Ich (drums) benutze Ableton live auf einem 2008er MacBook bei zwei Bands, bei denen Backingtracks nötig sind. Als Interface hängt ein NI Traktor mit sechs Ausgängen dran, von denen ich allerdings nur vier benutze, Eingänge brauche ich an dieser Stelle nicht. Auf einem Stereoausgang läuft das Klick, am anderen das Backing. Zum Starten der Tracks verwende ich entweder die Tastatur oder ein Korg nanoPad.
In live selbst gibt es pro Song einen Audioclip (Backing) und einen Midiclip (Klick), die ich gleichzeitig über den Trackstarter aktiviere. Jeder Song läuft mit zwei Takten Vorzähler an, einer für mich, der zweite Takt zum Einzählen der Band.
Für Proben habe ich dann noch ein Ableton Projekt, in dem auch die Spuren der anderen Instrumente enthalten sind. Sollte mal jemand nicht zur Probe kommen, schalte ich einfach seine Spur mit ein...
Praktisch finde ich bei Ableton, das man auf sehr einfache Weise die Geschwindigkeit des Songs einstellen kann. Gibt man im Tracknamen "Name;145bpm" an und startet diesen Track, läuft das Metronom automatisch mit 145bpm. Somit reicht es, für einen neuen Song einfach einen alten MIDI-Klick-Clip in einen neuen Track zu kopieren und die Geschwindigkeit im Tracknamen zu ändern. Macht man sich etwas mehr Arbeit mit den Audioclips (Warp und Marker richtig setzen), hat man sogar noch die Freiheit die Geschwindigkeit der Songs anzupassen.
Für ein drittes Projekt gehe ich momentan tiefer in live, da ich da mal nicht drumme, sondern mich um Samples, Backing und Bass in Echtzeit kümmere. Der Aufbau hier ist wesentlich aufwändiger, um den Mac stehen ein Novation Launchpad und Launchcontrol, ein kleines MIDI-Keyboard und ein Korg nanoControl. Über Firewire hängt ein Phonic Summit Digitalmischer (16In/16Out) am Mac, den ich noch übrig hatte. Da die anderen Instrumente (Geige, Drehleier, Nickelharpa, Flöte, Gesang) für Monitoringzwecke mit am Mischer hängen, kann ich in Echtzeit mitsamplen, Loops und Backings erzeugen.