Brauche Kaufberatung

  • Ersteller teufel82
  • Erstellt am
Bei Keyboard-Unterricht lernt man vor allem den Alleinunterhalter-Style (Begleitautomatik usw.) - jedenfalls im Normalfall.
Und das ist das traurige dran. Vor allem wenn dann noch der Benthien dazu ausgepackt wird lernt man nichtmal wirklich Theorie...
 
wie wahr distance so wars bei mir auch und jetzt steh ich vor dem scherbenhaufen dass ich zwar technisch relativ "gut" bin (weis also sofort wie ich einen akkord greifen muss) dafür aber meist nur ohne umkehrungen, und restliche theorie muss ich mir jetzt alles selbst noch beibringen... :(
 
Hm... ging mir anders herum. Ich war früher (6. Klasse oder so) total frustriert im Klavierunterricht, weil die ganze Zeit nur Klassik gehackt und war neidisch auf nen Kumpel - der hat damals Keyboard gelernt und konnte all die tollen Sachen spielen (Balladen um Mädchen zu beeindrucken, etc).... Als dieser Kumpel mir dann Akkorde beigebracht hat, taten sich für mich Welten auf!!! Mit Akkorden kann man nämlich anfangen, zu improvisieren, eigenen Stil finden und so.... Bei klassischen Klavierunterricht wird das IMO oft zu wenig gefördert, zumindest in den ersten - sagen wir: 6 Jahren... Aber Technik lernen ist wichtig, das weiss ich bis heute zu schätzen. (bzw. heute wieder, im jungen Alter denkt man da noch anders...)
 
Ich denke, man kann grundsätzlich sagen, dass weder der klassiche Klavierunterricht, noch der klassische Keyboardunterricht (mit "klassisch" mein ich hier nicht die Musikrichtung!) das ist, was man sich als junger Anfänger wünscht.

Klavierunttericht ist, wie andi sagt, meist sehr an der Klassik aufgebaut und dazu oft recht "trocken", dafür lernt man aber die Technik vernünftig.
Keyboardunterricht dudelt mit Begleitautomatik, da lernt man dann ein wenig über Akkorde, aber die Technik bleibt stark zurück - macht aber u.U. mehr Spass.

Ich ärgere mich, dass ich nicht mit Klavier angefangen habe - aber ich kann nicht sagen, ob ich noch spielen würde, wenn ich es getan hätte. Bei meinem Lehrer ja, aber andernfalls...?
Meiner Ansicht nach ist für das Optimum ein flexibler Lehrer nötig.
Es bringt nichts, beim überzeugten Alleinunterhalter zu lernen, aber auch nicht, bei einer Rentnerin, die alles außer klassik verteufelt.
Das Optimum liegt irgendwo in der Mitte, wo der Lehrer einerseits die Technik vermitteln kann (und es auch tut), dabei aber nicht total auf Klassik fixiert ist, sondern sich auch ein wenig nach seinem Schüler und dessen Geschmack richtet.
Und wenn dann eine gewisse "Grundbildung" von Technik und Theorie (die auch sehr wichtig ist!) vorliegt, kann man darauf auch problemlos den von andi genannten "eigenen Stil" entwickeln.

Allgemein glaube ich aber, dass man im Bereich des Klavierunterrichts da eher fündig wird (gibt schließlich auch Jazzpianisten, nicht nur Klassik-Puristen) als im Keyboard-Bereich, wo man wirklich kaum was anderes als die typischen Alleinunterhalter findet (sofern es nicht EIGENTLICH Pianisten sind, die den Unterricht erteilen, so wie im Falle meines Lehrers)
Hinzu kommt beim Klavierunterricht eben noch der Vorteil des Klaviers: Man erlernt den Umgang mit der gewichteten Tastatur, vor allem auch die Dynamik-Umsetzung und einfach das Gefühl für die Möglichkeiten, die man hat.

Fazit: Klavierunterricht bei einem Klavierlehrer, der für alle Richtungen, egal ob Klassik, Jazz, Rock, Pop oder sonstwas offen ist und auch bereit ist, den Schüler individuell zu begleiten. :great:

Soviel von mir ;)
 
also ich will jetzt eigentlich nicht noch weiter das OT fördern, jedenfalls keinen ärger bekommen, vllt sollte man gleich einen separaten thread aufmachen? (falls das thema nicht schonmal totgekaut wurde)

mein statement noch

also bei mir war der lehrer ein alleinunterhalter, und ich hab eben akkorde gelernt und minimal theorie. dazu muss ich aber sagen dass ich ihm schulunterricht mehr theorie gelernt habe als im keyboardunterricht, soviel zum thema minimal ;)
mit der mitte bei der wahl des lehrers kann ich distance nur recht geben, bzw wenn ich mir nochmal einen lehrer suche würde ich wahrscheinlich eher einen suchen der einfach direkt aufs improvisieren geht in sachen rock/blues und am besten noch gleich in die jazz schiene. denn bisher habe ich meistens nach gefühl oder nach bluestonleitern improvisiert. dass man das ganze nach noch mehr regeln machen kann, zb pentatonik bzw eher kirchentonarten, das ist mir noch gar nicht so lange bekannt, da ich diese tonarten im unterricht nie gelernt habe (da hab ich nichtmal die bluestonleiter gelernt aber die kommt in der schule früher dran als kirchentonarten :) )

und vom technischen aspekt her, naja, der dürfte beim keyboardspiel eher nebensächlich sein. klar, man lernt halt fingersätze und eventuell mal was schnelles zu spielen, aber es gibt ja nicht so viel mit anschlag und pedalen wie beim klaiver (zumindest bei mir nicht :( )

so long
 
Hallo an alle,
wir waren gestern nun in Berlin und welch ein "Zufall" in justmusic.
Wir haben unsere bzw. Eure Empfehlungen probehört, aber letztlich ist es doch das HP201 geworden. (Schade f. die Omas :-( )
Das FP7 hat einen super Klang, aber mit den 2 angebotenen "Füßen" (x-Beine; relativ wacklelig, und einem Tisch, welcher von den Beinen wie ein Camping-Tisch aussieht,dafür stabil) passt das nicht zum hochwertigen Piano. Und klanglich nehmen sich beide nicht viel, wobei das HP weniger "Extras" hat und damit denke ich für den Einsteiger mit wenigen Bedienelementen auch besser geeignet ist.
Nochmals Dank an alle.

mfg
Steffi und Frank
 
Meiner Ansicht nach ist für das Optimum ein flexibler Lehrer nötig.
Eindeutig. Meine frühere Klavierlehrerin ist z.B. so eine. Die spielt alles: Klassik, Jazz, Pop/Rock usw. Das hat mich kreativ sehr, sehr weiter gebracht und mir sogar ermöglicht, stilistisch Brücken zwischen den einzelnen Genres zu schlagen: z.B. klassische Phrasen in eine Jazzimprovisation einzubauen oder eine jazzige Improvisation über einem rockigen Stück zu spielen. :)
 

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