Ich habe es leider schon lange aufgegeben, in einen Gitarrenladen zu gehen, wenn ich ein bestimmtes Modell anspielen wollte. Denn meistens ist das dann einfach nicht da. Der No1 ist in Sachen Gretsch mit Sicherheit der am besten ausgestattete Laden, den ich kenne (Guitar Center LA und San Francisco eingeschlossen...), aber auch da kann man nicht alles anduddeln, was es so gibt. Tatsächlicher Rundumschlag auf alle Modelle gelingt da in Deutschland wohl nur auf der Musikmesse. Dort konnte ich auch 2011 zum ersten Mal eine Duo Jet anspielen.
Lustigerweise gelang es mir im Amptown in Hamburg damals (2007), wenigstens eine Tennessee Rose mal anzuspielen - die hatten eine da! Allerdings nur in Cherry, ich wollte aber Walnut. Also doch bei ebay neu gekauft dann.
Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich
a) nicht so sehr Soundfanatiker bin, dass ich unter 28 Gibson Les Pauls "die Eine" aussuchen muss (weil die ja alle "anders" klingen

)
b) in Sachen Klang und Handling zuletzt immer nur von Gitarren unter 400 € enttäuscht wurde, also da, wo man auch damit rechnen muss
Meine Erfahrung, auch als gewerblicher Gitarrenrestaurator, ist dass man zu 90% aus jeder Gitarre mit dem richtigen Know How beim Einstellen und Set Up was Gutes rausholen kann. Wer in den Laden geht, blindlings eine neue Les Paul schnappt und meint, dass die sofort zu 120% "da sein" muss, ist bisschen naiv... persönliches Set Up muss immer sein, und man tut mancher Gitarre Unrecht, die halt einfach noch sloppy Werkssaiten und schlampiges Set Up hat.
Aber mei... schlauer ist ein persönliches Anspielen natürlich dennoch immer.