Wenn es um Gewichtsreduzierung geht, fallen die Sidewinder eigentlich raus, denn da wiegt ein einzelner Tonabnehmer über 100 g.
Die Split Coils haben weniger Masse, ca.70 g. Meine Designvorstellung war, die Spulen möglichst flach und breit gewickelt zu gestalten, um die Grund Charakteristik des ursprünglichen Design zu erhalten.
Außerdem sollten die Spulen möglichst symmetrisch sein, um alle Seiten gleich laut zu übertragen. Das Ergebnis hat meine Erwartung getroffen. Der Sound ist sehr perkussiv und oberton-reich, wie man das von einem Jazzmaster PU erwartet.
Die Grundfläche einer Spule hat 12 cm², die innere Höhe nur 3 mm. Jede Spule hat 4000 Wicklungen und wurden mit AlNiCo II Rods bestückt.
Weil mich das Ergebnis so überzeugt hat, wollte ich das Design auch auf ein Humbucker Format adaptieren. Aufgrund des begrenzteren Raumangebotes musste die Symetrie geopfert werden.
Die Grundfläche musste auf gut 11 cm² und die innere Tiefe einer Wickelbahn von 7,5 auf 6 mm schrumpfen. Die innere Höhe habe ich verdoppelt (6mm). Ich wollte mehr Wicklungen pro Spule haben, um die Resonanzfrequenz nach unten zu drücken.
Zuerst war ich ein wenig enttäuscht, weil die Radikalität des JM Split Coils ein wenig verloren gegangen war - Aber dann...
Ich habe ein Set davon auf eine budged Poser Single Cut mit Linde Korpus montiert. Es ist einfach schön, was die PickUps liefern. Die verlorene Extreme führt zu mehr Gefälligkeit. Die PUs sind immer noch percussiv, haben aber nicht mehr diese exrtemen Peaks, mehr Wicklung und dadurch mehr Wärme. Sie sind sehr klar, mit guter Saitentrennung und sehr aufnahmefreudig.