DP als Anfängerinstrument?

von pat2506, 10.08.07.

  1. pat2506

    pat2506 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.07   #1
    Hallo... wahrscheinlich ist es fast ein Doppelposting, aber gering weichen sicher die Probleme der Neulinge voneinander ab :rolleyes:

    Unsere Tochter soll und möchte gerne Klavier lernen. Bei der Wahl des richtigen Instrumentes scheiden sich allerdings die Geister. Ich muß dazusagen, dass unser Budget im Moment nicht so hoch ist (ca. 800 Euro) und mein Zweitverdienst derzeit etwas in der Schwebe steht.

    Im Moment habe ich zur Auswahl:

    1. ein Legnica Klavier, regelmäßig gewartet und gestimmt von einer Studentin, die nach Brasilien auswandert - 500 Euro

    2. ein DP Yamaha Clavinova CLP 411 - 800 Euro

    3. DP Yamaha CLP 360 - 500 Euro

    Das blöde ist, dass die Instrumente alle nicht bei uns vor Ort zu haben sind - alle einzeln anzufahren entfällt somit. Außerdem fehlt mir ohnehin das geschulte Ohr. Wobei ich einen Sachverständigen hätte, der mal zu einem der Orte fahren würde/könnte. Wäre natürlich gut, wenn ich mich im Vorfeld schon ziemlich festgefahren hätte.

    Habe heute mit einem Klavierhändler gesprochen, der ein gutes DP durchaus als Einstiegsinstrument empfehlen würde. Er meinte, dass die Yamaha Clavinova da die besten seien (hatte ich schon vorher so gehört). Das günstigste der neuen Clavinovas ist ja im Moment das CLP 220 (1100 Euro) und ich weiß nicht, ob o.g. Geräte in der Qualität bzw. in der Tastatur stark abweichen. Nach ca. 4-5 Jahren, wenn unsere Tochter wirklich begeisterte Pianistin ist, stünde man allerdings wieder vor der Entscheidung, zu einem richtigen Klavier zu greifen. Nun gut, das ist in 4-5 Jahren und ich kann im Moment wirklich nicht abschätzen, ob ihre Euphorie bleibt. Beim "richtigen" Klavier stören mich im Moment die Folgekosten und vielleicht sollte man auch bedenken, dass wir im Winter einen Kaminofen betreiben, der sämtliches Holz in seiner Nähe ziemlich gnadenlos austrocknet.

    Hier nochmal der allgemeine Fragebogen:
    (1) Welches Budget steht dir zur Verfügung?
    ___ bis 800___ €
    [ x] Gebrauchtkauf möglich

    (2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
    [ ] ja: __________________________
    [x ] nein.

    (3) Wie schätzt du dich spieltechnisch ein?
    [x ] Anfänger
    [ ] Fortgeschrittener
    [ ] ambitionierter Fortgeschrittener
    [ ] Profi (Berufsmusiker)

    (4) Wo setzt du das Instrument ein? (nur zuhause, auf der Bühne, im Studio...) Wie oft wird es bewegt? Wie viel Gewicht willst du maximal schleppen? nur zuhause
    __________________________________________________

    (5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (Klavierersatz, als Workstation für die Band/für Musikproduktion, als Alleinunterhalter-Board...)
    __Anfängerinstrument________________________________________________

    (6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
    ____Klassik______________________________________________

    (7) Welche Sounds benötigst du? Welche davon besonders wichtig? Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
    _____egal_____________________________________________

    (8) Welche Erwartungen stellst du an die Soundqualität?
    [ ] Naja, man soll schon das Klavier vom Banjo unterscheiden können...
    [x ] Gute Sounds
    [ ] Nur das Allerbeste!
    [ ] Besonders wichtige Aspekte: ___________________



    (10) Welche Features sind die besonders wichtig?
    [x ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser)
    [ ] Synthese / Soundbearbeitung
    [ ] Sampling
    [ ] Sequencing
    [ ] Begleitautomatik
    [ ] Masterkeyboardeigenschaften
    [ ] Orgeldrawbars
    [ ] Lesliesimulation
    [ ] Eingebaute Lautsprecher
    [ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
    [ ] sonstiges: ________________________________________

    (11) Welche Tastaturgrößen kommen für die infrage?
    [ ] 25
    [ ] 37
    [ ] 49
    [ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
    [ ] 73/76
    [x ] 88 (Standardgröße Klavier)

    (12) Welche Tastaturgewichtungen- und Typen kommen für dich infrage?
    [ ] ungewichtet
    [ ] (leicht-)gewichtet
    [ ] Waterfall
    [x] Hammermechanik (eher schwer oder leicht gewichtet? ___soweit ich richtig informiert bin________)

    (13) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich, cooles Design...)
    _nein_________________________________________________

    (14) Sonst noch was? Extrawünsche?

    So, hoffe mir kann jemand weiterhelfen.. Werde statt sicherer, immer unsicherer in meiner Entscheidung.

    Vielen Dank schonmal und viele Grüße
    pat
     
  2. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 10.08.07   #2
    Wenn es der Platzbedarf in deiner Wohnung hergibt, es keine Probleme mit Mietern und Nachbarn gibt und das Klavier wirklich techn. und optisch in sehr guten Zustand ist..., würde ich das Klavier empfehlen.

    Als 2. Wahl, wenn z.B. der Ärger mit Mietern und Nachbarn vorprogrammiert ist, würde ich zum Digitalpiano Yamaha CLP 411, oder einem der Nachfolgemodelle z.B. CLP 220 bis CLP 280 raten.
     
  3. pat2506

    pat2506 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.07   #3
    hallo jacky..

    danke für deine antwort.. wie gesagt, beim klavier scheuen mich ein wenig die folgekosten und macht der kaminofen da nichts aus?

    ist das clp 411 mit dem 220er zu vergleichen? finde leider nirgendwo irgendwelche produktdaten vom clp 411. wenn es vergleichbar, bzw. womöglich noch besser ist, würde ich eher zum gebrauchten tendieren, als zum neuen clp 220 und nebenbei ja noch 300 euro sparen. wie siehst du das?

    danke nochmal und viele grüße
    pat
     
  4. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.08.07   #4
    Beim Kaminofen würde ich eher an die Wärmeabstrahlung denken, also das Klavier möglichst weit weg davon stellen. Die Luftfeuchtigkeit solltest du vielleicht mal messen - eventuell ist das gar nicht so wild.

    Dieses Klavier für 500,- ist natürlich aus der Ferne kaum bis gar nicht zu beurteilen, aber die beste Lösung würde ich schon auch beim Klavier sehen. Es ist einfach ein mechanisch-natürliches Instrument mit Charakter, dessen Klang und Spielgefühl ein Digitalpiano nur teilweise wiedergeben kann.
    Die Nebenkosten sind natürlich ein Punkt. Die Entscheidung darüber kann dir wohl niemand abnehmen.

    Du kannst auch mal einen Klavierhändler in der Nähe fragen, ob er Mietkauf anbietet. Du bekommst ein Neuinstrument (brauchst dir also keine Sorgen wg. Zustand zu machen), zahlst dafür eine monatliche Rate und kannst, sofern gewünscht, das Klavier nach Ende der Vertragslaufzeit für einen Restbetrag übernehmen. Vielleicht wäre das auch was, denn das bewahrt einen a) vor Reinfällen mit einer gebrauchten Gurke und b) davor, den Preis für ein Neuinstrument sofort auf den Tisch legen zu müssen.
     
  5. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 10.08.07   #5
    Hallo Pat,
    ein Klavier braucht ein gleichbleibend temperierte Umgebung, mit einer gleichbleibender Luftfeuchtigkeit.
    Wenn das Klavier nicht gerade neben dem Kamin steht, sollte es mit einem kleinen lauschigen Feuerchen im Kamin keine Probleme haben.
    Folgekosten entstehen eigentlich nur aus dem Stimmen des Instruments. In der Regel reicht eine Überprüfung im 2 Jahresrythmus.

    Hier findes du die Bedienungsanleitung vom CLP 411 als PDF-Dokument, sowie die Bedienunganleitung zum CLP 220
    Ich denke, damit kannst du beide Geräte miteinander vergleichen.
     
  6. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.08.07   #6
    das klavier ist immer die bessere lösung, sofern es eben lautstärkemäßig machbar ist.
    es gibt einfach gegenüber allen digitalpianos viele vorteile, leider habe ich gerade keine zeit, die alle nochmal niederzuschreiben. stehen aber auch schon oft genug in den anderen threads hier ;)

    wenns doch ein digitales sein soll rate ich aber unbedingt von den "homepianos" (also denen, in holz- und wohnzimmeroptik), wie die CLPs es sind, ab.
    bei solchen geräten zahlt man immer das holz mit, was bedeutet, dass ein vergleichbares "stagepiano" (ohne holzoptik) deutlich günstiger ist...

    ansonsten würde ich aber auch dringend andis vorschlag mit dem mietkauf unterstreichen
     
  7. pat2506

    pat2506 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.07   #7
    hallo andi.. an mietkauf hab ich auch schon gedacht. allerdings kosten die günstigsten neugeräte 3000 euro. monatlich werden dann 1,5% fällig, dh. im besten fall nur 45 euro. nach einem jahr hat man dann allerdings die summe von knapp 2500 zu zahlen und das ist ne menge geld für uns. aus diesem grund hab ich die idee direkt verworfen.

    @distance: zu welchem e-piano würdest du denn raten? die stagepianos sehen auf den ersten blick schon etwas klapprig aus :o wobei das clp 411 ja nicht ganz so wohnzimmermäßig wirkt.. ist ja nach hinten offen..

    @jaggy: klasse. vielen dank. werde ich mir mal genauer anschauen und hoffe, als laie unterschiede erkennen zu können.

    viele grüße
    pat
     
  8. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.08.07   #8
    Hallo Pat, klar, das ist verständlich. Ich frage mich nur, ob es da nicht andere Angebote auch gibt, also mit längerer Vertragslaufzeit und - selbst wenn das maßlos klingen sollte - auch mit einem höherwertigen Instrument. Eventuell bei einem anderen Händler?

    Stagepianos klapprig? Das täuscht. Die müssen einiges aushalten und das tun sie normalerweise auch :)
     
  9. Klimper

    Klimper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.07   #9
    Edit by toeti: Der zugehörige Post ist gelöscht!
    EDIT (Nachtrag):
    @pat

    Da eure Tochter offensichtlich Unterricht erhalten soll, habt ihr möglicherweise auch schon einen Lehrer gefunden. Dieser kann euch bei eurer Entscheidung sicherlich auch weiterhelfen bzw. konkrete Empfehlungen aussprechen.

    Gruß Klimper
     
  10. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 11.08.07   #10
    Mahlzeit,

    @Torolon:
    Ob du recht hast oder nicht, ist mir und den Regeln recht egal. Die Art und Weise aber nicht. Wenn du ein Problem mit der Meinung eines oder mehrerer User hast, dann schreib ihm eine PN.
    Solltest du grundsätzlich anderer Meinung sein, besteht auch die Möglichkeit einen: Warum muss man so und so lernen oder beraten!, Thread zu öffnen.

    Alles ein Frage der Art und Weise.

    mfG
    Thorsten
     
  11. pat2506

    pat2506 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.07   #11
    @klimper

    mit dem musiklehrer hab ich schon einige male gesprochen. grundsätzlich spricht er sich pro klavier aus, allerdings auch nicht direkt gegen ein DP. ich hab den eindruck, dass er da keine richtige meinung zu hat.

    viele grüße
    pat
     
  12. CapFuture

    CapFuture Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.07   #12
    Er hat schon eine Meinung und die ist Pro Klavier. Aber wenn's nicht anders geht, dann geht auch ein DP. Wenn man ihm ein Klavier und ein DP hinstellen würde, würde er vielleicht schauen wie gut das DP ist, aber danach dennoch das Klavier nehmen.
     
  13. cirro

    cirro Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.07   #13
    Also nach allem was ich bisher gelesen habe würde ich auch eher zum echten Klavier raten, es sei denn es gibt Probleme mit den Nachbarn.
    Natürlich klingt so ein kleines 110 cm hohes Piano nicht nach einem großen Steinway oder Bechstein oder keine Ahnung was.
    Aber es erzeugt eben ein ganz anderes Klangerlebnis.
    Ich rate dazu einfach mal in einpaar Klavierläden zu gehen und danach oder davor in einen Laden wo es DPs gibt. Man wird den Unterschied schon etwas merken.

    So extrem hoch sind die Folgekosten dann auch wieder nicht!
    Einmal stimmen pro Jahr kostst so zwischen 60 bis 80 Euro.
    Das sind etwa 4,5 Cent pro Tag wenn man von 80 Euro ausgeht. ;)

    Reparaturen werden natürlich teurer aber bei einem guten Gebrauchtinstrument sollte das eigentlich auch erstmal kein Thema sein!

    Die Frage ist auch: Ist es
    A.) besser vielleicht "nur" 4 Stunden pro Tag auf einem Akustikklavier zu üben, dann aufzuhören zu müssen um die Nachbarn nicht länger zu stören aber den Naturklang zu haben und sein Gehör vielleicht vollständig ausbilden zu können was beim DP vielleicht nicht bis zur Vollendung geht
    ODER
    B.) jederzeit spielen zu können aber pianistisch auf der Strecke zu bleiben weil das Digitalpiano den Klang eines echten Klaviers nicht nachbilden kann.

    Jeder der es in der Musikbranche zu etwas gebracht hat und dort Klavier spielt hat (und da bin ich mir ziemlich sicher) auf einem akustischen Klavier das Klavierspiel erlernt!!!
    Es gibt bestimmt keinen Künstler der es auf einem Digitalpiano erlernt hat.
    Sicher liegt es auch daran das es vor 20 Jahren mit der Technik noch nicht so weit war aber auch in 10 oder 20 Jahren wird es keinen großen Pianisten geben (egal og jetzt klassisch oder ein zweiter Elton John) der auf nem DP angefangen hat Klavier zu lernen.

    Nun ist der Sinn des Klavierspiels auch nicht zum Weltstar zu werden sondern Spaß zu haben. Aber wenn man gut werden kann dann warum nicht?
    Also vielleicht wirklich lieber ein echtes Klavier.
    Nach allem was ich bisher gelesen habe und so wie ich es verstanden habe sind DPs (egal ob home oder Stagepiano) eher was für Leute die schon Klavier spielen können und zum Üben auch mal auf den Klang eines echten Flügels mal verzichten können.
    Sie wissen wie ein echtes Klacier klingt und wie es sich verhält und können daher ruhig auf nem DP spielen.
    Der blutige ANfänger weiß dies aber nicht und lernt das Klavierspiel daher VIELLEICHT (ich sage nicht das es zwangläufig so ist) falsch.
    Das ist auch meine große Angst.
    Daher bin ich seid einem halben Jahr am Übelegen und suchen nach einem Instrument.
    In der Funtasten hat mal ein großer pianist (ich glaube er hieß Richie ...... ) gesagt das kein Digitalpiano auch nur annähernd ein echter Klavier oder Flüggelersatz ist.
    Das MP8 fand er noch am annehmbarsten. Damit meinte er wohl das es als absolute Notlösung vielleicht gerade so gehen würde. Und das vom Mp8 was hier ja hochgelobt wird.
    Ok nun sind wir auch alle keine großen Pianisten. Vielleicht sollte man seine Maßstäbe aber nach diesen Leuten richten um erfolgreich zu sein..
     
  14. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.08.07   #14
    Sag mal, wie wärs denn, wenn du nur Dinge postest, die du wirklich weißt, und nicht Sachen zusammenglaubst, die du gelesen oder gehört hast? :evil: Das geht hier ja schon los wie bei den Gitarristen: "Ey, mein Kumpel kennt einen, der hat schonmal 'nen echten Mesa Boogie gehört, den musst du dir kaufen ..." :rolleyes:
     
  15. Dana.

    Dana. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #15
    Was hat Gehörbildung mit der Art des Instruments zu tun?

    Siehe oben. Ich könnte genauso gut sagen: "Wenn du später nur Digitalpianos spielen wirst, dann lerne auf einem Digitalpiano, weil das kommt dem, auf was du am meisten greifen wirst, näher." Das hätte für mich sogar noch annähernd mehr Logik.

    Schmarrn. Und die ganzen Leute, die auf Keyboards und Orgeln angefangen haben, und erst später zum Klavier gekommen sind?

    Vielleicht sogar auf einer Melodica.

    Schon wieder "Klang". Glaub mir, an dem liegt's am wenigsten. Ich glaube du hast keine Ahnung, wie viele Musikstudenten sich auf ein Digitalpiano verlegen müssen, weil es einfach keine Üb-Räume gibt, und man nicht 8 Stunden oder mehr am Tag in einer Mietwohnung auf einem Klavier Skalen hoch und runter spielen kann.

    Sorry, ich muss mal ein wenig schmunzeln. Wenn ich mir überlege, was du innerhalb eines halben Jahres auf einem Digitalpiano alles hättest lernen können. Nicht auszudenken.

    Diese Diskutiererei um Klavier, Piano oder Flügel oder was zeigt mir einfach, dass dein Interesse am Klavierspiel eigentlich nicht vorhanden ist. Wenn es das wäre, würdest du dir das nächstbeste Instrument greifen und so viel wie möglich Spaß drauf haben.

    Was du hier geschrieben hast ist eine intellektuelle Spielerei die allenfalls von zuviel Geld zeugt. Wenn du dir ein halbes Jahr lang kein Instrument zulegst, würde ich mir ernsthaft die Frage stellen, ob du das nächste halbe Jahr vielleicht nicht doch auch keins brauchst, und das Jahr danach vielleicht auch noch und dann ganz drauf verzichten kannst. Alles im Namen dessen, dass du, solltest du denn mal irgendwann vielleicht doch anfangen, vielleicht ein paar technische Nachteile in Kauf nehmen musst, die du weder kennst noch beurteilen kannst.

    Ich bin mir sicher, dass sich die meisten, die wirklich gut wurden, sich an jedes Instrument gesetzt haben, das ihnen grad unter die Finger kam, das grad da stand, weil sie überhaupt kein Geld hatten, sich eins zu kaufen, und versucht haben, da was gutes rauszuholen. Stundenlang, unermüdbar, bis in die Nacht hinein. Ein paar Stunden Schlaf, und wieder ran. Ich weiß nicht mehr genau, über welchen Saxophonisten ich das gelesen hatte, aber "Blättchen" konnte sich damals niemand leisten. Da wurden irgendwelche Plastikteile aus dem Müll gesammelt, zurechtgeschnitten und ans Saxophon drangeklebt. Hier klebt manchmal das Bild vom galanten Konzertpianisten im perfekten Frack mit dem hochglanzpolierten Flügel im Raum. Ein abgenudeltes, verstimmtes Klavier mit klemmenden oder tauben Tasten, das irgendwo rumstand, ist sehr viel wahrscheinlicher als Einsteiger-Instrument für die, die "richtig groß geworden sind". Technik? Die haben wahrscheinlich erst einmal gespielt, gespielt, gespielt, ausprobiert, bevor da irgendwann ein Lehrer oder Technik kam. Wer hätte den bezahlen sollen?

    Man ganz beiseite: Was für ein Bild gibst du als Pianist ab, wenn du an einem Flügel gut klingen kannst, dich an ein Digitalpiano sitzt, und dich auf dieses Instrument aber nicht einstellen kannst? Der Profi, der sich dafür entschuldigt, dass "mit diesem Material einfach kein gutes Spiel möglich war?" Äh, ja. Das erinnert mich irgendwie an Hobby-Tennisspieler, die nach jedem Fehler verärgert eine Macke am Schläger suchen. Da ist aber keine.

    Natürlich gibt es ein "Optimum". Wir optimieren unsere Welt heute ja absolut zutode. Das hat den Nachteil: Wenn auch nur ein winziges Sandkörnchen ins Getriebe kommt, dann zerreißt's den ganzen MOtor. Welches Instrument für dich das Optimum ist, hängt stark davon ab, was du später tun willst. Tasteninstrumente gibt es viele. Vielleicht entwickelst irgendwann eine Vorliebe für Hammond-Orgeln?

    Meist sind die "Amateure" ohnehin besser ausgerüstet als die Profis, die nicht "ganz oben" spielen, weil wir als Amateure durch die "andere Arbeit", der wir nachgehen, aus einer anderen Quelle unser Geld schöpfen, und die Musik nicht nach wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten messen (ich nehm mich da jetzt nicht aus). Berufsmusiker aber eben schon.

    Ein schönes Beispiel sind die hier oft angeführten Saitenresonanzen, ohne die man "sich mit E-Pianos ja nicht mehr raustrauen kann". Hey. Alle 5 Jahre gibt's ne neue Generation Modelle, über die das gesagt wird. Immer wieder die gleiche Leier. Dann ist es wieder irgend ein anderer Kram. 1024 Stimmen Polyphonie vielleicht, 64 Bit-Samples, Resonanzbodensimlationen mit Wobbel-Hall, die Geräusche der Pedale beim Drücken oder Loslassen, die Geräusche der Knochen hintereinander, wenn man "Transpose" drückt oder das Quietschen der Klavierbank. Das, was da einige Pianisten vor 20 Jahren auf Digitalpianos abgeliefert haben, das war doch gut! Warum soll es jetzt plötzlich schlecht sein, nur weil's Pianos mit "besserem Klang" gibt? Alles Hörgewohnheiten. Die Digitalpianos klingen seit langem auch ohne Saitenresonanzen schon gut genug. Wahrscheinlich hat die Verstärkung oder der Typ des Lautsprechers mehr Einfluss auf den Klang, als einige technischen Feinheiten, die da noch gefordert werden.

    Also willst du nu anfangen Klavier zu spielen oder weiter drüber philosophieren, was vielleicht das optimalste Einsteiger-Instrument sein könnte?

    Liebe Grüße

    Dana

    Nachtrag: Ich finde es bezeichnend, dass sich aus dem "Stand der Technik" (Fender Rhodes, Wurlitzer, Hohner), die damals gespielt wurden weil's nix anderes transportables gab, und man nicht jeden Abend einen Klavierstimmer auf die Bühne rufen konte, sogar eigenständige Klänge etabliert haben, die man heute mit viel Aufwand versucht nachzumachen. Das hat den Sound einer ganzen Rock-Generation geprägt. Ich bin mir sicher, dass die damals, wenn sie gehabt hätten, auch ein E-Piano mit zig Samples, Resonanzboden-Simulation, Damper-Simulation und Fuchtel-Hall etc. etc. gespielt hätten. Und was wär dann mit der Rock-Musik passiert? Nicht auszudenken.
     
  16. Klimper

    Klimper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #16
    :great: Toller Beitrag, Dana, der mir aus der Seele spricht!

    Wichtig ist doch vor allen anderen Gesichtspunkten, dass Pats Tochter Freude am Musizieren findet. Dazu gehört mMn insbesondere das Erlebnis, dass eine saubere Technik auf dem zur Verfügung stehenden Instrument auch zu einem sauberen Ton führt. Dazu sollten Mechanik und Klang eines vernünftigen DPs absolut ausreichend sein. Wie facettenreich dabei der entstehende Ton ist, ist für ein Kind wahrscheinlich eher uninteressant. Bis es um Feinheiten geht, bei denen die klanglichen Vorteile eines akustischen Instruments vermeintlich unabdingbar sind, bleibt für einen Klaviernovizen immer noch ein weiter Weg, auf dem sich irgendwann bestimmt die Gelegenheit ergibt, Besitzer eines akustischen Instruments zu werden.
    Lieber jetzt auf einem guten elektronischen Gerät anfangen, als auf das nicht abzusehende Auftauchen eines geeigneten akustischen Klaviers in nicht näher bestimmter Zukunft (unter der Prämisse, dass ein Mietkauf nicht gewünscht ist) zu warten. Unter diesen Alternativen wird wahrscheinlich auch ein Klavierlehrer nicht vom DP abraten.
     
  17. Boogie_Blaster

    Boogie_Blaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #17
    @ Dana:
    Toller Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Professionell, vernünftig, hilfreich.
    @ Cirro:
    Es gab sogar gute Musiker, die mit auf die Tischplatte gemalten Tasten geübt haben... und sicherlich über jedes 1985er Casio Portatone entzückt gewesen wären.
    ...Du wirst ja auch nicht zwangsläufig ein besserer Autofahrer, bloß weil du von Anfang an einen komfortablen Luxus-benz mit Navi, Sitzheizung und pneumatischer Federkennlinienverstellung fährst...
     
  18. stuckl

    stuckl Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.08.07   #18
    Svenja Schmitt sagt es so: "Natürlich sind DPs ein Kompromiss, aber ein sehr guter!"
     
  19. colourisred

    colourisred Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #19
    @ Dana:
    Volltreffer.


    Wenn es zu Bach's oder Mozart's Zeiten schon DP's gegeben hätte, wäre wahrscheinlich bis heute auch kein Mensch auf die Idee gekommen mit fast einer halben Tonne Holz und Stahl den Klang nachzuahmen.

    Grüße



    ------------------------------

    Verkaufsgespräch im STEINWAY - Haus.

    Kunde: "Liefern Sie mir einen von den Langen, da passen mehr Champagnergläser drauf!"
     
  20. stuckl

    stuckl Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.08.07   #20
    michael cretu sagte mal: hätte es zu beethovens, bachs oder mozart-zeiten recording_software gegeben, die hätten viel größere meisterwerke zustandegebracht...
     
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