Decke neu lackieren

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GfKMichael
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Meine relativ billige Gitarre wies schon einige Kratzer auf, als ich beschloss, beim Saitenwechsel doch alle Saiten zu entfernen, um sie mal etwas zu restaurieren. Der Hals war locker (eine einfache Schraube auf der Rückseite löste das Problem), den Steg - hatte sich schon früher einmal von der Decke gelöst - werde ich neu verleimen (zusätzlich mit 2 metrischen Schrauben links und rechts fixieren - ist natürlich eigentlich Frevel, aber die Löcher sind eh schon da).

Da sowieso schon Kratzer da waren, wollte ich die Oberfläche "anrauen". Ich nahm 180er Schleifpapier und fing an, die Oberfläche zu bearbeiten. Durch den Schleifstaub sah ich zunächst nicht, was ich da anrichtete:

Gitarre.jpg

Die Gitarre ist wirklich nix besonderes, aber es wäre schön, wenn ich sie einfach so neu lackieren könnte, dass sie zumindest ansatzweise wieder glänzt (Decke reicht) und ich spielen kann, ohne mir Holzsplitter in die Hand zu jagen :). Was genau muss ich machen und welchen Lack brauche ich?

MfG Michael

€ by Peter: ich habe mal den Titel ein wenig ergänzt, damit die Leser auch wissen, um was es geht ;)
Bitte acht in Zuklunft auf ein wenig aussagekräftigere Titel - thx.
 
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Willkommen bei den Holzwürmern :D An sich alles kein großes Problem. Allerdings solltest du mochmal mit einem Schleifklotz und mind. 400er und dann nochmal mit 800er schleifen. Als dünne Lackierung empfehle ich mehrere Schichten Hartwachs die du einfach mit einem fusselfreien Tuch aufträgst. Einfach ein wenig Hartwachs auf das Tuch machen und das Holz damit gleichmäßig einreiben. Das gibt nur eine sehr dünne Schicht. Daher etwa 5 Schichten aufbringen, die insgesamt immer noch weniger sind als eine gepinselte Schicht. Vorteil ist, das man hinterher keine Pinselspuren sieht.
 
Eine schöne und ansatzweise glänzende Oberfläche kriegst du auch mit Holzöl (z.B. von Auro) hin. Nach dem sauberen Schleifen einfach nach und nach mehrere Schichten Öl auftragen, zwischendrin gut austrocknen lassen und gelegentlich mit feiner Körnung vorsichtig zwischenschleifen. Das Öl bildet nach und nach einen Film, der am Ende beinahe wie seidenmatter Lack daher kommt.

Eine "quick'n'dirty"-Methode wäre die Behandlung mit Tru-Oil, mit dem man eigentlich Gewehrschäfte behandelt. Ich habe damit gerade einen E-Bass "lackiert", das Zeug trocknet sehr schnell aus, so dass man mehrere Schichten pro Tag auftragen kann und nach ca. drei Tagen schon eine fast hochglänzende Oberfläche hat. Allerdings enthält es sehr viel mehr erdölbasiertes Dreckszeug und stinkt im Gegensatz zum Auro-Öko-Öl mit Zitronenduft ;). Aber das ist natürlich alles Geschmackssache.

Gruß

Toni

€: Natürlich sollte für alle Arten der Behandlung der alte Lack so gut wie möglich runter, da du sonst zumindest eine fleckige Oberfläche kriegen könntest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antworten (ein Glück, dass ich nicht einfach irgendeinen Lack genommen habe :) ). Ich glaube, ich versuche die Variation mit dem Hartwachs. Wo bekomme ich dieses, sollte es ein spezielles sein und wie lange muss ich warten, bis ich eine weitere Schicht auftragen kann?

MfG Michael
 
Wenn du den Steg neu aufleimst, würde ich an deiner Stelle auf die Schrauben verzichten. Es gibt keinen Grund für Schrauben, und du verschlechterst die akustischen Eigenschaften des Instrumentes.
 
Würde ich auch so machen. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass du die Leimfläche für den Steg vorher abklebst, so dass kein Wachs oder anderes Zeug drauf kommt.

Gruß

Toni
 

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