[Effekt] - Digitech Eric Clapton Crossroads

von meckintosh, 08.03.06.

  1. meckintosh

    meckintosh Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.01.04
    Zuletzt hier:
    12.01.16
    Beiträge:
    2.733
    Ort:
    fast in Flensburg
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    10.370
    Erstellt: 08.03.06   #1
    Moinsen,

    ich mach mal mit meinen Effekten weiter und poste eben was zum Digitech Crossroads Pedal. Das Teil ist eines von Digitechs "Signature" Pedalen und wurde mit dem guten Eric zusammen entwickelt. Mit einigen wenigen Drehungen am Poti sollen seine Sounds geradezu aus dem Amp springen und den geneigten Gitarristen beglücken.
    Nun ja, Teils gelingt dies und andren Teils eher nicht...
    Vom Grundcharakter her sollte schon eine Gitarre des gewünschten Soundtypes gewählt sein und die passende Ampkombination ist auch noch so ein Ding.
    Ich hab es fast ausschließlich mit meinen beiden Fender USA DeLuxe Strats und nem Marshall 6100 über ne Marshall 1960 mit Celestion V30ern gespielt. Ist mein Standard Set und deshalb sollte es eben für mich ausschlaggebend sein.
    Das sonnengelbe Pedal (frei nach: Sunshine of Your Love!) kommt mit 4 Potis, Signalleuchte und einem Ein- und zwei Ausgängen, sowie Anschluß für ein Netzteil. Als Goodies liegt dem Gerät ein Netzteil gleich bei, ne Tasche und ein Plek auch. Bei einem Preis von empfohlenen 164,- ( 140,- im Internet) ist das ja auch ne nette Dreingabe ;-)
    Also mal ab zu den Potis, die sind simpel beschriftet mit Level, Control 1, Control 2 und Model, sehr aufwändig also! Level ist natürlich Lautstärke, Model bestimmt den Grundtyp des gewählten Modells, Control 1 ist meist zuständig für Overdrive/Distortion Gain, und Control 2 für den Tone. Kleine Ausnahmen bestätigen die Regel, wie etwa beim Acoustic Modell hier gehts um "Body Amount" und "Reverb".
    Die Ausgänge sind einmal Out 1 für den Amp oder Out 2 für den Mixer, dieser Anschluß soll speziell zum recorden designt worden sein.
    Für alle "True-Bypass" Fans: NEGATIV! Aber das Pedal macht im Ruhezustand keine echte Klangveränderung aus und natürlich gibts beim Schalten kein knacken oder ähnliches.
    Nun mal zu den Modellen. 7 sinds an der Zahl und alle sprechen mit großen Namen die da wären:
    MODELL 1."Sunshine of Your Love",Cream - Disraeli Gears (1967)
    MODELL 2."Crossroads", Cream - Wheels of Fire, Live at the Filmore (1968)
    MODELL 3."Badge", Cream - Goodbye (1969)
    MODELL 4."Layla", Derek and the Dominoes - Layla and Other Assorted Love Songs (1970)
    MODELL 5."Lay Down Sally", Eric Clapton - Slowhand (1977)
    MODELL 6."Layla" (Acoustic),Eric Clapton - Unplugged [LIVE] (1992)
    MODELL 7."Reptile", Eric Clapton - Reptile (2001)

    Wenn das mal nicht ne stolze Latte von Blues-Rock-Geschichte ist! Also ab an den Amp und die Gitarre und losgedaddelt.
    Das erste was auffällt: Mann das Teil rauscht! Wenn die Sounds nach Anno 68 klingen, dann rauschen die auch wie Anno 68. Das kann ganz schön nerven kosten, denn Spaß macht das nicht wirklich. Klingt halt n bisschen "vintage"...
    Ich bin ja ein Freund der festen Einstellungen. Am liebsten ein oder zwei Sounds und nicht beim Gig auf den Knien kriechen und rumdrehen bis es passt. Und nach einigem rumrudern hatte ich die dann auch. Bei gleicher Einstellung der Potis Control 1 und 2 passen mir das Crossroads und das Acoustic Modell sehr gut.
    Über die V30er klingt der Crossroads Sound schon geil, aber über meine JTM Box mit den G12H Speakern..sehr sehr geil. Dick und Cremig (Wortspielalarm!!!) tropft es geradezu aus den Speakern, einfach genial!
    Auch die Acoustic-Simulation von Claptons Martin 000 ist gelungen und für ein schickes Western Picking-Intro auf der Strat durchaus zu gebrauchen, besser als die Simulation im Korg AX1500G auf alle Fälle.
    Die anderen 5 Sounds sind auch gut gemacht und mit meiner Kombi komme ich schon ziemlich in die richtige Richtung, aber persönlich habe ich es auf diese beiden abgesehen.
    Im Endeffekt kann ich sagen das ich das Pedal nicht für 140,- Euro gekauft hätte, da wäre es dann doch zurück gegangen. Ich habs gebraucht auf Ebay erstanden für etwas weniger als den halben Preis (inkl. Versand) und das ist es Wert.
    Im Digitech Prospekt heisst es :"Die Production ModelingT Technologie es ermöglicht es die Studio-, Livesounds und Effekte einzelner Künstler genau wie auf deren Aufnahmen zu erzeugen. Dieses beinhaltet die subtilen oder auch prägnanten Beeinflussungen des Sounds durch Lautsprecher, Boxen, Mikrophone und deren Plazierung, Pro/Post Effekte und natürlich die Magie des Recording Engineers, alles zusammengefasst in einem Pedal."
    Dem kann ich eben nicht ganz zustimmen, da hängt dann eben doch noch mehr dran...

    http://www.***.net/images/060307/temp/MGrCPDtb.jpg
     
  2. kooper

    kooper Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.11.04
    Zuletzt hier:
    1.02.16
    Beiträge:
    2.000
    Ort:
    Papenburg
    Zustimmungen:
    14
    Kekse:
    1.332
    Erstellt: 08.03.06   #2
    Sehr schönes Review ich denke ich werde mir das Teil auch mal genauer anschauen. Interessant wäre ein direkter Vergleich zum Digitech Bad Monkey. Schonmal gespielt? Das Effektpedal gibt einen sehr schönen cremigen Overdrive Sound.
     
  3. meckintosh

    meckintosh Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.01.04
    Zuletzt hier:
    12.01.16
    Beiträge:
    2.733
    Ort:
    fast in Flensburg
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    10.370
    Erstellt: 08.03.06   #3
    hi, noch nicht. fürs overdriven spiel ich den tube blower von jacques und der macht seine arbeit mehr als gut..
     
  4. LP5275

    LP5275 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.04.16
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 18.05.16   #4
    Wie klingt das Teil mit einer Gibson les Paul?
    Irgendwer Erfahrung?
     
  5. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    04.07.11
    Zuletzt hier:
    9.12.16
    Beiträge:
    2.458
    Ort:
    Süd Hessen
    Zustimmungen:
    1.272
    Kekse:
    13.769
    Erstellt: 19.05.16   #5
    Der Ansatz "Modeling im Kontext mit konventionellem Gitarrenequipment" kann doch eigentlich dem Anspruch der originalgetreue Soundabbildung gar nicht gerecht werden.
    Einen Marshall Bluesbreaker Ton unter Verwendung eines Marshall 6100 und einer JTM Box hinzubekommen, kann ich mir noch ganz gut vorstellen. Da selbe Ergebnis mit einem Tweed Fender Amp zu erreichen ist schon viel schwieriger.
    Es ist die Frage in/für welcher Amp-Umgebung diese Digitech Teile entwickelt wurden.
     
  6. michum

    michum Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.08.12
    Beiträge:
    1.315
    Zustimmungen:
    600
    Kekse:
    9.017
    Erstellt: 19.05.16   #6
    [​IMG]
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

mapping