Der Jackson / Charvel User-Thread

  • #9.001
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Ich hoffe man sieht es ein wenig (mittig die Spiegelung des Fensterrahmens). Meine 2024er Charvel zeigt massive Risse unter dem Lack. Beidseitig und nicht nur an den Stellen, wo der Body verleimt wurde. Muss mal schauen dass ich irgendwas weißes mit Streifen auftreiben, dann sieht man die Risse noch besser. Beeindruckend für eine zwei Jahre alte Gitarre. 🤔
 

  • #9.002
Ohne dir etwas unterstellen zu wollen (wirklich nicht!), aber hat die mal eine Weile feucht gestanden? Ein ganz ähnliches Bild, allerdings noch deutlich schlimmer, habe ich mal bei einer Fender* Strat gesehen, die der Musiker über ein Jahr lang in einem zu feuchten Keller aufbewahrt hatte.
 
  • #9.003
Definitiv nein. Sie stand immer in beheizten Räumlichkeiten mit normaler Luftfeuchtigkeit (quasi in den Räumen unseres Jobs im Haus, wo auch meine Übungsecke ist). Die Risse sind mir vor ein paar Wochen aufgefallen. Davor war alles bestens.

Aber ja, irgendwas muss mit dem Holz passiert sein. Ist nur ungewöhnlich dass Holz im Winter quillt. Das Gegenteil ist ja normal der Fall.
 
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  • #9.004
Nicht ganz eindeutig für mich, ob ich das erkenne was du meinst, aber ich dachte, ich muss morgen mal bei meinen Gitarren schauen, ob ich was ähnliches fotografiert bekomme. Ich habe eine schwarze Ibanez* RG550 von 1990 und eine Jackson Soloist von 1988 und beide genau in demselben schwarz lackiert. Da sehe ich auch an genau denselben Stellen, nämlich unterhalb des Tremolos diese "Welligkeit" oder Unebenheiten. Meine Vermutung war aber bisher, dass da irgendein etwas "simplerer" Klarlack, bzw. vielleicht eine simplere Technik angewandt wurde. Ich kam bisher nicht auf die Idee, dass das Holz schadhaft sein könnte. Kann jetzt natürlich sein, dass es sich nicht um dieselbe Erscheinung handelt. Ich frage mich auch, wie nachträglich feuchtigkeit dorthin kommen könnte, wenn doch Farbe und Klarlack drauf sind.
 
  • #9.005
In der nächsten Woche geht die Jackson/Charvel Retrospektive mit den RR-Modellen ins Ziel. Für heute habe ich mal die eher ungeliebten Gitarren rausgesucht bzw. die Gitarren, die bisher nicht so richtig gepasst haben.

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Charvel Model 1A
  • Basswood Body
  • Maple Neck
  • Maple Fretbard
  • Jackson J-100/J-100/J-100 Pickups
  • Gotoh Bridge
An der Gitarre ist an sich nichts auszusetzen, sie ist in einem hervorragenden optischen Zustand und funktioniert einwandfrei. Es ist halt einfach die Pickupkombination, die in einer Charvel etwas seltsam wirkt. Dazu kommt, dass die Jackson Singlecoils ein bisschen dünn und farblos wirken.

Jackson Dinky DKXT
  • Basswood Body
  • Maple Neck
  • Rosewood Fretboard
  • Seymour Duncan SH6 Distortion/SH2 Jazz
  • TonePro Bridge
Die Gitarre habe ich mir so um 2010 gekauft um einen ersten Versuch mit dem Tausch von Pickups zu machen. Ab Werk waren EMG HZ drin, die ich selbst gegen das installierte Seymour Duncan Set getauscht habe. Die Gitarre funktioniert gut, sie fühlt sich insgesamt aber etwas weich an (physisch, nicht akustisch).

Jackson Professional Fusion
  • Mahogany Body
  • Maple Neck
  • Rosewood Fretboard
  • Jackson J-92C/J-50N Pickups
  • Jackson JT-580LP Bridge
  • 24.75" scale
Das war ein Blindkauf von dem ich etwas enttäuscht war. Die Gitarre war weit schmuddeliger und vermackter als ich das erwartet hatte. Das hat mir den Spaß ziemlich schnell genommen, so dass die Gitarre jetzt gut 10 Jahre ungeputzt im Gigbag geschlummert hat. Ich habe sie jetzt mal ein bisschen gereinigt und alles wieder grob instandgesetzt. Spielt sich jetzt eigentlich ganz gut und wird nun auch mal bei Gelegenheit zu einer Überholung dem Profi überlassen. Zweite Chance.

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Charvel Fusion Custom
  • Poplar Body
  • Maple Neck
  • Rosewood Fretboard
  • Jackson J-90C/J-200R/J-200R
  • Jackson JT-590 Bridge
  • 24.75" scale
Hier gilt eigentlich fast das gleiche wie bei der Jackson Fusion aus dem letzten Bild. Enttäuschung über die nicht fachmännisch reparierten Lackschäden, 10+ Jahre Abstellgleis und jetzt nach einer groben Reinigung dann doch ganz gut. Auch die bekommt ihre zweite Chance und wird auch nochmal technisch vom Profi auf Vordermann gebracht.

Charvel 475
  • Basswood Body
  • Maple Neck
  • Rosewood Fretboard
  • Jackson J-50BC/J-100/J-100
  • Active JE-1200 mid boost
  • Jackson JT-590 Bridge
Tolle Gitarre, ich mag das Crackle Finish. Ich hatte immer mal vor "bessere" Pickups einzubauen, aber inzwischen bin ich doch dafür den Originalzustand beizubehalten. Die Kombination mit dem Jackson JE-1200 boost ist ja nicht so weit verbreitet.
 
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  • #9.008
Jaja, etwas crackle im Finish, etwas cremefarbenes Binding und schon können alle wieder nur an das eine denken.. 😂
 
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  • #9.009
So, Finale mit den Randy Rhoads Modellen.

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Jackson Randy Rhoads RR24
  • Alder Body
  • Maple Neck
  • Ebony Fretboard
  • Seymour Duncan Live Wire Pickup
  • Jackson JT-590 Bridge

Jackson Randy Rhoads RR24MG
  • Alder Body
  • Maple Neck
  • Ebony Fretboard
  • EMG 81 / EMG 85 Pickups
  • Gotoh GE1996T Bridge

Jackson Randy Rhoads RRT
  • Basswood Body
  • Maple Neck
  • Ebony Fretboard
  • Seymour Duncan SH4 JB / SH2 Jazz Pickups
  • Jackson TOM Bridge

Jackson Randy Rhoads RR24 American Series
  • Alder Body
  • Maple Neck
  • Ebony Fretboard
  • Seymour Duncan SH4 JB / SH1 59 Pickups
  • Floyd Rose 1500

Charvel Avenger
  • Basswood Body
  • Maple Neck
  • Rosewood Fretboard
  • Holighaus Pickups
  • Jackson JT-590 Bridge
  • Bolt-On Neck

Das Randy Rhoads Modell hab ich lange immer nur als Gimmick betrachtet. Ich mag die Bauform aber inzwischen richtig gerne und finde sie sowohl im Sitzen (bei mir meistens Bürostuhl) als auch im Stehen bequem. Nervig ist nur die Sorge, doch mal eines der Hörner irgendwo hart anzuhauen.

Bei den Gitarren kann ich mich nicht für einen klaren Favouriten entscheiden. Die RR24MG mit den EMG und der Gotoh Brücke fühlt sich irgendwie am edelsten an, vielleicht auch eine Folge der Optik. Die größte Überraschung ist die Charvel Avenger, die durch ein Setup und das Upgrade mit den Holighaus Pickups richtig gut geworden ist.

Bei den aktuellen Modellen RR24MG / RRT / American Series sehe ich jetzt keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Japan Modellen und dem American Series Modell was die augenscheinliche Qualität angeht.
 
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  • #9.010
Ich vermute, dass die RR24MG kein Jackson branded Tremolo haben wird.
Die Charvel Avenger hat ein Charvel/Jackson JT-570.
Das ist wie das JT-590 ebenfalls von Schaller made in Germany, aber wie bei einer TOM-Brücke mit Durchführung der Seiten, ohne dass die Ballends abgeschnitten werden müssen.
Die Seite hier habe ich noch gefunden. Scheint eine hervorragende Quelle für Ersatzteile zu sein.

https://www.fretsonthenet.com/Charvel_Jackson/jackson - usa.htm


View: https://youtu.be/mtyp2EdgMrs?si=8RpYVokyXubqIj-t

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  • #9.011
Ich vermute, dass die RR24MG kein Jackson branded Tremolo haben wird.

Richtig, das ist ein originales Gotoh GE1996T mit Gotoh Logo.

Eines der besten Floyd Rose Vibratos am Markt, insbesondere wenn man mal den Preis im Vergleich zum OFR noch in die Betrachtung einbezieht.

Das ist mir letztens schmerzlich bewusst geworden, da ich eine Gitarre mit Floyd Rose 1000 -> OFR Upgrade habe, was sich so überhaupt nicht gelohnt hat. Da kommt jetzt ein Gotoh rein.

Die Charvel Avenger hat ein Charvel/Jackson JT-570.

Da hast Du recht, das habe ich irgendwie komplett übersehen.
 
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  • #9.013
Richtig, das ist ein originales Gotoh GE1996T mit Gotoh Logo.

Eines der besten Floyd Rose Vibratos am Markt, insbesondere wenn man mal den Preis im Vergleich zum OFR noch in die Betrachtung einbezieht.

Das ist mir letztens schmerzlich bewusst geworden, da ich eine Gitarre mit Floyd Rose 1000 -> OFR Upgrade habe, was sich so überhaupt nicht gelohnt hat. Da kommt jetzt ein Gotoh rein.
Oh sorry, ich meinte die RR24. Das könnte doch eine RR24 aus japanischer Fertigung aus den späten 2000ern sein, oder? Ich meine die hatten damals sogar alle ein originales Floyd. Mich persönlich interessiert aus dieser Reihe eine RR24 mit Maple Griffbrett, weil es diese Kombination meines Wissens nach sonst überhaupt nicht gibt. Ich wrde auch gerne mal einen Vergleich der RR's dieser Serie mit den Grover Jackson Randys aus den frühen 2000ern, den Jackson Stars und vor allem denen aus der Professional Serie machen.


Das mit dem 1000er Floyd ist definitiv ärgerlich.
 
  • #9.014
Oh sorry, ich meinte die RR24. Das könnte doch eine RR24 aus japanischer Fertigung aus den späten 2000ern sein, oder? Ich meine die hatten damals sogar alle ein originales Floyd.
Ja, das ist eine von diesen Gitarren. Die gab es, soweit ich das sehe, in weiß mit schwarzen Streifen und dann auch in schwarz mit gelben oder roten Streifen.

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In meiner ist auf jeden Fall ein "Floyd Rose" gelabeltes Vibrato drin. Ich habe aber nie hinterfragt ob das ein OFR ist.

Mich persönlich interessiert aus dieser Reihe eine RR24 mit Maple Griffbrett, weil es diese Kombination meines Wissens nach sonst überhaupt nicht gibt.

Eine RR24 mit Maple Fretboard habe ich schon mal gesehen, die gibt es (Suchbegriff: "Jackson RR24M"). Ob das die gleiche MIJ Linie ist oder früher/später/anderweitig kam... keine Ahnung. Würde ich aber auch noch nehmen... ;-)
 
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  • #9.015
Ja, das ist eine von diesen Gitarren. Die gab es, soweit ich das sehe, in weiß mit schwarzen Streifen und dann auch in schwarz mit gelben oder roten Streifen.

In meiner ist auf jeden Fall ein "Floyd Rose" gelabeltes Vibrato drin. Ich habe aber nie hinterfragt ob das ein OFR ist.

Eine RR24 mit Maple Fretboard habe ich schon mal gesehen, die gibt es (Suchbegriff: "Jackson RR24M"). Ob das die gleiche MIJ Linie ist oder früher/später/anderweitig kam... keine Ahnung. Würde ich aber auch noch nehmen... ;-)
Joa, wenn es die Serie ist, dann ist das ziemlich sicher ein OFR. Und dann gab es wohl noch genau die eine andere Kombination, nämlich schwarz mit weißen Streifen, Maple Griffbrett und Ebenholz Sharkfininlays. Aber wie du schon vermutet hast war das eine Limited edition. Weiß aber nicht was das genau bei der Gitarre hieß. Wenn man die teilweise kurzen Produktionszeiträume betrachtet, waren ja viele Modelle eigentlich Limited Editions. Hehe

Zu dem Floyd wollte ich noch erzählen, dass Roope Latvalla von Children of Bodom meinte, dass man ein gutes Floyd Rose daran erkennt, ob es dieses Frfrfrfrfr macht. Wenn man den Trem Arm nach hinten stellt und einmal draufhauen tut. Wenn es dann ordentlich vibriert und schwingt beim Ton ist es gut. Tatsächlich tut sich da ein ziemlicher Unterschied zu beispielsweise den Ibanez* Edge Tremolos auf. Mit einem Gotoh kann man das aber auch richtig gut, nur bei dem 1000er weiß ich es nicht genau.
 
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  • #9.016
Jackson RR24M"). Ob das die gleiche MIJ Linie ist oder früher/später/anderweitig kam
Zumindest die beiden (weiß/schwarze Bevels/Ebenholz sowie schwarz/weiße Bevels/Ahorn), die ich hatte lagen jahrgangstechnisch Recht nahe beieinander, das würde wohl auf die gleiche Linie hindeuten.

Was das Floyd angeht spukt in meinem Kopf irgendwie ein Floyd Rose 2000 im Kopf Rum, ich kann das allerdings gerade nicht mit Beweisen hinterlegen.

Gerade den Verkauf der weißen bereue ich doch etwas. Der EMG81 war für mich leider nichts, ich hätte einfach den Alexi Signature EMG reintun sollen. So wurde es dann ein passiver Black Winter, der gut passte.

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Richtig geil ist aus der Serie dann der auf 150(?) Gitarren limitierte Run der schwarzen/gelbe Bevels mit reversed Sharkfins, das ist ein absolutes Bombenteil
 
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  • #9.017
Meine (ganz einfaches Modell, dessen Bezeichnung ich vergessen habe^^)Jackson Rhoads drücke ich gern Besuchern in die Hand, die meinen, sehr günstige Gitarren könnten nicht klingen. Führt jedesmal zu einem Wow-Effekt. Was nicht weiter erstaunt, die Zutaten (Erlebody, Palisandergriffbrett auf Ahornhals) passen ja und Streuung bei der Produktion kann ja auch mal nach oben gehen. Sie bekam einen PRS*-USA-SAttel und eine Coil-Split-Schaltung, ansonsten alle original. Sie klingt wirklich super.
Den Preis (gebraucht aus dem MB, ich meine es waren so um die 100€) kann ich selbst kaum glauben. Ich hatte mal eine ganz frühe (3-digit-Ser.-Nr, heute sehr gesucht und mindestens 30mal teurer) RR (unteres Bild), die in meinen Ohren nicht besser klang. Sustain, Druck, Differenziertheit, wirklich alles da.

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  • #9.018
Nun habe ich auch eine…

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Jackson San Dimas 1985 Pro Origins in sexy Vanilla Shake.

Die Gitarre ist im Großen und Ganzen eine Bombe und vermittelt ein sehr authentisches 80er Feeling einer Superstrat aus den Glanzzeiten des Rock&Metal - haptisch wie optisch. Das weiß am Body entspricht dem Olympic White bei Fender* E-Gitarren und in Kombination mit Ahorn-Griffbrett + schwarzem Headstock ist einfach nur traumhaft. Wenn Charvel sich noch für die Wiederbelebung der Contemporary-Serie entscheiden würde und die selbe Konstellation mit reversed Headstock rausbringen würde, würde ich dafür meine Seele verkaufen. Der J-90C macht sehr gutes Bild im verzerrten Bereich, passt sehr gut ins Konzept dieser Serie.

Nun es sind einige neue Gitarren durch meine Hände gegangen – Made in USA, Mexico, Korea, Indonesia, China. Es schien mir so, dass ich bisher Glück hatte und keine Gurken erwischte. Diese Jackson ist definitiv KEINE Gurke. Trotzdem gibt es etwas bei ihr, das ich bisher noch nie bei einer neuen Gitarre hatte – die Verarbeitung bzw. Quality Check sind nicht auf einem angemessenen Niveau für diese Preisklasse. Ich habe zwei gleiche Gitarren bestellt, eine geht wieder zurück, weil wegen der unzureichenden Polsterung beidseitig um die Halstasche große Risse sind und die Kopfplattenspitze kleinere Delle ist. Starke Vermutung: das Paket ist während dem Versand umgefallen. Der Gigbag und zwei Kartons bilden hierfür noch keine fachgerechte Verpackung. Aber hier der Abgleich unter den beiden und zu anderen neuen Gitarren. Beide OVPs wurden schonmal geöffnet und mit QC-Siegeln zugeklebt. Gekauft habe ich bei Kirstein. Ich vermute der Händler macht bei den Gitarren ein Setup vor Versand, denn ich habe bei Kirstein bereits schonmal eine Gitarre gekauft und die kam ebenfalls perfekt eingestellt an.

Was aus meiner Sicht auffällig ist:

  • Die matte Klar-Lackierung ist nicht durchgängig gleichermaßen poliert worden. Es finden sich viele Stellen, die deutlich andere Oberflächenstruktur haben. Es betrifft nur die Kopfplatten-Rückseite und -Flanken, ist aber nur bei sehr genauem Hinsehen unter bestimmten Lichteinfall sichtbar und aus meiner Sicht nicht schlimm, Paar Mal mitm Pflegetuch drüberwischen und nach und nach wird es sich gleichziehen. Betrifft beide 1985er.
  • Ist meine erste FR-Gitarre mit der Thru-Neck-Verschraubung der Locking Nut. Aber seltsam für mich ist, dass einer der Schraubköpfe höher ist, als der andere. Als ob eine Versenkung nicht tief genug vorgebohrt wäre. Aber vielleicht ist es normal so, nur dann erschließt sich mir der Sinn nicht. Es ist auch ein Metallschim unter der Nut. Betrifft beide 1985er und hat keine Auswirkung auf die Bespielbarkeit.
  • Bei einer der Gitarren wurde der PU-Rahmen für einen Archtop-Body genommen. Daher links und rechts ist der Rahmen geschwungen. Entweder hat der mexikanische Mitarbeiter ins falsche Fach gegriffen, oder der Rahmen war falsch einsortiert. Spätestens beim QC sollte sowas aber auffallen.
  • Bei einer Gitarre eiert der Potiknopf, sehe ich nicht als Problem, kriegt man in einer Minute hin.
  • Nun kommen wir aber zum größten AHA-Effekt – dem Griffbrett. Betrifft beide Exemplare. Ich greife etwas vor, die Halskrümmung liegt bei 0,25mm, Saitenlage E- 1,75mm, e- 1,50mm – also sehr flach und super bespielbar, ohne starkes Schnarren. FR liegt nach dem Stimmen flach über dem Body. Das Setup finde ich mega! AAABER….. Jemand hat das Griffbrett parallel zu Bünden bzw. quer zur Holzmaserung „poliert“ aber wohl zu grob, man sieht leichte Schleifspuren. Der Hals wurde vor Bundabrichtung komplett überlackiert, auch die Bünde. Danach fing man mit der Bundabrichtung an… und verpackte die Gitarre direkt für den Versand. Es wurde also Fret Leveling durchgeführt, die Bundkronen wurden aber danach nicht mehr wiederhergestellt. Ich vermute, es wurde nach dem Fret Leveling direkt über das ganze Griffbrett drüber poliert. Das Resultat ist logisch – unregelmäßig flache Bundkronen mit teilweise starkem Höhenabfall zum Bundende. Die Bundenden sind dagegen sehr gut bearbeitet und kratzen nicht. Es liest sich vielleicht etwas apokalyptisch, aber ich bin aktuell eh im Bundabrichtungs- bzw. Neubundierungsfieber, konnte auch schon erste Erfahrungen sammeln. Und für mich stellt es zwar etwas Arbeit bei Bundabrichtung und Griffbrettpflege dar, ist aber absolut machbar. So bleibt die nicht beschädigte Jacky bei mir und bekommt bald etwas Zuwendung und Wellness.
Vielleicht sind diese Infos für den einen oder anderen interessant, wenn er/sie über den Kauf nachdenkt. Für mich sieht es nur so aus, dass die Serienfertigung auf Hochtouren lief. Vielleicht habe ich aber auch nur Pech, oder es betrifft nur die Charge aus der Woche XY, als ein unmotivierter Azubi dran war. Da bin ich auf eure Vergleiche gespannt.



Weitere Überlegungen: Bedingt durch Non-Recessed FR-Bauweise liegen die Saiten bei 16mm über dem Body am FR-Ansatz. Habe abgeglichen mit meiner 1988er USA-Soloist – 1:1 gleich. Durch nur einen Bridge-Humbucker lande ich nicht mehr mit der Plektrumspitze am Neck/Middle-PU und das ist ungewohnt geil. Schlanker D-Neckprofil ist sehr angenehm. Sehr dickes Griffbrett, heutzutage eher ungewöhnlich. Hals also zweiteilig. Der Necklack scheint nicht ganz transparent zu sein, hat Gelbanteile und lässt den Hals sehr authentisch alt aussehen, als ob die Gitarre wirklich aus den 80ern ist. Elektronikfächer sind mit Abschirmfarbe lackiert, Poti-Deckel sogar mit Alufolie beklebt.

Bin ungeachtet der erwähnten Kleinigkeiten begeistert von der Gitarre. Hier hat Jackson mit diesem Modell absolut meinen Nerv getroffen. Noch die rote mit 2 Humbuckern lächelt mich an, aber ich habe Zeit...

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  • #9.019

Cooles Foto!

Die Gitarre ist im Großen und Ganzen eine Bombe und vermittelt ein sehr authentisches 80er Feeling einer Superstrat aus den Glanzzeiten des Rock&Metal - haptisch wie optisch.

So sehe ich das auch - gerade im direkten Vergleich mit echten alten Charvels oder Jacksons ist das eine gute Gelegenheit für einen fairen Preis eine Gitarre in dem Stil zu kaufen - mit Möglichkeit sie im Laden nur zu testen oder online per Umtausch auch bei Nichtgefallen sie einfach zurückgeben zu können.

Der J-90C macht sehr gutes Bild im verzerrten Bereich, passt sehr gut ins Konzept dieser Serie.

Der J-90C gefällt mir auch erstaunlich gut.

Trotzdem gibt es etwas bei ihr, das ich bisher noch nie bei einer neuen Gitarre hatte – die Verarbeitung bzw. Quality Check sind nicht auf einem angemessenen Niveau für diese Preisklasse.

An meiner habe ich nichts zu bemängeln, aber ich habe hier bei aktuellen MIJ Charvels ähnlicher Preisklasse auch schon scharfkantige oder hervorstehende Bünde als Makel angeführt. Die Endverarbeitung ist sicherlich nicht auf Top-Niveau, aber die Instrumente waren trotzdem bisher immer solide bis richtig gute Gitarren, so dass sich etwas Nachbearbeitung gelohnt hat.

Was aus meiner Sicht auffällig ist:

Ich habe mir meine jetzt auch nochmal zum Vergleich näher angesehen.

  • Ist meine erste FR-Gitarre mit der Thru-Neck-Verschraubung der Locking Nut. Aber seltsam für mich ist, dass einer der Schraubköpfe höher ist, als der andere.

Ist bei meiner nicht so bzw. nicht so ausgeprägt:

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  • Bei einer der Gitarren wurde der PU-Rahmen für einen Archtop-Body genommen.

Das ist natürlich blöd. Da hatte ich Glück.

  • Jemand hat das Griffbrett parallel zu Bünden bzw. quer zur Holzmaserung „poliert“ aber wohl zu grob, man sieht leichte Schleifspuren.

Da musste ich ein bisschen länger hinsehen, aber das konnte ich dann auch finden. Sehe ich aber nicht als Thema an, da man den Effekt wirklich suchen muss - genau die die Effekte zur unterschiedlichen Politur auf der Hals-/Kopflattenrückseite.

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  • Der Hals wurde vor Bundabrichtung komplett überlackiert, auch die Bünde.

Original Fender-Style. ;-)

Für mich sieht es nur so aus, dass die Serienfertigung auf Hochtouren lief.

Natürlich, das ist auch so.

Weitere Überlegungen: Bedingt durch Non-Recessed FR-Bauweise liegen die Saiten bei 16mm über dem Body am FR-Ansatz. Habe abgeglichen mit meiner 1988er USA-Soloist – 1:1 gleich. Durch nur einen Bridge-Humbucker lande ich nicht mehr mit der Plektrumspitze am Neck/Middle-PU und das ist ungewohnt geil.

Die Abwesenheit von störenden Pickups und der größere Abstand zum Body gefällt mir auch ganz gut bei der und ähnlichen Gitarren.

Schlanker D-Neckprofil ist sehr angenehm.

Und für meine eher groben Hände eigentlich perfekt am Original dran.

Bin ungeachtet der erwähnten Kleinigkeiten begeistert von der Gitarre. Hier hat Jackson mit diesem Modell absolut meinen Nerv getroffen. Noch die rote mit 2 Humbuckern lächelt mich an, aber ich habe Zeit...

Ich lauere immer noch auf was mit SH-Pickups. Darf gerne das Remake einer Charvel 3DR sein - egal ob unter Jackson oder Charvel Label. Ist am Ende bei den Mexico-Modellen vermutlich eh die gleiche Produktionsstätte.

PS: Bei meiner Gitarre kann man ziemlich deutlich erkennen, dass der Body aus mindestens 4 Stücken besteht, was ich allerdings nicht als Problem oder Makel ansehe.
 
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  • #9.020
Ich lauere immer noch auf was mit SH-Pickups. Darf gerne das Remake einer Charvel 3DR sein -
Wenn sie schon den Bengaltiger wieder hervorholen können sie auch direkt das bunte Cracklefinish mit ausgraben. Dann wäre ich wohl auch fällig und müsste mir überlegen, wie ich die rechtfertige :D
 
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