Distortion-Pedal auch als Booster?

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blues emperor
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Hallo, Forumsmitglieder!
Sagt mal, kann man eigentlilch auch zwei Distortion-Pedals hintereinander schalten und das eine als Booster verwenden? Ich habe da so ein BOSS-Demovideo gesehen über das Pedal Power Stack ST-2, da wurde zum Schluss noch ein Distortion-Pedal davorgeschaltet und zwar auch mit verzerrter Einstellung. Das gab dann einen super Leadsound mit langem Sustain. Bisher dachte ich immer, das würde dann alles überlasten und den Sound zerstören.
Bisher spiele ich das Pedal Blues Driver BD-2 und dahinter de Feedbacker Booster FB-2. Aber den echten High Gain-Leadsound kriegt man damit nicht gebacken. Das Beste wäre vielleicht, BD-2, ST-2 und FB-2 hintereinander zu schalten. Für BluesRock-Soli reicht ja der FB-2, der den BD-2 nur lauter macht. Und bei 80er-Jahre-Rock-Sachen könnte man ST-2 und BD-2 zusammenschalten (BD-2 dann als Booster). Aber vielleicht geht das ja auch (statt des ST-2) mit einem anderen Distortion-Pedal von Boss, z.B. DS-1.
Vielleicht habt Ihr in dieser Hinsicht auch schon rumüberlegt und ausprobiert. Über ein Feedback würde ich mich als neues Forumsmitglied freuen.
Grüße
blues emperor:)
 
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Erstmal herzlich Willkommen im Forum, und schön, dass du gleich in der richtigen Rubrik postest :great:
Ein normales Distortionpedal, ganz konkret das DS-1 lässt sich nicht als reiner Booster verwenden.
Die booster-ähnlichste Einstellung lässt sich allgemein bei Verzerrern so erreichen: Gain auf Minimum, Level so, dass es boostet und Tone nach Belieben.
Bei Distortions wird meistens schon in dieser Einstellung (Gain minimal) Verzerrung hinzugefügt, also nicht nur geboostet.

Du kannst mal probieren die Reihenfolge deiner Verzerrer zu vertauschen, das gibt komplett andere Sounds. (Ich habe mit der Reihenfolge Distortions --> Overdrives bessere Erfahrungen gemacht)
Generell muss man natürlich mit den Gaineinstellungen vorsichtig sein, wenn man mehrere Pedale gleichzeitig einschaltet, sonst führt es, wie du bereits vermutet hast, zu "Soundmatsch".

Um deine Frage nach dem ST-2 zu beantworten: Du musst wissen, dass dieses 120 Euro teure Ding einen britischen / Marshall-Sound simulieren will, und das tut es durch einen DSP. Es fügt automatisch mit steigendem Gain relativ viel Kompression hinzu, klingt also nicht wirklich offen. Du kannst das natürlich mal testen, es gibt ja diese BOSS-Test-Türme in einigen Shops, die für dich perfekt geeignet wären, da fast alle Bosspedale zum probieren bereitstehen.
Je nachdem, was für einen Amp du hast, würde ich dir aber lieber zu einem echten Booster oder Tubescreamer (Digitech Bad Monkey, Excalibur Tonescreamer, HB Vintage Overdrive) raten.

Du kannst uns auch mal das Video verlinken, dann kann man was zu dem Sound sagen, den du meintest.
 
Hallo Benson,
erst mal Danke für die schnelle und ausführliche Antwort! Also wenn Du Distortion vor Overdrive schaltest, dann funktioniert Overdrive als Booster (mit der schwachen Gain-Einstellung), hoffe, ich hab's gecheckt. Bis jetzt spiele ich nur den BluesDriver mit dem reinen Booster FB-2 und habe noch kein Distortion-Pedal. Für Rockn'Roll- und BluesRock-Riffs und Soli ist das auch völlig ausreichend, aber wir haben eben auch rockigere Stücke in unserem Programm, z.B. Whitesnake, und da suche ich nach einem druckvollen 80er-Jahre-Rocksound (deshalb hat mir der ST-2 ganz gut gefallen). Was hältst Du davon, wenn ich mir einfach noch das DS-1 oder DS-2 nehme und dann halt so schalte: BD-2 (Overdrive) - DS-2 (Distortion) - FB-2 (Booster). Dann wär' die Reihenfolge ja egal, weil ich Overdrive und Distortion abwechselnd schalten und getrennt boosten kann. Übrigens: ich spiele über einen Fender-Blues Deluxe 40 Watt (nur Clean-Kanal), Gitarren: Tele, Strat u. Superstrat. Und hier noch der Link zum Boss-Demo:
http://www.youtube.com/watch?v=0_mSjeQ8Wco
blues emperor
 
Hallo Benson,
erst mal Danke für die schnelle und ausführliche Antwort! Also wenn Du Distortion vor Overdrive schaltest, dann funktioniert Overdrive als Booster (mit der schwachen Gain-Einstellung), hoffe, ich hab's gecheckt. Bis jetzt spiele ich nur den BluesDriver mit dem reinen Booster FB-2 und habe noch kein Distortion-Pedal. Für Rockn'Roll- und BluesRock-Riffs und Soli ist das auch völlig ausreichend, aber wir haben eben auch rockigere Stücke in unserem Programm, z.B. Whitesnake, und da suche ich nach einem druckvollen 80er-Jahre-Rocksound (deshalb hat mir der ST-2 ganz gut gefallen). Was hältst Du davon, wenn ich mir einfach noch das DS-1 oder DS-2 nehme und dann halt so schalte: BD-2 (Overdrive) - DS-2 (Distortion) - FB-2 (Booster). Dann wär' die Reihenfolge ja egal, weil ich Overdrive und Distortion abwechselnd schalten und getrennt boosten kann. Übrigens: ich spiele über einen Fender-Blues Deluxe 40 Watt (nur Clean-Kanal), Gitarren: Tele, Strat u. Superstrat. Und hier noch der Link zum Boss-Demo:
http://www.youtube.com/watch?v=0_mSjeQ8Wco
blues emperor

Warum nutzt du den 2.Kanal deines Amps nicht? Schon mal BD2 + Booster vor dem 2.Kanal ausprobiert? Sollte vom Gain her reichen...
Das DS-2 vor einem cleanen Fender klingt (meiner persönlichen Meinung nach) wie eine Kettensäge. Ich habe selbst DS1 und DS2, und meinen Ohren nach klingen sie nur vor einem bereits crunchenden Amp harmonisch.
Warum muss es unbedingt Boss sein? Nichts gegen diese Firma, aber gerade bei Verzerrern gibt es durchaus bessere Alternativen.
Welches preisliche Limit setzt du denn?
 
...wenn ich das richtig verstehe, dann solltest du einfach nach der Gitarre erst in den FB und dann in den BD, dann kannst du mega Gain aus der Kombi kitzeln...
 
... danke für die Tipps, das werd' ich probieren! Den zweiten Kanal des Fender hatte ich schon mal ausprobiert, aber da klang der BD-2 ziemlich mies drüber, ist sicher auch Geschmackssache. Hab' mich jetzt für das MD-2 entschieden, weil das wohl den größten Spielraum bezüglich Rock - Heavy - Distortionsounds bietet. Vor allem die besseren Einstellungsmöglichkeiten (Bässe, Druck) gefallen mir. Sollte das über beide Fender Kanäle beschissen klingen, schick' ich's zurück. Ich dachte immer, für die Effektpedale sei ein völlig neutraler cleaner Verstärkerkanal die beste Lösung. Klar, man degradiert sozusagen den schönen Fender-Original-Sound durch die vielen Effekte. Aber ich kann dann je auch mal die ganze Effektkette ausklinken. So werd' ich das jetzt umsetzen: Compressor - BD2 - MD2 - Booster zwischen Gitarre und Amp, und dann die Soundeffekte BF-3 und DD-3 extra in die Loop des Amps. Die Gitarren haben ja auch ein Wörtchen mitzureden. Meine Ibanez-Superstrat klang z.B. am Fender über BD ziemlich mies. Sie ist wohl eher 'was für die modernen Rock-Amps. Das ist bei mir übrigens das Grundproblem. Ich spiele zwei Stile, einmal diesen American Fender Sound (Southern Rock, Californian Crunch und der ganze Kram), und dann den europäisch-britischen Rock (Gallagher, Status Quo, Whitesnake etc.). Ich bräuchte also eigentlich zwei Amps, die diese beiden Welten abdecken. Mal sehen...
Danke nochmal für eure Antworten und vielleicht bis zum nächsten Mal
blues emperor:)
 

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