Der Neuling und seine Fragen

von enjoy, 23.07.06.

  1. enjoy

    enjoy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.06   #1
    Hey zusammen,
    ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, mir eine E-Gitarre zu kaufen und zu lernen, diese zu beherschen. Nun ist der Moment da. Jedoch stellen sich mir ein paar Fragen, da ich 0 Ahnung von Instrumenten und Noten habe.
    Ist es möglich, sich das Gitarre spielen, mehr oder weniger, selber beizubringen? Also mit CDs, Büchern und dergleichen? Mir ist bewusst, dass man nur bei einem Lehrer richtig was lernen kann, jedoch will ich nicht der nächste Rockstar sein, sondern nur einigermaßen gut E-Gitarre spielen lernen. Da kommt nun auch schon die zweite Frage auf. Wieviel Zeit muss, bzw. sollte man investieren, um einen Effekt zu erzielen bzw. bis man einigermaßen spielen kann? Natürlich variiert das von Person zu Person und desen Talent/Können/Erfahrung, jedoch würde es mich schon interessieren.

    Nun weiter in der Fragerunde. Ich habe bereits im Forum einen Link gefunden, wo Anfängergitarren empfohlen werden, jedoch ist dieser Beitrag relativ alt und ich bin mir sicher, dass sich im Laufe der Zeit einiges getan hat. Welche Anfängergitarren im entsprechndem Geldspielraum kann man empfehlen? Ich möchte Musik in Richtung Rock/Punk machen.

    Da ich wie gesagt keine Ahnung von der Materie habe, soll auch nicht Jedermann meine Versuche zu spielen mitbekommen. Kann man also auch anstatt dem Verstärker (?) Kopfhörer anschließen, so dass nur man selbst die Klänge hört?

    Zu guter letzt noch ein paar Allgemeine Fragen. Was für Hintergrundwissen sollte man haben? Also Wartung, Stimmen der Gitarre etc. Welche Bücher, CDs, Lektüren oder dergleichen kann man empfehlen bzw. sollte man gelesen haben?

    Das waren soweit erstmal ein paar Fragen, die ich schon lange mal stellen wollte.
     
  2. Harlequin

    Harlequin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.07.06   #2
    Moin,
    erstmal ist es besser, wenn du einem Moderator (die mit den grünen Namen) einen eindeutigeren Titel schickst, sonst gibts Ärger :D

    Zu deinen Fragen:
    1. Ja, man kann sich Gitarrespielen selber beibringen mit Büchern, dem Internet und Tabs. Hilfreich wäre es aber, am Anfang für ein paar Stunden einen Lehrer zu haben. Man kann sich am Anfang schnell eine falsche und auch für die Gesundheit schädliche Haltung angewöhnen. Zeitlich muss man halt sehen, die einen brauch mehr, die anderen weniger. Wenn du es schaffst, jeden Tag vielleicht etwa eine Stunde aufzubringen, wovon du vielleicht 30 Minuten oder 20 Minuten "richtig" übst, dann reicht das schon. Wenn man einigermaßen übt, dann kann man nach einem oder 1 1/2 Jahre schon einige Sachen.

    2. Maximaler Preis für Gitarre und Verstärker? Vielleicht ein paar Vorbilder/Bands?

    3. Die meisten Verstärker haben einen Kopfhöreranschluss

    4. Stimmen, Saiten aufziehen und die technischen Aspekte kann man im Forum oder auf vielen Seiten guten nachlesen, beispielsweise die Knowledgebase auf Planet Guitar - Online Magazin und Musikschule für Gitarristen und Bassisten . Ein gutes Buch für den Anfang wäre Jürgen Kumlehns neues E-Gitarrenbuch.
     
  3. Jackie-James

    Jackie-James Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.06   #3
    Mh. Bevor du den Post liest sei gesagt; Im Bereich Gitarre bin ich auch noch blutiger Anfänger aber ich spiele nun 1 1/2 Jahre Bass und ich denke so ein paar Fragen kann ich dir beantworten...

    Frage: Kann man sich das Gitarre spielen selber beibringen?

    Jo. So gesehen schon. Ich versuch es gerade auch. Aber man muss so schon etwas mehr Zeit miteinberechnen. Und man muss echt Motiviert sein. Denn am Anfang sind die Erfolgsmomente etwas rar gesäht und es ist auch keiner da der einem sagt dass das immer so am Anfang ist und man es schon so gesehen ganz gut macht etc.
    Da muss man halt durch. Aber wenn man die Anfänge erstmal hinter sich gebracht hat ist das schon okay und wenn man wirklich mit Herz dabei ist, ist man am Ende auch schon gut.

    Frage: Wieviel Zeit braucht das Ganze?

    Das kann man nicht genau sagen. Wirklich gut spielen zu können dauert Jahre bzw. Jahrzehnte. Aber "solide" spielen kann man meist schon noch 1-2 Jahren.
    Wichtig ist das man Oft übt. Muss nicht lange sein. Lieber Täglich eine viertel Stunde als einmal in der Woche 10 Stunden. Nichts bringt einen weiter als über 'nen Akkord oder was auch immer eine Nacht zu schlafen.

    Joa. Beim Rest kann ich keine soo genauen Antworten geben. Nur das du zum Beispiel nicht zwangsläufig den Amp zum üben an haben musst. 'Ne E-Gitarre hat üblicherwiese genug Klangkraft damit man auch so drauf üben kann.
    Ansonsten; Schäm dich nicht. Jeder ist am Anfang schlecht. Wenn es einem peinlich ist, ist das schlecht. Und dann kann auch keiner später sagen "Du hast dich aber verbessert". ;)
    Ach. Und solche Modelle bleiben normalerweise über 'ne lange Zeit aktuell. Also kannst du dich an diesem Thread den du erwähntest wohl schon orientieren denke ich. Zumindest wäre mir keine wirklich gravierenden Innovation im Gitarrenbereich der letzten Jahre zu Ohren gekommen.
     
  4. enjoy

    enjoy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.06   #4
    PM ist raus :)

    1. In meinem Freundeskreis spielt auch der ein oder andere Gitarre, jedoch weiss ich nicht ob E oder A, da ich mich damit wie gesagt noch nicht wirklich beschäftigt habe. Die werden mir wohl auch die eine oder andere Haltung näher bringen können. ;)

    2. Wie gesagt, da ich ein Anfänger bin, erwarte ich auch nicht allzu viel. :) So grob würde ich mal 200€ für den Anfang sagen. Ich denke, damit ist man als Anfänger gut bedient, oder?
    Was die Vorbilder/Bands angeht wirds schwer. Ich höre von Hoobastank, Nickelback über Staind, Lostprophets, bis Audioslave und Co. Grob würde ich Rock/Punk sagen, aber mit Schubladendenken kommt man eh nicht weit ;) /Edit: Bin im Rock-Bereich auf die Band "Silvertide" gestoßen. Die treffen so ziemlich genau meinen Musikgeschmack. Vielleicht hilft dir das weiter. :)

    3. Sehr gut :)

    4. kennst du weitere gute Bücher oder CDs für Einsteiger? Ich denke, das ist erstmal der wichtigste Schritt und macht den Einstieg sicher leichter.
     
  5. Harlequin

    Harlequin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.07.06   #5
    2. Naja, mit 200 Euro ist man eigentlich gar nicht bedient, wenn man ehrlich ist und schon gar nicht, wenn da ein Verstärker bei sein soll.
    Bei Gitarren ist das unterste Preisniveau bei etwa 250 Euro. Hier wären einige brauchbare Gitarren.
    ESP - LTD M-50 BLUS
    Ibanez GRG-170 DXJB
    Ibanez GRG-170 DXBKN
    Yamaha Pacifica-112 M
    Yamaha Pacifica-112 MX
    Ibanez GSA-60 JB Gio
    Ibanez GSA-60 BS Gio
    ESP - LTD EC-50 BK
    ESP - LTD Viper-50 BK
    Ibanez RG-321 MHWK

    Die am meisten empfohlenen Verstärker um 100 Euro sind die drei
    Peavey Rage Transtube 158 II
    Roland Micro Cube
    Roland Cube-15 Gitarren-Combo
    der hier ist sehr umstritten
    Marshall MG-15 CD Combo

    4. Bücher
    AMA Das neue E-Gitarrenbuch
    Voggenreiter Modern Rock Guitar
    Peter Bursch wird auch oft genannt, ich mag ihn jedoch nicht. Sehr elementar, dieses Buch ist hier eher für A-Gitarren und Akkordspiel
    Voggenreiter Gitarrenbuch
     
  6. Rodrigo.G.

    Rodrigo.G. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.06   #6
    naja ich war mal wieder en bisschen spät aber ich lass meine antwort trotzdem mal stehen....
    Es ist möglich sich das E-gitarre spielen beizubringen, allerdings würde ich das nicht empfehlen. da einem die bücher/cd's etc. nicht auf die eigenen fehler hinweisen. am anfang ist es sehr wichtig die techniken richtig(!) zu erlernen, da technische fehler später schwer zu beseitigen sind. Also besorge dir am besten einen lehrer. oder falls dies nicht möglich ist, wenigestens jemanden der schon viel erfahrung mit dem spielen hat, und dir das spielen praxisnah beibringen und dich auf deine fehler hinweisen kann,was meiner meinung nach sogar günstiger ist. bücher sind sicher hilfreich, trotzdem ist es nicht empfehlenswert nur mit diesen und ohne lehrer das spielen zu ernen.
    um fortschritte zu machen braucht man meiner meinung anch viel geduld und motivation. es ist wichtig das man sich immer fragt "warum klingt das bei dem so geil und bei mir nicht!", da man so lernt fehler zu beseitigen und genau und sauber zu spielen. wenn man täglich ein paar stunden spielt ist das okay. wichtig ist dabei das man motiviert ist und nicht auffhört , auch wenn man etwas zum 50. mal immernoch nicht hinkriegt. also man sollte nach einem halben bis einem jahr eigentlich schon recht sicher rhythmus spielen können (also akkordbegleitung).
    was die anfängergitarren angeht können dir andere user im forum bestimmt mehr helfen als ich. es wird oft ne yamaha pacifica empfohlen. meiner meinung nach ist es nicht sooooooo schlimm wenn die erste gitarre nicht der hammer ist. ich hatte damals auch eine sperrholzgitarre. damals hats mir gereicht un wenn man sich irgendwann entscheidet weiter zu spielen kauft man sich sowieso was besseres. aber wie gesagt das ist nur meine ansicht.
    das dich keiner hören soll weil du anfänger bist ist quatsch. am anfang wenn du etwas noch nicht kannst spielst du eh trocken (ohne verstärker). danach ist es wichtig das du auch mit verstärker spielst, da der dir deiner fehler deutlich macht, und dies sehr wichtig ist. ob das mit kopfhörern genauso gut geht, bezweifle ich. du kannst aber trotzdem bei vielen (anfänger)verstärkern kopfhörer anschließen, das ist meistens kein problem.
    das mit dem stimmen und der wartung (falls dies überhaupt nötig ist) ist meist in vielen anfängerbüchern schon enthalten und erklärt. außerdem kann dir das am besten ein lehrer erklären.
    bei den einsteigerbüchern ist meistens eine cd zum mitspielen dabei. ich hatte damals das buch von andreas scheinhütte "Schule der Rockgitarre", aber hier wird auch peter bursch gerne empfohlen.
    ich hoffe ich konnte dir ein paar antworten liefern:great:

    mfg...rod
     
  7. Fl4sh_danc3r

    Fl4sh_danc3r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.06   #7
    Naja, ganz so lange wie es hier behauptet wird, dauerts in der Regel nun doch nicht.

    Ich spiele selbst seit einem halben Jahr (mit akustischer und Peter Bursch angefangen, kann ich nur empfehlen, aber du kannst auch mit E Gitarre anfangen) und behaupte mal, schon sehr gut die eine oder andere Sache spielen zu können, darunter auch schon solis (Auch meine Zuhörer beschweren sich schon lange nicht mehr :)).

    Also wenn du täglich übst (DAS ist das wichtige, du brauchst nicht lange zu üben, wichtig ist, dass du häufig übst und dich an Sachen versuchst die du noch nicht kannst, ständig Sachen zu wiederholen, die du schon kannst, bringt dich nicht weiter) kriegst du nach einem halben Jahr schon einiges auf die Reihe und kannst die eine und andere Sache nachspielen.
    Was ein wenig dauern wird, ist das selbstständige spielen, also improvisieren und der fließende Wechsel von einer Tonleiter in die andere.
    Für sowas empfiehlt sich dann vielleicht Unterricht, aber wenn es dir Anfangs erstmal wichtiger ist (und das ist es in der Regel) ein paar Lieder nachzuspielen, kannst du dir das gut selbst beibringen.
    Das Erfolgsgeheimnis für Anfänger steht in meiner Sig :)
     
  8. enjoy

    enjoy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.06   #8
    Also, danke schonmal für die ganzen Informationen.

    Ich habe nicht gemeint, dass mich niemand beim Spielen hören soll, sondern das ich mir durchaus vorstellen kann, dass das meine Mitmenschen stört, wenn ich da täglich drauf spiele bzw. es versuche. ;) Daher der Gedanke mit den Kopfhörern.

    Braucht man unbedingt zu Beginn einen Verstärker?
     
  9. NotveryevilTobi

    NotveryevilTobi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.06   #9
    Also bei ner E-Gitarre würd ich schon direkt von Anfang an nen Verstärker mitkaufen...Du kannst zwar ohne Verstärker spielen, nur hörst du dich halt nich wirklich laut - und seit ich jetzt meine Cort Western hab, merk ich eigtl erst wie schlecht ne E-Gitarre ohne Amp klingt..
    Du könntest dir allerdings auch für 2xx € zB ne Akustik mit Tonabnehmer holen und die dann irgendwann wenn du wieder Geld hast über nen Amp laufen lassen, aber ich glaub das is hier in dem Fall weniger angebracht. Du könntest dich vllt auch nach Semi's wie der EPIPHONE ES-335 DOT Studio Red GITARREN + Co. E-Gitarren Epiphone OG1082 Musik-Schmidt Frankfurt oder der IBANEZ AXD-71BK GITARREN + Co. E-Gitarren Ibanez OG2622 Musik-Schmidt Frankfurt umschauen, jedoch weiß ich nicht wieviel lauter die sind im Gegensatz zu Solidbody E-Gitarren.
     
  10. Darthie

    Darthie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.06   #10
    Hi,

    meine Meinung: Brauchen nein. Sollte man einen haben? Ja.
    ;)

    Ds Problem ist, dass eine E-Gitarre (je nach Bauweise) doch recht leise ist. Manche leichte Spielfehler (nicht ganz sauberes Greifen etwa) kann man so schwer wahrnehmen. Wenn man schon aus Büchern lernen will und kein feedback eines Lehrers hat, sollte man einen Amp benutzen.

    Dazu kommt noch der Spieltrieb des Menschen.
    ;)
    An so einem Übrungsamp kann man meist sehr schöne kleine Effekte einstellen, die es einem gestatten, sich seiner Gitarristen-Ikone geräuschmäßig zu nähern.
    :D
    Ohne Amp geht's eben nur clean. Mit Amp geht die volle Zerre. Hört sich bei Übungsamps meist nicht richtig toll an, macht aber Spaß. Und meiner Ansicht nach geht es beim Gitarre lernen und spielen genau darum: Spaß haben.
    :great:
     
  11. roestzwiebel

    roestzwiebel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.06   #11
    Ja, sonst wirst du nicht glücklich. Es muss ja nicht das teuerste Teil sein, wenn du einen Amp ausschließlich zum Üben willst, und davon gehe ich mal aus, gibt es da schon recht günstig was. Empfehlenswert ist z.B. der Roland Micro Cube. Die Kopfhörer kannst du ja auch nicht einfach so an die Gitarre anschließen, da wirst du nicht viel hören.
     
  12. DeepImpact

    DeepImpact Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.06   #12
    Hallo!

    Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr auch mit der E-Gitarre angefangen. Davor hatte ich ab und zu mal auf ner Klassikgitarre rumgeklimpert, aber mit nicht viel Erfolg.

    Nach den Empfehlungen hier im Forum hab ich mir ne Yamaha Pacifica 112 und den Roland Micro Cube gekauft. Ich muss sagen, das war genau der richtige Rat. Die Gitarre ist für nen Anfänger ideal, schon ganz gut verarbeitet, und macht auch noch Spaß, wenn man schon etwas mehr kann. Und der Micro Cube ist genial, überall sind die Leute erstaunt, was so ein kleines Ding mit Batteriebetrieb für nen klasse Sound machen kann. Laut genug ist der auch, wenn man die Zerre aufdreht ist das eindeutig schon heftig für die Nachbarn :).
    Der Spieltrieb ist auch super wichtig, wie gesagt, es soll ja Spaß machen. Etwas Chorus rein, etwas Reverb - geil. Ein echter Pluspunkt vom Micro Cube.
    Nach einem Jahr, darin zwei Pausen von jeweils 2 Monaten (manchmal ist es einfach besser, ne Weile nicht zu spielen, wenn man keine Lust hat - danach ist die Motivation einfach wieder viel höher) kann ich schon einiges. Akkordgeschrammel hat mich zuerst einfach nicht interessiert, Powerchords und Zerre auch nicht - einfach Clean mit Fingerpicking Riffs aus Stücken gespielt, die mir gefallen. Der Rest kam dann später. Angefangen hab ich mit Sachen wie Tears in Heaven oder Sweet Home Alabama. Die ersten Wochen hab ich etliche Stunden am Tag geübt, es ging rasant aufwärts :) Zuletzt hab ich jetzt so Sachen gespielt wie Stairway to Heaven (ohne Solo erstmal ;)) und Behind Blue Eyes. Auch noch nicht so dolle, aber Hauptsache, es macht Spaß :)
    Mittlerweile hab ich auch ne Westerngitarre, und mag den Sound und die Spielweise auch sehr. Sehr viel gebracht haben mir Tonleitern und Pentatoniken... zu irgendeiner Akkordfolge in der richtigen Pentatonik dazu improvisieren, ein paar Bendings oder Hammer ons einstreuen... das macht mächtig Spaß. Was die Finger der linken Hand dabei lernen, hilft bei allem extrem weiter.
    Das alles erstmal "autodidaktisch", also ohne Lehrer, nur mit Infos aus dem Internet, ein paar Tabs und so weiter. Inzwischen treffe ich mich ab und zu mit Leuten, die auch Gitarre spielen, zum gemeinsamen "Jammen".
    Dazu muss ich sagen, dass ich früher jahrelang Klavier gespielt hab, deswegen waren mir Tonleitern, Akkorde, Harmonien und so schon ein Begriff. Aber für die Fingerchen ist das ja trotzdem ne ganz andere Herausforderung :cool: Und ich bin 29. Geht also auch noch im gehobenen Alter :D


    In diesem Sinne, viel Spaß beim Lernen, und am Anfang nicht entmutigen lassen!

    Martin
     
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