Bitte Eure Meinung - Fortschritt nach 1 Jahr Unterricht

  • Ersteller mariönchen
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@ Tonja: Oh danke, nein, ich bin ein Sopran, auch wenn es sicher noch leichtere Soprantimbres gibt.
@mariönchen: Ich habe mir deine Aufnahmen angehört und kenne auch so einige Kunstlieder, die habe ich vor meinen Arien gesungen. Und ich muss sagen, dass es da so einige gibt, die für dich absolut schaffbar sind. Ein klassischer Einsteiger ist z. B. der König von Thule von Zelter, den solltest du absolut locker packen. Das Mädchenlied von Heyse oder der Liebhaber in allen Gestalten von Schubert sind auch gute Einsteigerliteratur. Vorausgesetzt natürlich, du möchtest dich überhaupt mal an den klassischen Sachen versuchen. Da gibt es auch Ausgaben für verschieden hohe Stimmen, wo man einfach sehen kann, in welcher Lage man am besten zurecht kommt.
Für Einsteiger ganz gut sind auch die Arie antiche, die sind einfacher als die meisten bekannteren Opernarien. Z. B. O cessate di piagarmi ist ein Ding, was ich in meinem ersten Gesangsunterricht-Jahr gesungen hab und wo ich ganz gut mit zurecht kam. Haben mich persönlich etwas mehr angesprochen als die Kunstlieder, das ist aber nun wirklich Geschmackssache.
 
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@ Tonja: danke für Deine Erklärung. Du hast da genau den springenden Punkt angesprochen. Vor meinem Unterricht konnte ich quasi überhaupt nicht singen. Also ich war jetzt nicht unmusikalisch aber dennoch habe ich nichts von dem beherrscht, was ich heut zu Tage so erlerne. Ich musste praktisch bei 0 anfangen. Dies mag der Grund meiner Gl sein, mich technisch noch aufzuwerten - ehe ich Liedchen trällere. ( Wohlbemerkt im Unterricht - privat singe ich ja)

@ Foxx: Ist wirklich komisch, dass Ihr die Heiserkeit nicht wahr nehmt. Mich fragt sonst jeder ob ich ein Schreikind hätte - da er halt immer so heiser spricht. Die S-Laute hat er ganz von der Mama geerbt:mad: So wie ich früher hat er auch gelispelt. Da mach ich schon so einige Sprachübungen mit ihm:redface:

@ Nuri: Danke für Deine Hinweise. Ich werde mir diese Lieder mal raussuchen. Weiß zwar noch nicht - was ich im Unterricht demnächst so singen werde - aber für zu Hause und Deiner Einschäzung wegen der Schwierigkeitsstufe ist es ja nicht verkehrt:)))))
 
Ich habe jetzt auch seit einem Jahr Gesangsunterricht und hab die selben Probleme wie du :) ...Aber ich glaube, dass einem die ganzen Fehler und Probleme erst jetzt so richtig bewusst werder, da man mitlerweile weiß wie es sich eigentlich anhören sollte ;) zudem will man immer "perfekter" werden und traut sich an hohe Töne, die vielleicht noch nicht so einfach zu singen sind nicht ran, was dazu führt, dass man sie quetscht :) ... Frage doch einfach mal dein Gesangslehrer, wo du momentan stehst u. wie du dich in dem Jahr entwickelt hast ( hab ich auch gemacht) :) ;)
 
dass habe ich sehr wohl getan:)) Meine GL meint immer, dass ich eigentlich eine große Stimme hätte aber mir total im Weg stehe:(

Obwohl ich sagen muss, dass ich seit meines Ausweinens einen großen Sprung im Bereich Freiheit im Hals erreicht habe. So arg quetsche ich Gott sei Dank nicht mehr herum. Aber ich hätte da eine große Frage an Euch.

Mir ist heute endlich mal bewusst geworden, wie der Tonansatz durch das Ansaugen des Tons oder Stöhnen wunderbar funktioniert und ich hiermit meine Stütze super unter Kontrolle bringe. Freu.........
Ist dies eine Technik nur aus dem klassischen oder wird dies so auch in der Popszene umgesetzt? Ich frage nur deshalb, da ich zwar klassisch lerne - aber die Varianten des Popgesangs parallel im Hinterstübchen verankern möchte - um mich nicht ganz zu verbiegen.

Wäre lieb, wenn Ihr mir hierzu was schreiben könntet.
 
Dann mache ich mal den Anfang....
ich bin eine "reine" Contemporary-Sängerin, die absolut unklassisch klingt, die stilistisch einiges durch hat (auch Pop und Rock) und mittlerweile hauptsächlich Jazz, Tango, Chanson und Latin singt.
Ich habe aber ausschließlich klassischen Unterricht gehabt und kenne diesen "Stöhnansatz" sehr gut. Ich nutze ihn auch, so wie ich einige andere Techniken bzw. Vorstellungen aus der Klassik nutze.
Für mich war die klassische Grundlage immer eine wunderbare Ergänzung. Es wird zwar oft behauptet, klasssicher GU wäre für Popsänger kontraproduktiv, aber ich habe sogar die gegenteilige Erfahrung gemacht.
Allerdings hatte ich meinen Stil auch vorher schon, und ich sang bereits in Bands, als ich mit der Stimmausbildung anfing. Es war wohl eher eine technische Ergänzung, die mir vor allem eine so gute Technik beschert hat, daß die Stimme bis heute intakt geblieben ist.
 
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Danke Bell. Das hört sich verdammt gut an.:great: Denn mit diesem Anstöhnen komme ich super klar und habe einen Knoten zum Platzen gebracht. Dass ich dies auch im modernen Bereich dann anwenden kann erleichtert meine Kopfarbeit..hihi...

Aber ist schon der Wahnsinn, dass ich dieses Anstöhnen seit einem Jahr gelehrt bekomme und in der letzten Stunde erst kapiert habe:redface: Der Atem bleibt schön in der Brust und nichts wird überlüftet. Ich habe das erste mal seit langer Zeit keine Heiserkeit mehr. War ein langer Weg für mich. Aber ich bin so happy etwas sehr elementares endlich verstanden zu haben.:D
 
Manchmal dauert es eben ein bißchen länger. Jedenfalls ist es schön, wenn Du ein Stück weitergekommen bist !
Ich verwende den Stöhnansatz auch oft in meinem Unterricht. Manchmal nenne ich es Seufzen, manchmal Klagen und manchmal wie die alte italienische Schule: appogiarsi in petto (sich an die Brust anlehnen). Gut funktioniert es auch bei zu harten Stimmeinsätzen oder wenn die Stimme gepreßt klingt.
 

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