delay/chorus analog-digital!?

von screamer04, 22.06.06.

  1. screamer04

    screamer04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #1
    hallo,
    da ich gerade am effekt-einkaufen bin und mir ein effektboard zusammenstellen möchte bin ich natürlich darauf gestoßen, dass es analoge sowie digitale chorus/delay pedale gibt.
    das wusste ich zwar früher schon, jedoch habe ich mich nie mit unterschieden auseinandergesetzt, da ich mit meinem ax1500g mehr als ausreichend bedient war.

    jetzt stellten mir sich aber einige fragen und nachdem die SuFu nix anständigen hergegeben hat mache ich einen neuen thread auf!

    1. was ist denn der genaue klangliche unterschied zwischen einem analogen und digitalen chorus und delay (das digitale soll keins sein, dass ein analoges zu imitieren versucht!)?
    2. stimmt es, dass analoge delays/choruseffekte den sound boosten, wenn man sie vor den amp schält?
    wenn ja, wie würdet ihr das "problem" bei einem effektboard lösen?
    es ist ja schwierig effekte aus dem loop und effekte vor dem amp zusammen auf ein board zu bringen, da man doch sehr lange kabel benötigt...-auch wenn das wohl die einzige möglichkeit ist!
    auf zerr pedale, die vor den effekt geschalten werden möchte ich aber gerne verzichten, da ich die amp-zerre mag.
    3. woher rührt der doch meist große preisliche unterschied zwischen digitalen und analogen delays mit etwa den selben möglichkeiten?
     
  2. Patzwald

    Patzwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #2
    ums einfach zu sagen digitale treter sind perfekt! aber für uns gitarristen klingt perfekt kalt und tot. analog dagegen eher sehr inperfekt, aber dafür in unseren ohren gerade das was den sound bischen salz oder süße verleit.

    rest reine geschmackssache wie soviel :-D
     
  3. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #3
    Naja nicht ganz. Bei Analogeffekten wird direkt das Signal, dass von der Gitarre kommt verarbeitet, d.g. moduliert, gephased oder was auch immer. In Digitaleffekten stecken A/D Wandler, d.h. das Signal wird digitalisiert und dann digital bearbeitet und dem entsprechend "sauberer" erfolgt die Bearbeitu ng.
     
  4. Fusionwedge

    Fusionwedge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #4
    2.
    Für mein Board brauche ich 6x6Meter Kabel ;)
    2x Fußschalter, 2x Gitarre/Amp, 2xEffektLoop
    Das mit dem Boosten stimmt nicht.
    Es klingt einfach besser hinter der Zerre, weil das Signal dann ja schon komprimiert ist.
    Ein komprimiertes Signal, dass moduliert wird, hört sich gut an.
    Ein moduliertes Signal, dass komprimiert wird, imo iwie... lustig :)
    Man muss halt ausprobieren, was man lieber mag

    3.
    Digital:
    Recht günstig, da nur paar Chips etc
    Analog:
    Hier wird ein Signal zB nicht einfach per Chip gedoppelt (Delay). Vielmehr sorgt eine sehr große, viel teuere und kompliziertere Elektronik dafür, dass das Signal verändert wird.

    Analoge Geräte sind auch einfach so teuer, weil nicht viele hergestellt werden.
    Digital ist für die Hersteller einfach viel günstiger und rentabler...und kompakter (Oder hast du schonmal ein Multieffekt gesehen, wo ALLE Effekte analog waren ;) )
     
  5. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #5
    Naja, das mit der "komplizierten Elektronik" würde ich in Bezug auf die Analogtechnik nicht sagen. Für's Delay braucht man nur ein paar "Eimerkettenspeicher".
    Das sind eigentlich recht simple Dinger: bestehen aus vielen FET und vielen Kondensatoren, alles in einem IC. Leider werden die kaum noch gebaut, wie etwa der legendäre SAD1024.
    Guckstu da: https://www.musiker-board.de/vb/showpost.php?p=1574164&postcount=6


    Chorus ist analog auch keine Problem. Ist nen simpler Vibrator und Phasenverschieber.
     
  6. Jamahl

    Jamahl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #6
    Beim Delay ist mir Digital lieber, weil ich gerne genau den Sound nochmal höre, den ich gespielt hab. Ich würde mal davon ausgehen, dass es bei einem Analog Delay leichte Soundveränderungen in den einzelnen Wiederholungen gibt (Höhenverlust, ...).

    Chorus verwende ich eigentlich nie, da kenn ich mich auch nicht aus.
     
  7. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.06   #7
    Ja, es gibt bei einem analogen Delay bauartbedingt einige Soundveränderungen.

    Aber natürlich es so wie bei jeder Soundveränderung, daß man diese als "Fehler" ansehen kann, oder aber als "Effekt" bewußt nutzen kann. -- Abe da muß jeder selbst wissen, was er will.
    Will man nur "reines Delay" ohne Soundverfälschungen, denke ich (bei aller meiner Liebe zur Analogtechnik), daß man mit einem digitalen Delay besser bedient ist.
    Ansonsten gilt: ausprobieren, was einem besser gefällt.
     
  8. Jamahl

    Jamahl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.06   #8
    Außerdem sei noch gesagt, dass nicht alles was Digital ist gleich nach keyboard und plastik klingen muss. Man kann auch Digital ein Analoges Delay simulieren, was aber meiner meinung nach etwas dämlich wäre, falls es dann nicht grade viel billiger wäre.
     
  9. Fusionwedge

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    Erstellt: 23.06.06   #9
    Ich werf noch einmal das Mutlieffekt in den Raum ;)
     
  10. Fun Tom

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    Erstellt: 23.06.06   #10
    Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass mancher sein wertvolles Signal, an dass er sonst nur Röhren und Nivea lässt (Transistor-Amp = Bäh!) , freudig den Transistoren anheimgibt, die in einem analogen Effekt stecken. Beispiel Tubescreamer...
     
  11. Patzwald

    Patzwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.06   #11
    und was ist daran jetzt schelcht???

    finde jeder soll doch das spielen oder benutzen was ER wil. paula oder start oder tele oder es335 oder .. oder multis oder ienzeltreter oder ... analog oder digital oder ...

    da jeder eh nen anderen sound im ohr hat sowie anders sein anderes equipment spielt entscheidet ja eh immer der eigene geschmack!

    viel tipps usw hier im forum ahbe ich mir durchgelesen und die treter lange zuhause mit meiner gitarre und map getestet. teilweise war in meinen ohnr schrott dabei andere die viele hier hasse finde ich klasse. also spiele ich was ich will und gut finde ob digital oder analog oder röhre oder transistor. hauptsache MIR gefällt es.

    wer uaf klinische delays steht bitte meinen segen hatte er, benutz ja selber ein digitales aber eins was sich nicht so anhört.

    von daher sind die ganzen tipps von wege xy super - za kannste knicken sowei analog gut und digital schlecht - sehr sehr subjektiv.

    also sekber hören, spielen und eigenemeinung bilden anstatt blind der masse von halbfachleuten und möchtegern fachleuten folgen.

    amen. ;-)

    ps nicht zu ernst nehmen aber mußte mal raus!

    ps 2 und immer guten sound ! ;)
     
  12. AintNoEddie

    AintNoEddie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.06   #12
    ... und nachher wird wieder per D/A Wandler zurückgewandelt! Hier steckt mitunter ein Hauptkritikpunkt der Digitalhasser (zT berechtigt): Bei den Wandlern kommt es sehr stark auf die Qualität und auf die Samplingrate/Frequenz etc. an. Billige und alte Digitaleffekte hatten hier miese Wandler eingebaut, die nicht gerade zu einem unverfälschten Signal beitragen :rolleyes: :)

    Wer wirklich mehr zu dem Thema wissen will, soll mal hier rein schauen: digital sucks (achtung, technisches Verständnis vorausgesetzt, bzw. riecht etwas nach "Gehirnwäsche" :))

    Ein weiterer Vorteil von Digitalechos sei noch erwähnt: Flexibilität. So abgefahrene Sachen, die zB ein EchoPark bietet (extrem lange Delayzeiten, reverse Echo, moduliertes Delays, Tap-tempo etc.) lassen sich kaum bzw. nur sehr teuer auf Analogbasis umsetzen.
     
  13. Fun Tom

    Fun Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.06   #13
    Daran ist nichts schlecht und ich teile deine Meinung zu 100%.
    Ich finde auch, dass man sich als mündiger Verbraucher/Musiker/Mensch selber eine Meinung bilden sollte.
    Mit meinem Kommentar meinte ich Leute, die auf der einen Seite Transistoramps verteufeln (gängige Meinung: nur Röhre bringt's) und sich dann trotzdem Transitoren in den Signalweg stöpseln (gängige Meinung: nur analog bringt's, bloss kein DSP).
    Ja wat denn nun?

    Genau mit dieser Meinungsmache wird jedenfalls ein Haufen Geld verdient. Mein Gott, jeder sucht doch nach dem "Ton". Und der wird ja letztlich beim Kauf von Equipment xy versprochen. Dass sich das Ganze aber in einen Kontext einfügen muss (anderes Equipment, Können(!)) und von einer Menge weiterer Randbedingungen abhängt sagt keiner.

    Klar kann keiner mit totalem Schrott gut klingen. Aber ab einem bestimmten Level gibt es keinen wirklichen Schrott mehr und man kann damit brauchbare Musik machen. Ab hier gibt es keine allgemeingültigen Regeln mehr.

    Aber was ist "ein gewisses Level", wie definiert man "Schrott"?
    An der Stelle höre ich auf. Subjektiv, wie gesagt.
     
  14. screamer04

    screamer04 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.06   #14
    ich bedanke mich schonmal für eure hilfreichen und informativen antworten :great:
    es ist einfach nur verdammt gut, dass es so ein forum gibt :)
     
  15. Patzwald

    Patzwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.06   #15
    "schrott" in meiner definition - NIX für MICH :-D

    für andere ist dieser "schrott" die erfüllung der sound träume.

    man sollte aber bei der effektwahl auch den amp über den man spielt sowie die gitarre mit der man den amp bzw den effekt befeuert bedenken. machen sound technisch sehr sehr viel aus!

    mein amp mit dem namen hughes & kettner "zicke" edition tube 20 mag sehr wenig zerren. manche klangen bei mir grauselig halt schrott mäßig aber na den amps meiner band kollegen gut bis sehr gut.

    ne watt schön das das so subjektiv ist.

    also wichtig eigene MEINUNG bilden durch testen! tipps eay billig kaufen in RUHE und sollange man will mit eigenem equipment auf ton und nieren prüfen und bei nicht gefallen ohne verluste wieder verkaufen.
     
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