Controller Achat DSP 24 richtig einstellen und verstehen

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betzebu
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Hallo Leute,

zusammen mit meinem Kumpel besitze ich eine kleine PA bestehend aus:

- 1x BASS: Audio Zenit NDW18
- 1x Endstufe: THE T.AMP TSA 4-1300
- 1x Controller: THE T.RACKS ACHAT DSP 24
- 2x Topteil: FAME SM 150 P MK III / 200W 8 Ohm

Gestern haben wir versucht den Controller über den PC einzustellen - wir kamen ganz gut voran, allerdings sind uns Begriffe wie dBu, Filter etc. nicht wirklich geläufig.
Ich möchte auch den Limiter benutzen um die Devices bestmöglich zu schützen. Des Weiteren soll natürlich aus den Topteilen nur Hoch und Mitteltöne kommen und aus dem Bass nur Tieftöne.

Könnt ihr mir helfen :)?

Gruß
Sebastian
 
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Was sagt denn die Bedienungsanleitung zu Deinen Fragen?

Gruß,
Jo
 
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betzebu
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Damit habe ich es selbstverständlich zu erst versucht. Leider erfolglos...
 
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Du sstellst die Fragen an uns so allgemein, dass es nur ganz allgemeine Antworten geben könnte, irgendwas in Richtung 'machs einfach richtig und dann wirds schon funktionieren'.

Irgendwie wäre das so wie wenn du in einem Pilotenforum fragst, ob man dir erklären kann, ein Flugzeug zu fliegen, aber dinge wie Höhe und Geschwindigkeit sagen dir halt nix.

dB ist z.B eine Eine Einheit um Pegel relativ zu einer bestimmen Bezugröße anzugeben. Quasi sowas ähnliches wie km/H. Filter tun das was der name sagt, sie filtern etwas aus, in unserem Falle Frequenzanteile. Bei Frequenzweichen kommen welche zum Einsatz, die alles auf der. Einen Seite einer Grenzfrequenz durchlassen, alles auf der anderen Seite dagegen nicht. Bei einem LowCut wird alles unter der Grenzfrequenz weggefiltert bei einem Hicut alles darüber. Da nun das ausfiltern nicht schlagartig einsetzt, haben diese Filter noch eine Flankensteilheit. Die wird in dB/Oktave angegeben. Wenn ein Lowcut mit 16 dB/Oktave bei 100 Hz eingestellt wird, so werden die tieferen Frequenz abgesenkt, wobei die 50 Hz 16 dB und die 25 Hz 32 dB leiser als die 100 Hz sind.
Wenn das jetzt wieder mehr Fragen aufwirft dann solltest du wirklich ein Tutorial im Netz suchen oder aber, noch besser, jemanden in deiner Nähe, der dir die Grundlagen verklickert.
 
B
betzebu
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Danke für die Antwort, das hilft mir schon etwas weiter.

Wir hatten auch schon relativ viel richtig eingestellt, dennoch kamen immer noch Hochtöne aus dem Bass und anders rum.. Also wir die Frequenzen umgestellt haben hat sich nichts geändert..

Die software für den Controller am PC ist ziemlich komplex, die Anleitung für den Controller ist jedoch nicht ausreichend..
 
Y
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dB ist z.B eine Eine Einheit
*klugscheißmodus an* Ähm, dB ist einheitenfrei, eben weil es sich um ein Verhältnis zu einem Vergleichswert mit derselben Einheit handelt. Damit kürzen sich die Einheiten raus. *klugscheißmodus aus*

Wenn ihr keine Ahnung von dem ganzen habt und blind im trüben fischt, dann empfehle ich euch
a) zu einer Vermietbude zu gehen und euch das erklären zu lassen für ein paar € in der Kaffeekasse
b) sucht euch eine versierte Person, die euch das erklärt und mit euch zusammen einstellt.

Onlinehilfe, fürchte ich, hilft euch hier nicht wirklich weiter.
 
mHs
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Ein Fachforum würde sich selber abschaffen, wenn es Fragesteller nach außerhalb weiterleiten würde. Deshalb finde ich den Vorschlag nicht sonderlich produktiv.

Mit etwas lesen hier im PA-Sub ist es durchaus möglich, sich ein gewisses Basiswissen anzueignen, mit dem man dann erste Experimente mit dem eigenen Equipment starten kann.
Wenn ihr dann an einer konkreten Stelle nicht weiter kommt, dann wird euch bei entsprechend konkreter Frage auch hier im Thread geholfen.
Vielleicht kann noch jemand einenTipp für ein Buch mit PA-Basiswissen geben. Dann wären auch schon mal die wichtigsten Begriffe erklärt.
 
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Die software für den Controller am PC ist ziemlich komplex, die Anleitung für den Controller ist jedoch nicht ausreichend.
Ich habe mir das probehalber mal runter geladen,ich muss Dir Recht geben selbst ich der schon den ein oder anderen Controller bedient habe komme an einer Stelle nicht weiter.
Was Du machen kannst ist mal Screenshots hier hoch laden damit man sehen kann wo es noch hakt.
 
Rockopa
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So in etwa sollte das zum Anfang aussehen.
 
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Schwer zu sagen, wie weit vorne man mit dem Erklären anfangen muss. Bei Adam und Eva?
Also: Ist die Verkabelung klar? betzebu, bitte erkläre (lade am besten eine Zeichnung hoch), wie Du die Komponenten verkabelt hast.
Danach müsste jemand, der sich mit dem Conbtroller auskennt, erklären, wie man einen Monobass konfiguriert.
Und danach befassen wir uns mit der Einstellung der Trennung - damit stehen zumindest schonmal die Basics.
Dann kommen EQ und Limiter, um das ganze schön und sicher zu machen.

Dann ggf. noch Delay und Phase (wobei man das wohl nur noch mit Mess- und Prüfequipment einstellen kann).

Gruß,
Jo
 
B
betzebu
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Hey Leute,

danke für die vielen Antworten! Die Trennung und die Software habe mich mittlerweile durch langes ausprobieren verstanden. Die Anlage läuft jetzt wunderbar, Höhen und Tiefen sind schön getrennt.

Mein Problem ist nun der Limiter: Die Endstufe
the t.amp TSA 4-1300 hat folgende Leistung:
  • 4 x 1670 W / 4 Ohm
  • 4 x 1220 W / 8 Ohm
  • 2 x 4000 W / 8 Ohm Brückenbetrieb

Der Bass Audio Zenit NDW 18 folgende:

Leistung:1000 Watt RMS
Wirkungsgrad:96 dB / 1W / 1m
Impedanz:8 Ohm
Frequenzgang:46-200 Hz
[TBODY] [/TBODY]

Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass die Endstufe bei voller Leistung zu viel für den Bass sein wird. Nun ist die Frage wie ich den Limiter richtig einstellen muss..

Soll ich hierfür noch eine Abbildung von der Verkabellung erstellen? An sich ist zu sagen, dass nichts in Reihe hängt sondern jedes Top-Teil sowie der Bass ein extra Kabel zur Endstude haben
 
Y
yamaha4711
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Ich würde mal annehmen, dass die Endstufe eher zu schwach ist, denn solche billigeren Endstufen haben meist keine gute Strompufferung bzw. Stromnachlieferung durch das Netzteil und brechen daher deutlich schneller ein. Anyway.

Erhebt sich nun die Frage welcher Limitertyp es ist. RMS Limiter oder Peak Limiter?

RMS Limiter sorgt für eine Absicherung bezgl. der thermischen Belastung.
Peak Limiter sichern gegenüber mechanischer Überlastung ab.
Daher sind diese beiden Limitertypen zu trennen und daher auch vollkommen anders zu berechnen.

x W RMS bedeuten, dass der LS diese Leistung dauherhaft abkann. Die Peakleistung liegt deutlich darüber. Vor allem beim Bass darf da die Endstufe deutlich mehr können, damit die transistenten Signale auch impulstreu und mit entsprechender Durchsetzungskraft wieder gegeben werden. Da diese Peaks nur eine Dauer von ein paar ms haben (z.B. ein Kickdrum Signal) darf da auch gerne mal die 1,6-fache Leistung anliegen. Allerdings muss dann bei einer potenten Endstufe die Leistung per RMS Limiter abgeregelt werden, da ein stehendes Basssignal wiederum zuviel Energie in den LS bringt. Ist also auch alles eine Frage der Attack- und Releasezeiten.

Ein nettes und hilfreiches Tool zur Berechnung der Limiter findest du unter
http://www.jobst-audio.de/tools-nuetzliches/limiter
Allerdings sagt die das Tool nicht wie du mit der Hüllkurve, also Attack, Hold, Decay und Release, zu verfahren hast.
 
B
betzebu
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Hallo yamaha,

danke für die super schnelle Antwort..
Jedoch kann ich nicht mit allem etwas anfangen, dass du beschrieben hast. Kannst du das noch etwas mehr "für dumme" erklären?
Was genau ist LS?

Der Limiter wird so konfiguriert wie oben bei den Screenshots zu sehen ist. Genau die gleiche Software habe ich auch.
 
Y
yamaha4711
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LS = Lautsprecher.

Was genau verstehst du nicht?

Den Limiter musst du schon auf deine Gegebenheiten einstellen und nicht einfach das was du auf den oben dargestellten Screenshots siehts blind übernehmen.

So wie ich das aus den Screenshots heraus sehe, hat die Kiste nur einen Limiter pro Ausgangskanal. Der Parameter hierfür sind entsprechend Threshold (Schwellenwert, ab wann der Limiter greift), Attack (Zeitspanne in Millisekunden zwischen überschreiten des Schwellenwertes und dem dann folgenden Eingreifen) und Release (Zeit wie lange die Pegelreduzierung nach dem Abfallen unter den Schwellenwert aufrecht erhalten bleibt in Sekunden).

Du kannst keine Pegelabsenkung einstellen, daher wird der Limiter wohl hart greifen und eben ab dem Schwellenwert sozusagen "zu machen", so dass keine Zunahme des Pegels mehr möglich wird. Deswegen ja auch Limiter. Bei anderen Geräten lässt sich der Limiter "soft" einstellen, so dass zunächst eine Pegelreduktion erfolgt, welche dann allmählich in eine Limitierung übergeht. Dies hat den Vorteil, dass man weniger "pumpen" hört. Bei einer harten Limitierung wird man immer ein wenig "pumpen" haben, d.h. die Transistenten werden nicht mehr 1:1 übertragen, sondern plump abgeschnitten. Das führt dazu, dass z.B. ein Bassschlag nicht mehr "bums" macht sondern eher "blubb".
 
B
betzebu
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Super, damit hilst du mir schonmal extrem weiter!

Ich wollte nicht andeuten, dass ich die Werte aus den Screenshots übernehmen wollte. Ich wollte dir nur zeigen, welche Software ich nutze.

Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage welche Werte für meine PA optimal sind.
Eine weitere Frage wäre ob es von der Endstufe selbst auch noch eine Art Limiter gibt?
 
Y
yamaha4711
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Nutze den Link, den ich dir weiter oben gegeben habe. Damit kannst du den/die Limiter mal grob einstellen.
Es bringt nix dir nun einfach die Werte vor die Füsse zu werfen. Probier es selbst und poste deine Werte hier. Dann sehen wir weiter. ;-)

Nein, deine Endstufe hat keinen Limiter, ausser man betrachtet den Cliplimiter als solchen.
 
B
betzebu
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Was genau macht dieser Clip Limiter? einfach nur Clipping verhindern? Wieso benötigt man dann überhaupt noch einen Limiter?

Sorry für die vielleicht dämlichen Fragen, aber bisher habe ich mich noch nicht mit den ganzen technischen Details beschäftigt..
 
Y
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Das kommt ganz auf das Konzept des Herstellers an.
Wenn es ein echter Cliplimiter ist, dann wird genau dieser ein Clipping mehr oder minder verhindern und eben den (Eingangs)Pegel entsprechend reduzieren. es gibt auch Komperatorlimiter, welche das Eingangs- und Ausgangssignal vergleichen und bei Verzerrungen am Ausgang den Eingang entsprechend einbremsen.

So ein Cliplimiter sorgt eben nur dafür, dass die Endstufe nicht übersteuert (wird), einem solchen Limiter ist es aber vollkommen wurscht ob dabei der LS gegrillt wird. Dies gilt vor allem in Bezug auf thermische Überlastung.

Der Limiter im Controller soll eben dafür sorgen, dass der LS nicht überlastet wird, unabhängig davon ob die Endstufe nun ins Clipping geht oder nicht.
 
B
betzebu
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Ahja, super! Du bringst mich wirklich weiter :)!

Attack, Hold, Decay und Release, zu verfahren hast.

Was ist sinnvoll bei Attack und Release einzustellen? Gehe ich richtig der Annahme, dass es bei Release egal ist, hier kommt es nur drauf an was sich besser anhört. Und bei Attack ist es jedoch wichtig, da ansonsten die LS drauf gehen?
 
Y
yamaha4711
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Die Hüllkurve ist insofern für Impulstreue vs. mechanischer bzw. thermischer Überlastung wichtig.

Da deine Endstufe nur knapp mehr kann, als dass der LS (Bass) an RMS Leistung ab kann, musst du dich nicht wirklich um eine Peakbegrenzung kümmern. Dafür sorgt die Endstufe selbst, wenn sie ins Clipping geht. ;-)
Der Bass wird wohl deutlich über 1,8 kW an Peakleistung ab können. Peakleistung ist die Leistung, die kurzfristig anliegen darf, ohne dass der LS schaden dabei nimmt.

Da du im Controller eh nur einen Limiter pro Ausgangskanal zur Verfügung hast, würde ich mich hier auf eine thermische Begrenzung einschiessen. Dabei wird die Attackzeit recht großzügig gewählt, so dass die Peaks unbeeinflusst durchgehen (Impulstreue). Die Releasezeit wird entsprechend der wohlweislichen Kühlung durch den Hub des LS eingestellt, so dass die Schwingspule genügen Zeit hat wieder abzukühlen.

In der Praxis sieht das dann so aus, dass der Limiter bei kurzen Peaks nicht eingreift, wohl aber wenn z.B. ein stehendes Basssignal über längere Zeit anliegt und eben dann nicht wieder sofort voll aufmacht, also eine großzügige Releasezeit hier setzen.

Somit ist es nicht egal, bei beiden Parametern, was man hier einstellt.
Eine zu kurze Releasezeit z.B. führt häufig zum Pumpeffekt. Das klingt dann sehr angestrengt.
 

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