DI-Box für Gitarrenrecording

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Moin,

Ich nehme im sehr Amateurhaften Rahmen schon etwas länger E-Gitarren spuren auf. Nun bin Ich Online oft auf den Gedanken gestoßen das DI Signal von der Gitarre ebenfalls mit aufzunehmen.

Dazu brauche Ich eine DI Box. Am besten also eine, die einen Input - in diesem Falle das Signal meiner Gitarre - nimmt und zwei Outputs hat, das DI Signal, was dann direkt in das Interface geht, und das Original Signal, was dann zum Verstärker wandert.

Mein Problem ist jetzt, dass Ich an der schieren Zahl von DI Boxen nicht durch steige und etwas verloren bin... Auf was für Begrifflichkeiten sollte Ich achten? Passiv oder aktiv? Empfehlungen?
Danke im vorraus für jede Hilfe :)
 
Eigenschaft
 
Du kannst eine Palmer PAN 01 nehmen. Passiv, einfach in der Handhabung, macht genau das was du willst und die Qualität stimmt auch.
 
Du willst also das trockene Signal aufnehmen, nicht das, was aus dem Amp kommt?
Nur um alle Unklarheiten zu beseitigen...
 
Du kannst eine Palmer PAN 01 nehmen. Passiv, einfach in der Handhabung, macht genau das was du willst und die Qualität stimmt auch.
Die habe Ich mir schon einmal angeschaut. Allerdings stand in einer Rezension, dass man einen Vorverstärker bräuchte, da das reine Gitarrensignal zu schwach sei. Ist das tatsächlich der Fall?
Du willst also das trockene Signal aufnehmen, nicht das, was aus dem Amp kommt?
Nur um alle Unklarheiten zu beseitigen...
Korrekt.
Meine Signal-Chain wäre also Gitarre in Polytune Tuner, Digitech Drop Pedal und dann sollte dort die DI ansetzen, um einmal das DI Signal zum Interface und Signal zum Verstärker zu schicken. Im Endeffekt soll es darauf hinauslaufen, dass Ich, wenn Ich den Verstärker abnehme, in der DAW eine Spur für die Audio vom Verstärker und eine Spur für das DI Signal habe.
 
Wie wäre es mit einer alten Redbox? Dann hast du gleich eine einfache speaker Simulation.
2 Ausgänge sollten DI Boxen immer haben, einer davon als XLR symmetrisch.
 
Je nach dem, wie das DI Signal klingen soll (trocken oder Amp-Simul) kannst du als billigste Lösung ein Y-Kabel verwenden. Wenn du zufällig ein Stereo Pedal hast (Chorus...) kannst du den als Splitter nehmen. Ansonsten kommen sicher noch 100 Vorschläge...
 
Wie wäre es mit einer alten Redbox? Dann hast du gleich eine einfache speaker Simulation.
2 Ausgänge sollten DI Boxen immer haben, einer davon als XLR symmetrisch.
Die Rebox, wie auch andere Loadboxen nehmen allerdings das Verstärker Signal, gell? Ich versuche nur das trockene Gitarrensignal hinten meinen zwei Pedalen als DI abzufangen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Je nach dem, wie das DI Signal klingen soll (trocken oder Amp-Simul) kannst du als billigste Lösung ein Y-Kabel verwenden. Wenn du zufällig ein Stereo Pedal hast (Chorus...) kannst du den als Splitter nehmen. Ansonsten kommen sicher noch 100 Vorschläge...
Über eine Y Verkablung, bzw. den nutzen einer AB Box habe Ich auch zuerst nachgedacht. Allerdings würde Ich gerne ein sauberes DI Signal nehmen. Online habe Ich wohl gelesen, dass direkt in das Interface wohl geht, aber ein DI Signal mehr Sinn macht, gerade wenn man in Zukunft evtl. sowas vor hat, wie Re-Amping o.ä.
 
Dein Digitech Pedal ist doch bestimmt gebuffert, oder? Das sollte reichen, ohne amp. Ist keine loadbox, ein
Röhren-Top kannste da nicht dranhängen. Der Redbox ist das egal, dem top aber nicht. :)
 
Die habe Ich mir schon einmal angeschaut. Allerdings stand in einer Rezension, dass man einen Vorverstärker bräuchte, da das reine Gitarrensignal zu schwach sei. Ist das tatsächlich der Fall?
der XLR Ausgang der Pan01 geht in den Mikrofoneingang des Interfaces, also die ganz klassische Art und dort ist auch genug gain vorhanden (idR).
Da müsstest du vergleichen ob der Instrumenteneingang des Interfaces ein besseres Ergebnis liefert. Nur sicherheitshalber... weil die Box sehr preisgünstig ist.

Was du ursprünglich gesucht hast wäre der Lehle P-Split:
https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/lehle-p-split-ii.html
Der verdoppelt das Gitarrensignal nahezu verlustlos, kostet aber um das 3–fache.
 
Über eine Y Verkablung, bzw. den nutzen einer AB Box habe Ich auch zuerst nachgedacht. Allerdings würde Ich gerne ein sauberes DI Signal nehmen. Online habe Ich wohl gelesen, dass direkt in das Interface wohl geht, aber ein DI Signal mehr Sinn macht, gerade wenn man in Zukunft evtl. sowas vor hat, wie Re-Amping o.ä.
Mir ist nicht ganz klar, was du genau mit DI Signal meinst. Ein symmetrisches Signal oder ein Signal mit Line-Pegel?
Aber das hat ja Telefunky ganz gut erläutert...
 
Ein Y-Kabel geht definitiv nicht, weil der PU doppelt belastet wird (der Klang ändert sich) und (schlimmer) eine Verbindung zwischen Amp und Interface hergestellt wird.
Deswegen werden dazu Übertrager genutzt.
Der PU sieht 1 Verbraucher, die Ausgänge liefern (praktisch) den Original-Pegel.
Die Leistung je Ausgang ist natürlich halbiert, aber das kümmert die Verstärker wenig, weil sie auf Spannungsbasis arbeiten.
Übertrager haben nur 1 grossen Nachteil: in (sehr) guter Qualität sind sie extrem teuer.
 
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Ein Y-Kabel geht definitiv nicht, weil der PU doppelt belastet wird (der Klang ändert sich) und (schlimmer) eine Verbindung zwischen Amp und Interface hergestellt wird...
Punkt 1 stimmt nicht, er geht ja zuerst in den Tuner und in den Digitech , dann erst soll gesplitet werden.
Ich geh mal davon aus, dass zumindest der Digitech gebuffert ist. (Anmerkung: Der Polytune ist gebuffert, der Digitech hat true bypass)
Punkt 2 könnte Probleme machen, ja.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das die Digitech Drop Stompbox?
Wenn ja dann sagt das Manual:
  • Output Type:1/4” Unbalanced TS
  • Max Output Level:+10 dBu
  • Output Impedance:1 kΩ (Effect Enabled)
  • Output Impedance:True Bypass (Effect Off)
Damit wäre das ein Hi-Z Ausgang, gleich wie bei einer passiven Gitarre. Und damit brauchts eine Impedanz-Anpassung, also eine aktive DI Box wie die Palmer PAN 02. die vor Amp (Link Out) und Interface (Balanced Output) schalten und alles wird gut.
grudnregel für mich bei der Wahl der passenden DI Box: Aktive Quellen brauchen passive DI Boxen und passive Quellen brauchen aktive DI Boxen. Bei den Stompboxen sollte man mal immer in die BDA schauen. wenn der Ausgang mehr als 500 Ohm hat, dann agiert das Teil wie ein passives Hi-Z Gerät.

Ach und Y-Kabel als Splitter ist für mich sowas von einem NoGo. Das funktioniert immer nur wenn es nicht drauf ankommt. Im Ernstfall versaut es einem die Veranstaltung oder die geile Aufnahme. Mir kommt sowas nicht in die Signalkette. Es gibt auch so noch genug Verkabelungsprobleme zu lösen.
 
Allerdings stand in einer Rezension, dass man einen Vorverstärker bräuchte, da das reine Gitarrensignal zu schwach sei. Ist das tatsächlich der Fall?
Nein.
Natürlich gehört der Ausgang der DI Box an einen Mikrofon Vorverstärker (von deinem Interface).
 
Ich werfe mal in den Ring, daß eine D.I. Box für die Gitarre in etwa die Eingangsimpedanz eines Verstärkers haben sollte: 1 Megaohm. Das können aktive D.I. ganz gut, passive weniger. (z.B. die günstige von Palmer ist da schon okay, heißt PAN 02 - das ist das Autokennzeichen vom Landkreis Pfarrkirchen...in Südostbayern, das hatten die Palmers wohl nicht bedacht).
Das funktioniert dann so: Gitarrenkabel in die D.I. Box, (Input) - ein weiteres Gitarrenkabel bei "link out" einstecken und von dort in einen Amp. Die dritte Buchse an der D.I. Box ist dann der XLR Ausgang, von dort mit einem Mikrofonkabel in den Input eines Mischpultes/oder Mikrofoneingang Interface, bitte Phantomspeisung einschalten - weil D.I. Box aktiv, braucht sie Strom. Dann hörst du die Gitarre im Amp und das nackige D.I. Signal hast du auch, für Reamping oder Ampsims im Rechner. Ist auch super zum Editieren: Sounds mit Viel Gain sehen aus wie ein von der Dampfwalze überfahrener Kamm, dh. du siehst am Bildschirm nicht mehr, wo der Anschlag der Note ist. Hast du parallel ein D.I. Signal, kannst du immer schön sehen, wo die Note losgeht und aufhört. D.h. auch wenn du es manchmal nicht im Mix benutzen willst, ein D.I. Signal macht sich gern nützlich.
 
Ich werfe mal in den Ring, daß eine D.I. Box für die Gitarre in etwa die Eingangsimpedanz eines Verstärkers haben sollte: 1 Megaohm. Das können aktive D.I. ganz gut, passive weniger. (z.B. die günstige von Palmer ist da schon okay, heißt PAN 02 ...
beliebter Fehlschluss durch Vergleich von Äpfeln mit Birnen... ;)
Ein Instrumenteneingang ist (aus Sicht des PU) ein Verbraucher, idR kapazitativ über einen Kondensator angeschlossen.
Die meisten PUs haben eine Impedanz zwischen 5 und 15kOhm, ergo sollte die Eingangs-Impedanz um etwa den Faktor 10 höher liegen, um das Signal nicht zu stark zu bedämpfen (ua der bekannte Höhenverlust), ein Erfahrungswert... kein Gesetz.
Eine aktive DI verhält sich in dem Sinne exakt wie ein Verstärker, folglich sind auch due Impedanzwerte ähnlich.

In einer passiven DI sitzt allerdings ein Übertrager ... und das ist quasi eine völlig andere Welt.
Bei der Eingangsspule ist es am effektivsten, wenn sie eine ähnliche Impedanz wie der PU hat, folglich stehen da 20-50 kOhm in den Spezifikationen.
Wie sich das am Ende konkret anhört, hängt von vielen Faktoren ab...
Beim Übertrager spielen Draht, Kernmaterial, das Verhältnis der Spulen, ihre Dinensionierung etc eine Rolle.

Einzelheiten lasse ich mal weg... aber es gibt wenig, was einen Klang so positiv beeinflussen kann wie ein (guter!) Übertrager.
 

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