. Aber würde das so stehen lassen bzw. das dann so spielen.

    (5)--(3)-(3)-(3)--------------
    5----4---3--3---------
    4----4---3--2--------
    3----3---2--1---------


    PS. Für die ganz Sparsamen gibt es auch noch das 2-Note-Comping, bei dem lediglich Terzen und Septimen ohne Saitenwechsel gespielt werden

    http://www.guitarpeople.com/jazz/Comping.asp
     
  18. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #18
    Super, danke für deine Antwort!!! =)

    Auf mein Problem mit dem Akkord am Anfang kann mir wohl keiner helfen so helfen, da nicht klar ist ob Eb oder E!?

    Abgesehen davon, komm ich nicht weiter. Seit Stunden versuch ich mir zu überlegen in welchen Lagen ich die Akkorde des Solos zu spielen und ich wandere sinnlos durch die Lagen. Kann mir da wer helfen?
    Das ist jetzt echt ein Brocken, aber falls mir wer helfen mag... =)

    F13 (#11 b9) - Bb7 - F7 - Cm7 | F7
    Bb9 - Bb9 | Eb19 - F13 | Bb9 - Am7 | D7 (#9)
    G7 - Gm7 | C7 (#9) - Am7 | D7 (#9) - Gm9 | C7(#9)

    F13 - Bb9 | F+9 | Bb9 - F9 | C+9 | F9 - Cm9 | F13
    Bb9 - Bb9 - F13 | Bb9 - Am9 | D+7 (#9)
    G13 - Bb/C - F13 | D7 (#9) - Gm9 | C7

    Wie muss ich bei so komplexen Akkorden vorgehen?
    Ich hab versucht immer in ähnlichen Lagen zu bleiben und hab alle möglichen Akkordvariationen ausprobiert. aber ich komm nicht weiter!?
    Wie geht ihr an sowas ran?
     
  19. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 02.02.08   #19
    Woher stammen diese Akkorde? Hat die jemand selbst handschriftlich über die Noten gesetzt / aus den Noten herausgelesen? Da kommt mir einiges ziemlich ungereimt vor, z.B. F13 (#11 b9) und auch im Ablauf.

    Ansonsten hast Du es ja mit relativ wenigen Typen zu tun: 13, 9, 7/#9 und übermäßig (+). IM Zweifelsfalle: Keine Scheu vorm Abspecken. Es müssen nicht immer alle Eweiterungen fingerverrenunkungsmäßig gespielt werden. JAzz lebt vom Groove und net von den Noten. F13 (#11 b9) kannst Du auch als F7 oder F7/13 spielen, ohne dass Dir dafür jemand den Kopf abreißt.
     
  20. mYa

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    Erstellt: 02.02.08   #20
    So stehen die Akkorde drüber. Ist eh witzig, davor ist ein Tenorsaxophonsolo und das besteht aus F7, Bb7,... eine richtig nette Akkordfolge und dann kommt ein Trompetensolo mit DIESEN Akkorden. :confused:
    Das Lied ist irgendwie gruselig. :rolleyes: :D

    Werde mich nachher wohl nochmal ransetzen. :)
    Vielleicht meld ich mich bzg. dessen nochmal.

    Vielen Dank Dir :great:
     
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