Diskussion: Songs raushören oder vom Tab lernen

von BF79, 16.03.04.

  1. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 16.03.04   #1
    Als ich wieder mal 100 Threads mit "wie spiele ich den Song XY" gesehen habe ist mir was aufgefallen:
    Als ich mit Gitarre angefangen habe (anfang 90er) gab es weder Internet noch tolle Software (Handys übrigens auch nicht ;)) Entweder man holte sich für 40DM die Tabs in Papierform (evtl . noch Magazine) oder man hörte das selbst raus. Natürlich lief es meistens auf selbst raushören hinaus (hatte auch kaum Unterricht).
    Jetzt hör ich mich vielleicht an wie der Opa vom Dienst, aber ich bin fest davon überzeugt, dass mich das viel weiter gebracht hat als wenn ich immer nur vom Blatt abgespielt hätte. Klar, es ist ein Haufen Arbeit und die Ergebnisse sind zumindest am Anfang eher bescheiden.
    Aber heute kann ich, zumindest glaube ich das, dadurch viel kreativer spielen. Man entwickelt mehr Gefühl für den Klang der Gitarre und für die Songs, schon deswegen weil man sich intensiver mit ihnen auseinandersetzen muss. Klingt irgendwas nicht gut, dann spiel ich es anders. Man kann einfach besser umsetzen was im Kopf ist weil man zwangsläufig mehr Übung hat. Es ist eben ein viel kreativerer Prozeß als pures nachspielen. Ausserdem wird auch das Gehör präziser, für Musiker sicher ein Vorteil.
    Zugegeben, auch ich hol mir Tabs. Aber die sind meistens nur ein Anfangspunkt um nicht von Null beginnen zu müssen.

    Was würdet ihr einem Anfänger heute raten?
     
  2. Rivfader

    Rivfader Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.04   #2
    ich hab auch mit dem raushören angefangen....das ist DIE schulung fürs gehör.....klar am anfang klingt alles noch n bissl falsch aber es macht um so mehr spass wenn man die ersten erfolgserlebnisse hat und vom ersten song (sei es auch nur ein einfacher) innerhalb vin 5min die chord raus hat.

    tabulaturen sind etwas an das ich von anfang an nicht rankam bzw irgendwei mit nicht so gefielen....die sagen einem nämlich nicht wie man bestimmte sachen spielt so rythmus technisch...da ist man mit raushörne besser dran...und man weiß wie der song klingen muss und hört so auch gleich wenn mans richtich hat

    kurz raushören schult den musiker
     
  3. Lost Prophet

    Lost Prophet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.04   #3
    Ich hab so angefangen das ich mir die ganze gitarre auf einen akkord gestimmt hab, und dann immer lieder von green day auf die art nachgespielt habe, nach n paar wochen wurde das aber langweilig und ich habe die gitarre richtig gestimmt und angefangen akkorde zu lernen ab da an noch nie ein tab benutzt
     
  4. johnny-boy

    johnny-boy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.04   #4
    ich spiel eigentlich nach Tabs und Noten. Früher hab ich mir Klingeltöne am Handy oft selbst gemacht durch Melodie heraus hören.
    Mein Gitarrenlehrer hat mit mir jetzt mit Gehörbildung angefangen. Ist sicher extrem wichtig. Muss man halt viel üben.
    Gestern hab ich das Anfangsriff von Otherside-RHCP ganz alleine rausgehört 8)
     
  5. ...timur°°°

    ...timur°°° Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.04   #5
    Weder Songs raushören noch vom Tab lernen...

    LERNT NOTENLESEN, LEUTE!
     
  6. johnny-boy

    johnny-boy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.04   #6
    ich denke man sollte alles drei beherrschen.
    Tabs: Gut zum schnell mal ein riff runterspielen.
    Noten: du kannst dich mit allen anderen Musikern verständigen
    Raushören: verbessert dein Gehör und bringt dich als MUsiker weiter
     
  7. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 16.03.04   #7
    Also ein gewisses Maß an Gehör braucht man schon...sonst weiß man ja nicht ob man die Noten richtig nachgespielt hat ;)

    Wenn man als Musiker vor 20 Jahren einen Song nachspielen wollte, hat man weder eine Chance auf Noten noch auf Tabs gehabt.
     
  8. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 16.03.04   #8
    Unnochein, weils grad so schön zum Thema passt :D

    https://www.musiker-board.de/phpBB2/viewtopic.php?t=14431
     
  9. Crusher

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    Erstellt: 16.03.04   #9
    Naja kommt immer darauf an, was ich spielen will. Bei Dream Theater oder so ist mir das raushören einfach zu hart, da hol ich mir Guitar Pro Tabs und gut is. Allerdings muss ich in letzter Zeit sowieso immer raushören, weil es keine Tabs zu den Liedern gibt, die ich nachspielen will.
     
  10. Poison

    Poison Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.04   #10
    Also ich habe schon immer alles rausgehört. Früher nur aus dem Grund weil mir die Noten zu teuer waren, und mittleweile aus reiner Gewohnheit. Ich finde ich komme so super zurecht. Notenlesen habe ich mal gelernt und Tabs is ja auch net so schwer. Ganz selten wenn mir ein Solo zu kompliziert ist schau ich zu "allguitartabs.com" ne echt geile Seite, da findest du echt alles( außer sehr spezielle deutsche interpreten), von der Rhytmusgitarre hab ich mittlerweile ein Lied so schnell raus bis ich nachgucken würde, kann ich das lied schon 3 mal eher. Ich spiel jetzt auch schon 10 Jahre und bin super so zurechtgekommen.
     
  11. basshir

    basshir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.04   #11
    ganz abgesehen davon, dass ich raushörer bin und bei mir somit etwas wie eine natürliche abneigung gegen tabs entstand, bin cih d er meinung, dass nachspielen sowieso nicht der bringer ist. improvisieren, erst dann wird die musik durch dich fliessen und( egal wie schlecht es klingt, es wird eh besser) erst da beginne ich langsam zu begreifen, was musik alles kann -> trancezustände. es kommt auf die ruhe und konzentration an, wie beim sex darfst du keinen gedanken im kopf haben; dass deine finger steif, unbeweglich, langsam und schmerzhaft sind, entsteht in deinem kopf, schalte ihn aus. bei mir dauert das 1 - 2 stunden, dann geht die musik erst los, also nachspielen reduzieren bringt´s
     
  12. jo

    jo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.04   #12
    Guten Morgen!!!

    Ich spiele jetzt seit ca. 2,5 Jahren und hab mir am Anfang die Grundgriffe (E,D,A,G,F,Am,Em,Dm,H7) selbst aus nem Anfängergitarrenbuch beigebracht. Hab dann so ca. 4 Monate versucht härtere Sachen mit diesen Griffen (echt, ohne scheiß) nachzuspielen. Dann bin ich draufgekommen dass ich viele Griffe von Songs nicht konnte und auch im Gitarrenbuch nicht finden konnte -> Da hab ich mir doch einfach ma schnell die Powerchords entwickelt. Und bin dann drauf gekommen, dass man bei jedem Lied wirklich genau hinhören muss um entscheiden zu können, wie man den song jetzt spielen soll/muss. Hab mir dann gleich 2 oder 3 Tabs runtergeladen, einmal gespielt und verbrannt. twisted Hab sie mir wahrscheinlich von irgend so ner Schundpage downgeloadet und da stimmte wirklich gar nichts.
    Hab dann angefangen selbst die Lieder rauszuhören und dabei bin ich bis heute, ausnahmslos, geblieben. Es ist einfach super wenn man sich stundenlang hinsitzen muss um ein Solo rauszuhören-und dann klappts (hoffentlich lol ). Außerdem hört man dabei Dinge, die man beim normalen hinhören total überhört.
    Ich habe zwar einen bescheinigten Hörschaden am rechten Ohr (krankheitsbedingt und nicht wegen zu gutem verstärker wink ) aber jedes Lied das ich wollte rausgehört. twisted
    Ich fange meistens erst wenn ich ein Lied ganz orginal kann an zu improvisieren. Und bei manchen Passagen von Solos (meist nur ganz kurze) die mir einfach zu schnelle sind, improvisiere ich von Anfang an.
    Ich finde dass ist wichtig um den Lied seinen eigenen Stempel aufzudrücken...

    So also mein musikalischer Werdegang wink
    Keep On Rockin'
    jo
     
  13. Lautenquäler

    Lautenquäler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.04   #13
    Sicher ist es das beste wenn man Raushören Tabs und Noten kann, keine Frage. Für mich aber steht das Gehör klar an erster Stelle, der rest sind Hilfsmittel.
    ich Spiele seit 20 Jahren, kann weder Tabs noch Noten, und wenn ich etwas Nachspiele dann interpretiere ich es so wie ich will, hauiptsache es kommt für mich was Vernünftiges raus.
    Wenn jamand nur Tabs oder Noten kann, er aber kein Gehör hat, dann ist er eher Musikmechaniker. Hat er aber dazu auch noch Gehör wird er mich vermutlich in Grund und Boden spielen, ist aber auch Ok. Ich beneide die Leute die sich die Mühe machen all das zu können.
    Gruß
    Hartmut
     
  14. kox

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    Erstellt: 18.03.04   #14
    Klar ist raushören besser, weil es das Gehör und das Harmonieverständnis fördert. Aber am Anfang einer Gitarrenspielära packt man das so leicht nicht, weil man, wenn nicht gerade Knocking on Heaven's Door das Lieblingslied ist, noch gar nicht das Gehör dafür hat. Da sind Tabs schon essentiell. Das Problem dabei ist die große Menge an Müll, die es da gibt, wer sagt einem blutenden Anfänger, daß das Schrott ist, was er gerade lernt. wenn er es durchs Hören nicht gleich merkt?

    Kox
     
  15. coffeebreak

    coffeebreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.04   #15
    Da meiner Erfahrung nach min 50% der "auf dem Markt" zu findenden Tabs entweder falsch oder unvollständig sind, nutze ich Tabs eigentlich nur, wenn ich mal einen "ungefähren Anhaltspunkt brauche, wie das Stück "XY" denn gespielt werden könnte.
    Ich spiels dann meistens eh so, wie ich´s will ... :D
    Sich "sklavisch" nach Tabs richten zu wollen bringt eh nichts, meiner Meinung nach.
     
  16. johnny-boy

    johnny-boy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.04   #16
    die tabs von mxtabs sind wirklich zum Großteil scheiße.
    ich verwende sie nur, wenn ich mir die ganze zeit irgeind riff im Kopf herumfliegt und ich es unbedingt spielen will.
     
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