DAW als Dechiffriermaschine nutzen^^

von Zelo01, 05.08.20.

Sponsored by
QSC
  1. Zelo01

    Zelo01 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.01.15
    Zuletzt hier:
    24.09.20
    Beiträge:
    1.908
    Kekse:
    5.635
    Erstellt: 05.08.20   #1
    Hi:hat:

    Heute ist Datenschutz ein grosses Thema. Man kann sich mit allen möglichen Tools, und Verschlüsslungen schützen, aber dabei stelle ich mir oft die Frage, ob nicht genau diese Tools, meine Daten den Chinesen oder der NSA Freihaus zuspielen, und quasi als "wichtig" markiert sind, weil sie ja verschlüsselt sind. Ich weiss nicht, vielleicht brauche ich auch einfach nur ein Aluhut, ich weiss es nicht:D Dieses Thema ist auch nicht ganz ernsthaft gemeint, ich will damit mehr ein Gespräch anregen, für wie Sicher ihr meine Idee hält. (Aus theoretisch/philosiphischer/technischer Sicht^)

    Îch habe eine ganz einfache und primitive Idee, wie man eine DAW als meiner Meinung nach sehr sichere Datenverschüsselungsmaschine umfunktionieren kann, welche vermutlich auch von Profis nicht so schnell zu knacken ist. Vielleicht überseh ich da was, daher möchte ich hier ein Gespräch anregen, für wie zuverlässig ihr eine solche Datenverschlüsselungsmethode hält.

    Also, zur Idee:
    Am einfachsten ist es natürlich, wenn die Daten in Audioform vorliegen, aber ich denk das geht auch mit allen anderen Daten, sofern man sie in ein akustisches Signal umwandelt. Ich bin diesbezüglich kein Fachmann, aber in den 1980er und 90er Jahren war das normal dass man Daten auf AudioKassete abgelegt hat, welche man sich dann auch auf seinem Ghettoblaster anhören konnte. Klingt dann so ähnlich wie ein altes Faxgerät, oder ein altes Modem, was sich einwählt. Soweit so gut, diese Frage hab ich nicht vollständig geklärt, aber denke das sollte machbar sein, Daten aller Art in ein akustisches Signal umzuwandeln.

    -in der DAW ein 24Bit Projekt anlegen.
    -Die zu verschlüsselnden Daten in eine Audiospur der DAW gaaaaaaaaaanz minimal leise hinzumischen, auf keinen Fall hörbar.. ich denk 2 Bits belegen reicht vollkommen. (Bei Audiomaterial brauchts natürlich etwas mehr, so 4-5Bits um dann wirklich etwas von der Nachricht zu verstehen. Qualitätseinbussen wird das Audiomaterial auf jeden Fall aufweisen, es sei denn, man wandelt auch diese digitalen Daten zuerst in ein Audiosignal ala altes Faxgerät)
    -Jetzt braucht es ein zweites sehr laut geprügeltes Signal, was die Datenspur komplett übertönt. (Egal was für ein Signal, nur sollte es nicht von einem Rauschgenerator oder sowas erzeugt werden, sowas könnte man unter Umständen nachbauen. Aber es geht auch mit einem bekannten Song, den jeder kaufen könnte, und somit die Verschlüsselung, ganz einfach knacken könnte, wenn er den Song exakt im Timing, und phasenverpolt über das verschlüsselte Signal legt. Der Song würde sich komplett auslöschen und nur die Daten bleiben zurück. Welche man wieder laut machen kann. Aber wenn man den Song stark bearbeitet, am besten sinnlose dynamische pitchfahrten, Vibrato, und unmengen Hall und Verzerrer drauf, dann scheint mir das eine bombensichere Verschlüsselungsmethode zu sein.
    -Alles was man braucht um die verschlüsselten Daten zu entschlüsseln, ist das Störsignal ohne die Daten, welches man dann Phasenverpolt darüber legen kann, und somit das Störsignal eliminiert.
    -Nur wer im Besitz dieser Datei ist, und dann auch noch zufällig auf die Idee kommt diese Datei als Entschlüsselung zu verwenden, ist in der Lage, meine Daten zu entschlüsseln.

    Für wie sicher hält ihr diese Idee?
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  2. L ectronics

    L ectronics Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.10.15
    Zuletzt hier:
    17.09.20
    Beiträge:
    94
    Ort:
    Heilbronn
    Kekse:
    15
    Erstellt: 05.08.20   #2
    Also ich hab das gerade ausprobiert mit einer zweiten Audiospur, die ich verschlüsseln wollte und es hat ansich funktioniert. Ich denke schon, dass das recht Sicher ist, da das in meinen Augen auch einfach ein Private/Public-Key verfahren wie RSA / AES... Ich denke, dass das Ergebnis sogar sicherer sein könnte, hab da aber keine Ahnung. Das einzige Bottleneck wird vermutlich die Geschwindigkeit sein. Ich vermute, dass da die Übertragungsrate ähnlich wie beim FAX sein könnte/müsste => ca. 14kbit/s
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  3. Laguna

    Laguna Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    31.03.05
    Zuletzt hier:
    19.09.20
    Beiträge:
    2.089
    Ort:
    Fürth
    Kekse:
    21.155
    Erstellt: 09.08.20   #3
    Da es nur einen key gibt, ist es keine direkte Äquivalenz zu private/public Verfahren.

    Ein Ähnliches Verfahren kann verwendet werden, um Audiofiles zu fingerprinten. Man mischt ein unhörbares Signal einen Popsong bei und kann daran dann erkennen, wer ein File geleaked hat. Das kann man das natürlich auch in der Audio-Kompression (z.b. mp3) verstecken. Wie praktisch für die Abmahnungs-Anwälte.
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  4. Zelo01

    Zelo01 Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.01.15
    Zuletzt hier:
    24.09.20
    Beiträge:
    1.908
    Kekse:
    5.635
    Erstellt: 09.08.20   #4
    @L ectronics Da hast du recht. Das Ganze ist natürlich für heutige Verhältnisse sehr langsam. Ich denk allerdings, dass sich das bei 44.1kHz noch etwas komprieren liesse. Bzw, man könnte die Daten einfach schneller abspielen. Wie weit das fehlerfrei geht, müsste man natürlich ausprobieren.
    Schon damals in den 80er Jahren, habe ich, bevor ich mir für mein Commodore 64 ein 5 1/4" Floppydisc-laufwerk gegönnt hab, meine Spiele, die auf Musikkassette gespeichert waren, ohne den Rechner, in einem Doppeltape-Ghettoblaster mit doppelter Geschwindigkeit kopiert. Das ging problemlos, hat aber bestimmt irgendwo Grenzen, und kann nicht beliebig schnell erfolgen.


    @Laguna Stimmt, das Verfahren geht natürlich auch umgekehrt, um der Musik ein digitalen Fingerprint zu geben.
     
Die Seite wird geladen...

mapping