DiMarzio DP166 ("Breed") zu SH-6 durch Magnetwechsel und DP153 ("Fred") mit A4-Magnet?

Zwachi
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Grüß euch,

da ich aktuell wieder vermehr zu Tonabnehmerwechsel neige und in manchen Fällen noch übrigen Dimarzio Neck-PUs habe, zu denen ich farblich passende Bridge-PUs suche (& vice versa), habe ich mir eine Vergleichstabelle angelegt, welche mir die unterschiedlichen ohmschen Widerstände, Induktivität, Output in mV, EQ, angewandte Patente, verwendete Pole Pieces und Magnete gegenüberstellt. Mit dieser Methode konnte ich mir bereits helfen, hervorragende Ergebnisse beim "Tweaken" meiner Pickups zu erzielen. zB. in einen Air Norton einen dünnen Keramik-Magneten reingesetzt, da Ähnlichkeit zum Gravity Storm besteht. Nach vielen probierten Pickups ist dieser nun mit Abstand mein bester Neck-PU in dieser Gitarre.

Nun mochte ich den Duncan Distortion SH-6 immer ganz gerne, habe aber Schwierigkeiten bei der Wahl eines Neck-PUs der selben Marke, die mir klanglich zusagt und noch übrige Neck-PUs von Dimarzio.
Der DP166 Breed Bridge hat laut Tabelle die größte Ähnlichkeit zum SH-6.
Er hat symmetrisch gewickelte Spulen wie der SH-6 und auch sonst keine Patente in Verwendung. Magnet ist statt dem dicken Keramik des SH-6 ein dünner AlNiCo 5 -> der müsste ausgetauscht werden. Statt Linsenkopf Pole Pieces und Slugs wie im SH-6, sitzen 12 schlanke (nicht wie die Madenschrauben im DP100) Imbus Pole Pieces im Breed. Die Schrauben würden sicherlich einen Unterschied machen (Form, Länge, Legierung), aber für mich fraglich, wie viel im Verhältnis zum andern Magneten? Die Output Level angaben der beiden Hersteller sind völlig auseinander und bieten keine brauchbaren Vergleich. Hier mal aber die restlichen technischen Specs zum Vergleich:

Breed: 16,32 kOhm, A5, 8,132 H, Hex Pole Pieces
Distortion: 16,50 kOhm, Keramik, 7,144 H, Fillister/Slug Pole Pieces

Meine Frage wäre auch, weshalb ihr vermutet, dass der Breed trotz schwächerem Magneten deutlich mehr Induktivität erreicht?
Vermutlich nicht durch einen anderen Kupferlackdraht oder? Bei Slugs hätte ich eigentlich einen höheren Wert als bei den Sechskant-Schrauben erwartet.
Was sind eure Vermutungen / Erfahrungen dazu?



Eine weitere Überlegung von mir ist, einen A4 Magneten in einen FRED reinzustecken. Nach meiner Begeisterung vom Norton und dessen Obertöne (meine Vermutung wegen Dual Resonance Patent) spiele ich mit dem Gedanken, einen FRED anzuschaffen. Der soll angeblich dem PAF Pro ähnlich sein, dem ich klanglich leider bisher nichts abgewinnen konnte, jedoch ungleiche Spulen haben, die Obertöne begünstigen. Nun hab ich aber noch einen A4 Magneten über und lese, dass dieser speziell in PAF ähnlichen PUs gut funktionieren soll und eher einen flachen Klang mit ausgewogenen Höhen und Bässen liefern dürfte. Das ließt sich für mich wie das, was den PAF Pro / FRED für mich in die richtige Richtung drücken würde.

Habt ihr Gedanken dazu?
 
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Meiner Meinung nach ...

Die Induktivität ist abhängig von der Wicklungszahl der Spule und vom Kern(Magnet)material, aber nicht von der Magnetfeldstärke des Magneten.

Also, wenn ein Pickup eine höhere Induktivität hat, dann ist entweder die Wicklungsanzahl höher oder/und das Kernmaterial hat eine höhere Permeabilität.

Man kann überschlägig davon ausgehen, dass Pickups mit Ferrit(Keramik)-Magneten höhere Induktivitäten haben als Pickups mit Alnico.

Ich hoffe, dass ich nicht total daneben bin mit meiner Meinung ;-)
 
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Danke für den ersten Beitrag.
Was Wicklungsanzahl angeht, vermute ich im SH-6 und DP166 jeweils 44 American Wire Gauge Lackdraht verwendet. Der Unterschied im Widerstand liegt schätz ich ungefähr im Toleranzbereich des jeweiligen anderen und sollte nicht groß ins Gewicht fallen.

Zu erwähnen ist vielleicht noch der DP224 AT-1, der angeblich einem SH-4 von Andy Timmons nachempfunden wurde. SH-4 und SH-6 haben unterscheiden sich auch nur im Magneten. Der AT-1 hat genau 16,5 kOhm angegeben, Fillister Polepieces und einen A5 Magneten. Seine Induktivität ist mit 8,2H angegeben, somit sogar höher als der Breed. Er nutzt allerdings "Virtual Vintage" Slugs auf der Unterseite der Bobbins und hat als Airbucker keinen direkten Kontakt zwischen Magneten und Polepieces. Die VV Slugs sollen ja die Induktivität ohne extra Wicklungen erhöhen, aber beim Breed wundert mich dann doch, weshalb dieser ohne VV Slugs dennoch höher ausfällt als der SH-6..
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
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Ich habe keine Ahnung von dem was Du da schreibst. VV, virtual Vintage, Fillister, Slugs??? Aber wenn die Windungszahl gleich ist, dann kann die unterschiedliche Induktivität nur noch am Aufbau/Material des Magnets/Kerns liegen. Die Windungszahl ist aber jei gleichem Ohmschen Widerstand nur gleich, wenn der Draht gleich ist und wenn die Drahtlänge gleich ist.
 
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*edit*
Das ist ja meine Annahme, nur sollte allgemein ein Keramik-Magnet mehr Induktiviät haben, als ein A5, was ja oben im Vergleich nicht übereinstimmt. Der AT-1 hat schätzungsweise die gleichen Spulen wie der Breed und sollte dem SH-4/SH-6 laut Informationen vom Grundaufbau ja möglichst ähnlich sein, hat nur die erwähnten Abänderungen wie Dimarzio sie in ihren Patenten beschreiben.

Als Referenz:
Dimarzio Patente erklärt
https://www.crazyparts.de/pickup-ma...ker-p90-fillister-pole-screws-gold-set-6.html

Hier der Pickup-Aufbau:
1775417800959.png



Meine Frage daher an Experten, denke es gibt doch ein paar Tonabnehmer-Wickler hier vertreten, die Ahnung haben könnten.
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

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