Brainstorming zur Verkabelung

Jägi
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Hallo zusammen,

derzeit überlege ich, wie wir am Besten unsere Aufnahmetechnik verkabel können. Ziel ist es, diese möglichst schnell und ohne großen Aufwand Auf-/Abbauen zu können.
Um aufnehmen zu können, verwenden wir ein Tascam US-1641, welches in einem 19"-Rack mit 4HE verbaut wurde. Um die hinteren 4 Kanäle des Interfaces mit Mikrofonen verwenden zu können, habe wir ein SM Pro Audio 4 Channel Mic Preamp über klinke angeschlossen.
Da wir später bei der Bearbeitung in der DAW möglichst flexibel bleiben wollen, splitten wir die einzelnen Mikrofonsignale mit einem Y-Kabel: mit dem einem Signal gehen wir in das Mischpult (Allen & Heath ZED 428) und dann zur PA, mit dem anderem Signal gehen wir in das Tascam US-1641 um das Signal roh aufnehmen zu können. Damit ihr euch das vorstellen könnt, habe ich mal eine Skizze angehängt.
Von der Bühne aus gehen wir mit einem Multicore zum Mischpult. Dort wird das Signal (live sowie im Proberaum) beim Mischpult gesplittet. Mit dem einem Ende vom Y-Kabel gehen wir ins Mischpult, das andere wird mit einem weiterem Multicore verlängert und im Tascam US-1641 eingestöpselt. Leider haben wir dann beim Mischpult ein extremen Kabelsalat. Wenn man mal schnell was umstecken möchte oder eine Fehlerquelle sucht, ist dies ziemlich unübersichtlich und kann schnell mal etwas länger dauern. Hinzu kommt noch, dass wenn mal der Tisch, auf welchem das Mischpult bei Liveauftritten steht, nicht Tief genug ist, eine extreme Zuglast auf die Y-Adapter sowie auf die XLR-Eingänge am Mischpult kommen kann.
Habt ihr zufällig eine Idee, wie man das geschickter gestallten könnte? Wir hatten schon überlegt, die Y-Adapter in eine Art Kiste auf Ständern zu bauen - aber so richtig gefallen will mir das noch nicht...
Vielleicht habt ihr ja die ultimative Idee!? ;)
002_Anschluss_Recording.jpg
 
Eigenschaft
 
Was mir jetzt spontan einfallen würde, wäre ein Rack-Splitter wie der hier:


Da packkst du vorne die Anschlüsse vom Multicore rein und gehst hinten wieder mit XLR raus und kannst dann schön gemütlich in Mischpult und Interface gehn. Da könntest du sogar die Interfaceverkabelung auch fest bestehn lassen, wenn du beides in ein Case packst.

32Domi
 
Danke für die Antwort.
Das hatte ich mir auch schon überlegt und auch dieses Gerät in Aussicht gehabt. Allerdings ist mir dies momentan zu teuer und überlege, ob es nicht noch eine geschicktere Verkabelungsmethode gibt....
 
Alter, was ist hier los? Das ist mal echt der hammer. Ihr habt so ein schönes Pult und macht damit so einen Murks, warum?

Wenn ihr die Mikro-Signale vor der verstärkung splittet ist das schonmal keine gute Idee, das damit verbundene Kabelwirrwarr bemängelst Du ja selbst.

Das Pult hat direct-outs in jedem (!) Eingangs-Kanal, üblicherweise geht man von hier in den Rekorder, in deinem Fall also in die Kombi Interface/PC.
 
Wir haben dies mit Absicht davor gesplittet und nicht die Directs-Outs am Pult verwendet, da wir das Signal roh und ohne EQ-Einstellungen aufnehmen wollten (Bei live Auftritten). Wenn wir oder andere Mischer am Mischpult einen murks am EQ machen, haben wir dies auch auf der Aufnahme und sind dann nicht mehr so Flexibel.
Des Weiteren kann es passieren, dass wenn wir das Signal am Mischpult auf 0db Eingepegelt haben und dann mit diesem Signal über den Direct-Out ins Tascam US-1641 gehen, dieses Signal für das Interface zu laut ist und es zu einem Clipping kommt (selbst wenn die Gain-Regler auf "Null" stehen). Dreht man dann den Gain-Regler am Mischpult zurück, kann es passieren, dass das Signal für die PA zu leise wird und sich nicht mehr durchsetzen kann.
Da ich selber auf der Bühne stehe und Musik mache - dadurch nicht selbst abmischen kann - und mich auf die anderen Mischer nicht so wirklich verlassen kann oder teilweise will (da die kaum Erfahrung haben), haben wir diesen Signalweg gewählt. Oder sehe ich das Falsch?
 
OK, großes sorry, erstmal für meine falsche Info aber auch für meinen Ton. Hab ja auch 'ne zeitlang Live gearbeitet und als ich deinen Beitrag gelesen hatte, hat mich das zurückversetzt - und an die teilweisen kruden Installationen erinnert über die man nur noch den Kopf schütteln konnte, oder einfach weglaufen wollte...

Also ich habe mir nun das Manual zur ZED-Serie angeschaut, und musste feststellen, dass die D-Os hier hinter dem EQ sitzen und nicht wie von mir angenommen nach der Verstärkung und dem Hochpass-Filter, sondern Post-EQ und dass leider werksseitig auch keine Möglichkeit vorgesehen ist (intern über dip switches) dies zu ändern. Da bleibt also nur ein Vorgehen wie von dir geschildert - oder wenn dir/euch das nicht zu viel Aufwand/Kosten bedeutet euer Pult zu modden und die D-Os entsprechend umzulegen.
 
Kein Thema - passt schon. Ich bin da nicht so empfindlich ;-)
Ich kenne das - bei manchen Verkabelungstechniken könnte ich auch schreiend davon rennen. Ich mach mir zu diesem Thema immer sehr viele Gedanken - daher frage ich ja auch nach ;-)

Geht das so einfach, dass Pult zu "modden"? (Was genau heißt das eigentlich - ist dies der richtige Fachbegriff dafür?)
Wie genau müsste man da vor gehen, um die Direct-Outs an speziell diesem Pult (Allen & Heath ZED 428) umlegen zu können?
 
modification = modding, den Begriff kennt man wohl vorallem aus dem PC-Bereich, wenn so Freaks ihre Rechnergehäuse individualisieren. Es gibt allerdings auch einige "gemoddete" Mikrophone.

Ob möglich und wenn ja, wie aufwändig sich das gestalten würde kann ich Dir leider nicht sagen. Ich denke aber, dass es zumindest von Fachpersonal erledigt werden sollte und kein Wochenendjob für den Freizeit-Frickler darstellt.

Das Vorgehen in kurz wäre mittels Lötarbeit den D-O im Signalfluss "nach vorne" zu holen.
 
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Alles klar. Vielen Dank für die Antwort Signalschwarz. Dann werde ich mich da mal Informieren.

Hat sonst noch jemand Verkabelungsvorschläge zum oben genannten Problem?
 
Habt ihr die Verkabelung so schon ausprobiert?
Ich bin immer sehr misstrauisch, wenn ich Y-Adapter sehe... Da rechne ich immer direkt mit Störgeräuschen.
 
Das mit den Y-Kabeln funktioniert soweit ganz gut.
Hab so schon einige Mitschnitte gemacht und auch schon einzelne Spuren so Recordet (machen grad ein paar Tests mit Coversongs). Von Störgeräusche bisher keine Spur. Nur der Kabelsalat stört mich an dieser Stelle.
Da muss ich mir mal noch was ausdenken...:gruebel:
 
Hallo,
ich würde euch eigentlich eher von der Direct-Out Lösung abraten, und zwar aus folgendem Grund:
Je nachdem, wer bei euch live den Sound mischt und wie wichtig die Aufnahmen sind, kann es passieren, dass der FoH-Mischer eine andere Einstellung am Gain-Regler vornimmt, als du sie haben möchtest. Oder es passiert live ein Fehler, der korrigiert wird und gar nicht so auffällt, hinterher auf der Aufnahme aber umso mehr.
Ich habe vor einigen Monaten eine Liveaufnahme gemacht, wo auch, um möglichst unabhängig zu sein, mit Splittern gesplittet wurde, bzw. mir das so angeboten wurde. Evtl. schaut ihr mal auf eBay, dort werden diese T.Racks Splitter öfter billig verkauft; das ist auf jeden Fall eine bessere Lösung als die mit den Y-Kabeln.

Wenn sowieso die gleiche Person live mischt und aufnimmt, könnt ihr auch die Directouts nehmen, aber sobald jemand anders live den Sound übernimmt würde ich auf jeden Fall auf die Splitter-Lösung zurückgreifen, da ihr einfach unabhängiger seid und selbst wisst, wie ihr für die Aufnahme verstärken wollt.

Ich hoffe ich konnte euch helfen
Philipp
 

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