Doppelklavier/Orgel/E-Piano Mix

von Mershwin, 04.09.16.

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  1. Mershwin

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    Erstellt: 04.09.16   #1
    Guten Tag,

    Es reizt mich schon eine ganze weile eine meiner bescheuerten Ideen zu einem Umbau zwei alter Klaviere, die quasi aus musikalischer Sicht nicht mehr zu gebrauchen sind. Solche Teile sind recht einfach und kostenlos über z.B. E-bay kleinanzeigen zu bekommen. Da ist meist die Mechanik noch für meinen Zweck aufpolierbar, der Rahmen aber halt hinüber. Ich Spalte das ganze mal in Abschnitte damit nicht jeder alles lesen muss wenn er nicht möchte.

    Die Idee: Ich suche mir ein Klavier mit hübschem Gehäuse und ansatzweise brauchbarer Klaviatur, schmeiß den Rahmen und Seiten und alles was ich nicht brauche raus und setze Darüber in das selbe Gehäuse die zweite Klaviatur samt Mechanik rein. Das Ganze sollte dann zumindest ein wenig vergleichbar mit den Manualen bei einer Orgel sein, nur halt mit vernünftigem Anschlag, mehr Tasten, Klavier Pedale und einigen Details mehr. In die Mechanik, bzw. dort wo die Seiten zuvor waren möchte ich dann gerne den Anschlag abnehmen und mir dort einen Analogen Synth/Orgel da rein bauen. Warum das ganze? Ich würde den Bass gerne in den Fingern und nicht an den Füßen haben wie bei der Orgel, deshalb auch 2 Klaviaturen. Durch mehr Tasten und eine Gewisse Vielfalt an Effekten erhoffe ich mir so die Orgelpedale zu ersparen und genauso wie beim Klavier in der Rechten Hand den Bass zu haben. Durch die zwei Klaviaturen kann ich dann den Bass Abtrennen und ihm einen anderen Klang geben. Über die Beiden Klaviaturen würde ich dann auch gerne ähnlich wie bei der Orgel verschiedenen Instrumente und Effekte an-/ausschalten können. Dies entweder durch Kippschalter wie bei den normalen Orgeln oder Schieberegler wie z.B. bei den Hammond Orgeln. Wie ich die Effekte Ansteuer ist mir bisher nicht so wichtig und denke ich auch eher eis meiner geringeren Probleme.

    Mein Hintergrund: Ich bin 20 Jahre alt, spiele seit etwa 15 Jahren Klavier und hab seit einiger Zeit einen Fabel für Theaterorgeln. Ich hätte gerne mal irgendwann ne echte Theaterorgel(DIY Projekt für in 20 Jahren oder so... lel) und habe mir vor einiger Zeit mal Versucht ne Elektrische Theaterorgel an zu schaffen. Da es scheinbar unglaublich schwierig ist an was gutes altes zu kommen, besonders in Deutschland/Europa bin ich vorerst einen Kompromiss eingegangen und hab mir einige Heimorgeln mit Tremolo angesehen. Das Teil was ich letztendlich bekommen hatte ist zwar ganz nett, jedoch bin ich recht schnell an die Grenzen von dem schönen Stück gelangt. auch das ich den Bass nicht wie beim Klavier durch in die Tasten hauen her bekomme stört mich ein wenig. So als Klavierspieler fehlt mir natürlich auch irgendwie das Feedback und das Gefühl in den Tasten. Da ich den Klang von den etwas älteren E-Pianos schon ganz schön finde ist daraus diese Idee entstanden.

    Was ich Mitbringe: Nun, das Projekt wird so richtig aus der Planungsphase erst im März/April 2017 kommen, da ich ab da an besseres Werkzeug und eine eigene Werkstatt zur Verfügung habe. was Holzarbeiten betrifft würde ich behaupten das ich einigermaßen was auf die Reihe bekomme. Habe z.B. in der Vergangenheit einige Möbel für mich gebaut, und das auch mit dem Anspruch dass das ganze eher schicker und nach was besserem aussieht als immer nur diese seltsamen einfachen DIY Dinger die man sonst so im Internet findet. Sollte ich auf Software und doch nicht alles Analog umsteigen ist das kein Problem, da ich Informatik studiere und auch gerne in die Richtung experementierfreudig bin, wobei ich das schon ganz gerne rein analog halten würde. Was Elektronik betrifft hab ich bisher ne Ausbildung als Informationstechnischer Assistent, wo Ich auch einiges mit Schaltungen zu tun hatte und ein Gewisses Grundwissen mitbringe. Was Synths betrifft hab ich bisher nur mit ein paar Basics rum experementiert, aber man wächst ja auch mit seinen Aufgaben. Was Die Mechanik im Klavier betrifft habe ich auch nur Grundwissen von einem 3 Monatigem "Praktikum" bei nem Steinway&Sons Händler bei dem ich auch bei den Reperaturen geholfen hab.

    Die Frage: Hat schonmal jemand 2 Klavier Mechaniken übereinander gesetzt? Passt das überhaupt? Gibt es es da vielleicht schon vergleichbare Projekte? Ich war bei meiner Suche zu einem derartigen Klavierumbau bisher erfolglos. Hat jemand schonmal soetwas vollkommen selbst gebaut? Kennt ihr gute Seiten/Beschreibungen für DIY Synths? Gibt der Resonanzboden und das Gehäuse dem Klang irgendwas gutes wenn man dort z.B. nen Leslie oder auch andere Lautsprecher einbaut?
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.09.16   #2
    Also zunächst mal: Hut ab vor deinem Ehrgeiz! Ich mag solche "leicht bekloppten" Projekte ;)

    Bevor du zu sehr in die Details gehst, solltest du dich vielleicht doch erstmal mit der elektronischen Seite auseinander setzen und ausprobieren, was du nachher in dem Gehäuse machen willst. Also schau mal, ob du dir irgendwo mal zwei Stagepianos/Tastaturen mit Hammermechanik ausleihen kannst und das Spielgefühl auf zwei Manualen auch mit der Soundverteilung auszuprobieren.

    Als Anmerkung dazu sei gesagt, dass man bei Keyboards/Stagepianos die Tastaturen auch splitten kann, also z.B. den untersten zwei Oktaven einen anderen Klang zuweisen kann als dem Rest. Um also mit zwei verschiedenen Klängen zu spielen, braucht man nicht unbedingt zwei Tastaturen.

    Was die Mechanik angeht, dürfte dein Projekt mit richtigen Klaviermechaniken schwierig werden. Bei aufrechten Klavieren ist die Mechanik ja L-förmig gebaut, und bei zwei gestapelten Tastaturen wäre die obere weiter vorn zum Spieler hin als die untere - will man drauf spielen, muss es genau umgekehrt sein. ;)
    Die Mechaniken selbst umzubauen (verlängerte Tasten...) wäre eine Jahrhundertaufgabe. Was man aber machen kann, da du ja am Ende sowieso elektronische Instrumente ansteuern willst, wäre folgendes: man nimmt solche Tastaturen, wie sie in Stagepianos verbaut sind. Da sind die Hämmer unter den Tasten und die gesamte Tastatur ist recht flach - davon kriegt man auch zwei übereinander.

    Aber da wären wir dann wieder beim Anfang: du solltest in diesem Fall damit beginnen, dir die Tastaturen zu besorgen und die zunächst mal in einem Testrahmen / auf einem Keyboardständer probeweise aufbauen, um die Abstände auszuprobieren und zu schauen, ob das, was du sound- und spielmäßig damit machen willst, funktioniert. Und DANN ein passendes Klavier suchen ;)
     
  3. Mershwin

    Mershwin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.16   #3
    danke für die Ideen. Nunja, was die Mechanik betrifft finde ich gibt es halt schon einen unterschied zwischen den Bezahlbaren E-Pianos und einer echten Mechanik. da finde ich so richtig zufriedenstellend nur wirklich die aller besten, den unterschied merkt man ja trotzdem noch. Ich werde mich mal in beide Richtungen umsehen. Mit 2 E-Pianos denke ich werde ich vermutlich schon ziemlich nah an das gewünschte Ergebnis rann kommen, zumindest zum ausprobieren. Der analoge Flair und sound ist dann nochmal was anderes, aber zum ausprobieren ist das ja erstmal nicht notwendig. Ich werde es die nächsten wochen mal ausprobieren, hab selbst nur 1 zum rumprobieren hier.
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.09.16   #4
    Das ist zwar erstmal richtig so... andererseits ist der "wahre Jakob" eigentlich eine gut eingestellte Flügeltastatur, und bei den Uprights wird es dann oft schon dünner. Und ob du in einem "Sperrmüllklavier" wirklich eine bessere Mechanik vorfinden wirst (noch dazu nach den nötigen Modifikationen) als in einem Stagepiano, halte ich für fraglich...
    Der nächste Punkt ist: ob einem eine Tastatur das "perfekte" Spielgefühl gibt oder nicht, ist nicht allein eine Frage der eigentlichen Mechanik. Meist liegt der Hase bei der elektronischen Erfassung der Velocity im Pfeffer, bzw. in der Anpassung der Kurve an den elektronischen Klangerzeuger. Das Problem hast du nach wie vor bei deinem Plan...
     
  5. Mershwin

    Mershwin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.16   #5
    nun gut, dann sehe ich mich mal erstmal um ob ich eine E-piano Klaviatur finde die mich zufrieden stellt. ja, das mit dem Sperrmüllklavier ist halt so ne Sache. Da müsste man schon ein wenig Glück haben mit dem was man bekommt, stimmt schon.
     
  6. Tolayon

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    Erstellt: 07.09.16   #6
    Also wenn du tatsächlich auch Orgelsounds spielen willst, solltest du als oberes Manual besser eine un- oder nur leichtgewichtete 61er Tastatur nehmen. Denn Orgel ausschließlich auf Hammermechaniken zu spielen ist nicht wirklich im Sinne des Erfinders ...

    Was die Klangerzeugung betrifft, könntest du vielleicht einen (Mini-)PC mit entsprechenden VST-Plugins einbauen - die bieten dann auf den jeweiligen Gebieten immer die beste Qualität und Auswahl. Ansonsten ginge auch noch ein hochwertiges Workstation-Modul, oder du setzt tatsächlich auf mehrere Module, wenn du z.B. wirklich echt analoge Klangerzeugung mit drinhaben möchtest.
     
  7. Mershwin

    Mershwin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.16   #7
    naja, ich hab mal drüber nachgedacht was ich eigentlich wollte.... die 2 Klaviaturen kommen halt von meiner Orgel begeisterung in letzter Zeit, und wenn ich mal so logisch und ruhig drüber nachdenke wäre das zwar ziemlich cool, aber es ist ja ein Spaßprojekt für mich zum rumprobieren. Wenn ich überlege wodran ich dabei am meisten Spaß haben würde wäre das vermutlich an der Mechanik alles möglich aus zu probieren und mit der Elektronik rum zu basteln. Das Projekt selbst ist also eher das was ich haben möchte als das Resultat daraus. also wenn ich das ganze auf eine Klaviatur begrenze und quasi nahezu alles vom Klavier übernehme kann ich mich eher auf den spaßigen teil fokusieren als auf das ganze rumbasteln und dann nur so ein halb zufriedenstellendes Produkt mit schlechter Qualität zu haben. Und was den Orgelteil betrifft wäre ein mini pc halt genau das was ich dabei nicht haben möchte, das ist ja genau der teil an dem ich hauptsächlich selbst experemtieren möchte. Ich möchte ja auch bewusst keine Orgeltastatur haben, nur eine vergleichbare Vielfalt.

    Ich hab ja noch ein paar Monate für die Planung und Experemtierphase. Und was so das Resultat betrifft: naja, ich komme mit einem Nord Stage schon ziemlich nah an das herran was ich mir vorstelle mit der geteilten Klaviatur und dort ist es wohl auch in einer wesentlich besseren Qualität als ich es jemals auch nur ansatzweise schaffen könnte. Mit dem Projekt also einfach das perfekte Instrument für mich zu entwerfen ist also leider sowieso nicht möglich.

    Gibt es nicht auch so niedrige Klaviere bei denen der Deckel auch nur wenige Zentimeter über der Klavitur ist. Wie sieht bei den Teilen eigentlich die Mechanik aus? Ich meine die Teile sind doch auch akustisch und werde die Seite etwas weiter unten Anschlagen müssen als bei den üblichen Varianten, oder?
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.09.16   #8
    Diese Klaviere nennen sich "E-Pianos" und haben in der Regel keine Saiten. Oder du meinst Flügel, die sind dann in der Tiefe etwas ausladender... ;)

    Akustische Upright-Klaviere haben eigentlich zwischen Tastatur und Deckel immer mindestens ca. 50cm - bei modernen Klavieren. Alte Klaviere (Anfang des 20.Jh.) sind teilweise nochmal ein ganzes Stück höher, aber niedriger habe ich bis jetzt noch nicht ernsthaft irgendwo gesehen...
     
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