Dieser leise Ton beim drücken des Bundes ...

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Hallo in die Runde,

Anfängerfrage zu dem leisen Ton, den eine (Western)gitarre macht, wann man einen Bund drückt (nicht die Saite zupft). Dass dieser Effekt konstruktionsbedingt ist, ist klar, auch dass er bei Metallsaiten ausgeprägter ist als by Nylon.

Gibt es eine Möglichkeit, durch Spieltechnik oder z.B. dünnere Saiten, das zu verringern? Das einzige was mir einfällt: die Saite mit rechts abzudämpfen, wenn man den Bund greift. Krieg ich bisher nicht hin.

Wie geht Ihr damit um?
 

Hallo Franky-

Mag platt klingen, aber: Einfach weiterspielen, das gibt sich.
Erstens spielen Anfänger zwangsläufig ein wenig in einer "Wenn-Dann"-Mechanik, also zuerst greifen, dann schlagen. Das wird immer mehr eine einheitliche Bewegung, sobald man nicht mehr nachdenken muss "so, C-Dur geht so, und der so, und beim F muss ich aufpassen, das....." (das kommt irgendwann) geht das so synchron, dass man die Saiten quasi erst mit dem Anschlag runter drückt.

Zweitens, spiel mal eine Single Note und zwar so leicht gegriffen, wie es irgendwie möglich ist, ohne das der Ton "abstirbt". Ist schon verdammt wenig Kraft oder? Reicht fast das Eigengewicht des Fingers wenns nicht unbedingt am 1. Bund ist^^
Gerade am Anfang greift man automatisch deutlich fester als nötig, 2% zu leicht gegriffen und der Ton ist weg, doppelt so fest wie nötig funzt aber.

Und dann greif mal einen normalen Akkord und versuch mal, bewusst mit z.B. nur dem Ringfinger fester zu drücken. Spürst du wie andere Finger unwillkürlich auch fester drücken wollen (das ist idR. nunmal ihr Job wenn man das macht)? Gerade, wenn der kleine Finger mit im Spiel ist tendiert man dazu, mit der gesamten Hand deutlich fester zu greifen damit eben bei diesem "Schwächling" auf jeden Fall genug Kraft ankommt. Da ist sliden btw. eine gute Übung, Singlenotes genauso wie Mehrklänge, da steht man sich nämlich selbst im Weg wenn man sich am Griffbrett festklammert ;)

Das differenziert sich aber mit der Zeit immer mehr auseinander, also du wirst bald deutlich flüssiger greifen & anschlagen aus quasi derselben Bewegung und dabei gleichzeit die Gitarre immer "zärtlicher" angreifen.

LG
 
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Das sehe ich auch so: Das hat meiner Meinung nach mit der zeitlichen Koordination von linker und rechter Hand zu tun.

Das wird irgendwann intuitiv, das rhythmisch korrekte Greifen mit der linken Hand (ja auch die linke Hand macht den Rythmus) und das in genau diesem Moment genau richtige Anschlagen oder Zupfen mit der rechten Hand.

Und auch beim Abdämpfen mit dem Handballen, das ja z.B. im Metal so viel gemacht wird. Nur eben wird da das Abheben der linken Hand und das Auflegen des rechten Handballens koordiniert.
 

Das hat mich noch nie gestört. Bei der Technik des Hammer on ist das sogar gewollt und wird durch schnelles und kräftiges Niederdrücken der Saite provoziert, damit die Saite laut klingt, ohne angeschlagen worden zu sein.
Wie willst Du die Saite mit rechts abdämpfen, wenn sofort nach dem Niederdrücken die Saite angeschlagen werden soll?
 
Kannst du ein Soundbeispiel hochladen? (z.B. mp3; wird im Beitrag durch unseren Player erkannt)
Wenn du schon an Abdämpfen mit rechts denkst, muss es sich ja um ein relativ unangenehmes Geräusch handeln.

Die Aussage mit konstruktionsbedingt sehe ich nicht so; du kannst eine Western auch ohne Nebengeräusche spielen (also nur mit den gewollten Tönen). Oder du hast ein ungünstiges Verhältnis zwischen Saitenlage, Halskrümmung und Höhe am Sattel, so dass es "klackt" und dein Spiel dadurch etwas erschwert wird?
 
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Ich dachte spontan an eine Scherz/Troll-Frage, aber vielleicht tue ich @GuitarFranky da Unrecht.
Dass eine Saite einen Ton von sich gibt, wenn man sie drückt, ist ja kein Problem, sondern bei Hammer-Ons usw. ja durchaus gewollt.
Wenn es tatsächlich darum gehen sollte, dass beim Greifen die Saite früher klingt als man sie eigentlich per Anschlag erklingen lassen möchte, ist tatsächlich eine Frage der Übung zur Synchronisierung der Greif- und Schlaghand. Dafür gibt es auch keine "Abkürzung". Ich kann immer nur das Üben zu einem Metronom oder Drum-Computer empfehlen und dabei langsam anzufangen.
 
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  • #7
Nee nix Troll, es ist ganz ernst gemeint. Hier mal ein mp3. Habe zuerst die Saite leicht gezupft, damit man wegen der Lautstärke einen Vergleich hat. Ist ne Western. Auf meiner Semihollow ist der Effekt auch da, aber leiser. Ich finde es echt laut. Klar, wenn die Saite das Bundstäbchen trifft, schwingt sie.
Hab in dem Audio ziemlich fest gedrückt, der Hinweis von oben, möglichst wenig zu drücken ist schon mal gut. Ich drücke ganz klar zu fest. Sind 12-53er drauf.
 

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Der Trick liegt in der Synchronisation der linken und rechten Hand:

Du setzt den Finger auf und schlägst die Saite im selben Moment an. Das muß also gleichzeitig passieren, dann gibt's auch keinen Ton, der vorher klingen kann.

Da Du Anfänger bist, ist es besonders wichtig, sich bei der Entwicklung der Synchronisation Zeit zu lassen, langsam ranzugehen und extrem kritisch mit seinem Spiel zu sein. Hör genau hin, ob der Ton nicht doch schon vorher zu hören ist!

Noch ein kleiner Tip: such' Dir einen guten Gitarrenlehrer/-lehrerin, so ist sichergestellt, dass Du gerade am Anfang nichts falsch lernst (wenn er/sie gut ist, vorausgesetzt!).
 
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Also wenn Du eigentlich meinst, dass die Saiten Geräusche machen, wenn man sie niederdrückt:

Das ist in der Spielpraxis völlig bedeutungslos, da der nächste Akkord oder auch einzelne Ton genau in dem Moment angeschlagen wird, in dem das Geräusch entstehen würde. Dass die Saiten auch "nach hinten" also zum Sattel hin etwas dissonant mitschwingen ist ebenfalls bdeutungslos, da es bei "normalem" Gitarrenspiel einfach zu dem Eigenklang des Instrumentes dazu gehört.

Vielleicht hab ich's ja falsch verstanden, aber ich glaube Du machst Dir da unnötig Sorgen. Einfach spielen.
 
  • #10
Naja, "einfach spielen" halte ich nicht für den besten Rat. Es gibt sicherlich auch unterschiedliche Ansprüche.
Ohne Wertung: manche Musiker legen den Fokus auf andere Dinge und das ist auch valide. Andere Musiker achten aus irgendeinem Grund mehr auf Details und es stört sie einfach, wenn etwas nicht so sauber klingt, wie sie es sich vorstellen - und wie man es ja auch lernen kann.

@GuitarFranky fällt dieser Klang der Saite vor dem Anschlag unangenehm auf und offensichtlich will er es anders haben/machen. Dann sind das keine unnötigen Sorgen und ich schätze mal, er wird eher mit seinen Fähigkeiten zufrieden sein, wenn er genau das macht, was jetzt schon mehrmals empfohlen wurde: an der Synchronisation der beiden Hände zu arbeiten und zu üben, das sauberer hinzubekommen. Das sind auch meiner Meinung nach wichtige Grundlagen fürs Gitarrenspiel, die sich später auszahlen. Sich etwas - ich sage mal - "schlampig" anzugewöhnen, bremst einen später aus oder erfordert einen riesigen Aufwand, um es sich wieder abzutrainieren.

Und ja: ein Lehrer gerade in der Anfangsphase ist eine sehr gute Idee. Oft sind es grundlegende Dinge, auf die er achtet, worauf er aufmerksam machen kann, zu denen er die richtigen Übungen empfehlen kann. Auch das zahlt sich auf jeden Fall aus.
 
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  • #11
Danke für die Infos und Tipps. Werde mir einen Lehrer suchen. Lieber richtig als autodidaktischer Pfusch.
 
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  • #12
Hallo,
mir selber ist sowas noch nicht (bei mir) aufgefallen.
Ich habe eben mal bewusst darauf geachtet, wie ich Akkorde "schrummele" (mit Plektrum geschlagen) oder auch Akkorde und kleine Bassmelodien in Akkorden zupfe.

Beim Akkorde "schrubben" bleiben die Finger auf dem Griffbrett (im Muster des aktuellen Akkords für den Takt) bis zum Taktende, um dann "blitzschnell" zum Taktwechsel umzugreifen, während fast gleichzeitig (unmerkbar kurze Zeit später) das Plektrum den Akkord anschlägt.

Bei der Zupferei ist es sinngemäß genauso.
Zum Taktwechsel (wenn der Akkord wechselt) greife ich "blitzschnell" um, und unmerkbar kurze Zeit später zupfe ich auch schon die erste Saite an. Dass evtl. die im Zupfmuster erst später anzuzupfenden Saiten beim Umgreifen schon ein klitzeklein wenig "Ton" machen, stört da eher nicht - es sind ja Töne, die zum Akkord gehören.

Bei kleinen Bassmelodien im Akkord (Wechselbass o.ä.) drücke/greife ich die Saite praktisch fast gleichzeitig zum Anzupfzeitpunkt (in Wirklichkeit natürlich extrem kurz unhörbar vorher, sonst würde sie ja nicht den richtigen Ton beim anzupfen hervorbringen), sodass eventuelle "Drückgeräusche" nicht hörbar sind.


Drückgeräusche entstehen bei meinen Gitarren nur, wenn ich die Finger sehr schnell auf die Saiten "knalle" (quasi "Hammer-On"). Nur "langsam" gedrückt, entstehen keine Geräusche, egal, wie fest ich dann auch drücke.

Aus deinem MP3 werde ich ehrlich gesagt nicht so ganz schlau... Es klingt so, als seien die Drückgeräusche fast genauso laut wie die gezupften Töne?

Könnte sowas an einer ziemlich schlecht eingestellten Gitarre liegen? Saitenlage evtl. viel zu hoch?
Oder liegt es an deiner Spieltechnik?
Am besten - wie du selbst geschrieben hast - mal ein oder zwei (bezahlte) Probestunden beim Gitarrenlehrer nehmen, der dir sagen kann, ob es evtl. an deiner Gitarre liegt, und der dir ein paar grundlegende Techniken zeigen kann.
Dann kannst du immer noch entscheiden, ob du bei dem Lehrer dauerhaft Unterricht nimmst, oder doch lieber autodidaktisch lernst, oder dir einen anderen Lehrer suchst (Lehrer und Schüler müssen ja auch zusammen passen....).

Grüße
 
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  • #13
Hab bei YT unter "guitar one hand" Beispiele dazu gefunden, hier: Beispiel1 Beispiel 2 Im Prinzip meine ich den Hammer On Effekt.
Muss noch so einiges lernen und verbessern. Das gute daran: habe Hammer On ganz alleine entdeckt. :oops:
Und den Threadtitel muss ich korrigieren: man kann den Effekt ziemlich laut machen. Durch sanfteres Drücken wirds schnell leiser, je schneller ich den Finger setzte, desto lauter ist es.
 
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  • #14
je schneller ich den Finger setzte, desto lauter ist es.
Genauer formuliert wäre es: Je kräftiger ich den Finger setze, desto lauter ist es.

Denn: Man kann auch (sehr) schnell die Finger setzen, ohne dass es laut wird - wenn man dies nämlich präzise tut und das am besten automatisch an die richtige Stelle und mit dem richtigen Druck. Das ist ja auch das, was du anstreben solltest. Es ist völlig unnötig - aber nicht einfach! - die Finger mit so viel Speed und Kraft auf die Saiten knallen zu lassen.

Mit eine Einschränkung - es gibt durchaus physikalische Grenzen. Dieser Mensch hier kann recht gut spielen, ist ein Profi, aber auch dort kommt es bei hoher Geschwindigkeit zu Ungenauigkeiten, es schnarrt und "knallt" mal was, und es gibt auch "Nebengeräusche" und nicht nur geplante Hammer-Ons. Auf dem Niveau zeigt es halt immer auch, dass wir Menschen sind, dass es maschinelle Präzision nicht geben wird ... und auch nicht braucht.
Gleichzeitig aber auch... die Basics sollten "automatisiert" sitzen.


View: https://www.youtube.com/watch?v=S33tWZqXhnk
 
  • #15
Hey,
was hast du da für ne Gitarre und wie ist deren Saitenhöhe über dem Bund?
Bei der Aufnahme hört es sich an, als ob du viel zu tief gestimmte Saiten (also auch mit zu wenig Spannung) mindestens 7/8 mm auf die Bünde dotzen würdest...
Gruß,
Bernie
 
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  • #16
Hi @OldRocker ,
danke für die Info. Ich habe es inzwischen optimiert. Vermutlich ist meine Gitarre etwas sensibel für Hammer-Ons, durch Veränderung meiner Anschlagtechnik ist es deutlich besser geworden.
Grüße Frank
 
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