Daumenschmerzen und Geschwindigkeitsproblem

von gigatobi, 14.01.08.

  1. gigatobi

    gigatobi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #1
    Hallo. Ich spiele seit etwas über einem halben Jahr E-Bass (5-Saiter).
    Ich kann schon einige Songs nachspielen allerdings hab ich 2 Fragen/Probleme.

    1. Mein Daumen tut häufig weh. Gerade wenn ich den Daumenw ie überall beschrieben auf die Rückseite des Griffbretts auflege, tut er sehr schnell weh. aber auch wenn ich ihn über dem Griffbrett hochhalte (siehe Bild) tut er wenn ich schwere und schnelle Stücke spiele nach kurzer Zeit weh. Was mach ich falsch? :confused:

    2. Ich komm was die Geschwindigkeit angeht nich so wirklich weiter, also 16-tel auf Tempo 100-110 sind etwa die Grenze, dann aber auch nur durchlaufend, wenn da dann noch irgendwie mehrmaliges umgreifen innerhalb eines Taktes erforderlich ist, wars das. Und naja ich weiss nich wie ich da mal ein wenig weiter komme es wird irgendwie nicht mehr besser.
    Übe täglich 1-2 Stunden. (Natürlich nicht nur an Geschwindigkeit, meißt spiele ich Lieder die ich einigermaßen gut hinbekomme ^^)

    Kann mir geholfen werden? xD
    Liebe Grüße
    gigatobi


    Bildbeispiel wegen dem Daumen:
    [​IMG]
     
  2. Fargaroth

    Fargaroth Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #2
    Ich nehme an beide Sachen hängen direkt damit zusammen, dass du ziemlich unentspannt spielst. Vermutlich verkrampft deine Greifhand beim Üben zusehends, gerade wenn du versuchst schneller zu werden. Das Problem haben viele Anfänger, beim Gedanken ans "schnell spielen" denken sie, dass sie sich jetzt "doller anstrengen" müssen und versuchen, die Geschwindigkeit mit Kraft zu erreichen. Das resultiert dann logischerweise in den von dir beschriebenen Daumenschmerzen.
    Deswegen rate ich dir: spiele langsam (!) und bedacht einfachere Fingerübungen, am besten mit Metronom. Achte gleichzeitig darauf, dass beide Hände absolut entspannt sind. Das Spielen sollte zu keinem Zeitpunkt anstrengend erscheinen. Wenn das der Fall ist (und erst dann!) kannst du langsam (ca. 5 bpm-Schritte) die Geschwindigkeit hochschrauben. Mach dir allgemein nicht allzu viele Gedanken darüber, dass du nach einem halben Jahr nicht in Lichtgeschwindigkeit Gary Willis-Soli spielen kannst. Vielmehr solltest du dir erst eine absolut saubere Technik angewöhnen. Und das heißt auch: Daumen senkrecht hinters Griffbrett und die Handkante parallel zum Hals.
     
  3. Tieftonsüchtiger

    Tieftonsüchtiger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #3
    das ist eine anwandlung des sogenannten kasperlegriffs. der daumen gehört auf die halsrückseite, für maximale streckmöglichkeit der finger, und der ellenbogen muss weg vom körper. ja, das strengt anfangs etwas an.

    ja, viele basshelden machens anders. allerdings auch nicht die ganze zeit und die "traditionelle" haltung überwiegt.
     
  4. tigereye

    tigereye Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #4
    Hallo, gigatobi
    klar kann dir geholfen werden !
    Falls du Justchords noch nicht kennst, hier - http://www.justchords.de/bass/ortho.html - wird sehr gut beschrieben, wie die optimale Haltung der Greifhand samt Arm aussieht, um Zerrungen, Verspannungen und Sehenentscheidenentzündungen nicht aufkommen zu lassen. Wahrscheinlich stimmt da was nicht und - da schliesse ich mich Fargaroth an - deine Hand verkrampft.

    Ein Probenpensum von 1-2 Stunden pro Tag ist auch viel, wenn du das ohne Warmmachen, Lockerungen ... machst, vielleicht noch "orthopädisch" anstrengende Sachen spielst, kann das deine Hand/Finger überanstrengen.

    In der aktuellen Bass-Professor sind "Aufwärmübungen, Dehnungen" drin (Workshop von Markus Schauer), die dir da vielleicht helfen können (Seiten 110 und 111).

    Das hier:
    http://www.groovemonster.de/content/inhalt/spieltechniken/beweglichkeit.shtml?navid=11
    hilft vielleicht auch etwas.

    So weit erstmal
    Gruß
    Andreas
     
  5. gigatobi

    gigatobi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #5
    Hey, danke für die Antworten, hat mir sehr geholfen :)
    Justchords kannte ich zwar schon aber die Seite muss ich übersehen haben. Groovemonster is aber auch sehr hilfreich. Weiss jetzt was ich falsch gemacht habe.
    Ich übe aktuell "Master Of Puppets" von Metallica und hab mir mach mal ein paar Videos bei youtube angesehen (einfach mal "master of puppets bass" eingeben und zB das aktuell 6. Video) und festgestellt, dass die Leute das total anders spielen. Während ich immer schnell hin und her gerutscht bin, scheint es eher von Vorteil zu sein, nicht die ganze Hand/den ganzen Unterarm hin und her zu bewegen, sondern nur die Finger sehr stark zu spreizen.
    (Was ich meine ist dieses eine Riff 0 - 1 - 2 - 0 - 1 - 3 - 0 - 1 - 4 - 0 - 1 - 3 - 0 - 1 - 22 - usw.)
    Damit hab ich allerdings ein leichtes Problem, ich bekomm die Finger nicht stark genug auseinander um von Bund 1 (Zeigefinger) bis Bund 4 (kleiner Finger) zu kommen und dabei NICHT mein Handgelenk zu stark abzuknicken. Auf irgendeiner der Seiten hab ich gelesen, dass man das Handgelenk auf keinen Fall zu weit abknicken sollte aber anders geht das nicht.
    Ist das jetzt 'n genetisches Problem von mir oder kann man da irgendwas machen?
     
  6. tigereye

    tigereye Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #6
    Hallo Tobi ...
    kleine Hände sind genetisch. Spieltechniken nicht !

    ich kenne den Song nicht, aber bedenk mal folgendes
    z.B.
    ---------------
    --0--1--4-----
    ---------------
    ---------------
    ---------------
    ist das Gleiche wie
    ---------------
    ---------------
    --------4-----
    --5--6--------
    ---------------

    Gruß
    Andreas

    Stell doch einfach mal deine Tabs hier rein. Vielleicht können wir die optimieren.
    Vorsicht: GP5 kann das angeblich automatisiert, da kommt aber in der Regel nur kompletter Schrott bei raus !
     
  7. gigatobi

    gigatobi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #7
    Naja was mich ein wenig stört ist, dass ich eigentlich ziemlich große Hände hab. :D
    Ich krieg nur die Finger nicht wirklich weit auseinander. xD

    Tabs sind im Anhang. Die Stelle die ich meine ist Beispielsweise von Takt 29-35.
    Ich denke man muss es schon 0 - 1 - 4 spielen, denn "0 - 1" ist ja eigentlich auch eine Saite tiefer als die 3. Note.
     

    Anhänge:

  8. tigereye

    tigereye Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #8
    Ich habe mir noch mal das Foto angeschaut ... was für eine Mensur hat dein Bass ? 35'' ?
    Ich glaube, da greift kaum jemand von 1. bis 4. fret. Das ist "genetisch" bei deinem Bass, nicht bei deiner Hand.

    ---------------
    --------4-----
    ---------------
    --0--1--------
    ---------------
    ist das Gleiche wie
    ---------------
    --------4-------
    ---------------
    ---------------
    --5--6---------

    Wenn du unteren Tab z.B. mit Ring- und Kleinfinger auf der H-Saite spielst, müßtest du problemlos mit dem Zeigefinger zur D-Saite kommen ?!?
    (Den GP4-file kann ich mir heute nicht anschauen, schreibe die von der Arbeit)

    Gruß
    Andreas
     
  9. LeGato

    LeGato Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.08   #9
    Ich habe mir jetzt weder Tabs noch Bilder angeschaut, aber die Finger so zu spreizen, dass man ohne mit der Hand zu verrutschen sowohl den 1. als auch den 4. Bund spielen kann - das sollte mit etwas Übung schon drin sein.

    Anfänger drücken sich um die 1-finger-per-fret-Methode gern rum, weil sie etwas anstrengend ist. Aber dafür haben sie nach ein paar Jahren gern mal das Problem, dass sie den kleinen Finger so gut wie nie einsetzen und daher so gut wie keine Kontrolle darüber haben. Hab gerade erst wieder einige solcher Fälle unter meinen Schülern.

    Ich würde vorschlagen, regelmäßig einige einfache Übungen zu machen, mit denen man das 1-finger-per-fret langsam festigt, bis es sich ganz natürlich anfühlt.

    So eine Übung wäre z.B. das hier:

    -------------------------------------------------------9--10--11--12--
    ---------------------------------------9--10--11--12------------------
    -----------------------9--10--11--12----------------------------------
    --------9--10--11-12--------------------------------------------------

    Und dann das Ganze wieder rückwärts nach unten (bin zu faul, das hier jetzt auszutabben). Dann einen Bund nach unten rutschen und von vorne anfangen. Bis man dann irgendwann beim ersten Bund angekommen ist.

    Wichtig dabei: Finger liegen lassen! Wenn also der Zeigefinger seinen Ton gespielt hat, bleibt er liegen, wo er ist. Alle anderen Finger auch! Nicht mogeln!

    Das Schöne bei dieser Übung ist, dass man in höheren Lagen anfängt, in denen man die Hand noch nicht so weit strecken muss, und sich dann langsam in die unteren Lagen vorarbeitet.

    Auch mit kleinen Händen ist es kein Problem, auch in der untersten Lage 1-finger-per-fret zu spielen, und mit etwas Übung klappen auch überstreckte Fingersätze (1. bis 5. Bund) in der ersten Lage.

    Viel Spaß beim Üben :)
     
  10. LilarCor

    LilarCor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #10
    Sollte ein LTD B-55 sein, der hat "nur" 34".

    Ansonsten volle Zustimmung zu LeGatos Post. Ich bin selbst erst vor kurzem von 34"- auf 35"-Mensur umgestiegen und mache die angesprochene Übung hin und wieder selbst, einerseits als Streck- und Dehnübung, andererseits aber auch um auf der längeren Mensur möglichst zielsicher die Bünde zu treffen - wenn man mal gerade nicht hinguckt. :rolleyes:
     
  11. TheBug

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    Erstellt: 16.01.08   #11
    auch schön ist der spiderwalk, der klingt nett, und ich nutze ihn um des 1 finger per fret reinzuprügeln....


    A--------------3(R)-4(K)-1(Z)-2(M)--------------
    E--1(Z)-2(M)--------------------------3(R)-4(K)-

    wobei es da egal ist auf welcher saite zu anfängst (gut d wäre ungut ;) ) und ob du das ganze auf bund 1 oder 17 ansetzt.... kannst damit auch quasi die bünde hoch und runter wandern etc. hab nur die E und A saite als beispiel genommen
     
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