chromatische Mundharmonika ein paar Fargen

von Mozartkugel, 26.01.16.

  1. Mozartkugel

    Mozartkugel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.16   #1
    Hallo,

    es gibt ja u.a. welche mit 10 und 12 Löchern. Ist eine mit 10 Löchern einfacher zu bespielen, weil vielleicht mehr Platz für die Kammern sind? Kommt man mit 10 Löchern gut zurecht, oder ist man eingeschränkt was den Tonumfang betrifft?

    Gruß
     
  2. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.01.16   #2
    Welche ... Hmmmmmmmm ...
    Welche genau meinst Du denn?


    Ich habe von Hohner
    - die Chromonika64 mit 2x16 Kanälen.
    - die Chrometta10 mit 2x10 Kanälen

    Von beiden Typen gibt es noch weitere Größen.
    Vielleicht helfen Dir diese > Informationen < schon ein Stück weiter.

    Das hängt davon ab, was Du darauf spielen möchtest.
    Der Tonraum von Chrometta10 und Chrometta12 ist nicht einfach nur kürzer/länger; er ist anders.

    Die Chromettas sind höher gebaut als die Chromonikas, in der Breite entsprechen die Kanäle einander.
    Die Dimensionen der Instrumente von Seydel sind denen der Hohner-Chromonikas ähnlich. Die runden Löcher der Fanfare haben dieselbe Größe wie die der Chromonika64, sie liegen aber einen winzigen Tick weiter auseinander.

    Mal sehen, ob ich später Zeit finde, Vergleichsfotos zu machen.

    Gruß
    Lisa
     
  3. Mozartkugel

    Mozartkugel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.16   #3
    ist es korrekt, dass bei der chromatischen dieses Bending entfällt da es mit dem Schieber erzeugt wird?
     
  4. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.01.16   #4
    Jein.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Du das jetzt tatsächlich falsch verstanden oder nur unglücklich ausgedrückt hast.

    Chromatische Mundharmonikas werden ohne Bending-Techniken gespielt.
    Der Schieber erzeugt kein Bending, sondern er öffnet die Kanzellen zu einer 2. Stimmplatte. Auf dieser befinden sich alle Töne, die auf der C-Platte zu finden sind, einen Halbton höher gestimmt. (> Cis-Platte) So ist es zumindest bei den traditionellen Chromatischen Mundharmonikas.
    Das zugrunde liegende Stimmsystem ist das Solo-Stimmsystem.

    Seydel bietet auch noch andere Stimmsysteme für chromatische Harps an.
     
  5. Mozartkugel

    Mozartkugel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.16   #5
  6. Lisa2

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    Erstellt: 26.01.16   #6
    Ja. Das hängt mit dem Solo-Stimmsystem zusammen. Dadurch ist das Blas-Zieh-Muster in jeder Oktavlage identisch. Vergleiche das mal mit dem Richter-Stimmsystem. Ohne diese Doppelung entsteht nach oben hin eine immer größer werdende "Verdrehung".
     
  7. Mozartkugel

    Mozartkugel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.16   #7
    kommen bendings bei diatonischen Muha eigentlich oft vor?
     
  8. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.01.16   #8
    Deine Frage lässt sich nicht einfach mit ja oder nein beantworten. Denn das hängt von der Musik ab, die Du spielen möchtest und von dem Stimmsystem, dass Du nutzen möchtest. Diatonische Mundharmonikas werden ja in verschiedenen Stimmsystemen angeboten. Du musst also konkretisieren, auf welches Stimmsystem sich Deine Frage bezieht.


    Ich denke mal, Du möchtest wissen, ob sich die Anschaffung einer chromatischen Mundharmonika für Dich lohnt. Vielleicht helfen Dir dabei folgende Gedanken weiter.

    Wie finde ich die richtige Mundharmonika?
    Wenn ich wissen möchte, welche Mundharmonika(s) für ein bestimmtes Musikrepertoire passt (passen), schreibe ich mir den Tonraum, also die benutzten Töne der Melodien heraus. Ohne Notenkenntnisse ist das schwierig, mit einem Notenschreibprogramm, das einem jeden Ton vorspielt, wenn man eine Note einklickt und auch jede Verschiebung "mitpiept", aber nicht unmöglich. Du hörst Dir einen Melodieabschnitt an und vergleichst das, was Du hörst mit dem, was Dir das Programm "vorpiept".

    Mit Hilfe der Tonraumanalyse erkenne ich, ob die Musik diatonisch angelegt ist oder ob sie chromatische Abweichungen enthält.

    Wenn ich Melodien in Einzelton-Spieltechnik ohne Bending spielen möchte, greife ich bei diatonischer Musik ohne chromatische Abweichungen meistens zu diatonischen Mundharmonikas mit Solo-Stimmsystem.

    Der wichtigste Grund:
    Diese Instrumente haben im Gegensatz zu Richter-Harps und anderen Stimmsystemen eine lückenlose diatonische Tonleiter. Mit dieser Tonleiter lassen sich problemlos sämtliche Paralleltonarten einer Dur-Tonleiter spielen. Möchte man zwischen verschiedenen Dur-Tonarten wechseln, wechselt man die Mundharmonika. Hat man die Mundharmonika nicht in der erforderlichen Stimmung zur Hand, transponiert man die Melodie in die Tonart der vorhandenen Mundharmonika. So geht man dem Benden aus dem Weg.

    Für Melodien aus den Bereichen Volksmusik, Folk, Country, Pop, Rock ... sind diatonische Harps im Solo-Stimmsystem meistens ausreichend. Tonartenwechsel erreicht man durch Harpwechsel. Ein Abweichen von der Tonleiter (wie z.B. in "Leise rieselt der Schnee") lässt sich auch auf der diatonischen Soloharp mit Bending realisieren.

    Bei diatonischen Harps im Richter-Stimmsystem machen sich die "Tonleiter-Lücken" in der untersten der drei Oktaven relativ häufig störend bemerkbar, wenn man in der Grundposition/Straight Position spielen möchte. Aus diesem und anderen Gründen spielen Bluesharper in Cross-Position, in der dann allerdings andere Töne fehlen und für die man die Bending-Technik benötigt. Auf diese Thematik gehe ich hier nicht ein, weil das Thema dieses Threads die chromatische Harp ist.

    Ich erwähnte bereits wiederholt, dass chromatische Harps auf dem Solo-Stimmsystem basieren. Aus diesem Grund sind diatonische Harps mit Solostimmsystem methodisch gesehen eine Vorstufe zur chromatischen Harp. Wenn Du also möglichst ohne Bending-Technik im Einzeltonmodus spielen möchtest, empfehle ich Dir, mit einer diatonischen Solo-Harp zu beginnen. Sollte deren Tonraum eines Tages nicht mehr ausreichen, weil Du chromatische Stufen benötigst, kannst Du relativ einfach zur chromatischen Harp wechseln, weil Du das auf der Soloharp geübte Atemschema 1:1 auf die chromatische (Solo-)Harp übertragen kannst.

    Bei Seydel bekommst Du Soloharps im kompakten Bluesharp-Format mit 10 Kanälen ...
    (2 1/2 Oktaven in Orchestrastimmung = Solostimmung 5 6 7 8 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 3 4 5 6 7 8)
    ... oder etwas länger mit 12 Kanälen
    (3 Oktaven Solostimmung 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 3 4 5 6 7 8).

    Ich habe mir die BigSix mit Solo-Stimmsystem ...
    (6 Kanäle - 1 1/2 Oktave in Orchestrastimmung = Solostimmung > 5 6 7 8 1 2 3 4 5 6 7 8)
    ... in 5 Tonarten gekauft. Wenn in gemütlicher Runde gesungen wird, komme ich damit meistens problemlos hin. Das BigSix-Päckchen ist kompakt und leicht. Dafür findet sich eigentlich immer ein Plätzchen in der Handtasche oder im Rucksack.

    Gruß
    Lisa
     
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  9. daenou

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    Erstellt: 27.01.16   #9
    Da möchte ich doch auch noch meinen Senf dazugeben. Bending ist ja nicht 'nur' eine technische Schwierigkeit, sondern auch ein wichtiges Stilmerkmal der Musik auf der diatonischen Harmonika. Der typische 'wailing' Sound der Country Harmonika aus Nashville oder die 'blue' Notes des Chicago Blues sind auf der Chrom schwerer zu erzeugen, aber typisch für die Dia. Dafür ist Jazz auf der Chrom leichter zu spielen und klingt 'cooler'. Und klassische Musik auf der diatonischen ist wohl eher eine exotische Ausnahme als die Regel.

    Nun gibt es natürlich Kompromisse mit 'dem Besten' aus beiden Welten, z.B. halbventilierte Chrom zum Benden oder Overblow auf der diatonischen um vollchromatisch zu spielen. Aber klanglich gesehen sind das eben 'nur' Kompromisse, die kaum je ans 'Original' heranreichen.

    Musikalisch gesehen vergleiche ich die Chrom gerne mit einem Klavier, die diatonische eher mit der menschlichen Gesangsstimme. Dies natürlich nicht von der Technik her, sondern mit vom Klang, her und den Emotionen, welche von diesem Klang hervorgerufen werden.
     
  10. Lisa2

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    Erstellt: 27.01.16   #10
    @daenou
    Deine Überlegungen sind ein schöner Einstieg in das Thema "Welche Harp für welchen Musikstil?"
    Und da gäbe es noch so einiges anzufügen. Nur kommen wir dann schnell sehr weit vom Thema "Chromatische Mundharmonika - Ein paar Fragen" ab. Deshalb erspare ich mir jetzt weiterführende Überlegungen hinsichtlich weiterer Musikstile, für die im Laufe der Jahre noch ganz andere spezielle Stimmsysteme ausgetüftelt wurden.
     
  11. daenou

    daenou Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.16   #11
    Einverstanden, lass uns das Thema nicht in diesem Thread ausrollen. Ich wollte ja eigentlich auch nur betonen, dass der Entscheid für Chrom oder Diatonische als Einstieg nicht nur ein technischer sein sollte, sondern eben auch vom Gefühl, von der Musik abhängig sein sollte.
     
  12. Mozartkugel

    Mozartkugel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.16   #12
    mit welchem Finger wird der Schieber eigentlich betätigt?
     
  13. Lisa2

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    Erstellt: 27.01.16   #13
    Mit dem Zeigefinger









     
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  14. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.01.16   #14







    Und das geht auch damit ... :D

     
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