Eine gute Recording-Chain

von Herr Höflich, 20.11.19.

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  1. Herr Höflich

    Herr Höflich Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.19   #1
    Hallo liebe Musiker-board-Community!

    Ich überlege mir neue Hardware zu kaufen, die mein Recording ungemein verbessern.
    Ich möchte mich eher von dem "Röhrensound" distanzieren und eher in Richtung Solid State "SS" gehen. (für die Zukunft)


    Ich hatte zuvor ein RME Babyface Pro und irgendwie hat es nur Probleme gemacht. (Treiber mäßig - immer wenn ich vom DAW auf YT gegangen bin)
    Ich habe es nun zurückgeschickt.
    das konnte mein billiges Steinberg UR 22MK2 schon besser! (nicht mehr vorhanden)

    Folgende Dinge möchte ich mir zulegen:

    1. Neumann TLM 102 oder ein Audio-Technica AT4047 MP (eher letzteres weil auch ein Thread darüber angepinnt wurde und es geschrieben wurde, dass es eine bessere Auflösung hat)

    2. DBX 286S - Pre-Amp, welcher von Thomann Kunden sehr gelobt wird. mir gefällt der eigenbaute Enhancer/Compressor/Deesser in dem Ding
    oder muss man doch mehr für einen Preamp hinblättern?

    3. Ein Steinberg UR 22 C (USB C zu 3) oder Scarlett 2i2 3rd gen (bei dem Scarlett bin ich unsicher, weil die alte Generation Probleme bei Windows gemacht hat)
    ein Interface ist nicht mehr soo wichtig, wenn es durch einen guten Preamp läuft oder? ich weiß dass das interface nicht teuer ist.. ich möchte aber eher auf stabile Treiber setzen und ich finde Steinberg macht da am wenigsten Probleme.

    ist der Preamp gut genug für das Mikrofon? würde es überhaupt einen unterschied machen wenn der Preamp in der Kette ist? ich habe nicht die finanziellen Ressourcen um alles auszuprobieren.

    Verwendung: Rap/Gesang auf fertigen oder auch selbstgemachten Beats.
    Aufnahmen finden in einen guten Raum statt.

    Kennt sich jemand noch mit Converter Clipping aus? Beim Mastering nochmal etwas an Lautstärke rauszuholen. Kann mir jemand ein Gerät dazu empfehlen?
     
  2. Technika

    Technika Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.19   #2
    Zu 1. teste die beiden doch einfach.

    zu 2 und 3 jetzt meine persönliche Meinung: hier macht die Qualität des Mikros doch einiges mehr aus als der preamp und das Interface. Ich würde daher eher in ein gutes mic investieren.
     
  3. The Main Event

    The Main Event Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.19   #3
    Preamp brauchst du keinen. Schon gar nicht so ein billiges Teil. Investiere lieber in ein gutes Interface (und Mikro natürlich, wie mein Vorredner sagt). Die Focusrite Scarlett Sachen sind schon sehr gute Geräte und haben auch stabile Treiber. Wenn da was nicht passt, dann liegt das an deinem PC, dann musst du dort mal auf Spurensuche gehen und nicht sofort das Interface zurückschicken, das Problem liegt nämlich zu 99% am User.
    Bearbeitet wird das ganze dann sowieso in einer DAW, da sind genügend Effekte enthalten. Deshalb brauchst du weder ein "Converter Clipping" (was auch immer das ist, mit Mastering hat das auf jeden Fall nichts zu tun....) noch irgendwelche integrierten Effekte vom DBX 286S (De-esser, Enhancer, Kompressor, Expander-Gate). Da ich davon ausgehe, dass du nicht genau weißt wie man diese Effekte richtig bedient, macht es auch keinen Sinn sie bei der Tonaufnahme direkt mitaufzunehmen, denn dann kannst du das nachträglich nicht mehr ändern. All diese Effekte hast du in einer DAW integriert, mit welcher du dann herumexperimentieren kannst.
     
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  4. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.19   #4
    Hallo und Willkommen :hat:
    Mit dem Babyface warst Du schon richtig, wenn es Dir vor allem um "keine Röhre" geht - also möglichst klaren und transparenten Klang. Und über Treiberprobleme liest man/frau bei RME jetzt auch nicht sooo unheimlich oft. Aber gut, nu isses weg.
    Das AT4047MP ist prinzipiell sicher keine schlechte Wahl (ich kenne es aber nicht aus eigener, konkreter Erfahrung), dennoch wäre es nicht schlecht, ein wenig mehr darüber zu erfahren, wie Deine Stimme (ich nehme an, es geht um Deine Stimme), sich so darstellt.
    Die dbx würde ich erst mal nicht in Betracht ziehen, nicht weil es sonderlich schlecht wäre (aber auch nicht wirklich gut), sondern, weil es einerseits too much wäre, andererseits dann aber auch nicht genug bietet und Dich, wie oben schon geschrieben, festlegt.
    Stattdessen würde ich in Richtung audient schauen. Gerade am vergangenen Wochenende konnte ich wieder eindrücklich erleben, wie gut die Preamps sind.
     
  5. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikrofone Moderator HCA

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    Erstellt: 21.11.19   #5
    Hallo,

    ...ich möchte bei den genannten Geräten das Attribut "ungemein" anzweifeln, wenn Du vorher schon ein RME gehabt hast (zusammen mit welchem Mikrofon bitte? Wenn das nicht "billig" war, hattest Du bereits eine gute Kette...).
    Wenn Du einen um Universen besseren Klang durch Technikkauf erwartest, wirst Du wahrscheinlich enttäuscht werden.
    Um Dir konkreter helfen zu können, solltest Du vielleicht mal eine Hörprobe einstellen... ;)

    Und bitte vergiß das "Converterclipping"... dieses den-Wandler-bis-in-die-Übersteuerung-fahren ist eine Unsitte. Hier wäre für Lautstärke - die übrigens LÄNGST nicht alles ist! - Dein Mixing-Talent zuallererst gefragt... hier solltest Du zuerst ansetzen und nicht irgendeiner im Internet gehypten Mode nachlaufen ;)

    Viele Grüße
    Klaus
     
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  6. Frans13

    Frans13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.19   #6
    Wandler: was auch immer auf deiner Kiste problemlos läuft. Mikrofon: Audio-Technica AT4047 -weil du da viel Mikrofon für wenig Geld bekommst und den Markennamen nicht sooo mitbezahlen mußt wie beim großen N.
    DBX 286S: ich kenn den größeren Bruder dieser Kiste und der ist schon nicht sooo der Goldklumpen vor dem Herrn. Das, was er als Enhancer/Compressor/Deesser bringt, bekommst du sicher gleichwertig in Software hin, außer du möchtest dich um diese Dinge kümmern, bevor es in den Rechner geht und halt nicht so in Software rumtun. Als Extra-Preamp ist er halt unauffällig neutral, der gebrauchte, leicht matte Mittelklassewagen mit der Beule am Kotflügel und dem Rostfleck, vergleichsweise. Ja klar, es gibt auch gute Preamps - nur, brauchst du wirklich einen? Gute Geräte spielen vor allem in etwas kniffligeren Situationen ihre Vorteile aus, die hast du bei Gesang/Rap in einem AT4047 nicht. ... vor allem, weil du erstmal damit kämpfen wirst, daß du nicht in einer akustisch hochwertigen Umgebung, sondern eher im Schlafzimmer aufnehmen wirst.
    Von brauchbarem Converter-Clipping bist du etwa noch 15.000 Euro Hardware entfernt, also diese Idee bitte begraben. "Billigere" Konverter clippen gruselig, dh. ihre Elektronik am Eingang ersetzt jedes Stück Audio, das clippt einfach durch weißes Rauschen bei vollem Pegel, d.h. es wird eher so als wenn du deinen Gebrauchtwagen von oben mit Schmackes an die Wand fährst.

    Zum Aufnehmen in akustisch ungünstiger Umgebung: Finger weg von "Reflection Filter" und sowas, rausgeschmissenes Geld für halbgare Lösungen. Mach das lieber so: Wandschrank mit vielen Pullies, Mantel usw. beide Türen weit auf (L+R mehr als 50 Grad) , häng jeweils L+R mindestens EINE dicke Wolldecke über die Tür, so daß sie bei dir bis zum Gürtel runter reicht. Besser zwei. Oben quer über die beiden geöffneten Türen nochmal Wolldecke/n, wenns durchhängt mit zwei Besenstielen aushelfen: instant Vocal booth, in billig und effektiv. Daß der Schrank auch schön voll ist! Dicke Handtücher funktionieren auch, Hauptsache viel. Das schluckt schon mal gut Schall, so daß deine Vocals nicht im Raum umherscheppern. Und was du auch nicht haben willst, sind Reflektionen des Schalls aus kurzer Distanz (=Reflektion Filter....) weil das Kammfilter-Effekte gibt, die du nicht mehr wegbekommst. Ich sag nicht, daß diese Lösung ideal ist, aber es ist die, die du am leichtesten in der wirklichen Welt machen kannst. Wenn zuviel Lärm von nebenan oder draußen auf der Straße ist, nimm statt nem Kondensatormikrofon ein dynamisches Bühnengesangsmikro und da darf es auch ruhig etwas besseres sein, als ein Shure SM58. Popfilter vorm Mikro bitte benutzen. Nur daß viele von diesen 10 Euro-Popfiltern halt einfach Rotze sind und exakt den Job nicht tun, den sie tun sollten. Bester Filter für überschaubares Geld ist der:
    https://intl.popaudio.co.uk/products/foam-filter
    Und auch wenn der grad sold out ist, im Bundle haben sie ihn noch. Und jetzt lern deinen Text auswendig, das klingt besser als ablesen und in deinem Schrank ist es eh dunkel.
     
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  7. RickD

    RickD Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.19   #7
    Ich wollte nur sagen, dass ich seit längerem mit Scarletts arbeite (2i4 1st gen, jetzt 18i8 2nd gen) und immer sehr angetan war von der Stabilität der Treiber unter Win7,8 und 10 - auch bei DAW mit ASIO und sehr kleiner Latenz (2-4ms-Bereich mit neustem Treiber) werden sämtliche Windowstöne (z.B. YT) wunderbar dazu gemischt. Auch die Qualität der Preamps und Wandler ist für mich als Hobby-Musiker jenseits jeglicher Beschwerden.
    Achso, vielleicht benutzt du ja Apple, dann kann ich natürlich nix dazu sagen...
     
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