Bundreinheit an Eigenbau Les Paul

von FABGit, 18.06.07.

  1. FABGit

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    Erstellt: 18.06.07   #1
    Hallo,

    ich bin mit meiner Eigenbau Les Paul am verzweifeln.
    Die Gitarre ist soweit fertig. Als Griffbrett habe ich ein fertig geschlitztes mit 636mm Mensur.

    Jetzt mein Problem:
    Wenn ich die Saitenreiter genau nach Maß einstelle hab ich die Oktavreinheit soweit in ordnung. Wenn ich die Saiten "leer" stimme, kann ich Powerchords greifen und alles klingt gut. Wenn ich jetzt aber die dicke E Saite im fünften Bund greife, um so die A Saite zu stimmen, stimmt die Stimmung der leeren A Saite nicht, sondern die A Saite ist zu tief.(genauso bei allen anderen)

    ein E Dur oder E-Moll und ein A Dur klingt auch in ordnung. Ein D Dur klingt hingegen schrecklich.

    Was kann da nicht stimmen? Hab ich irgendwas falsch gemacht?
     
  2. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #2
    Fallern mir auf Anhieb nur zwei Möglichkeiten ein:

    1. Du drückst zu fest auf die Saite beim stimmen, dadurch wird das A auf der E-Saite zu hoch

    2. Du hast Dich schlich und ergreifend, verrechnet bzw. verbaut bei der Bridge
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #3
    Der Sattel ist nicht tief genug gekerbt oder falsch positioniert. Wie hoch sind die Saiten am 1. Bund?
     
  4. FABGit

    FABGit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #4
    Verrechnet hab ich mich nicht.
    Und ich drücke auch nicht zu fest auf die Saiten.(Ich stimme ja nicht zum 1. mal eine Gitarre)
    Das Mit dem Sattel kann noch sein. Die Saiten sind noch recht hoch am 1. Bund.
     
  5. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #5
    @FABGit
    war nicht böse gemeint, aber wenn der Sattel noch zu hoch ist, hat es ungefähr den gleichen Effekt wie "zu fest drücken"
     
  6. FABGit

    FABGit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #6
    Ok, Danke.

    Ich probiers dann nach der Arbeit mal mit dem Sattel.

    Demnächst dürft ihr euch auf ein paar Bilder meiner Paula freuen.

    Edit: PS: die wiegt 4,35 kg :eek:
     
  7. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #7
    Vorsichtig und langsam feilen, denn schnell ist's zu viel :)

    Am ersten Bund sollte minimal mehr Abstand sein (0,2-0,3mm) als auf dem zweiten wenn Du die Saite am 1. runterdrückst, so als Orientierung.
     
  8. Miles Smiles

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    Erstellt: 18.06.07   #8
    Was heißt nach Maß? Du kannst sie nicht einfach nach Maß einstellen!

    Du stellst die Saitenreiter so ein, dass am 12. Bund gegriffen, genau derselbe Ton erklingt, wie beim Flageolett-Ton über dem 12. Bund.

    Das Maß ist für jede Saite anders, frag mich nicht warum, aber offenbar hängt es von der Saitenstärke und deren Material ab.
     
  9. FABGit

    FABGit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #9
    Hier stehts wies geht: http://www.proguitar.de/Support/EinstellenBundreinheit/EinstellenBundreinheit.html
     
  10. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #10
    Die Methode ist viel zu ungenau und wahrscheinlich eher als Ausgangsbasis für das tatsächliche Intonieren gedacht. Mögliche Ursachen für die Fehlintonierung wurden ja bereits genannt. Hinzufügen könnte man vielleicht noch die eventuell zu große Halskrümmung (hat aber auch mit der erwähnten Saitenlage zu tun).
     
  11. Miles Smiles

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    Erstellt: 18.06.07   #11
    Ähm, welche jetzt?

    Ich kann jedenfalls der Argumentation auf der verlinkten Seite, dass das Einstellen per Flageolett sehr ungenau sei, nicht folgen. Abgesehen davon, dass man ja relativ viel verstellen muss, damit sich überhaupt etwas ändert (daher: Genauigkeit ist relativ!), wird dabei ja an die Gegebenheiten angepasst (Saite wird ja beim Spielen auch niedergedrückt, Bünde sind eben nicht optimal).

    Außerdem musste ich beim Wechsel von einer Marke auf die andere (beides .011er Sätze) auch schon nachstellen. Die Saitenstärke alleine ist es meiner Erfahrung nach nicht. Beim Wechsel von .009 auf .011, wäre der Saitenreiter um nur .002 Zoll, also um 0.05 mm das ist nicht einmal eine Haaresbreite zu verstellen. Ich habe aber schon erlebt, dass beim Umrüsten von .009 auf .011 der Reiter von Mittig bis auf Anschlag zurück gedreht werden musste und das auch nicht 100% ausgereicht hat.

    Wenn ich es nicht völlig falsch verstanden habe, ist das was dort steht, einfach falsch.

    Die Frage ist außerdem: Um wieviel ist die leere A-Saite gegenüber dem 5. Bund auf der E-Saite tiefer? Ein zu hoher Sattel wirkt sich auf den 5. Bund eher nicht so stark aus.
     
  12. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #12
    Es kann sich schon stark auswirken, die E- und G-Saiten sind am empfindlichsten bei Dehnung.

    Die beste Methode ist immer noch die Kombination aus 12. Bund-Harmonic, Stimmgerät und dem Ohr des Musikers - ich muss z.B. nach dem Stimmen mit dem Stimmgerät immer mit dem Ohr etwas nachstimmen. Da wünscht man sich Buzz Feiten an allen Klampfen :)
     
  13. Han die Blume

    Han die Blume Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #13
    Hier stehts wies geht: http://www.proguitar.de/Support/Eins...dreinheit.html

    Das ist wirklich sehr ungenau. Es gibt da noch Faktoren, wie Saitenlage, Saitendruck, Dicke der Bundstäbchen und sogar in welchem Winkel die Saiten zB. an einem Tune-O-Matic gekrümmt werden spielt eine Rolle.

    Generell kommt beim Stimmen einer Gitarre (ohne BFT) meistens maximal eine Oktavreinheit raus. Das ist aber nicht unbedingt die beste Lösung. Wenn ich mich vorwiegend in der ersten 5 Bünden aufhalte, wäre eine Quart/gr. Terzreinheit ausreichend oder sogar besser als die Oktavreinheit.
    Wenn ich nur Mettallica spiele reicht es wenn Em gut klingt, usw - je nach bedarf.

    Außerdem ist Gitarre sowieso immer ein Spagat zwischen wohltemperierter und natürlicher Stimmung..

    Zu Deinem Problem kann ich Dir raten mit einem chromatischen Stimmgerät oder ausgezeichnetem Gehör die Töne der einzelnen Akkorde durchzugehen (mit Aufschreiben: d 20% zu hoch, fis 3% zu tief, usw), um herauszufinden wo der Fehler liegt. Ist er gefunden wird es mit Sicherheit eine Möglichkeit geben den Zustand zu verbessern
     
  14. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 19.06.07   #14
  15. Apfelkrautwurst

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    Erstellt: 19.06.07   #15
    Definitiv.
    und dass man die Bundreinheit über die Reiter einstellen kann ist mir auch neu. :D
     
  16. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #16
    ..wenn überhaupt etwas einzustellen ist, dann die Oktav- bzw.Quart/gr. Terzreinheit, wenn die Bünde versägt sind ist der Ofen aus! :screwy:
     
  17. Miles Smiles

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    Erstellt: 19.06.07   #17
    Gut, das ist etwas was mir auch immer wieder passiert, dass ich bundrein sage oder schreibe und oktavrein meine. Das sind Dinge, die hat man sich einmal angewöhnt und bekommt es schwer wieder weg. Wie zum Beispiel Tschibson, statt Gibson. ;)
     
  18. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #18
    ...sollte man als Händler aber trotzdem nicht auf seiner HP haben :screwy:
     
  19. Han die Blume

    Han die Blume Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #19
    "es filtert nervige Höhen (z.B. Telefonfrequenz) und beschleunigt (verstärkt) den unteren Frequenzbereich (die Kunden behaupten nun es klingt deutlich komprimierter und wärmer) - derweilen ist dieses Kabel einfach nur schneller bei tiefen Frequenzen.

    Ich werde für Gitarren und Bässe nur noch das FatsoFlex Kabel zum Einsatz bringen (Achtung: die Kette darf nicht unterbrochen werden)!"

    "Hier kommt die ganze Wahrheit!

    … der Alterungsprozess:
    Was wir definitv nicht neu erwerben können, ist die Matrialermüdung, bedingt durch den Alterungsprozess.
    Magnete werden schwächer, Isolierungen dünner, Trafos ändern Ihre Eigenschaften usw.! Die Summe daraus ergibt diesen berühmten "alten" Ton welcher nur Vorteile hat und eigentlich das wieder gibt, was wir Gitarristen doch suchen, aber nicht in Worte fassen können.
    … warum Röhren-Verstärker:
    Frägt man eine amtlichen Gitarristen, dann sagt uns dieser, Röhren klingen wärmer als Halbleiter (Transitoren) - falsch: eine Röhre klingt nicht wärmer, das emfinden wir nur so - warum? Eine Röhre arbeitet 500-1000mal schneller, als ein Hlableiter (optisch)! Diesen Geschwindigkeit nennt man auch Punch, welchen wir nicht hören können, aber wohl spüren (durch Zwerchfell am Körper und Knöchelsystem am Kopf). Diese Geschwindigkeit beeinflusst oder erzeugt den Körperschall - bestes Beispiel hierfür: eigene Stimme aufnehmen und dann wiedergeben und man erkennt sich selbst nicht wieder - warum: der Körperschall fehlt! Und deswegen verwendet man für hochwertige Verstärker ausschliesslich Röhren, weil diese einfach schneller sind alls Transitoren.
    … Point to Point Verdrahtung:
    Oft liest man PTP (Point to Point): darunter versteht man, dass jegliche Kabelverbindung im Amp direkt erfolgt und zwar ohne Umwege durch PCB´s (Leiterplatinen), denn die kosten Punch (Geschwindigkeit)! Jeder weis, dass Leitungen Widerstände haben und deshalb wird bei PTP diese so gering wie möglich gehalten.
    … Einkanaler klingen besser:
    Der Streit entfacht sofort, will man eine Cover Musiker seinen Mehrkanal Amp wegnehmen. Jedoch ist ganz klar erwiesen, einkanlige Amps klingen deutlich besser - warum?
    Meist wird aus kostengründen zur Kanalumschaltung ein Transistor im Signalweg benutzt, der kostet Punch. Verwendet man die teuere Relais-Umschaltung, sind das wieder Kabelwege mehr, welche auch wiederum Punch kosten.
    Man kann jedoch sehr wohl auf einen Mehrkanaler verzichten, wenn:
    … der Amp in crunch Stellung einstellen (Entspricht z.B. 2ten Kanal)
    … das Volume Poti der Gitarre auf die Eingangskapazität des Amps abgleichen (mit entsprechender Filteschaltung), abregeln bis man den gewünschte Clean-Sound hat
    … True Bypass Pedals benutzen, um den Lead Sound zu bekommen
    … "alte" Trafos klingen besser:
    Durch das im Laufe der Jahre Abschwächen der Isolierschicht (Dielektrikum des verwendeten Kupferdrahtes), sagt man wird der Sound luftiger und schneller in der Ansprache. Nachteil, diese Trafos bekommen irgendwann Kurzschluss. Auch die Art der Wicklung (von Hand) ist besonders wichtig: dadurch kann in sehr geringen Tolleranzabweichungen genau die Werte erreicht werden, die wir hören wollen. Trafor machen ungemein viel Sound!!!!
    … "alte" Röhren:
    Eine der berühmtesten Röhrenhersteller war Mullard! Wie Pickups an der Gitarre, haben Röhren den grössten Einfluss auf den Sound überhaupt. Heutige Röhren werden oft mit billigen Materialien gebaut (z.B. Blech anstatt Nickel)! Auch ist die Fertigungstolleranz zu gross - aus 1000 gebauten Röhren klingen of nur 50 wirklich gut. Zum Glück erinnert man sich heutzutage wieder an die Qualität von früher und man bekommt solche guten Röhre immer öfter wieder angeboten.
    … Widerstände und Kondesatoren
    Ganz klar, die Tolleranzen waren frührer geringer und das Matrial besser - diese Bauteile werden von sogenannten Custom-Buildern wieder gebaut und kommen ausschliesslich bei Boutique-Amp-Herstellern wieder zum Einsatz - das muss aber auch bezahlt werden.
    … Kabel
    Kabel spielen immer eine wichtige Rolle - dem entsprechend auch bei Amps! Viele diese super teuren Amp Herstellern verwenden Silberdraht - sehr teuer, aber grösstmögliche Speed (Punch) im Ton - hört man sofort!"

    ProGuitar hat auch was Gutes:

    einen PISA-Test: Wer findet in diesm Text alle Rechtschreibfehler?

    Oder sind das nur literarische Tolleranzen?


    Han
     
  20. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #20
    ...und was hat das mit Bund- /Oktavreinheit zu tun??? :eek::screwy:
     
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