der anfang einer band!-erste songs???

von keyboardia, 27.11.06.

  1. keyboardia

    keyboardia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #1
    Hallo zusammen!

    Ich spiele seit 4 jahren gitarre und hab mich jetzt entschlossen mit anderen leuten gemeinsam zu musizieren. Morgen treffe ich mich mit einen anderen gitarristen (2jahre spielerfahrung)um ein bisschen zu jamen.Wir haben uns entschlossen eher eigene lieder zu entwickeln und keine zu covern. Unser MUsikstil geht sicher in die MEtal-Richtung ( heavy,power,death...mal schaun)

    meine frage:
    1.Wie entstehen eigene songs??
    nimmt man sich eine tonleiter her und baut dann mit den vorgegebenen akkorden einen song? und welche rolle übernimmt der 2te gitarrist bei den songs?

    2.Was muss man beim jamen achten? gleiche tonart, ect..?


    3.Kann mir vielleicht wer ein paar tipps geben, was ich alles zu bedenken hab bei einer bandgründung? proberaum,gitarren-bass-verstärker,effektgeräte,picks sind schon vorhanden. :)
     
  2. Valerin

    Valerin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #2
    1. man nimmt einfach das was man hat, irgendein riff eine prägnante phrase etc. und versucht daraus mit den anderen was zu machen. wenn man sich mit der theorie auskennt hilft das natürlich weiter.

    2. gleiche tonart etc. is natürlich unabdingbar :D, ansonsten spaß haben und nicht gleich frustriert sein, wenn sich das noch nich perfekt anhört, wenn man zum ersten mal mit jemandem jammt ist das noch nicht so einfach, wichtig ist, dass man auf die anderen hört, aber das kommt mit der zeit.

    3. naja das größte problem (proberaum) hast du ja schon gelöst, macht erst einmal ein paar proben und schaut einfach wie sich das entwickelt.
     
  3. DrScythe

    DrScythe Endorser der Herzen

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    Erstellt: 27.11.06   #3
    1. Eigene Songs setzen eigene Ideen voraus. Die bescheuertste Idee ist vermutlich die zu sagen "Och heute ist mir nach C-Melodisch-Moll" und dann damit was zu basteln. Umgekehrt ist's dann richtiger: einfach spielen, zur Not einfach irgendeine Akkordfolge und dann z.B. feststellen "Aha, da passt C-Melodisch-Toll zu" und mit der Tonleiter dann mit der zweiten Gitarre dazu spielen. Wenn's sein muss, denn Melodien fallen einem freier ohne Tonleitern ein, denn man denkt nicht so beschränkt in Richtung "Ach verdammt, da darf ich jetzt kein A spielen, passt nicht." Vor allem weil man niemals ALLE Tonleitern, die passen WÜRDEN augenblicklich parat hat.
    Ihr könnt euch ja steigern. Drei Akkorde-Schrammel-Punk, dazu Melodie-Gitarre. Dann nehmt ihr 5 kompliziertere Akkorde, also auch mal so 7 und sus und sonstso Biester.
    Und am Ende "richtige", an sich geschlechtlose Riffs.
    Wie weit ihr da bei einer Jam-Session kommt, lass ich mal dahingestellt, vor allem, wenn du noch nie mit jmd. zusammen gespielt hast ;)

    2. Spaß haben. Alles andere ist vollkommen unwichtig. Wenn man Spaß hat kannst du auch krumm und schief spielen, IHR spielt ja noch für EUCH bei einer JAM-SESSION. Außerdem kommt eher geile Musik dabei rum, wenn ihr Spaß habt, als wenn ihr stundenlang pausiert und grübelt, was passen könnte. Das kommt von alleine mit der Erfahrung.

    3. Solange kein Schlagzeug dabei ist schön auf angenehmer Lautstärke spielen. Bringt allen mehr. Sobald ein Schlagzeuger dabei ist...nunja
    Bei den Mitmusikern vor dem technischen Können darauf achten, ob's menschlich passt. Wer will eine Band sehen, geschweige denn hören, deren Mitglieder sich hassen?
    Sounds aufeinander abstimmen. Bassfrequenzen der Gitarren und des Basses trennen, denn für den Bumms ist der Bass und für das Ohr die Gitarre. (Klar soll man den Bass auch hören, dreht sich mehr darum, mit den Gitarren nicht in Bassgefilden zu wildern).

    Ansonsten: Viel Spaß. Immer am wichtigsten. Viel Spaß :great:
     
  4. keyboardia

    keyboardia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #4
    danke erstmal für eure antworten :)

    d.h. einer wird mal 3-4 power chords nehmen die zusammenpassen...und der 2te spielt einzelne noten, melodien darüber ...

    aber da muss man sich ja dann sowieso vorher überlegen in welcher tonart die 3-4 power chords sind , das einer drüber solieren,melodieren kann... :)..das dann "passt" und nicht jeder ton schräg klingt ...


    4. wie schaut die verteilung aus zwischen 2 gitarren? schon klar lead und rhytmus gitarre

    einer spielt die rhytmus-gitarre, aber der 2te gitarrist wird ja nicht ganze zeit solieren,sondern.........spielen??
    wie schaut es aus wenn beide unterschiedliche akkorde spielen,aber das es trotzdem gut klingt?ist das dann so das einer zb bei einer akkordfolge ein e-power-chrod spielt mit der tiefen e seite und der andere auch einen e-chord spielt auf der a seite (7.bund A-seite)
     
  5. Valerin

    Valerin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #5
    es gibt ja mehrere skalen die passen, das klappt schon

    man kann sich auch abwechseln mit dem solieren, oder auch unterschiedliche akkorde zur gleichen zeit spielen, kann klappen, muss aber nicht :D
     
  6. juan

    juan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #6
    Zur Aufgabenverteilung: Bei so gitarrenlastiger Musik wie ihr sie machen wollt, gibt es eigentlich immer für beide Gitarristen genug zu tun. Man muss nur kreativ sein. Aufgrund der Einfachheit halte ich die konservative Rollenverteilung (Rhytmusgitarre u. Leadgitarre) für sinnvoll, allerdings kein Muss.
    Bei Soli ist klar. Da soliert der Leadgitarrist und der Rhytmusgitarrist gebleitet. Während den Versen kann zum Beispiel der Leadgitarrist den Rhytmusgitarristen mit einzelnen Notes begleiten und so das ganze ein wenig melodischer machen. Auch ist es gerade bei Metal nicht unüblich, das einprägsame Powerchord-Riffs mit 2 Gitarren zusammen gespielt werden.
    Hier kann man natürlich das Ganze auch noch interresanter machen, indem der Rhytmusgitarrist zum Beispiel einen gemuteten Powerchord achtelt oder auch sechzehntelt während der Leadgitarrist den Powerchord am Anfang des Taktes voll anschlägt und ausklingen lässt. Man muss einfach ein bisschen seine Kreativität spielen lassen und ausnutzen, dass man 2 und nicht nur eine Gitarre zur Verfügung hat.
     
  7. keyboardia

    keyboardia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.06   #7
    die erste probe gut überstanden :)

    es sind wie erwartet die frage aufgekommen " wenn ich den X-power-chord spiele, was spielt der 2te gitarrist dazu"
    gitarrist 1 hat mal ganz einfach A5-G5-F5-E5 gespielt.
    gitarrist 2 hat dazu einfach immer die quinte(<-hoffe das stimmt-grundton mit zeigefinger,quinte mit ringfinger bei powerchord) über den jeweiligen akkord gespielt .. hat klarerweise auch ziemlich gut geklungen ...

    oder währe es vielleicht doch sinnvoller zb alle akkorde zb von c-dur hernehmen und nur aus diesem pool(7akkorde) eine nette akkordfolge zu basteln... weil dann wüst ich nämlich auch gleich welche skalen/modes ich dazu spielen könnte ...

    ....hat vielleicht noch wer tipps für die erste songs einer neuen band :)
     
  8. zion

    zion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.06   #8
    Oh Gott wie theoretisch!

    deine Herangehensweise in allen Ehren, aber was gut klingt entscheidet letztendlich nur das Ohr... und da müsst ihr einfach ausprobieren was gut klingt. Ihr werdet merken das es viele verschiedene Möglichkeiten gibt zwei Gitarren miteinander zu kombinieren.

    Hört euch doch mal eure lieblingsbands an und macht euch nen Eindruck davon wie dort das Zusammenspiel der Gitarren vonstatten geht.

    Achja Theorie ist ne Prima Sache, aber versucht doch erstmal so zu spielen das es sich für euch gut anfühlt.

    Es muss auch längst nicht jeder kleinste frei Platz in einem Song mit Akkorden, einzelnoten und was weiß ich was ausgefüllt werden. In erster Linie gehts bei nem guten Metal- oder Rocksong um Feeling und da kann es auch schonmal sein das beide Gitarren gleichzeitig ein Rhytmusriff spielen und sich da nix unterscheidet, weil einfach dann der Druck da ist.
     
  9. Apocalypso

    Apocalypso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #9
    Ich finde auch das immer einer in der Band Songwriter Qualitäten haben muss, denn
    sonst giebts einfach nix zu spielen. Und dieses ganze "ich such ne tonleiter raus und bastel mir was schönes nach mathematischen gleichungen" funktioniert nicht.

    Denn Songs schreibt man nicht brechnend. Wenn ich mich Zuhause hinsetzte und sage mir *GRRRRRRRR Jetzt schreib ich nen Song ich brauch einen...... dann geht garnix.

    Dann kommt nur uninspirierter Schwachfug dabei rum, oder halt eine Song 2ter Klasse.

    Ich schreibe meine Songs meistens zb. auf der Gitarre wenn ich einfach ein wenig rumklampfe. An vielen Tagen passiert garnichts. Aber dann sind da welche bei an denen ich besonders Kreativ bin und dann klampf ich einfache offene Akkustik akkorde und es kommt ein geiler Song dabei raus. Oder halt ein Stück davon.

    Falls ich kein ganzes Lied schreibe an dem Tag merke ich mir die Passage und oft kommt es dazu das sich nach Monaten oder manchmal auch Jahren die passenden Teile zusammen finden.

    Also mein Tipp wenn ihr Songs schreiben wollt, dann denkt nicht berechnent darüber nach sondern sucht euch Akkordfolgen die sich Eurer Meinung nach gut anhören und versucht ne Melodie drauf zu finden. Und am besten vergesst ihr alles was ihr über Tonleitern und soweiter gelernt habt und probiert wie ein Anfänger aufs blaue selbst verschiedene Ton und Akkordfolgen aus. Dann entwickelt ihr irgendwann ein Gefühl für Harmonien und entwickelt eventuell nen Stil daraus...... ka

    Gruß Apocalypso
     
  10. zion

    zion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #10
    Achja nochwas, befreit euch direkt von dem Gedanken den perfekten Song schreiben zu müssen. Denn verkrampftes Songwriting ist schlechtes Songwriting.

    Ich persönlich lass mich beim Songwriting gerne von guter Musik beeinflussen. Manchmal jamme ich sogar zu klassischer musik durch die Gegend. Dabei entstehen oft sehr interessante Ideen.
     
  11. metalandertaler

    metalandertaler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #11
    1. Was Ihr zum Songwriting machen könnt, ist Euch einfah die Akkordfolgen / Riffs / Melodien aufschreiben, ein paar Wochen liegen lassen und wenn Ihr Bock habt das ganze Zeugs wieder rauskramen, vielleicht passt ja was dazu, das Ihr in der Zwischenzeit gespielt habt.

    Eine Andere, hier noch nciht aufgeführte Möglichkeit ist es, mit einem Rythmus anzufangen. Ihr spielt einen bestimmten Rhythmus z.B. nur aufm A5, dann können weitere Akkorde und Variationen hinzukommen.

    Noch Anders könnt Ihr Euch einen beliebigen Text nehmen und dann einen Song dazu aufbauen, eine Melodie dazu Singen, Spielen, Akkordfolgen ausdenken. Dieser Text muß nicht mal mehr von Euch sein, Ihr könnt auch einen X-Beliebigen Anderen nehmen, schreibt Euren Song dazu und tauscht den Text dann wieder aus - Voila, ein neuer Song ist geboren.

    Bei uns ist das meist so, daß ich mit Text, Melodie und Ablauf in den Proberaum komme, das ganze schon für die Mitstreiter schön aufbereitet habe (Ausdruck, am besten 1 DIN A-4, möglichst große Schrift, Klare Absätze) und den Jungs und Mädels den Song alleine mal vorspiele - dann kann sich jeder im vorgegeben Rahmen raussuchen, was zu spielen ist. Die Andere Alternative ist, daß ich Songs z.B. mit Guitar Pro geschrieben habe und somit das komplette Arrangement steht - dann muß es nur noch vom Blatt gespielt werden.

    Eine Andere herangehensweise kenne ich von einer anderen Band, wo jemand einfach mal eine Riff spielt und die Anderen dann fragt: "Fällt Euch dazu was ein?" das kann auch funktionieren.

    Aber egal wie Ihr eure Songs schreibt: Scheißt auf Tonleitern und Skalen, die braucht Ihr nur zum Improvisieren. Macht einfach, was sich in euren Ohren geil anhört. Wenn man Musik macht gibts nur eine Regel: Mach, was Dir gefällt!

    2.) Speilt einfach mal drauf los. Es wäre hier nicht schlecht, wenn Ihr einige Skalen drauf habt. Das spiel mit der Quinte über die Powerchords ist ja schon mal nicht schlecht. Wenn Ihr spielt und Ihr euch nciht Sicher seid, welche Tonart Ihr nun spielt, dann macht Euch doch einfach ein Poster, wo draufsteht, welche Akkorde in welcher Tonart vorkommen - dann braucht Ihr beim Jammen nur ablesen und losrocken.

    3.) Der Proberaum:
    Achtet drauf, daß Euer Proberaum trocken ist, sonst gibts nur ärger mit dem Equipment (Ich habe schon schimmelige Hälse gesehen, kein Witz! Die Gitarre kannst dann eigentlich wegwerfen...)

    Sinnvoll ist, wenn Ihr eure PA (soweit vorhanden) so aufstellt, daß jeder zumindest den Gesang im Ohr hat, denn der liefert meist die CUEs für den Wechsel zwischen einzelnen Songteilen. Die Drums hört man im allgemeinen immer ganz gut, darum braucht Ihr euch kaum Sorgen machen. Wenn Ihr Combos als Instrumentenverstärker nutzt, ist es meist nicht schlecht, diese etwas höher oder schräg aufzubauen, was die Vorteile hat, daß Ihr zum einen nicht so weit aufdrehen müsst, um euch zu hören, und daß nicht die Bierflasche vor euch, sondern Eure Ohren den geilsten Sound abbekommen. Alles Andere, was das Equipment angeht, ist eine Frage des Geschmacks und Geldbeutels.

    Sinnvoll ist es auch, wenn Ihr den Proberaum mit Teppichen auslegt. Fragt mal bei Leuten in Eurem Umkreis nach, die gerade renovieren, vielleicht haben die den alten Teppichboden über und sind um einen Abnehmer froh, wenn sie den dafür nciht Entsorgen müssen. An den Wänden könnt Ihr statt Eierkartons oder teurem Mollton auch Bettlaken hängen, die Ihr auch in der Verwandschaft oder im Freundeskreis einsammeln könnt.

    Von einer "Wohnecke" im Proberaum rate ich ab, da dies meist zu enormen Müßiggang führen kann. Zudem würde ich im Proberaum ein striktes Rauchverbot vor / während der Probe durchsetzen, da dies meist die Konzentration / Stimme in Mitleidenschaft zieht und Nichtraucher beim qualmen eh meist angepisst sind und schon schnell keinen Bock mehr haben. Wenn man das räumlich trennt hat man dann noch den Vorteil, daß man in Pausen den ganzen Krempel nicht sehen muß, und für 4 Minuten komplett vom Thema weg kommen kann, um dann frisch ans Werk zu gehen("Aus den Augen, aus dem Sinn").

    4.) Man muß sich nicht an eine klare Aufteilung zwischen Rhythmus und Leadgitarre halten. Wenn einer der Gitarristen auch noch Backingvocals macht, oder gar Leadgesang übernimmt, wird er in der Regel froh sein, nicht gleichzeitig die Melodie zu singen und die Gegenmelodie auf der Gitarre spielen zu müssen.

    Mit zwei Gitarren könnt Ihr Parts doppeln, riffs und Melodien zu den Chords spielen, die gleiche Akkordfolge in zwei Oktaven spielen, etc. pp. Es ist erlaubt, was gefällt. Hört euch einfach ein paar Bands in eurer Musikrichtung an und schaut, was die mit den Gitarren machen... da kann man sich manchmal ganz nette Ideen klauen *g*

    Grusz,
     
  12. keyboardia

    keyboardia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.06   #12
    danke für deine ausführliche antwort metalandertaler! :)

    ...genau das will ich ja gerne wissen!!!... das man wennigstens einen kleinen anhaltspunkt hat,was eventuell nett klingen könnte...
    bin mit ziemlich viel skalen schon ausgerüstet nur skalen auswendig lernen und anwenden is eine andere sache !!

    ein weiteres problem war die übereinstimmung unserer beiden gitarren verstärker!
    haben einen marshall 30watt,randall rg100 g2 !

    wie schon erwähnt wollen wir eher in die metalrichtung spielen ..

    müssen dann beide verstärker "gleich" eingestellt sein ...höhen,mitten,bass,gain,contour??

    wie sollen wir die verstärker aufbauen, dass jeder was vom schlagzeug und von beiden gitarren hört?

    habt ihr noch ein paar tipps für einen netten metal sound? hab bisher immer gain10,höhen10,mitten0,bass10,contour 10 ...
     
  13. metalandertaler

    metalandertaler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.06   #13
    Hallo Keyboardia.

    Es freut mich, wenn meine Ausführungen geholfen haben.

    Aber nun zu den Verstärkern:
    Da ich keinen der beiden Amps persönlich kenne, kann ich keine Aussage darüber machen, auf welche Einstellung Du Deine Regler drehen musst, um ein solides Metalbrett aus den Boxen zu kitzeln. Aber setzt euch dazu mal am besten alleine mit der Gitarre vor den Amp und "spielt" ein wenig an den Reglern rum. Ich starte immer bei allen Reglern auf 12 Uhr, also neutral. Dann kann ich Bässe anheben, öhen absenken, Mitten aushöhen oder umgekehrt, je nach Geschmack.

    Aber:
    Wenn sich der Amp solo ganz gut anhört, muss das nicht unbedingt auch für das Bandgefüge gelten. Generell muss man sich im gesamten Frequenzspektrum seinen Bereich suchen, um keinen matschigen Sound zu kreieren, aber das ist ein eigenes Tutorial wert (mal sehen, ob es das schon gibt...) Damit hängt natürlich auch die Auswahl der Songs bzw. die Aufteilung der Gitarren zusammen, die ja nicht zwingend im selben Frequenzbereich spielen müssen. Am besten / Einfachsten hockt Ihr Euch mal zusammen und spielt gemeinsam an den Reglern rum, bis euch das Ergebnis gefällt.

    So, und nun zur Positionierung der Amps & Boxen.
    Ihr solltet Euch zunächst darüber klar werden, wer wen unbedingt hören muss. In der Regel wird es so sein, dass die Gitarristen die Stimme, Bass und Drums hören wollen, und dass die zweite Gitarre relativ egal ist und somit nicht im Vordergrund steht. Als Vokalist wird man sich eher die Melodischen Instrumente aussuchen wollen, die die Grundmelodie spielen und auf Gegenstimmen und Schlagzeug verzichten wollen. Das Aufstellen der Amps ist also nicht so einfach, wie man manchmal denken mag und hängt in großem Maße von der Besetzung ab, in der die Band spielt.

    In kleineren Proberäumen - und das werden die meisten sein - haben die Bassanlagen genug "Wums", dass die Positionierung der Bassbox nicht so bedeutend ist. Die Drums werden höchstwahrscheinlich auch nicht abgenommen werden und somit entfällt auch da die Positionierung.

    Bei uns hat es sich durchgesetzt, dass die beiden Gitarristen und die Vocals schräg in den Raum schallen, dabei die Vokalistinnen quasi in der Mitte stehen und die Gitarren sich schräg gegenseitig anstrahlen. Aber um Euch das zu suchen was ihr braucht, stellt euch einfach hin und macht Musik. Wenn jemand mehr Gitarre hören will, muss er sich dann entweder woanders hinstellen, oder die Amps werden kurz gedreht, so dass sie mehr in die gewünschte Richtung schallen.

    Generell aber gilt hier, wie in allen anderen Bereichen auch: Erlaubt ist, was gefällt, und Erfolgsrezepte gibt es nicht.

    Ihr solltet Euch und Euren Ohren nur nicht zu viel zumuten: macht die Amps so Leise, wie es geht. Es wird euch dann wesentlich einfacher fallen, Nuancen rauszuhören. und Euer spiel wird dann um einiges "tighter", was sich dann auf der Bühne bemerkbar machen wird.

    Zum Improvisieren:
    Wenn du die Skalen kennst und auch in etwa weißt, wie sie klingen hast du schon mal viel gewonnen. Am einfachsten kannst Du das Improvisieren zu Hause üben. Dazu lädst Du Dir ein paar Jamtracks (z. B. die hier :-) )runter, oder erstellst Dir eigene Akkordfolgen mit Programmen wie Guitar Pro, Power Tab Editor oder anderen Notations- oder Samplerprogrammen. Dann lässt du die laufen , schnappst Dir Deine Gitarre und spielst die Skalen mal hoch, mal runter, um zu sehen wie sie entsprechende Tonleiter zu den Tracks passt. Dann kannst Du aus den Tönen der Skala variieren, wie Du lustig bist. Mit etwas Übung wird man dann auch sicherer im Umgang mit den Skalen und kann sich dann "live" an den Rhythmus und das Feeling des Songs anpassen.

    Also einfach üben, üben, üben.

    Und vor allem: Es ist allemal besser, wenn Du Fit in den Grundlegenden Skalen (Pentatonik, Blues-Scale, Dur, Natürliche, harmonische und melodische Moll) bist, als dass Du irgendwelche freakigen Bebop-Skalen und deren Modi kennst, aber nichts von dem verinnerlicht hast. Es gibt eine ziemlich große Liste von geilen Songs, Soli, Improvisationen, die lediglich auf der Moll-Pentatonik beruhen, ohne dass es langweilig wird. Solange das Feeling rüberkommt brauchst Du Deine Skalen nicht in Lichtgeschwindigkeit runterrasseln. Der Ton macht die Musik.

    So, und nun viel Spaß beim Sound basteln.

    Grusz,
     
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