C-Switch Einbau?!

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Hallo,

da hab ich neulich mal so'nen C-Switch für meine Strat bestellt.
Jetzt ist das Ding da, und ich krieg's nich eingebaut, weil ich von Elektronik Null Ahnung hab :(...Pickup-wechseln geht...also löten...
Und am Samstag haben wir einen Gig, da würde ich die Gitarre gern mit C-Switch spielen, daher bitte ich euch um Hilfe:

Kann mir jemand bitte mal erklären (oder evtl. irgendwie aufmalen) wie das läuft? In der Anleitung steht:

"Verbindungsdraht zwischen PU-Wahlschalter & Volume-Poti entfernen (und dann? der muss doch wieder iregndwo dran, oder?). Mittleren Tone-Regler entfernen, Schalter dafür einsetzen. Anschluss: Gelb = Eingang, vom PU bzw. PU-Wahlschalter, grün = Ausgang, zum Vol. Poti, Schwarz = Masse (???)."

Weil der Schalter recht groß ist, muss er in die Position vom mittleren Poti. Da steht auch, dass das untere Poti bleiben kann als gemeinsamer Tone-Regler für alle 3 PU's. Die Elektrik ist übrigens bisher total normal verkabelt (1960er wiring)

Handwerklich trau ich mir das zu mit dem Umbau, aber elektrisch fehlt leider etwas der Durchblick. :redface:
Vielen Dank im Voraus!

PS: Testbericht hier natürlich Ehrensache, wenn das Ding irgendwie ans Laufen kommt.
 
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Hallo,

ich bumpe das hier mal, es ist ja doch schon etwas her....
außerdem kann ich mir vorstelllen, dass es noch andere E-Noobs wie mich gibt, die das auch interessiert?

Mittlerweile habe ich auch den Zettel verloren, der sagt, welches Kabel für was bzw. wohin zu löten ist. Ich bin auch ein Schussel...:redface: (steht aber im 1. Post oben)

Jetzt habe ich noch gelesen, dass man den C-Switch irgenwie mit dem 2. Tone-Poti koppeln kann, so dass der C-Switch die Resonanzverschiebung vorgibt, und der 2. Tone als stufenlose Regelung funktioniert (wenn ich das richtig verstanden habe).

Kann bitte jemand helfen, in dem er/sie freundlichst bekannt gibt, wie welches Kabel wohin zu verdrahten ist - das wäre echt lieb! :hail:

Im Anhang mal 2 Grafiken von der Std. Strat-Verschaltung & die zweite für den C-Switch.
Ich werde noch langsam :eek::ugly::gruebel::weird::twisted: wegen dem Teil!

LG & vielen Dank :great:
 

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Servus Marc,

bau doch einfach mal stur nach Anleitung..

-Schwarz auf Masse
-Gelb an den PU-Schalter (statt dem pinken Kabel)
-Grün ans Vol-Poti (statt dem pinken Kabel)
-Das pinke Kabel fliegt raus ??? Klingt komisch, scheint aber so zu stimmen.

-Das rote Kabel vom Tone-Poti wird umgeklemmt und kommt zum Gelben dazu (dort, wo jetzt das Pinke am PU-Schalter ist). Oder eben ganz weg - Das mußte ausprobieren, ob Du nur den C-Switch oder auch noch die Tone-Regelung haben willst.

Gruß Bernhard
 
Hi Bernhard,

danke für deine schnelle Antwort!!

Eins verstehe ich noch nicht:
Wie meinst du das mit dem Umklemmen des roten Kabels?
Könntest du mir vielleichgt bitte die Verdrahtung in die Grafik 2 einzeichnen (nur so grob)?

Das wäre supernett!

LG,
 
So in etwa versteh ich deine Anleitung aus dem 1. Post....

Hoffe das stimmt so.

Wie gesagt: Ich würds auch mal ganz ohne Tone-Poti probieren und dann die als besser befundene Variante drinlassen.

Gruß Bernhard

Edit:

Wenn Du den kleinen grünen Draht raushaun willst, mußt Du Rot und Gelb direkt neben den Pickup-Leitungen anlöten - also an dem Pin, wo gerade das "anderen Ende" des grünen Drahts angeklemmt ist. Hatte ich übersehen...
 

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Hey super - ein fettes DANKE an dich, Bernhard!!

Allerdings habe ich ja bei der Verschaltung dauerhaft den 0.22 Cap mit drin.
Ich hatte gelesen, dass man irgendwie den 2. Tone-Regler direkt mit dem C-Switch koppeln kann, also ohne zusätzlichen Kondensator? Hast Du eine Idee, wie das gehen könnte?

Ich hab schon ein schlechtes Gewissen, wil ich dich hier so Löcher in den Bauch frage...

LG,
 
Servus Marc,

brauchst kein schlechtes Gewissen haben, kein Problem ;)

Wie man den C-Switch mit dem Tone-Poti verbinden kann, weiß ich nicht...

Am logischsten erscheint mir, das schwarze Kabel vom C-Switch an den Mittelabgriff des Tone-Potis und den rechten Abgriff (wo jetzt der Kondensator ist) auf Masse. Mit Tone auf "0" wirkt der C-switch voll und bis "10" kannst Du ihn zurückregeln.

Liebes Forum: Wenns jemand besser weiß und ich schmarrn erzählt hab, bitte korrigieren!

Probiers einfach aus, Du kannst nix kaputtmachen.

Gruß Bernhard
 
Wenn man den C-Switch als Zweipol auffaßt, dann wird eine Seite mit der Masse verbunden und die andere Seite mit dem heißen Anschluß des Tonabnehmers. Die Tonblende (auch ein Zweipol bestehend aus dem Poti und dem Kondensator) kommt dann auch parallel dazu und dann, (wieder parallel) das Volume.

Im Falle der Strat kommt allerdings erst der Schalter. Der C-Switch gefolgt von der Tonblende und dem Volume wird dann mit dem heißen Anschluß des Schalterausganges verbunden. Also so:
Code:
Schalter -------+----------+----------+
 (hot)          |          |          |
            C-Switch   Tonepoti    Volume ----- hot (Buchse)
                |          |          |
                |     Kondensator     |
                |          |          |
         -------+----------+----------+---------- Masse

Ulf
 
Servus Ulf,

dacht ich mir's doch, daß Du Dir dein Leib- und Magen-Thema nicht entgehen läßt ;)

Das heißt also, das Tone-Poti (rote Leitung) wird nicht an den PU-Schalter wie eingezeichnet, sondern auf das heiße Ende des Vol-Potis gelegt, zusammen mit dem grünen Draht?

Mal ehrlich: Machts nen Unterschied? Sind gelb und grün intern nicht sowieso durchverbunden?
Ich gehe dabei davon aus, daß Lemmes C-Switch unter der Vergußmasse genauso aussieht, wie der von Dir im Guitar Letter beschriebene DIY-C-Switch. Lieg ich da richtig?

Bei kleinen Kapazitäten ("hohe" Einstellungen des C-Switch) kann man bei der seriellen Verschaltung mit dem Poti sicher herzlich wenig anfangen - Kleine Resonanzabsenkung, die sich auch noch zurückregeln läßt...
Dafür kann man den Tone-Poti ganz aus dem Signalweg rausnehmen.

Mit nem Poti, der in der parallelen Variante immer noch konstant im Signalweg hängt, vierliert die geniale Idee hinter dem C-Switch einiges von ihrem Charme, wenn Du mich fragst..
Kann daran liegen, daß ich ihn an Humbuckern benutze und von Haus aus nicht so reich mit Höhen gesegnet bin wie Single Coil - Spieler ;)

Was denkst Du zu serieller vs. paralleler Verdrahtung von C-switch und Tone-Poti?

Gruß Bernhard
 
Hi Onkel,

könntest du evtl. die Schaltung in die Grafik einfügen - das wäre der Hammer für alle, die kein Diagramm lesen können!

An dieser Stelle muss ich mal sagen, dass Onkels Guitar-Letters (zu beziehen über den Link in seiner Signatur) ein sehr geballtes Wissen vermitteln (wer meint dies sei Werbung, der soll es meinetwegen weiter meinen!).

Vielen Dank im Voraus Ulf!

Dein (Neffe) M.
 

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    ULF_ONKEL_c-switch_strat.gif
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Jungs, Ihr schafft mich echt (und meine Arbeitszeit)!

Dafür kann man den Tone-Poti ganz aus dem Signalweg rausnehmen.
Da kann man auch eine Schaltstellung ohne Kapazität lassen.
Mit nem Poti, der in der parallelen Variante immer noch konstant im Signalweg hängt, vierliert die geniale Idee hinter dem C-Switch einiges von ihrem Charme, wenn Du mich fragst..
Nö!
Kann daran liegen, daß ich ihn an Humbuckern benutze und von Haus aus nicht so reich mit Höhen gesegnet bin wie Single Coil - Spieler
So ist es! Deshalb passe ich die Teile auch immer an die speziellen Erfordernisse an. Von der Stange ist eben von der Stange!;)
Was denkst Du zu serieller vs. paralleler Verdrahtung von C-switch und Tone-Poti?
Wenn man den Lastkondensator parallel legt, dann bestimmt er immer die Lage der Resonanzfrequenz und mit der Tonblende kann dann die Güte, sprich die Höhe des Berges und damit der Anteil der "Höhen" eingestellt werden. Die Lage der Endresonanz wird dann vom Lastkondensator plus dem Tone-Kondensator bestimmt, was aufgrund der typischen 22nF eigentlich nur auf den Tone-Kondensator hinausläuft. Die Resonanz liegt dann typisch bei 600 bis 800Hz

Ersetzt man den Tonkondensator durch den C-Switch, so setzt seine Wirkung nur bei Tone=0 ein, was bei der parallelen Version einer Kapazität von 0pF entspricht.

Was man einsetzt, ist in gewisser Weise eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich bevorzuge da eindeutig die parallele Variante, da dann die Tonblende noch so funktioniert, wie sie soll!

könntest du evtl. die Schaltung in die Grafik einfügen - das wäre der Hammer für alle, die kein Diagramm lesen können
Wie schon eingangs gesagt: Ihr schafft... aber sei es drum:

2jd5fza.gif

Da mir die Darstellung des C-Switch etwas merkwürdig vorkommt, habe ich etwas radiert. Ich gehe davon aus, daß der rote Pin quasi der Eingang ist und sein "Ausgang" auf dem gezeigten Gehäuse liegt, an den die Masse angeschlossen wird. Wenn es sich mechanisch anderes verhält, muß man da entsprechend umdenken, aber das werdet Ihr schon schaffen Männer!

Wo der Tone-Kondensator ist, sollte klar sein. Ansonsten lest Ihr aufmerksam das! ;)

Ulf
 
Jungs, Ihr schafft mich echt (und meine Arbeitszeit)!

Da kann man auch eine Schaltstellung ohne Kapazität lassen.

Fühl Dich zu nix verpflichtet währen der Arbeit!

Und das mit dem "Ausschalten" des Tone-Poti in der C-switch-stellung ohne Kondensator haben wir gleich gemeint, aber verschieden geschrieben...

Wüsche nen erfolgreichen Rest-arbeitstag!

Gruß Bernhard
 
ähem... Ulf, darf ich noch was fragen?

Der C-Switch hat 3 Kabel. Hersteller Lemme sagt:
Gelb = Eingang, vom PU bzw. PU-Wahlschalter (KLAR)
Grün = Ausgang, zum Vol. Poti (?)
Schwarz = Masse ?)

Welches Kabel löte ich dann wohin?
Und welchen Kondensator nehme ich wohl am Tone-Pot (das Zeichen für Kondensator ist gelernt!) Habe derzeit noch 0.47 & 0.22 da, ist der 0.22 empfehlenswerter, weil kleiner?

Im Übrigen schließe mich voll & ganz Bernard an, dass nbiemad erwartet, dass du während der Arbeit schreibst....mache ich ja auch nicht....doch ;)
 
Servus Marc

Miß mal den Widerstand zwischen Grün und Gelb...
Der ist wahrscheinlich Null. Lemme hat wahrscheinlich, weils praktischer zu verlöten ist und Verwirrung über das Innenleben des C-switch stiftet, zwei Drähte rausgelegt.

Der C-Switch ist offenbar nichts weiter als ein "Kondensator mit schaltbarer Kapazität".
Schwarz ist das "kalte Ende", Grün und Gelb sind das "heiße Ende"

Denk Dir statt grün und gelb jeweils die Farbe blau, dann hast Du's schon beinahe.

Gruß Bernhard
 
Dem ist nichts hinzuzufügen, obwohl es eigentlich nicht Lemmes Art ist, die Leute zu verwirren!

Ukf
 
Nu ja, ein bißchen "aktiver" Urheberrechtsschutz sei ihm gegönnt...

Die "Verwirrung" richtet sich ja auch nicht gegen Bastler, die C-Switches einzeln bauen und verwenden, sondern gegen organisierte Plagiatoren, die ihm richtig das Geschäft vermiesen. Oder so.

Gruß Bernhard
 
Hallo allerseits,

nochmals danke an Eure Hilfe für den Einbau.
Ich erwarte noch neue Potis, dann geht's los!

Mein besonderer Dank gilt auch Herrn Lemme, der sich sehr freundlich & mit einer tollen Einbauanleitung per email gemeldet hat. Für seinen Kundenservice möchte ich hier ein dickes Lob loswerden (auch wenn die Beantwortung von Fragen mal ein paar Tage dauert, ist mir dies doch lieber als eine schnelle aber unspezifische und/oder unpersönliche Antwort wie man sie öfters von großen Firmen erhält)!

Nach dem Einbau melde ich mich mit einem Review zum C-Swicth in einer CS 60 Relic-Strat!

Dank an Euch alle & LG!
 
Der C-Switch ist offenbar nichts weiter als ein "Kondensator mit schaltbarer Kapazität".
Richtig! Man sagt dazu auch Stufenkondensator

Schwarz ist das "kalte Ende", Grün und Gelb sind das "heiße Ende"
Auch richtig! Wobei sich nun die Frage stellt, warum Lemme einen Zweipol mit drei Anschlüssen versieht. Könnte der Grund dafür etwa darin liegen, dass er Verwirrung verhindern will?

Sehen wir uns dazu kurz an, was Lemme so alles anzubieten hat. Wenn vom C-Switch die Rede ist, ist meist ein Stufenkondensator gemeint, der beim Zurückdrehen eine immer höhere Kapazität annimmt. Beim Aufdrehen dagegen wird die Kapazität immer kleiner, bis das Ding in Maximalstellung einem offenen Schalter gleicht. Man verwendet dieses Modell, um die Resonanzfrequenz des Tonabnehmers zu verringern, ohne die Höhe der Resonanzspitze zu beeinflussen. Dieser C-Switch liegt parallel zur restlichen Schaltung.

Es gibt aber auch noch ein anderes Modell, das beim Zurückdrehen eine immer kleinere Kapazität annimmt, beim Aufdrehen dagegen eine immer größere, bis es in voll aufgedrehtem Zustand einer Drahtbrücke gleichkommt. Dieses Modell arbeitet in etwa wie eine passive Bassblende. Unterhalb einer bestimmten Grenzfrequenz, die sich durch Umschalten der Kapazität verstellen lässt, fällt der Frequenzgang mit einer vorgegebenen Flankensteilheit ab.

Wie schließt man diese Module nun an? Beim erstgenannten Modell muss ein Pol sowohl mit dem Fünfwegschalter als auch mit dem Lautstärkepoti verbunden werden, der andere Pol mit der Schaltungsmasse. Das letztgenannte Modell dagegen wird in die Verbindung zwischen Fünfwegschalter und Lautstärkepoti eingefügt und benötigt keine Masseverbindung. Warum dann nicht jedes der Modelle mit drei verschiedenfarbigen Kabeln ausliefern und diese intern so verdrahten, dass sich beide Modelle auf dieselbe Weise anschließen lassen? Das hätte den Vorteil, dass für zwei grundverschiedene Modelle dieselbe Einbauanleitung gültig ist. Auf diese Weise wird zuverlässig vermieden, dass ein Exemplar mit der falschen Einbauanleitung ausgeliefert wird; außerdem wird es für den Musiker einfacher, falls er beide Modelle hintereinander einsetzen oder verschiedene Gitarren mit verschiedenen C-Switches bestücken will.

Wahrscheinlich hat sich Helmuth Lemme das auch schon gedacht und seine C-Switches wie in der nachfolgenden Grafik aufgebaut (oben Modell zur Beeinflussung der Resonanzfrequenz, unten Modell zur Bassabschwächung).

Wie schon angesprochen, lassen sich auch beide C-Switch-Modelle in derselben Gitarre verwenden. Unter der Voraussetzung, dass Lemme beide Modelle so beschaltet hat, wie hier dargestellt, sieht das dann aus wie im zweiten Bild.
 

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