Darf ich ein Kassettendeck schräg aufstellen?

Adrium
Adrium
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
20.02.14
Registriert
17.04.09
Beiträge
142
Kekse
0
Ort
Hamburg
Hi!
Darf ich ein hochwertiges Marantz doppel Kassettendeck schräg (Von der Seite gesehen) in meinem Rack platzieren? (Für Aufnahme und Wiedergabe) oder läuft das dann nicht mehr rund?

lg, Adrium
 
Eigenschaft
 
Darf ich ein hochwertiges Marantz doppel Kassettendeck schräg (Von der Seite gesehen) in meinem Rack platzieren? (Für Aufnahme und Wiedergabe) oder läuft das dann nicht mehr rund?

Ich würde das Problem ganz anders lösen: Aufnahme und Wiedergabe mit dem PC und gut ist.
 
Ich nehme mit Macbook Pro, Logic und 26 Kanal Audiointerface auf.. zurück zur Frage: Kann ich das Kassettendeck schräg aufstellen?
 
Hallo Adrium,

ich bin mir jetzt nicht sicher ob Marantz nicht auch ganz gewöhnliche Bronzelager für den Capstan hat. Wenn ja, dann wird die Schwungmasse lediglich mit einem kleinen Drucklager daran gehindert ins Geräteinnere abzudriften. Wenn Du das Tape jetzt ankippst, wird dieses Andrucklager deutlich stärker belastet und gibt ggf. nach einigen 100h Betriebstunden durch Wärme- und Druckbelastung nach. Bei Kugellagern brauchst Du dir hingegen keine Sorgen machen.

Schau Dir das Lager mal an - einfach von vorne auf den Capstan gucken. Ist um die Welle etwas bronzefarbenes zu sehen sind es auch Bronzelager.

Viele Grüße

Guido
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich will nicht noch nen Thread öffnen für ne kleine Frage, daher schreib ich das mal hier rein:

Wieso verwenden so viele Leute, die in ihrem Digitalstudio ein bisschen Analog-Band Effekt haben wollen, ein riesiges Tonbandgerät? Müsste ein Kassettendeck nicht den gleichen effekt mit sich bringen?
 
Nein, richtige Bandgeräte haben breitere Bänder und schnellere Bandgeschwindigkeit. Das klingt schon anders. Ausserdem ist die Elektronik meist hochwertiger, da ja nicht der Consumer-Markt angesprochen wurde.

Und "analog" ist ja an sich mal kein Effekt...
Was man am Bandgerät-Klang so schätzt, ist ein bestimmter Sound der durch die Kompression bei der Band-Sättigung entsteht und eine Unlinearität bei den tiefen Frequenzen. Ob man das überhaupt gut findet, ist wiederum Geschmackssache.

Wenn Du glaubst, Du könntest Deine Aufnahmen durch Überspielen auf Dein Vintage-Kassettendeck veredeln, dann lass Dich nicht abhalten. Aber ich bezweifle, dass davon irgendwas besser wird.
 
ok, deswegen frage ich ja. Ich habe auch noch hochwertige Bandmaschinen im keller stehen, aber das Kassettendeck würde im Studio weniger Platz einnehmen.. das mit der elektronik leuchtet zwar ein, jedoch gibt es ja auch hochwertige kasettendecks.
 
Hallo,

da würde ich noch hinterherjagen, daß man für "richtige" Bandsättigung eben die breiten und im Gegensatz zu den vergleichsweise hauchdünnen CCs dick beschichteten Tonbänder braucht. Auf den CCs ist sowenig magnetisierbares Material, daß der gewünschte Effekt erst gar nicht zustandekommt. Da ändern auch wirklich hochwertige Tapedecks nichts dran...

Viele Grüße
Klaus
 
Interessant.. es scheint ich sollte mich mal damit beschäftigen was das tatsächlich für ein Effekt ist auf dem Tonband. Ich wollte halt erstmal etwas damit herumexperimentieren und gucken ob ich überhaupt angenehme Unterschiede höre.
 
es scheint ich sollte mich mal damit beschäftigen was das tatsächlich für ein Effekt ist auf dem Tonband.

Kompressoren werden in der Musikbearbeitung schon sehr lange eingesetzt - sogar schon zu Zeiten des guten alten Magnetbandes. Das Musiksignal wurde dabei durch die Magnetisierung von Partikeln auf dem Band aufgezeichnet. Lautere Signale ergaben dabei eine stärkere Magnetisierung. Allerdings ist dieser Zusammenhang nicht unbedingt linear, denn irgendwann gelangt man beim Band in die Sättigung, d.h. es ist schon alles vollständig magnetisiert, mehr geht dann nicht mehr. Das ist dann nichts anderes als ein Kompressor - denn eine Zunahme des Musiksignals bedeutet dann gerade bei hohen Pegeln keine weitere lineare Zunahme der Magnetisierung mehr.

Analog.Tape_.Compression.png


Da der Übergang vom linearen Zusammenhang zwischen Pegel und Magnetisierung zum nichtlinearen Zusammenhang sehr sanft erfolgte und auch nur relativ schwach komprimiert wurde, empfand man das schon vor vielen Jahren als durchaus angenehm klingend. Dies kann man auch in der DAW mit einem entsprechend eingestellten Kompressor nachbilden, siehe Bild oben. Man erspart sich dabei Bandrauschen, Gleichlaufschwankungen, Übersprechen zwischen den Kanälen, usw.

(http://studio-in-a-box.de/siablog/?p=2257)
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben