Bodentreter: umständliche Looper-Lösung gesucht!

von MarcG, 05.11.09.

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  1. MarcG

    MarcG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.09   #1
    Hallo Jungs

    Leide zur Zeit gerade extrem am GAS!!!:( Wie dem auch sei, bald ist das Studium abgeschlossen, es gibt endlich Knete, und die Band ist langsam soweit, dass es hoffentlich im nächsten Jahr auf grössere Bühnen geht - und da soll auch das Equipment stimmen:)

    Momentan spiele ich ein Vox Tonelab. Ich brauche eigentlich keine abgefahrenen Effekte, trotzdem reichen mir die Einstellmöglichkeiten beim Tonelab nicht immer (beispielsweise hätte ich gerne 2 unabhängige Delays). Qualitativ ist es ok, aber ich hätte doch gerne was besseres, was man zusätzlich noch ausbauen und erweitern / austauschen kann, so wie das halt bei Einzeltretern der Fall ist:D

    Gedacht habe ich dabei an hochwertige Pedale, welche über ein Looper-Switcher-System per Midi abrufbar sind. Da das für mich völliges Neuland ist, bin ich etwas überfordert, gerade weil ich etwas spezielle Vorstellungen habe. Dazu unten mal eine Grafik (Verkabelungen nicht eingezeichnet, davon hab ich keine Ahnung!):
    An Effekten brauche ich einen Octaver (z.B. Pog 2), Delay (z.B. Eventide Timefactor), Booster, EQ, ein Overdrive-Pedal, Hall, Rotary und ein Wah-Pedal. Nun ist das Problem, dass ich ganz unterschiedlich auf die Geräte zugreifen können muss:
    - Wah soll ja per Fuss bedienbar sein, Rotary möchte ich zwischen slow/fast umschalten können, sprich, sie müssen mir zu Füssen liegen.
    - Octaver (bisher hab ich an den pog gedacht) müsste ich zwischen den Songs umschalten können, da ich gerne unterschiedliche Presets verwenden würde.
    - Der Rest an Pedalen könnte z.B. in einer Schublade stecken, muss nicht zugänglich sein.

    Zusätzlich zu diesen Anforderungen möchte ich natürlich vom Booster mit Crunch-Channel (Orange Amp) und Hall zu Rotary, Delay und Clean-Channel mit einem Tritt wechseln können, ohne die Kabel des Wahs und des Rotarys nach hinten zum Looper verlegen zu müssen...
    Gibt es da eine praxistaugliche Lösung? Müsste ich da einen Doublelooper auf dem Board bei der Midileiste und einen 8-fach Looper auf dem Rack haben (mit Switch-Funktion für den Amp)?
    Angenommen, es lasse mir tatsächlich ein Eventide Timefactor (delay) raus. Kann ich dieses zusätzlich über die Midileiste ansteuern - neben der Looper-Bedienung?
    Gibt es eine Möglichkeit, neben die Midileiste ein zusätzlich Board zu installieren, womit ich trotz Presets zusätzlich auf die einzelnen Effekte zugreifen kann (beispielsweise wenn ich spontan Lust habe, bei Preset XY noch den Booster zu aktivieren, diesen mit dem Tritt auf das Zusatzboard dazuzuschalten)?

    Naja, wie ihr seht, hätte ich gerne eine Eierlegende Wollmilchsau! Schliesslich stellt sich mir die Frage, ob sich das lohnt - aus ökonomischer Sicht. Preislich liege ich mit Loopern und Board plus den Effekten, die ich noch nicht besitze wohl schon bald bei einem AXE FX oder einem Eventide H..., oder? Hat halt den Nachteil, dass ich diese Systeme nicht erweitern kann (was vermutlich nicht nötig ist) und keine tollen Knöpfe vorhanden sind:rolleyes:

    So, viele Fragen, wenig Ahnung - ich freue mich über jeglich Inputs, denn momentan drehe ich mich etwas im Kreis.

    Liebe Grüsse
    Marc
     

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  2. Big-D

    Big-D Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.09   #2
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

    Ein Midileiste mit integriertem Looper -> Du hast alle Effekte auf deinem Board, hast direkten Zugriff, aber ein großes Board
    19'' Looper -> Effekte im Rack, aufgeräumter, aber evtl. schwierig mitm Umstellen

    Eine viel günstigere und (finde ich) schönere Lösung wäre erstmal ein Multi-FX. Zum Beispiel das G-Major2. Da hättest du die meisten deiner Effekte drin, kannst sie wirklich von Preset zu Preset völlig unterschiedlich einstellen, und das ganze wird wahrscheinlich auch günstiger, als zich Pedale und Looper. Wenn dich kein Multi-FX befriedigt, könntest du es immer noch kombinieren mit einem kleinen Looper und Pedalen.

    Ich bin in diesem Fall auf jeden Fall klar für ein Multi-FX, da es einstellungstechnisch wirklich weitaus flexibler ist. Ein Argument dagegen wäre, dass einem die Klangqualität aller/bestimmer Effekte nicht gefällt, oder man Bodentreter XYZ für unersetzlich hält. Da hilft dann wohl nur testen.

    Wahs gibts auch im Rackformat, aber meist sehr teuer. Ich würds einfach direkt hinter Gitarre und vor den Preamp packen. Packst dus in den Effektloop und hast einen Rack-Looper, führst du X Meter Kabel hin und zurück - und das unnötig. Die Signalqualität würde sich nicht grad verbessern ;)

    Grüße
     
  3. Razorburst

    Razorburst Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.09   #3
    Mit einem MIDI-Floorboard & Looper wie dem G-LAB GSC-3 kannst du deinen Verstärker und jedes MIDI fähige Gerät umschalten und die Effekte die vor dem Verstärker betrieben werden sollen in den Loops des GSC betreiben. Für Modulationseffekte würde ich ein- oder mehrere gute Multieffektgeräte vorschlagen. Dazu muss es nicht teuer sein! Ich würde mal die Läden in meiner Umgebung besuchen und deren Second Hand Artikel durchforsten. Es gibt alte Multieffektgeräte die Kultstatus erreicht haben. Boss GX700, Rocktron Intellifex, Lexicon MPX G2, Alesis Midiverb, Ibanez AD220 sind nur ein paar. Das G-Major ist die kostengünstige eierlegende Wollmilchsau. Probier es aus ohne Vorbehalt. Vielleicht reicht dir auch ein G-Major! Wenn Multieffektgeräte zuviel für dich sind sind kann man mit einem Looper wie dem Rocktron Patchmate die Modulationseffekte ins Rack hängen. Wenn 4 Loops reichen kannst du dir das Rolls RP93s anschauen, das hat auch nochmal 4 programmierbare Schalter für Effektpedale mit Remotebuchsen, Verstärkerkanäle oder schaltbare Features.

    Wenn du dir Gedanken machst und sorgfältig ausprobierst wirst du am Ende von den Kosten her nicht mit einem Axe-FX gleichauf liegen. Wenn es aber Eventide, POG (schau dir mal den Poly-Octave-Chorus von ZCAT an) und ein altes Lexicon PCM sein muss kannst du dir auch direkt das Axe zulegen. Die Effekte sind hochwertig. Lexicon und Eventide kochen auch nur mit Wasser. Durch die 4-Kabel-Methode kannst du Wah und Overdrive und so Sachen auch vor deinen Amp legen. Die sind zwar aus dem Axe gemoddelt aber das musst du dir anhören. Ich habe keine Bedenken dass 0815 Vorschalt-Effekte wie ein Crybaby dadurch problemlos ersetzt werden. BOSS GX700, Lexicon MPX G2, TC G-System und so weiter sind übrigens auch mit der 4-Kabel-Methode einsetzbar da sie nicht nur Modulationseffekte haben! Haben also Potential auch Platz auf dem Board zu schaffen und manchen externen Effekt abzulösen.
    In Sachen Effektkauf habe ich gelernt: Teuer ist nicht immer besser und alt nicht immer schlechter!

    Hatte das G-Major 1+2, das Eclipse und das G-Force aber ich finde jetzt viele alte Effektgeräte erstklassig und auch öfter besser. Oft nicht viel besser aber das sind doch sowieso immer nur Nuancen die dann den Ausschlag geben. Wenn es vom Preis her im Rahmen liegt kann man sich doch glücklich schätzen.
     
  4. Hans_3

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    Erstellt: 06.11.09   #4
    Hätte ich ebenfalls empfohlen. Da Marc jedoch die meisten Geräte hinten stehen hat, wird das wegen der vielen langen Leitungen nicht praktikabel.

    Also muss der Looper nach hinten und vorn 'ne Midi-Leiste. Beispielsweise gibt es da den RG-16 Looper Switcher von RJM:

    http://www.loopersparadise.de/
    Wobei die Ausstattung "4 Loops in Serie intern zusammengeschaltet, 4 unabhängige Loops" mir jetzt nicht ganz klar ist. Aber es gibt sicher auch noch Alternativen.


    Geht. Dazu bräuchtest Du vorn einen 2. Looper, der gleichzeitig Midi-Pedal ist. Hier käme dann das GSC_2/GSC_3 wiederum ins Spiel.

    Beispielweise könnte dann die Belegung eines Presets am GSC so aussehen: Loop 1 on (wo der Rotary drin steckt), Midi Send Kanal 1 --> Racklooper Preset 1, der dann die Schaltvorgänge der Geräte und Maps hinten auf der Bühne übernimmt.

    Alternativ wäre noch zu überlegen, ob sich das Umschalten des Rotarys remoten lässt, d.h. eine Buchse einbauen, die die Kontakte des eingebauten Schalters übernimmt (habe ich gerade bei meinem Okko mit 2. Schaltstufen gemacht) . Dann könnte das Gerät nämlich ebenfalls nach hinten. Müsste sich ein Fachmann ansehen. Dann hättest Du vorn nur das Wah und sofern das nicht unbedingt in einen Loop muss, reicht dann wiederum vorn eine einfache Midi-Leiste.
     
  5. MarcG

    MarcG Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.09   #5
    Hallo Jungs

    Vielen herzlichen Dank für eure super Antworten!!
    Ich habe mir nochmals einige Gedanken gemacht zum Thema Multi. Irgendwie halt ich einige Treter doch für unersetzlich! Die Multis mögen vielleicht gut klingen, aber viele Effekte darin brauch ich nicht. Naja, vllt. ist es auch einfach meine Vorliebe für Knöpfchen und Dreher, die mir die Einzeltreter einfach sympathischer erscheinen lassen. Zudem habe ich immer das Gefühl, in einem Mutlifx doch nicht alles drin zu haben (wie bereits erwähnt fasziniert mich der Timefactor, bisher habe ich aber kein mutli angetroffen, welches 2 unabhängige delays enthält, nicht mal das AXE!?). Naja, über die Bodentreter bin ich halt flexibler und kann beliebig erweitern und auswechseln.



    Das GSC ist ein suuuuper Tipp! Danke!! Habe mir das Teil erst vor kurzem angeschaut, habe mich wohl aber zu wenig mit den Möglichkeiten auseinandergesetzt.


    Das Remoten des Rotarys nehme ich bei einem 450 Euro-Gerät doch nur ungern vor. Auch könnte ich dann keine weiteren Effekte auf dem Board einschleifen (falls mals ne Talkbox oder so dazukommen soll;))
    Das GSC-3 wäre aber die geniale Lösung schlechthin, genau das, was ich gesucht habe! Statt einen RJM könnte ich ja einfach einen Voodoolab GCX anhängen, der wäre auch etwas güngstiger. Channel-Switcher brauche ich ja nur einen, und der wird ja vom GSC-3 abgedeckt:great: Mist, hab gerade gesehen, dass der GCX nur mit dem Ground Control verwendbar ist, also mal zurück zum RJM... Anyway, hab mir die verschiedenen Looper auf loopersparadise mal angeschaut. Gigrig und Vinteck können 10 Pedale einschleifen, sind aber sehr teuer. Mit dem Vorschlag von Hans komme ich bestimmt auf die gleichen Kosten, kann aber 14 Pedale einschleifen:great:*freu*

    Hab gesehen, dass du, Hans, einen 3er besitzt. Hab mir das Handbuch angeschaut, bin aber bei den Midi-Funktionen nicht ganz gestiegen. Deshalb: Das GSC kann ja 3 Midi-Geräte ansteuern. Könnte ich nun die RJM-Programme abrufen, die gewünschten Presets beim Timefactor kontrollieren und gleichzeitig einen Taster beim GSC für TapTempo des TF belegen (TF unterstützt Midi in/out/through)?
     
  6. Razorburst

    Razorburst Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.09   #6
    Es gibt sehr viele mit frei definierbaren Effektketten. Digitech 2101 kann 7-8 unabhängige Effekte gleichzeitig. Darunter auch Delays. Da ist das Timefactor Kindergeburtstag gegen. :)
     
  7. Ebm7/b5

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    Erstellt: 09.11.09   #7
    von G-Lab....kommen wohl aus Polen....kann ich leider nur abraten. Hatte schon 2 Geräte von denen unter den Füßen. Beide haben entweder den Sound merklich verschlechtert. Trotz True Bypass, oder waren in kürzester Zeit defekt.
    Muss aber nichts heißen. Ich ziehe sowas nämlich magisch an...siehe mein Timefactor Problem.....

    Grüsse

    Ricky
     
  8. Razorburst

    Razorburst Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.09   #8
    Ich wollte mir eigentlich einen GSC-3 holen. Was heißt merklich verschlechtert und was war bei beiden defekt?
     
  9. Ebm7/b5

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    Erstellt: 11.11.09   #9
    Hatte das Wah Pad (oder so ähnlich). True Bypass war nicht so berauschend. Hat nach 2h Nutzung angefangen zu pfeifen => defekt
    Einen Looper/switcher, k.A. welcher das jetzt genau war. Ist schon eine Weile her, hat zwar funktioniert aber den Sound merklich beeinflusst => Höhenverlust. Ich habe allerdings noch kein teures Switching System testen können.
     
  10. Hans_3

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    Erstellt: 11.11.09   #10
    Na ja, wie will man das genau vergleichen?

    Wenn man z.B. 8 Effekte in Serie verkabelt hat, wird sicher etwas unterschiedlich sein zum Vergleich Gitarre --->Amp ohne Effekte. Merkt keiner. Ein Looper macht's halt nur deutlich, weil man die FX eben auch komplett aus dem Signalweg rausnehmen kann. Da darf man Ursache und Wirkung nicht einfach verwechseln.

    Einen realistischen Vergleich bekäme man nur, wenn man zusätzlich einen passiven Umschalter vor den Looper packt, um zu vergleichen, wie sich das Signal verhält

    A. Bei kompletter Umgehung des Loopers und der Effekte

    B. Bei Umgehung der Effekte durch den Looper.

    Solange dieser Vergleich nicht vorgenommen wird, gilt für jeden Looper erstmal die Unschuldsvermutung. Zumal beim GSC2/3 für jeden Loop noch ein Buffer zuschaltbar ist, der Signalverluste aufholt, die durch Kabelwege und die Effekte selbst verursacht sein könnten.
     
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