Buch für Amp DIY-Anfänger?

von milf hunter, 02.06.08.

  1. milf hunter

    milf hunter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.08   #1
    Hi, mich interessiert das Thema Selbstbau extrem, und ich möchte alles lernen was ich dazu wissen muss (ohne Elektrotechnik zu studieren). Gibt es geeignete Bücher, die mir evtl. das Leben retten könnten?

    Dankeschön
     
  2. Niedi

    Niedi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.08   #2
    Wenn du der englischen Sprache mächtig bist, kann ich dir das DIY Projects for musicians - Buch empfehlen.

    Und die Homepage hier: diy.musikding.de
     
  3. milf hunter

    milf hunter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #3
    danke! ja muss ich mir mal ansehen, also ich spreche ganz gut englisch, nur hab ich noch etwas schiss, dass es da vielleicht irgendwo missverständnisse geben könnte... und vor strom hab ich echt respekt (schon mal einen abgekriegt als ich am fernseher innen rumgefummelt hab)...bei amazon gibts auchn buch auf deutsch über ampbau, aber das ist ziemlich ungleichmäßig bewertet^^

    was benötige ich eigentlich an werkzeug außer lötkolben und lot?

    grüße!
     
  4. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #4
    Servus,

    das grundlegende Holz- und Metallbearbeitungswerkzeug wäre nicht schlecht ... falls Du nicht nur Bausätze zusammenlöten willst.

    Den gehörigen Respekt vor Hochspannung hast Du ja, da kann ich Dich nur drin bestärken.

    Und es braucht ne Menge Erfahrung... An welchen Amp hast Du gedacht? An nen mehrkanaligen High Gain Verstärken kannst Du so mit ca. 5 oder mehr Projekten Erfahrung denken ... Ganz schön zickig die Teile...

    Wie wärs mal mit nem 12V-Verzerrer-Bausatz als Einstieg? Da kannst Du auch schon ne Menge lernen und es ist noch ungefährlich. Niedervolt-Röhrenschaltungen klingen nicht weniger geil und sind auch schon wat anspruchsvoller als Transistorschaltungen. Ab ca. 50V muß halt jeder Handgriff sitzen...

    Gruß Bernhard
     
  5. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.06.08   #5
    Ich möchte nochmal betonen, dass das Werkzeug das A und O ist!

    Mit schlechtem Werkzeug lässt sich schlecht arbeiten.
    Gutes Werkzeug kostet auch schlicht eine menge Geld...das fängt bei mehreren Zangen an, geht über gute Schraubenzieher zu Maulschlüsseln, Messern etc und endet dann bei einem guten Multimeter.

    Einfach nur Lötkolben und Lot ist noch nichtmal der Anfang!
     
  6. milf hunter

    milf hunter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #6
    @Bernhard: es soll fürs Studio sein, ein Recording Preamp, allerdings mit Endstufe (vielleicht 0,5 Watt) - nur ein/zwei Hi Gain Kanäle. aber pedale interessieren mich auch schonmal. is ne coole idee!

    @Dann sag doch bitte auch was der Anfang ist.
     
  7. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.06.08   #7
    Tach,

    also du solltest haben;
    Nen Satz Schraubendreher,
    Nen Satz Maulschlüssel sowie Imbusschlüssel,
    Nen feinen Seitenschneider, nen gröberen Seitenschneider,
    feine Flachzange, grobe Flachzange,
    Telefonzange,
    Cuttermesser,
    Lötkolben,
    Entlötsaugpumpe,
    Pinzette grade und gewinkelt,
    Multimeter mit versch. Messstrippen (Spitzen und Klemmen)...

    So, das müsste dann so in etwa die "Grundausstattung" sein.

    Wenn du Chassis bohrst o.ä. kommen natürlich noch Bohrwerkzeuge wie etwa Schälbohrer, Senker oder Messwerkzeuge wie ne Schieblehre und ein Stahllineal dazu.
     
  8. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #8
    Servus Thorben,

    Ein gut klingender High Gain Preamp ist an sich schon ein ambitioniertes Ziel ... Bin schon seit geraumer Zeit m.o.w. erfolglos dabei, einen Röhrenzerrer zu tweaken ... HiGain ist hartes Brot für Bastler.

    Ohne eine Ampsimulation wird dann auch der beste Zerrer scheiße klingen ... das muß auch irgendwie hardware- oder softwaremäßig gelöst werden.

    Gute Erfolgsaussichten hast Du eher mit ner dezenten Röhrenkompression ... die den Sound "anwärmt" ... also weit weg von Distortion. Die würd ich anderswo machen. Und sei es in nem Röhren-Zerrpedal ;)

    Mit was nimmst Du denn auf (Interface / Software) ?

    Gruß Bernhard
     
  9. drunk in public

    drunk in public Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #9
    nur mal so als idee: wie wärs denn mit dem bausatz beim musikding? da gibts nämlich nen slo-verschnitt highgain bausatz mit lead, crunch und clean-kanal wenn man die soundfiles anhört kann der schon was.
    Entwickelt wurde der von einem netten Menschen der auch im TT-forum zugange ist.

    preismässig ist der auch nicht schlecht und du sparst dir die nervenaufreibende arbewit alles zusammen zu suchen..
     
  10. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.06.08   #10
    Der Preamp ist aber nix für Anfänger, meines Erachtens.
    Da holt sich ein unerfahrener Bastler zu schnell Probleme mit Schwingen, Pfeifen und Co....wie derzeit auch die Posts im MD-Forum bestätigen.
    Dann lieber mit den MadAmps anfangen, die sind etwas einfacher da extrem gut dokumentiert.
     
  11. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #11
    Servus Thorben,

    Mal abgesehen von der technischen und handwerklichen Herausforderung wirst Du wohl ein Vielfaches von dem ausgeben, was ein vergleichbarer Röhrenpreamp von der Stange kostet.
    Einzelteile sind teuer, und besonders am Anfang baut man seine Geräte mehrmals, bis alles paßt.. Ist leider so.

    Wenns um die Freude am Bauen und am Dazulernen geht, ist das ja durchaus vertretbar. Aber man muß es halt wollen und sich leisten können.

    Gruß Bernhard
     
  12. milf hunter

    milf hunter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #12
    ich hatte mir schon vorgestellt, dadurch auch geld zu sparen. benötige nämlich nur einen einzigen kanal (hi gain) und die verstärker von denen ich den hi gain channel geil finde, haben auch clean und crunch. das bezahl ich mit und muss es rumschleppen.

    ich will ja am anfang nicht gleich nen invader bauen, aber irgenwer hat die geräte ja auch zum ersten mal gebaut, und ich hab bock mir bald nen eigenen amp zu machen und das lerne ich jetzt von klein auf. und der engl invader kostet ja nun z.B. auch seine 2200,-...

    das erste große ziel ist ein preamp zum recorden mit seeehr schwacher Endstufe, vielleicht teste ich mich da an nem madamp. aber am wichtigsten sind mir erstmal grundlagen über elektronik, damit ich GENAU weiß was ich da mache. Daher auch die ursprüngliche Frage nach Literatur.

    Grüße - milf hunter (Thorben)

    edit: achja, der muss auch gar nicht so geil klingen. mir ist das gefühl wichtig (placebo), nen selbstbau zu spielen und zu glauben ich hätt was besonderes... ich hoffe das wird mich inspirieren, denn im grunde bin ich mehr melodien-fetischist statt sound-fetischist... aber nur meinen alten amp zu lackieren reicht für diesen effekt mittlerweile nicht mehr^^
     
  13. bernhard42

    bernhard42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #13
    Servus Thorben,

    im Vergleich zu nem Engl Invader sparst Du auf alle Fälle ;)
    Bei den Madamps ist wohl am ehesten was it deinen Gain-Vorstellungen dabei.
    Schau auch mal bei https://www.musiker-board.de/vb/technik-modifikationen-diy/www.projetg5.com rein (deutsch: http://www.tube-town.net/diy/g5/ManualG5deu.pdf).
    Es gibt ne ganze Reihe netter kleiner Einsteigerbausätze, die auch sehr amtlich klingen...

    Was noch zu lösen bleibt: Der Lautsprecher ist ein essentieller Teil der Klangbildung des Amps.
    Aus nem reinen Preamp heraus klingts in der Regel nicht nur mittelmäßig, sondern richtig scheiße.
    Das heißt: Entweder nen LS per Mikro abnehmen oder ne LS-Simulation mit dazunehmen. Da gibts auch einige Schaltungen im Netz (Suche "Speaker Simulator", "Cabinet Simulator" usw.).

    Für den perfekten Sound dreht man im Studio das Half Stack auf 12, klar. Aber auf Dauer soll home recording ja auch nach bißchen was klingen...

    Gruß Bernhard
     
  14. Vintage_Man

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    Erstellt: 04.06.08   #14
    Also, den Zahn würde ich mir ziehen lassen:

    "Ich habe noch keine Ahnung - Ich lese mir etwas durch - Ich baue dann ein ganz tolles Teil!"

    Das funktioniert so nicht! Selbst bei besonderer Intelligenz fehlt zumindest immer der wichtige Faktor Erfahrung, der im wesentlichen bestimmend für den Erfolg eines Projektes ist.

    Ich würde an Deiner Stelle deutlich langfristiger planen und ganz klein anfangen. Dann ergibt sich der Rest automatisch

    /V_Man
     
  15. RomanS

    RomanS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #15
    Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Ich kann Dir diese Buch nahelegen: http://www.amazon.de/Guitar-Amp-Han...ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1212615475&sr=1-1
    - habe schon so einige Bücher zum Thema Röhrenamps und deren Bau durchgeackert, und diese ist eindeutig das beste! Enthält zwar nicht die Grundlagen der Elektrotechnik (die kann man sich aber auch in einem nicht Rohrenamp-spezifischen Werk holen), aber erklärt detailliert und einfach verständlich, welche unterschiedliche Teile und Sektionen es in einem Röhrenamp gibt, und wie sich Variationen an einzelnen Teilen und Schaltungen auf den Sound auswirken; außerdem werden etlcihe klassische Amps auf ihren Schaltungsaufbau hin analysiert.

    Das Buch ist natürlich in Englisch, aber falls Du Dich ernsthaft mit Röhrenampbau beschäftigen willst, solltest Du Dir ohnehin das entsprechende Fachokabular in dieser Sprache aneignen - fast alle relevanten Bücher, Webseiten und Foren zum Thema sind auf English, und auch der Großteil der Hersteller von Ampkits und Bauteilen sitzt in den USA...

    Hier noch ein paar interessante Links:
    http://www.aikenamps.com/ (auf Tech Info klicken!)
    http://www.el34world.com/Forum/yabb2/YaBB.pl
    http://www.firebottle.com/ampage/
    http://www.ax84.com/
    http://www.pacificrecone.com/JackDarrBook.html

    Ach ja, nochwas: ich hab so eineinhalb Jahre mit Studium diverser Bücher und Websites verbracht, bis ich mich drübertraute, meinen ersten Röhrenamp zu bauen (hatte aber schon Erfahrung mit Bau von Effektgeräten und Gitarrenelektronik) - und zwar einen Kit-Amp, einen JTM45-Klon von Weber www.webervst.com - war nicht ganz einfach zu bauen (von Weber erhält man zum Kit nur Schalt- und Layoutplan, keine Anleitung), klingt hervorragend (besser als 90% aller massenproduzierten Fender/Marshall/Peavey etc. Amps die ich bisher probiert habe), jetzt fühl ich mich fit, auch mal "from scratch" zu bauen...

    Also: Kit ist sicher ein guter Einstieg (Weber hat auch High-Gain-Sachen, und ein tolle Support-Forum...), aber daneben sollte man sich auch etwas theoretisches Grundwissen aneignen (und möglichst davor schon alles zum Thema Sicherheit) - sonst bleibt's "Malen nach Zahlen"!
     
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