diatonische Septakkorde?

von DLGuitarman, 23.12.06.

  1. DLGuitarman

    DLGuitarman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.06   #1
    Servus!
    Könnte mir vll. jemand erklären wie ich die diatonischen Septakkorde zu z.B. der C-Durtonleiter aufstellen kann?
    Wie ist das genau?: Ich nehm jeden Ton der C-Dur Tonleiter und baue darauf einen Septakkord auf, und wie kommt es jetzt dass manchmal der Septakkord minor / major und manchma Dur / moll usw ist?
    Ich habe gelesen dass ich die "leitereigenen Terzen" (sind das bei der C-Dur Tonleiter k.3, g.3, k.3?) bzw. die "leitereigenen Töne" (also die Töne der Tonleiter oder?) nehmen soll...
    Auf C wäre der Akkord ja z.B. Cmaj7 und auf D wäre es D7 (= Dmin7?? ), auf E Emin7...
    Wie komme ich darauf?
    Sorry ich raff das nicht so ganz
    Gruß
     
  2. Colorido

    Colorido Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.06   #2
    Eine diatonische Tonleiter heißt so, weil sie nur aus zwei intervallen, nämlich großer und kleiner Sekunde zusammen gesetzt wird. Darüberhinaus können niemals zwei Halbtonschritte aufeinanderfolgen, sowie niemals mehr als drei Ganztonschritte hintereinander.

    Dadurch besteht jede diatonische Tonleiter aus 5 Ganztonschritten und 2 Halbtonschritten. Der Charakter einer diatonischen Tonleiter wird durch die Position der entsprechenden Schritte bestimmt. In Dur wäre das die Reihenfolge 1 - 1 - ½ - 1 - 1 - 1 - ½.

    Wenn Du nun in Dur nur einen Halbton Unterschied zwischen der 3. und 4. Stufe sowie zwischen der 7. und 8. (gleichbedeutend mit der 1.) Stufe hast, aber zwischen den anderen benachbarten Stufen immer einen Ganzton Unterschied, dann bedeutet das für die einzelnen Terzen, dass sie auch unterschiedlich sind. Zum Beispiel hast Du von C zu E das Verhältnis 1 + 1 = 2: Zwei Ganztonschritte, also eine große Terz. Von D zu F sieht es nun so aus: 1 + ½ = 1½, also eine kleine Terz.

    Da nun die gebräuchlichen Akkorde durch das Übereinanderstapeln von Terzen entstehen, ergeben sich auf den verschiedenen Stufen einer diatonischen Tonleiter natürlich auch verschiedene Zusammensetzungen. Für die Einteilung in Dur/moll ist dabei die erste Terz verantwortlich, die Quinte muss normalerweise nicht bezeichnet werden, wenn sie nicht vermindert (wie in Dur auf der VII. Stufe) ist. Die Septime wird dann meistens nur mit 7 bezeichnet, wenn sie klein ist, wenn sie groß ist, schreibt man für gewöhnlich maj7. Diese Regeln gelten hauptsächlich für den Jazz/Rock-Bereich, wo ein Akkord meistens absolut bezeichnet wird, im Klassischen denkt man dann wieder anders.
     
  3. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 24.12.06   #3
    Das, was Colorido erklärt hat, läßt sich leicht an einer Klaviertastatur veranschaulichen.

    C-Dur hat keiner Vorzeichen, das bedeutet für den Tastenspieler, er benutzt nur der weißen Tasten. Liegt eine schwarze Taste zwischen zwei weißen Tasten, bedeutet das 2 halbe Töne = ein Ganztonschritt. Liegt keine Taste dazwischen, ist es ein Halbtonschritt.

    Hier die Tastatur zur Veranschaulichung:
    Tasten.gif
    Unten stehen die Notennamen, die Zahlen oben entsprechen Intervall zum Grundton. (1=r. Prime, 2=gr. Sekunde, 3=gr. Terz, ...)

    Nun bildest du nur mit den tonleitereigenen Tönen (entspricht den weißen Tasten) von jedem Ton aus Akkorde durch übereinanderschichten von Terzen.
    Cmaj7.GIF Stufe I - der Vierklang auf C = Cmaj7
    Dm7.GIF Stufe II - der Vierklang auf D = Dm7
    u.s.w.

    Oben, wo die Zahlen stehen, sieht man am besten die unterschiedlichen Intervalle zwischen den einzelnen Tönen der Akkorde. (Ich habe extra versucht, die 12 Halbtonschritte einer Oktave gleichbreit darzustellen.)

    Gruß
     
  4. DLGuitarman

    DLGuitarman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.06   #4
    So erstmal danke euch beiden, ich denke ich hab das jetzt verstanden.
    Ich stelle mir die diatonische Tonleiter auf, nehme mir den Ton für den ich den Akkord bilden will, und schichte auf diesen drei Terzen, die nur aus den leitereigenen Tönen bestehen. Also bei C ist z.B. die erste Terz auf E, die zweite auf G und die dritte auf H(bzw. B).

    Jetzt versuche ich das ganze mal auf die D-Dur Tonleiter zu übertragen. Wieder Halbtonschritte zwischen 3/4 und 7/8. Damit ergeben sich folgende Töne: D, E, Fis, G, A, H, Cis, D. Richtig?
    Der Vierklang auf der 1. Stufe (D) wäre also: D, Fis, A, Cis (jeweils Terzen). Das wäre denn (denke ich mal) ein Dmaj7 (unten g.3, dann k.3 dann g. 4) oder? Auf der 2. Stufe (Fis) hätten wir: Fis, A, Cis, E. Das wäre dann wohl ein Fism7 (k.3, g.3, k.3).

    Stimmt das dann so?
    Weihnachtlichen Gruß, DL :)

    Edit: Mir fällt gerade auf: Das sind ja die gleichen Akkorde wie bei C-Dur, nur auf anderen Tönen. Folglich sind die Akkorde also bei allen Dur-Tonleitern nach genau dem Muster angeordnet? Und jeweils bei jeder anderen Kirchentonart auch?
     
  5. SuiMizu

    SuiMizu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.06   #5
    Also F# müsste eigentlich die dritte Stufe von D-ionisch sein. :great:

    Genau! Du kannst quasi ein Raster auf die Skale legen und je nachdem dann die Akkorde bilden.

    Bei Ionisch würde das dann ergeben :
    I maj7
    II m7
    III m7b9
    IV maj7#4
    V 7
    VI m7b13
    VII m7b5

    Ich übernehme dafür jetzt keine Haftung. Hatte das mal so gefunden.

    Quasi hat man bei Ionisch die Reihenfolge : Dur, Moll, Moll, Dur, Dur, Dominant7, Moll und half-diminished

    und solche "Raster" kannst du für jede Kirchentonleiter bauen.
     
  6. DLGuitarman

    DLGuitarman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.06   #6
    Ups stimmt natürlich. Die 2. Stufe wäre ja E.

    Sehr gut, dann muss ich mir die mal alle "bauen" und soweit es geht merken :great:
    Gruß
     
  7. SuiMizu

    SuiMizu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.06   #7

    Also hier Ricci Adams' Musictheory.net - Translations gibt es eine ganz Menge an Fachwissen. Leider halt nur auf Englisch, das ist aber kein Problem, da ich das meistens eh auf Englisch mache. ;) Ich hab da schon eine Menge gelernt und dort auch einiges Wissen her. Musst dich mal bei den Stichpunkten mit "diatonic .. " etc. umgucken, da wird das Ganze noch mal analysiert. :great:
     
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