@der onk:
Ist ein ganz einfaches Rechen-Spiel:
- Wieviele Gigs finden pro Jahr im Schnitt statt?
- Was wird aktuell für die (unzureichenden) Anlagen an Miete bezahlt?
- Wieviel Miete würden passable PAs kosten? Meine Schätzung läge da so um die 300.-, aber da kann's von Ort zu Ort massive Unterschiede geben...
- Wieviel Umsatz-Plus respektive netto-Gewinn bringt eine Band im Schnitt rein verglichen mit Hintergrund-Beschallung aus der Dose?
- Was kostet die Band im Schnitt?
- Ca. 10 Gigs im Jahr. Kann gerne auch mehr werden, wenn's finanziell besser läuft und man die Kosten für die PA-Miete abrechnen kann.^^
- Aktuell wird durchschnittlich 200,- für die Anlagen gezahlt
- Miete passabler PA's...Gute Frage. Die letzte, die wir hatten kostete 200,- Miete. War von der Lautstärke her in Ordnung, klanglich unter aller Sau. So viel musste ich noch nie an nem
EQ-rumschrauben.
- Hier ist das Problem: Es sind keine reinen Konzerte, lässt sich so also nicht ausrechnen. In erster Linie ist das ganze eine Indie/Rock-Disco (Ballhaus-Hofheim) mit zwei Räumlichkeiten in
einem 5000-Seelen-Kaff. Alle zwei Wochen ist Betrieb, einmal im Monat davon mit Live-Bands. Disco Betrieb ist im großen Saal dennoch. Die Konzerte sollen die Disco nur attraktiver machen.
Dass die Bude nicht ständig gerammelt voll ist ergibt sich schon daraus, dass sich das ganze fernab von House und Electromüll bewegt.;-)
- Die Bands kosten hauptsächlich Bier, Spritgeld und nen kleinen Obulus.;-)
In Sachen Outboard und Monitoring ist definitiv Engpass angesagt, 24-Kanal-Mischpult ist allerdings bereits vorhanden.
Raumklang:
Das habe ich mir schon fast gedacht - überall das gleiche Spiel. Leider verstehen diese Leute nicht, dass sie mit gekauftem "Schrott" für möglichst wenig Geld ihre Läden für Publikum und Bands nicht attraktiver machen.
Das versuche ich die ganze Zeit zu erklären. Letztes Konzert am Freitag war ein gutes Beispiel. Lautstärke war wie gesagt ok, Vocals haben allerdings so gekratzt, dass man sich garnicht
vor die Boxen stellen konnte ohne dass es weh tat.
I see - dann habe ich das falsch verstanden, sorry.
Kein Problem, man kann sich ja normal unterhalten.
Das habe ich nie behauptet - im Gegenteil: Ich bin immer dafür, Nachwuchs zu fördern und weiß aus eigener Erfahrung, dass das ein langer und oft steiniger Weg sein kann.
Im hier aktuellen Fall möchte ich lediglich vermeiden, dass gemieteter unzureichender Kram gegen noch schrottigeres Material getauscht wird. Damit ist niemandem geholfen. Den Wirten und Gästen nicht, den Bands nicht und demjenigen der dann auf dem Kram mischen soll erst recht nicht.
Auch kann ich Dir aus Erfahrung mit mehreren Festinstallationen sagen, dass derjenige, der es gebaut oder auch nur vorgeschlagen/projektiert hat, immer der Dumme sein wird.
Dann habe ich das falsch aufgefasst, sorry. Das ist allerdings wahr. Es gibt kaum was nervigeres, als wenn 5 Leute am Abend herkommen, sich über das gleiche beschweren und
anscheinend denken, ich würde es nicht selbst bemerken. Dass ich da aber auch nichts dagegen machen kann, das verstehen die wenigsten.
Mein Vorschlag wäre: Sucht Euch einen (guten!) Verleiher in der Gegend, der Euch für eine Anzahl im Voraus gebuchter Veranstaltungen anständiges Material da hinstellt. Das geht auch für relativ kleine Kohle, denn jeder Verleiher freut sich, wenn er sein Material über einen gewissen Zeitraum vermietet weiß. Da sieht die Kalkulation auf einmal ganz anders aus als bei kurzfristiger Miete.
Das ist hier in der Umgebung schwer, hier gibt's nur sehr gute Anlagen (scheißteuer) oder sehr bescheidene Anlagen, so kommt's mir so langsam vor.
Wir hatten mal drei Monitore ausgeliehen, die waren klanglich ein Geschenk des Himmels, haben aber ihre 250,- am Abend gekostet, das ist aber einfach
zu viel für den Club. Ich will nicht wissen, wie viel es gekostet hätte, hätten wir beim gleichen Verleiher eine ganze Anlage gemietet.
Oder gleich Nägel mit Köpfen machen und _einmal_ anständiges Material (im Bedarfsfall gebraucht) anschaffen und für die nächsten 5-10 Jahre ist Ruhe. Rechne das den Besitzern vor. Bei 50-100 Gigs im Jahr, wie das hier viele Kneipen machen, hat sich das Zeug schnell bezahlt gemacht. Rechne mal mit 5000,- EUR Budget und nur 50 Gigs pro Jahr. Das sind über 5 Jahre verteilt gerade mal 20,- EUR pro Gig. Dafür kann man _ein_ gutes Top für einen Tag mieten...
Interessante Rechnung. Allerdings sind 50 Gigs pro Jahr utopisch für unser Nest. Das wird erst mit einer Rechnung über 15 Jahre verteilt realistisch;-) Ich schließe allerdings einen nach und nach Kauf nicht aus, schließlich hat man bereits schon ein ganzes Jahr mit schlechten Anlagen überstanden.
Es wäre nur wichtig zu wissen, was ein guter Grundstein für einen weiteren Ausbau wäre.
Grüße, Domi