Breakdown "Boom" Effekt

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Masabust
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Hi, mich hätte mal interessiert ob man über bestimmte Effekte (ich nutze z.B. das Line6 POD HD500x + Randall Satan) so eine Art Breakdown "Boom" Sound wie mans oft in Metalcore Songs hört kreieren kann.
Wer nicht weiß was ich meine z.B. als übertriebenes Beispiel in diesem Song - - bei min. 3:10
Ich hab mal gehört, dass man so etwas mittels Kompressor, EQ,....grob erreichen kann, aber wie genau dafür beschäftige ich mich zu wenig mit diesen Effekten, deshalb bitte um etwas Hilfe :rolleyes:

Danke!
 
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Mr. Bongo
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das wird nicht mit der Klampfe gemacht, sondern ist ein separater Sound. Meist per Samplepad (zB Roland SPD-S oder SX) gestartet.

Es gibt verschiedene Herangehensweisen, oft ist es nur ein blöder Sinus-Sweep, manchmal ein richtig schöner Sound :)
In diesem Beispiel klingts für mich nach einen ollen Sinus, der dafür sorgt, dass bei der Studioaufnahme alles einfach nur krass in den Limiter gefahren und eklig verzerrt wird.

Wenn, dann könnte das eher der E-Bass hinbekommen. Kurz ein anderes Preset im Multieffektboard ausgewählt, Highcut bei ~60Hz und Druck
 
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Korrekt, so etwas wird nicht live auf der Bühne erzeugt, sondern als Sample abgespielt. Entweder per Schlag auf ein Samplepad, oder automatisch vom Computer, der auch den Click für den Schlagzeuger liefert (so machen wir das).

Der Sound selbst ist sehr simpel, Grundlage ist ein Sinuston der bei 60-120 Hz beginnt (je nach Geschmack, man kann ihn auch an den aktuellen Grundton anpassen) und dann innerhalb weniger Sekunden in der Frequenz gegen 0 geht und gleichzeitig auch mit der Lautstärke wieder gegen 0 geht.
Da viele Lautsprecher Frequenzen unterhalb von 100 Hz nur sehr schlecht wiedergeben können, wird hier noch oft mit einigen Tricks gearbeitet um diese tiefen Frequenzen einigermaßen hörbar zu machen, oft wird der Sinus noch mit k2 und k3 angesättigt, und zwar umso stärker umso tiefer die Frequenz sinkt. Dabei bedient man sich einiger psychoakustischer Effekte.
Kann dir als Gitarrist aber eh egal sein, euer Tontechniker gibt euch sicherlich das Bassdrop-Sample das ihr auch bei der CD-Produktion verwendet habt.

In den Limiter soll damit eigentlich nichts gefahren werden, das wäre ein grobes Zeichen von Amateurhaftigkeit. Um den Impact dieses Effektes richtig herauszukitzeln werden andere basshungrige Instrumente (E-Bass, Kickdrum, tlw auch Gitarren) parallel dazu in ihrem Bassanteil zurückgefahren um Platz für den Bassdrop zu machen. Das erfordert etwas Feingefühl in der Abstimmung, aber ein professioneller Tontechniker sollte das durchaus beherrschen.

TL;DR:
Das ist ein Bassdrop-Sample. Kommt von einem Sample-Player (Schlagzeuger) oder vom Backingtrack (Laptop).
 
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Masabust
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Alles klar, danke euch für die antworten! Ich wusste, dass man das normalerweise als Gitarist nicht macht, ich hab das nur irgendwo aufgeschnappt, dass man es per Bodentreter auch erzeugen kann, jetzt wollte ich mich genauer informieren.
Hat mir trotzdem weitergeholfen, da ich mich noch nie so wirklich mit dieser Effektart befasst habe :great:
 
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Aus der Gitarre wirst du so etwas nicht rauskitzeln können.
Bin zwar auch kein Experte für subtraktive Synthese, aber für diesen Zweck ist die Gitarre eindeutig zu eingeschränkt. Fängt ja schon damit an, dass kein "echtes" Glissando möglich ist. Vibratosysteme fallen aufgrund der Nebengeräusche raus.

Allerdings kannst du das Bassdrop-Sample auch einfach auf ein Looper-Effektpedal draufspielen und dann per Knopfdruck/Tritt abspielen.
 
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Allerdings kannst du das Bassdrop-Sample auch einfach auf ein Looper-Effektpedal draufspielen und dann per Knopfdruck/Tritt abspielen.
Wird dann aber im Overdrivekanal des Amps dann wieder zerbröselt.
Und nur dafür extra für eine Sekunde in den Clean Channel wechseln...?
Und die Gitarrenbox wird es wohl auch nicht so dick wiedergeben können, wie die PA.
Schwierig.
 
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Findet da wirklich eine Tonhöhenverschiebung statt
oder könnte das nicht auch mit einem getriggerten Filter per Highcut gemacht werden?
 
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Wird dann aber im Overdrivekanal des Amps dann wieder zerbröselt.
Und nur dafür extra für eine Sekunde in den Clean Channel wechseln...?
Und die Gitarrenbox wird es wohl auch nicht so dick wiedergeben können, wie die PA.
Schwierig.
Der Sampler dürfte natürlich nicht an den Verstärker angeschlossen werden, sondern müsste direkt an die PA kommen. Durch das Bodentreterformat kann ihn allerdings der Gitarrist steuern.
Eine Gitarrenbox kommt natürlich nicht tief genug runter um den Bassdrop wirklich wiederzugeben. Selbst normale Bassboxen werden das kaum schaffen.

Findet da wirklich eine Tonhöhenverschiebung statt
oder könnte das nicht auch mit einem getriggerten Filter per Highcut gemacht werden?
Der klassische Bassdrop entsteht so wie ich oben beschrieben habe, mit einem leicht gesättigten Sinussignal. Bei einem verzerrenden Gitarrenverstärker tummeln sich da viel mehr Frequenzen, da kann der Filter noch so steil sein.
Gitarren produzieren außerdem keine so tiefen Töne - bei Drop C liegt der tiefste Grundton bei ~63 Hz, da fängt der Bassdrop aber gerade erst mal an.
 
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ein basser aus dem freundeskreis macht das mit seinem bass und nem pedal... glaube whammy heißt das ding...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
kleine korrektur...
basser und klampfer machen es simultan. alle beide mit nem digitech whammy pedal...
machen damit allerdings diese etwas länger gezogenen...
 
robinBjordison
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Das klingt für mich einfach so, als würde einer der Gitarristen mit Bendings nen Ton mal etwas hochziehen und wieder runter lassen, zumal es eh klingt, als würden zwei Gitarristen z.T. zusammen was dissonantes spielen. 6 Halbtöne Unterschied (Tritonus) zum Beispiel.

Wie z.B. in dem Video:

bei 0:15 greift Jared Dines im Dritten Bund auf der tiefen Saite und zweiten auf der A-Saite und spielt das ein wenig rauf und runter. Da er Drop-Tunings spielt, ergibt sich darauf einen Tonabstand von 6 Halbtönen. Und ab 1:20 kommt noch was mit Bendings, was z.T. auch ähnlich klingt. Manchmal braucht man einfach nur zwei Gitarristen und spielt ein paar Bendings und Dissonanzen, dann braucht man auch weniger Effekte.
 
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Das klingt für mich einfach so, als würde einer der Gitarristen mit Bendings nen Ton mal etwas hochziehen und wieder runter lassen, zumal es eh klingt, als würden zwei Gitarristen z.T. zusammen was dissonantes spielen. 6 Halbtöne Unterschied (Tritonus) zum Beispiel.

Wie z.B. in dem Video:

bei 0:15 greift Jared Dines im Dritten Bund auf der tiefen Saite und zweiten auf der A-Saite und spielt das ein wenig rauf und runter. Da er Drop-Tunings spielt, ergibt sich darauf einen Tonabstand von 6 Halbtönen. Und ab 1:20 kommt noch was mit Bendings, was z.T. auch ähnlich klingt. Manchmal braucht man einfach nur zwei Gitarristen und spielt ein paar Bendings und Dissonanzen, dann braucht man auch weniger Effekte.

Schön und gut, hat aber mit dem gesuchten Bassdrop-Effekt nüscht zu tun.
 
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Schön und gut, hat aber mit dem gesuchten Bassdrop-Effekt nüscht zu tun.
Aber das Lied, das der TE geteilt hat, klingt teilweise nicht anders, als etwas, das man mit solchen angesprochenen Dissonanzen mit zwei Gitarren hinkriegen kann, daher hat das hier schon was damit zu tun.
 
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Aber das Lied, das der TE geteilt hat, klingt teilweise nicht anders, als etwas, das man mit solchen angesprochenen Dissonanzen mit zwei Gitarren hinkriegen kann, daher hat das hier schon was damit zu tun.
Er fragt nicht nach Breakdown-Riffs, sondern nach dem "Boom Effekt". i.A. nennt man das "Bassdrop" und das wird synthetisiert, nicht von einer Gitarre o.Ä. erzeugt.
Das ist auch völlig unabhängig von dem Riff den man spielt.
 
robinBjordison
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Wer nicht weiß was ich meine z.B. als übertriebenes Beispiel in diesem Song - - bei min. 3:10

Das hat er als Beispiel genannt und darauf hab ich meinen Beitrag bezogen.
Doch jetzt weiß ich, was gemeint war, ich dachte das Riff ab 3:10min wäre gemeint, nicht nur diesen einen Schlag, mehr oder weniger. Somit Verzeihung, hab das Thema in sich falsch verstanden.
 
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