Bugera BC15 Combo an 1x12" Box zwecks mehr Lautstärke?

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Bumditty
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Hallo, kleine Frage von einem Technik-Noob:

Ich habe einen kleinen 15w Hybrid-Übungsverstärker (namentlich Bugera BC15) aber nichts zum Schmettern im Proberaum. Der Amp an sich hat einen super Sound, ist aber halt leider nicht laut genug um mit Bass + Drums mitzuhalten. Ein Line-Out hat er auch nicht. Ich weiß aber von Combos wie dem Fender Blues Jr. oder Vox AC15, dass 15 Watt durchaus genug ballern können, um den Proberaum zum Wackeln zu bringen. Für so eine Anschaffung fehlen mir aber leider die nötigen Penunsen.
Daher meine Überlegung: Ich würde den Amp gerne wie ein Topteil an einer 1x12er-Box verwenden. Dazu würde ich gerne einen y-Switch mit Ausgang für ein Boxenkabel verlöten, um je nach Situation über den eingebauten Speaker oder über die Box spielen zu können. Macht das Sinn? Ist das technisch überhaupt möglich? Werde ich dabei überhaupt mehr Lautstärke rausbekommen? Und Klingt das Ganze dann überhaupt noch gut?

Vielen Dank schonmal für eure Kompetenz!
 
Eigenschaft
 
Die von dir genannten 15 Watt Verstärker haben einen Röhrenendstufe, dein kleiner Bugera aber eine Class D, also Transistor. Das kann man nicht genau vergleichen, ein Faktor 2 bis 4 Unterschied ist aber realistisch. Trotzdem dürfte ein 12" Lautsprecher mehr Druck bringen. Schau, dass du einen mit einem hohen Wirkungsgrad hast und mit 8 Ohm (bei 16 Ohm liefert Class D noch einmal nur die Hälfte an Leistung). Evtl. geht sogar 4 Ohm, du musst aber gucken, ob die Endstufe das verträgt, am besten orientierst du dich an dem verbauten Speaker. Es genügt eine Klinkenbuchse, die du dann so schaltest, dass die den internen Speaker ausschaltet, wenn ein Stecker drin ist.
 
Cool, schon mal gut zu wissen, dass das geht und auch was bringt. Faktor 2 wär ja schon ausreichend laut. Der verbaute Speaker hat eine Impedanz von 4 Ohm, kann ich da bedenkenlos eine 8 Ohm-Box dranhängen? Bei Röhrenverstärkern hab ich gelesen, dass die Röhren in mitleidenschaft gezogen werden, wenn die Impedanz der Box höher ist. Ich weiß aber nicht, wie sich das bei Hybrid-Verstärkern verhält, wenn die ne Transistor-Endstufe haben.
Und ja, mit der Klinkenbuchse, da hätte ich auch drauf kommen können, dass ich da keinen extra Schalter für brauch..
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
die Röhre ist nur in der Vorstufe, die Endstufe ist Transe
Der interne Speaker hat 4 Ohm, du solltest also eine 1x12 Box mit 4 Ohm besorgen
Ich würde direkt von dem Kopfhörer Ausgang an die externe Box gehen, der interne wird dabei abgeschaltet
Viel Erfolg
 
weiha ......

.... da es kein genormtes meßverfahren für musikeramps gibt , sind sämtliche aussagen darüber reine vermutungen .

auch die aussage , das 15 röhrenwatt " lauter " als 15 solid state watt sind , ist anzuzweifeln , da dort wohl eher die gründe woanders liegen , warum man das zum teil so empfindet ....... hier sollte man auch immer einen 100 % clean sound zum realen vergleich nehmen .

wichtig ist halt immer , das in solchen fällen die box einen hohen wirkungsgrad hat ! ..... das kann gemessen und verglichen werden , im gegensatz zu den ampleistungen .
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Kopfhörer Ausgang an die externe Box gehen

...... und was soll dann da rauskommen , wenn im kopfhörerweg noch intern der ohrenschutzwiderstand verbaut ist ???
 
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überleg doch mal bitte genau :

eine kopfhörer buchse ist stereo , also rechts und links gebrückt , weil der amp mono ist ....... und jetzt steckst du da einen mono stecker für die box rein ...... der zweite kontakt wird nach masse gebrückt und somit das komplette signal kurzgeschlossen ( wenn keine widerstände dort verbaut sind ...... das wäre für manche endstufen der sichere tod )

.... und wenn dort ( so , wie es üblich ist ) vorwiderstände für den kopfhörer verbaut sind , kommt aus der box kaum noch was raus .
 
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man muss sich das doch alles angucken @Bass_Zicke
Er kann löten, also wäre das alles kein Problem
Mal doch nicht alles schwarz
 
schwarz ist eine sehr schöne farbe , obwohl es eigentlich gar keine farbe ist *ggg

rostl , sei mir nicht böse , aber an einer kopfhörerbuchse hat ein lautsprecher nix zu suchen ..... da kann man sich mal ein signal zum weiterverstärken klauen ( mit vorsicht ) aber mehr nicht .

ich kenne nicht einen amp , der dort keine vorwiderstände verbaut hat .

backstein123 hat hier mal einen bericht geschrieben , wie man einen combo , ohne externe lautsprecherbuchse , umbaut .... einfach mal suchen .
 
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aber an einer kopfhörerbuchse hat ein lautsprecher nix zu suchen
+1

Es kommt dort zwar schon was raus (mit etwas Mühe und dem richtigen Stecker), aber nur recht leise.
Kopfhörerausgänge sind typischerweise für eine Größenordnung von (grob) einem halben Watt gebaut. Das Resultat wäre demnach genau das Gegenteil von dem, was der TE gerne hätte ... ;)

Wenn, dann muß man hinten an das Kabel zum Lautsprecher ran, also prinzipiell wie im Startpost beschrieben.

Ähnliches habe ich schon ein paarmal gemacht, meist mittels einer Klinkenbuchse, in die Rückwand eingebaut und die dann als Schalter fungiert.
Spontan würde ich hier eher keinen Schalter verwenden, sondern eine Klinkenbuchse und einen Stecker (zum Lautsprecher hin) frei einlöten und für eine externe Box dann diesen Stecker umstecken. Möglich ist's auf jeden Fall.
 
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backstein123 hat hier mal einen bericht geschrieben , wie man einen combo , ohne externe lautsprecherbuchse , umbaut

Du meinst wahrscheinlich diesen Beitrag hier, oder?
https://www.musiker-board.de/thread...egungen-und-umbau-bericht.539125/post-6555963
Ich hatte damals auch einen Mustang und mir überlegt, solch einen Anschluss dranzufrickeln. Hab dann aber letztlich den Mustang durch einen Princeton ersetzt.

Anstatt 1 x 4 Ohm könnte der TO doch auch zwei 8-Ohm Speaker parallel anschließen, also z.B. eine 2x12er Box mit 8-Ohm-Pappen?
 
Wobei man sich schon fragen kann, ob es nicht sinnvoller wäre, gleich einen Röhrencombo mit 12" Speaker und 20, 40 oder 50 Watt zu kaufen. Da geht es gebraucht ja auch schon um 250€ los (ich habe kürzlich einen Engl Screamer 50 für 240 € erworben) und dann sind Speaker und Amp aufeinander abgestimmt und sicher bandtauglich. Viele von denen können auch leise gut, so dass der Brugera verkauft werden könnte und es unter dem Strich etwa gleich teuer wäre, wie den Brugera zu behalten und zusätzlich eine 12"-Box zu kaufen.
 
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Danke für eure Antworten!
Also, dass ich nicht einfach den Kopfhörer-Eingang verwenden kann, hab ich mir schon gedacht. Ich kenn mich nicht mit den Details aus, aber dass da mit dem Output was anders läuft, weil der für Stereokopfhörer ausgelegt ist und nicht einfach Line-Out drauf steht, war mir klar.
Also zusammengefasst, was ich jetzt zu tun hab:
- Löchlein Bohren für eine Klinkenbuchse mit Schaltkontakt.
- Die Klinkenbuchse zwischen Endstufe und eingebautem Speaker verlöten (z.B. die Kabel vom Speaker lösen, an die Klinkenbuchse löten und dann die Klinkenbuchse wieder mit dem Speaker verbinden. So geht das Signal zum Speaker, wenn kein Kabel steckt und wird umgeleitet, wenn ich ein Boxenkabel drin hab.)
- Dann kann ich von meiner Combo in eine 1x12 Box mit 8 Ohm und mein Drummer freut sich, dass er mich hört.
Richtig?

@DirkS Eine 1x12er Box steht schon ungenutzt im Proberaum, da müsste ich gar nichts investieren. Irgendwann hab ich genug gespart, um mir einen anständigen Fender-Amp zu leisten, da will ich jetzt ungern zwischendurch 250€ für eine Zwischenlösung ausgeben
 
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Hallo,

ich kenne den Bugera BC15 ein wenig, da ihn mein Sohn für kurze Zeit bessessen hat. Vom Sound her fand ich das Teil auch recht sympathisch. Allerdings ist der BC15 wirklich ein reiner Wohnzimmer-Amp und für den Übungsraum zumeist ungeeignet An meiner 4Ohm 112er Box befand sich der BC15 sogar noch ein wenig unterhalb des Lautstärkeniveaus eines Bugera V5 Infinium (5Watt Vollröhre). Kurzum: Mit dem BC15 an einer größeren Box wirst Du höchstwahrscheinlich im Proberaum auch nicht glücklich.

Ich würde mir an Deiner Stelle eine günstige gebrauchte Vollröhre holen Wenn Dir der Sound des BC15 gefällt, wäre das dann mindestens ein Bugera V22. Den gibt es selbst als Infinium gebraucht bisweilen deutlich unter 200€.

Grüße
Mark
 
Da es mindestens 35 (oder 42? :D ) verschiedene Arten gibt, die Leistung eines Verstärkers zu ermitteln, sagt "Leistung: 15 Watt" noch nicht so sonderlich viel (wie schon @Bass_Zicke angemerkt hat).
Bei Gitarren-Röhrenverstärkern ist es üblich (so viel ich weiss) die Leistung in Watt RMS anzugeben, bei Transen-Übungsverstärkern wird da wohl teilweise erheblich mehr Phantasie im Spiel sein.

Und man kann natürlich auch bei der Leistungsangabe in gewissem Umfang "flunkern".
Beispiel: Um aus zwei EL84 22 Watt wie beim Bugera V22 (oder 50 Watt aus vier EL84 wie beim Peavey Classic 50) rauszuholen, muss man die Röhren schon ziemlich belasten (bzw. sogar überlasten). Vielleicht auch etwas Optimismus bei der Leistungsangabe walten lassen?

Zum eigentlichen Thema: Eine Box mit einem 4 Ohm Lautsprecher mit gutem Wirkungsgrad zu besorgen könnte etwas bringen, ist aber nicht sonderlich zukunftssicher, da dieser Wert für Gitarrenzwecke sehr unüblich ist. Und sicher ist der Erfolg ja auch nicht. Eine 8 Ohm Box würde schon wieder Leistung verschenken.
Ich halte den Tip, sich einen nicht so teuren Combo wie z:B. den Bugera V22 (oder sogar den V55) zu besorgen, für wirklich gut.
Es könnte aber auch ein anderer Hybrid Amp wie der Orange Micro Terror sein, wenn der Drummer nicht wie ein Tier reinhaut. Und wenn dir ein 1Kanal Verstärker zusagt. Da brauchst du aber dann auch noch eine Box (8 Ohm), zB. die Harley Benton G112 Vintage. Sollte beides auch recht preiswert gebraucht zu kriegen sein**. Die Box könntest du dann ja auch mal mit deinem BC15 ausprobieren.


** Wobei, immer wenn ich in die Kleinanzeigen reingucke, kriege ich den Eindruck, fast alle Anbieter haben einen Knall. Gebrauchtpreise um 3/4 des Neupreises oder sogar noch mehr. Da muss man sich also gut informieren, suchen, und dann aussuchen.
 
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