Ich glaub ihr arbeitet zu viel mit dem PC3, selbst heute Smarthphones haben größere Displays
Und was tun die damit? Bei den meisten Standard-Menüs usw. ist die Informationsdichte sicherlich nicht höher als auf einem PC3-Display, eher im Gegenteil. Stattdessen gibts tolle Slide-Animationen, 3D-Checkboxen, Schatten usw. usf. Gut, bei einem Spielzeug für den Massenmarkt kann ich das nachvollziehen (ja ich weiß, es gibt auch Leute die Smartphones sinnvoll einsetzen, aber ich glaube nicht, dass das die Masse ist und darum solls jetzt auch garnicht gehen), aber bei einem Instrument, mit dem ich Musik machen will? Ich brauche jedenfalls keine Möglichkeit, bei den auf meinem Display angezeigten virtuellen Mixer-Slidern die Kappen durch welche in Form von Rennautos auszutauschen (Hallo Yamaha) oder beim öffnen des virtuellen Flügeldeckels eine tolle Animation dazu zu sehen (Hallo Roland).
Da ich davor lange mit der Fantom G gearbeitet hab, haben sich einfach so manche Sachen eingestellt. Z.B. hab ich grad bei vielen Splitts das Problem "welche Lage muss ich wieder greifen, wo liegt der Akkord". Dort wurde es direkt auf der obersten Ebene angezeigt (im Live Mode). Klar hat der Kurze auch sowas, aber in einer, sagen wir, sehr abgespeckten Version.
Eine Orientierung über die einzelnen Zonen bekommt man beim PC3 sofort mit, und wahrscheinlich kann man die sogar ziemlich gut lesen, wenn mans öfter macht. Ich habe da keinen Bedarf, weil ich selten so komplexe Splits spiele, deshalb kann ich da nicht aus eigener Erfahrung sprechen.
Ahh das mit dem Ipad hab ich auch vor. Letztens hab ich mir überlegt ob man nicht einen Bluetooth bzw. Wlan Stick am PC3 anschließen kann, damit man Sets synchronisieren kann oder sogar per Wlan Midisignale übertragen kann. Das wär mal eine Revolution und nicht der ewige Kampf wer mehr Sampleram bieten kann...
Und wie genau soll das funktionieren? Selbst, wenn man PC-Hardware nimmt, wo sollen die ganzen Treiber herkommen (für sehr viel Hardware gibts nur Windows-Treiber vom Hersteller)? Wer soll die liefern (der Instrumentenhersteller hat wohl besseres zu tun)? Wer soll das pflegen (am besten noch länger als zwei Jahre)? Und wer beruhigt die aufgebrachten Kunden, wenn ihr 10 Jahre alter WLAN-Stick vom Gerät nicht erkannt wird? Oder die Kunden, die durch die Installation von Treibern aus fragwürdigen Quellen ihr Gerät gebrickt haben? Oder die Kunden, die auf einmal fünfstellige Beträge für die Kisten zahlen sollen? Irgendwas davon würde es zwangsweise werden...
Schau dir doch mal die Probleme an, die nur bei normalen USB-Sticks (also Speichersticks) mit den gängigen Workstations schon auftreten. Oder mit den Speicherkarten hier beim PC3. Das ist alles nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht.