Drum Recording - Becken

von Necrolast, 04.09.10.

Sponsored by
QSC
  1. Necrolast

    Necrolast Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.09.08
    Zuletzt hier:
    25.04.14
    Beiträge:
    56
    Kekse:
    10
    Erstellt: 04.09.10   #1
    Tag Zusammen,

    ich wollte mal kurz in Erfahrung bringen, wie man den Beckenklang durch die Bearbeitung der OH's, Ride-Mic und HiHat-Mic so bearbeiten kann, dass sie einen guten, vollen Attack haben aber keinen allzu langen Sustain. So wie man es zur Zeit aus dem Rock-Genre kennt. Da ich selber auch Schlagzeuger bin, weiß ich auch, dass natürlich auch jedes Becken andere Eigenschaften hat, aber ein bisschen was wird man doch aus jedem Becken durch nachbearbeitung rausholen können, oder? Die Becken und das ganze Kit ein bisschen pushen durch paralelle Kompression geht gut, aber wie gesagt gefällt mir eben das Ausklingverhalten der (vornehmlich ) Crash-Becken nicht.

    Greetz
     
  2. Jamope

    Jamope Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.08.10
    Zuletzt hier:
    17.04.11
    Beiträge:
    104
    Ort:
    Magdeburg
    Kekse:
    103
    Erstellt: 04.09.10   #2
    du musst mit en attack und releasezeiten im kompressor rumspielen.... für dein problem bräuchtest du kurze attack- und lange realesezeiten...
     
  3. chrisderock

    chrisderock Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.08.08
    Zuletzt hier:
    15.01.21
    Beiträge:
    1.179
    Ort:
    Nürnberg
    Kekse:
    3.800
    Erstellt: 04.09.10   #3
    Ich arbeite mit Logic Pro und bei solchen Problemen hab ich ganz gerne mit dem Enveloper rumgespielt.

    Gruss
    -Chris
     
  4. Necrolast

    Necrolast Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.09.08
    Zuletzt hier:
    25.04.14
    Beiträge:
    56
    Kekse:
    10
    Erstellt: 04.09.10   #4
    @ Jamope: Dann werd ich auch mal bei den OH's den Kompressor reinknallen.
    @ chrisderock: Ich arbeite mit ProTools, aber danke für den Tipp.
     
  5. Nerezza

    Nerezza Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    18.08.06
    Zuletzt hier:
    14.02.18
    Beiträge:
    4.424
    Kekse:
    10.845
    Erstellt: 04.09.10   #5
    Ich habs fürs Blech noch nicht ausprobiert, aber evtl. könntest Du mit einem Transient Designer was dran drehen. Kostenlos gibt ja den Bitter Sweet von Flux (cooles Teil nebenbei). Du könntest es damit also einfach mal ausprobieren.

    Grüße
    Nerezza
     
  6. Necrolast

    Necrolast Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.09.08
    Zuletzt hier:
    25.04.14
    Beiträge:
    56
    Kekse:
    10
    Erstellt: 04.09.10   #6
    Alles klar, werd ich ausprobieren. Danke für den Tipp
     
  7. Laguna

    Laguna Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    31.03.05
    Zuletzt hier:
    15.01.21
    Beiträge:
    2.101
    Ort:
    Fürth
    Kekse:
    21.155
    Erstellt: 04.09.10   #7
    Mit Dynamikeffekten allgemein wäre ich auf Becken sehr vorsichtig. Mit sowas zerschiesst man sich den Sound doch gewaltig. Zumal auf den OHs ja nichtnur Becken zu hören sind. :cool:

    Mein Ansatz wäre zunächst die Auswahl der "richtigen" Becken, sodass sie deinen Soundvorstellungen entsprechen.
    Mit diesen Becken kann man dann gewählt abkleben.
    Dazu nur ein paar Tipps, im Drummerforum wirst du deutlich mehr Information diesbezüglich finden, hier nur in Kürze:
    Klebeband in oder Nahe der Glocke dämpft vor allem den Ping und eben das "glockige" des Beckens. Je weiter man an den Rand kommt, desto mehr kommt der Ping heraus und desto gedämpfter (=Leiser) wird der Sustain.
    Oftmals kann es helfen, unter das Klebeband noch ein stück Tempo zu packen, oder auch schon gesehen etwas schweres (bspw. Euromünze). Dadurch wird die Schwingung des Beckens gedämpft. Durch die Position (Mitte-Rand) kann dann der Sound schon enorm beeinflusst werden.

    Und dann wieder das Thema Mikrofonierung: Welches und vor allem Wo. Viele Becken klingen für den Drummer komplett anders als für das 2 Meter entfernt sitzende Publikum. Abstand vom Becken, radialer Abstand und On-Off-Axis macht da viel aus.

    Zusätzlich bei der Hihat: Viele Hihattreter bieten die Möglichkeit, das Bottom unter einem Winkel zu lagern, sodass die Becken nicht komplett eben aufeinander zu liegen kommen, sondern sich nur teileweise berühren. So kommt zusätzlich noch der Winkel in der Beckenebene als Parameter hinzu (wird das Mic bei der Stelle positioniert, bei der die Becken aufeinandertreffen oder bei der sie am weitesten auseinander sind?).
    Auch sehr interessant für LoFi Sounds: Einfach mal einen putzlappen über die HiHat hängen (wird bei deinem Genre allerding wohl weniger gebraucht werden)

    Dazu gibt es natürlich noch sehr viel mehr zu sagen, ich hoffe, ich konnte ein paar Anregungen geben, wie du den Sound schon vor der Aufnahme kreativ verändern kannst.

    So Far...

    Laguna
     
  8. Brainbogs

    Brainbogs Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.08.10
    Zuletzt hier:
    9.02.12
    Beiträge:
    7
    Ort:
    Frankfurt am Main
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.09.10   #8
    Genau so ist das!

    Da würde ich Laguna voll und ganz Recht geben wollen. Ein gerne (und leider nur allzu oft) gemachter Fehler ist der, dass versucht wird, alles Mögliche im Post-Recording hinzufummeln. Sehr erfahrene Tontechniker zaubern hier mit sehr teurem Equipment zwar erstaunliche Ergebnisse zutage, jedoch sollte man als Hobby-Recorder seine Hingabe in andere Fasen des Aufnehmens investieren:
    Das Positionieren der Mikrofone ist hierbei das A und O! Kurzum: Die Drums müssen eigentlich schon ohne jeglichen Effekt den Grundsound vorweisen, den man für die Produktion braucht. Durch das Anwenden der Effekte gilt es dann die erwünschten Charakteristika lediglich zu betonen.

    rock on!
    Tobi
     
  9. Necrolast

    Necrolast Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.09.08
    Zuletzt hier:
    25.04.14
    Beiträge:
    56
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.09.10   #9
    Da stimme ich zu, was den Grundsound angeht. Ist auch eigentlich immer mein Bestreben und klappt eigentlich auch immer. Das Problem lag eher an der Aufnahmesituation an sich. Was die Mikrofonierung und den Grundsound angeht, hatte ich schon alles so eingstellt, um das beste rauszuholen, das große Problem war der Raum in dem aufgenommen wurde. Dieser war nur knapp 2 meter hoch und von vielleich 3x5 Meter Fläche, also alles sehr laut und nich grad die beste Raumakustik. Das ist glaube ich das größte Problem bei den Aufnahmen, ließ sich aber leider nich anderst bewerkstelligen. Dennoch vielen dank für die bisherigen Anregungen.

    Greetz
     
  10. paulsn

    paulsn Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.04.06
    Zuletzt hier:
    16.08.12
    Beiträge:
    1.340
    Ort:
    Innsbruck
    Kekse:
    7.658
    Erstellt: 05.09.10   #10
    du könntest entweder bei einer dieser call-in kartenlege sendungen anrufen, oder zuerst mal deine becken in natura dazu bringen, dass sie so klingen. das geht in erster linie über spieltechnik, und eben richtiges material. sobald der schall auf der membran aufkommt, ist die beste chance den sound zu formen vertan! erwarte dir speziell bei diesem problem von keinem auch noch so teuren plugin/kompressor/irgendwas eine zufriedenstellende lösung. damit kann man maximal etwas kosmetik betreiben.
     
  11. Necrolast

    Necrolast Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.09.08
    Zuletzt hier:
    25.04.14
    Beiträge:
    56
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.09.10   #11
    Ja klar, dass das Ergebnis nur noch in gewissem maße zu verbessern ist, ist mir auch klar. Wie du schon sagtest, mir geht es eben um noch ein bisschen Kosmetik zu betreiben um vielleicht doch noch ein bisschen mehr rauszuholen. Wie gesagt, aus der Aufnahmesituation wurde schon das beste rausgeholt.

    Greetz
     
  12. Jamope

    Jamope Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.08.10
    Zuletzt hier:
    17.04.11
    Beiträge:
    104
    Ort:
    Magdeburg
    Kekse:
    103
    Erstellt: 05.09.10   #12
    ich benutze dafür dann meist den kompressor, und der oben erwähnte transientendesigner is auch ne gute idee...

    ich spiele aber selbst kein schlagzeug und bin so gut wie nie bei der aufnahme dabei, ich bekomm die spuren und soll mischen...

    ich würde in erster linie aber erstmal alle tipps verwirklichen die die andern hier aufgezählt haben^^...
    so ersparst du dir die schlechte laune, wenns beim mischen dann doch nicht so klingt wies klingen soll..
     
mapping