Den Kronos 1 hatte ich auch eine Weile - habe ihn aber wieder verkauft, weil mir der Systemstart zu lange gedauert hat und die Verarbeitung/Haktik einfach zu schlecht war. Vom Sound würde ich aber sagen, dass der Kronos den Fantom-0 in allen Klassen in die Tasche steckt - oder nicht?
Das kommt drauf an würde ich sagen
Bei den "Naturklängen" würde ich da zustimmen, bei den Synth-Sounds mag ich halt den typischen Roland-Sound und da sind beide Geräte nach meiner Meinung auf Augenhöhe.
Ja, das SXSN-03 finde ich auch besser! Vor allem, wenn man Solo spielt. Aber irgendwie habe ich es da noch nicht hinbekommen, einen für die Band durchsetzungsfähigen Sound hinzubekommen, der natürlich klingt und mir gefällt. Entweder er ist durchsetzungsfähig oder klingt gut. Beim SXSN-01 hab ich einen Sound etwas getweekt und war sofort mega zufrieden - und er schneidet schön durch den Bandsound. Wie ist da deine Erfahrung?
Meine Pianos basieren oft auf einem oder zwei Presets, die mir am besten gefallen und die ich mit einigen Paramtern auf den Song anpassen.
Der für mich wichtigste Paramter der SN-Pianos der der Stereo-Width-Paramter.
Dieser ist glaube ich bei fast allen SN-Pianos immer auf 100 eingestellt und damit ist der Piano-Sound im Stereo-Panorama verteilt. Tiefe Tone mehr links gepannt, hohe Töne mehr recht vom Spieler aus gesehen. Hört man super unter Kopfhörer. Hast du jetzt einen Stereo-Hallraum noch auf dem Sound bekommst du automatisch Anteile von links nach rechts und umgedreht. Das klingt toll unter Kopfhörern ist aber - wieder nach meiner Erfahrung - nicht so schön für die Bühne.
Ich drehe also für Live-Pianos diesen Parameter immer auf Werte zwischen 40 bis 70. Dadurch wird der Stereo-Effekt eingeschränkt und der Piano-Klang setzt sich mehr durch.
Das nächste sind einige der MFX-Effekte. Ich würde keinen EQ als MFX verwenden, weil die Fantom-0 hat ja in jedem der 16 Layer einen eigenen EQ auf Layer-Ebene.
Eine Ausnahme gibt es aber, der Mid-Side-EQ. Bei einem Mid-Side-EQ wird das Signal anders bearbeitet, als bei einem "normalen" EQ, in Mitten und Seiten. Dadurch kann man sehr gezielt z.B. den Piano-Klang im Frequenz-Bereich im Stereo-Panorama bearbeiten, da brauch es aber etwas Einarbeitung/Erfahrung und Tüftelarbeit.
Ich benutzte als MFX auch gerne den Enhancer-Effekt. Hier nehme ich oft die tiefen Frequenzen raus und hebe etwas die hohen Frequenzen an. Am besten mit Kopfhörer mit den Paramtern spielen und schauen, wie sie wirken.
Ein weiterer MFX, der den Piano-Klang gut berarbeiten kann ist der Sustainer. Der ist so eine Art Kompressor/Transient-Effekt. Die Parameter Sustain, Attack, Release, Post-Gain, Low-Gain und Hi-Gain, bearbeiten den Klang. Aber Vorsicht, dadurch das es ein Kompressor-Effekt ist, greift dieser Effekt auch etwas in die Dynamik des Klangs ein. Auch hier Empfehle ich einen Kopfhörer, um den Effekt zu verstehen. Starte mal mit den Paramtern:
Sustain: 10
Attack: 15
Release: 30
Post-Gain: 0dB
Low-Gain: -2dB
High-Gain: +3dB
Auch hier wieder zum lernen an den Paramtern schrauben.
Als Ausgangs-Sounds mag ich von der SXSN-03 die CLSC-Brilliant 1 bis 3 Pianos. Die klingen stark nach einem japanischen Flügel mit Y
Die eignen sich gut für Rock/Pop.
Und das Smoth Classic mag ich sehr gern als eher weicheren Klavier-Sound für Balladen.