Einsatz von Live Samples - Alle Fragen, Antworten, Tipps und Erläuterungen

  • Ersteller dr_rollo
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jetzt muss ich mich auch einbringen und hier eine Frage stellen. :)
Wir haben zu einem Song ein Intro. Dieses lasse ich derzeit weg. Einerseits um die Stagetime zu optimieren, andererseits weil das versteckte Zeichen geben an den Tontechniker noch nie funktioniert hat.

Was für mich Möglichkeiten habe ich hier mittlerweile?
+ Die wohl einfachste Möglichkeit ist das Handy zu verwenden mit einem Kabel wie dieses hier: https://www.thomann.de/de/pro_snake_bxj_102_1.htm.
+ Loop Station habe ich jetzt auch schon gelesen. Ich habe aber ansonsten keine Verwendung für Loopstations - erscheint mir daher ein teurer und komplizierter Spass.

Aber könnte nicht sowas https://www.thomann.de/at/akai_professional_mpx8.htm eine gute Alternative sein?

Ich stelle mir einfach einen Kasten vor, der bei mir irgendwo vor mir auf dem Boden liegt und wo ich dann entweder mit dem Fuss oder auch mit der Hand draufdrücke und das hochgeladene Wav-File dann abgespielt wird.
Disclaimer: Wir machen dreckigen Alternative Rock ohne Netz, daher ist irgendein Klick im Hintergrund, weil das Sample und der Song punktgenau zusammenpassen müssen, nicht notwendig.
P.S.: Nachdem wir beim "Reden zum Publikum" zwischen den Songs auch kein Zeitgefühl haben, könnte ich mir tatsächlich als Untermalung für dieses Reden weitere Samples sehr gut vorstellen.


LG Bernhard
 
Das Pro Snake Kabel geht natürlich, und sogar mit XLR Outs für das direkte Einspeisen in eine Stagebox. Aber Miniklinke - sofern ein Handy den Anschluss heute überhaupt noch hat - ist nicht wirklich Bühnentauglich.
Da ist das Akai schon die bessere Wahl mit den 6,3mm Klinken Outs, auch wenn du dafür noch ne DI-Box benötigst, die aber üblicherweise auf den Tecrider gesetzt wird, und Techniker sollten die verfügbar haben. Das Akai hätte auch den Vorteil, dass die Samples schneller abrufbar sind als einzelne MP3s auf dem Handy.
 
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es erscheint mir auch die "professionellere" Variante zu sein. Und DI-BOX ist jetzt glaube ich nicht etwas, was Venues total unbekannt ist, bzw. extrem teuer ist.
Dann werde ich mal dieses Teil genauer mir ansehen :)
 
@noslash

kannst ja im Zweifel ne billige Stereo DI oder zwei MONO DI holen, die Milennium vom Thomann sind natürlich keine Palmer, oder BSS aber an sich sich OK und durchaus Verwendbar.
 
Die MPX Teile waren doch durch die Bank verbuggt, oder nicht? In dem Fall, wenns wirklich nur um ein Sample geht, würde ich die Handy/Tablet Version auf Miniklinke machen.
 
Aber könnte nicht sowas https://www.thomann.de/at/akai_professional_mpx8.htm eine gute Alternative sein?

Wir benutzen schon seit langer Zeit das Roland SPD One, macht genau das was es soll. :) Das war unsere Wahl, weil das Ding auch noch einen parallel Clicktrack mit dazu spielen kann. Wir spielen mit Click oder auch mit stillen Einzählern, also soll heißen, der Drummer haut nicht auf seinen Sticks rum oder auf der HiHat, sondern wir lassen den Einzähler aufs InEar laufen und fangen dann an.

 
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Ich werde mir jetzt doch die Loop Stations ansehen. Gebraucht sind die Teile kostenmäßig o.k. finde ich. Als Bodentreter wäre das genau das, wie ich es mir vorstelle. Quasi einfach drauftreten und das nächste Intro beginnt (in das man dann einfach den Song reinspielt).
 
Ich denke/hoffe das passt hier, mein uTrack ist noch gar nicht soooo alt, aber cymatic gibts nicht mehr und aktuelle geräte holen mich nicht wirklich ab.

Ich liebäugel daher das IEM Mischpult in Kombi mit Rechner für Samples und MIDI zu nutzen, technisch sollte das gehen, Eingang auf USB schalten, Abgriff dann via ultranet auf Stagebox (anstatt Splitter) und dann mit XLR von Stagebox ans FOH, XR18 kann man am Windows Editor auch auf Pass Through schalten, dann ist die wie ein Midiinterface nutzbar... so zumindest laut internet.

Gibts da Erfahrungswerte oder Empfehlungen?
aktuell nutze ich Windows und Reaper, so nen Minirechner bekommt man auch Easy ins Rack, langfristig kann ich mir mittlerweile sogar nen umstieg auf Mac Mini vorstellen, aber bevor ich investiere wollte ich mal fragen ob, wie und wer über Rechner seine Samples abfeuert und ob das komplikationen mit sich bringt.

Grüße
 
Da ich auch mit dem Problem von Live Samples zu kämpfen hatte, kann ich inzwischen den Polyend Tracker empfehlen. Das Gerät ist zwar eher dafür gedacht problemlos Tracks bzw Beats zu basteln, aber an sich kann man damit auch locker Samples abfeuern und sogar noch bearbeiten wenn sie auf dem Gerät sind. Gebraucht gibt es die schon ab 250€.
Die simple Bedienung und das sehr gute Display waren ausschlaggebend für mich.

Längere Intros/Outros sind damit auch problemlos möglich.
 
Ich wecke mal wieder den toten thread auf.

Wie stellt ihr so eure Backingtracks / Samples auf Lautheit ein?
Meine skills zwecks Audiobearbeitung sind leider sehr überschaubar, bisher hab ich immer umständlich frei schnauze alle Samples irgendwie im Vergleich mit allen vorhandenen Samples abgeglichen, das is aber Mega Umständlich.

Wäre es sinnvoll da alles auf meinetwegen -14 dB LUFS zu normalisieren (unter Beachtung, dass es nicht Clippt) oder wären -23 besser (laut Google EBU Standard)
LUFS gibts ja auch noch über gesamten Track oder 3 Sekunden, da wäre auch ein Top für den Bezugspunkt interessant, ich hätte jetzt gemutmaßt jedes sample als gesamttrack auszuwerten, muss dann aber vermutlich akkurat getrimmt sein, nicht dass ne Stillein diebewertung einfließt.

Haut mal raus, machen meine Überlegungen Sinn, oder gibts auch sinnvollere Vorgehensweisen?
 
LUFS sind hier komplett egal, da wir es hier ja nicht mit gemasterten Songs zu tun haben. Am Besten immer voll aussteuern, sprich zb auf -1db normalisieren nach dem Exportieren. Danach muss man die Stems in der Probe mit der Band anpassen und dementsprechend leiser (!) machen. Jede Spur bekommt da bei mir erst mal -12db, danach kann man wie benötigt in beide Richtungen anpassen. So war mein Workflow in Ableton.
 
Wie stellt ihr so eure Backingtracks / Samples auf Lautheit ein?
Das hat @Duplobaustein schon perfekt beantwortet: In der DAW normalisieren und dann in der Probe dann einpegeln, dass es gut zur restlichen Band passt (also genauso abmischen, als wäre es ein gespieltes Instrument).

LUFS sind hier komplett egal, da wir es hier ja nicht mit gemasterten Songs zu tun haben.
Auch, wenn LUFS hier nicht wirklich relevant sind, möchte ich das momentan noch kostenlose (später wohl 199 €) Insight 2 empfehlen: https://www.izotope.com/en/products/insight/ (kann auch direkt über Native Access installiert werden: https://www.native-instruments.com/de/products/izotope/insight-2/, also kein Izotrope Account nötig). Damit lassen sich komplette Songs, aber auch einzelne Stems für Backing-Tracks wunderbar analysieren und vergleichen. Falls das eher verwirrt, dann diesen Tipp einfach ignorieren - mir hilft das ganz gut, Spuren "objektiv" zu bewerten 🙂
 
LUFS sind hier komplett egal, da wir es hier ja nicht mit gemasterten Songs zu tun haben. Am Besten immer voll aussteuern, sprich zb auf -1db normalisieren nach dem Exportieren.
Ich würde da gerne noch etwas zu ergänzen, rein technisch gesehen ist das Standard "normalisieren" ein reines Peak normalisieren. Das kann (muss aber nicht) problematisch werden, wenn die Spur nicht gut bearbeitet wurde, was ich natürlich nicht unterstelle. Das kann also theoretisch dazu führen, dass ein einziger, winziger Peak als Anhaltspunkt ausreicht und damit eigentlich keinerlei Vergleichbarkeit bzgl. der Lautheit zwischen den Spuren zu ziehen ist. Ich wollte nur ergänzen, dass man das technisch durchaus im Hinterkopf behalten kann, wenn man sich für diese Vorgehensweise entscheidet.

Haut mal raus, machen meine Überlegungen Sinn, oder gibts auch sinnvollere Vorgehensweisen?
Meine ganz persönliche Meinung: Das hängt erstmal vom Ausgangsmaterial ab. Also redet man von einzelnen Stems (z.B. Bass, Drums, Bass, Synth, Gitarre, FX, oder sogar noch granularer), oder von einzelnen Intros, Effekten, oder einem ganzen zusammengemischten Playback Track.
Und anders als meine Vorredner arbeite ich bei einigen Varianten sehr wohl mit Lufs und zwar, wenn es sich zum Beispiel um ein komplett gemischtes Intro oder ein Interlude oder sowas handelt. Dabei benutze ich das aber auch nur als Ausgangsbasis für die erste Einstellung. Normalisieren mache ich persönlich generell nur bei sehr kalkulierbarem Ausgangsmaterial.
Auch hier meine persönliche Meinung: irgendwelche Standards sind komplett egal für diesen Anwendungsfall, Hauptsache man hat ein einheitliches, eigenes und reproduzierbares Verfahren für sich selber und das bewegt sich nicht in irgendwelchen Extrembereichen, ist technisch sauber und der FOH muss den Gain Regler nur ein einziges Mal beim Check benutzen.

Ansonsten ist meine Vorgehensweise immer basierend auf einer Referenz. Das heißt ich hab das einmal an einem Song eingestellt wie es dann hinterher in den Live Mix gehen soll. Kommt jetzt ein neuer Song dazu orientiere ich mich daran und habe für Live dann eine Art Lautheitsposition im Mix bestimmt. Upfront / Gleichberechtigt / Background. Meine persönliche Meinung dabei: Live braucht es jetzt nicht so viel subtile Unterschiede, wichtig ist mir dabei die Position im Gesamtbild.
 
Danke für die Antworten ich formuliere nochmal um:
Wir proben ca. Alle 2 Monate oder vor gigs.

Wenn wir neues Material haben bekommt das jeder mit ordentlich Vorlauf als Guitar pro und Reaper Projekt.

Wenn wir proben ist halt immer kaum bis gar keine Zeit irgendwelche Sachen zu justieren, daher suche ich aktuell nach einer Möglichkeit Samples vorab mit einheitlicher Lautheit zu rendern, um auf probe im Idealfall nichts großartig einpegeln zu müssen.

Samples sind in der regel Synth, Klavier und 3. Gitarre.

Ebenso hab ich ne Guidespur mit einzähler für Partwechsel/Stichworte, da dachte ich auch alles passt, war dann aber bei 2 Tracks in Test zu Leise.
 
wenn es sich zum Beispiel um ein komplett gemischtes Intro oder ein Interlude oder sowas handelt.

Siehe

da wir es hier ja nicht mit gemasterten Songs zu tun haben.

LUFS machen hier mMn keinen Sinn, es hat einen Grund, warum jeder Kanal Meter in einem Mischpult mit Peak oder RMS arbeitet.

Kommt jetzt ein neuer Song dazu orientiere ich mich daran und habe für Live dann eine Art Lautheitsposition im Mix bestimmt. Upfront / Gleichberechtigt / Background.

Dass wiederum hängt komplett davon ab, wie laut der Song von der Band gespielt wird. Ein Hintergrund Sound in einem Song kann lauter als der Lead Sound im anderen Song sein, wenn ersteres ein Rock Song und zweiteres eine Pop Ballade ist. Deshalb würde ich erstmal komplett aussteuern.
 
Ok ich formuliere nochmal um:

ich will Samples mit gleicher Lautheit erstellen ohne diese bei neuen Songs immer wieder mit alten im Vergleich referenz zu hören.

Wenn ich rein nach Peak gehe geht das nicht.

Macht hier LUFS zumindest als Schadensbegrenzung sinn, falls man eine datei in Reaper auf den Live pc zieht und bei dieser vergisst die Lautstärke zu trimmen?

Wenn nicht gibt es andere Einheiten nach denen ich Mich richten kann?
 
ich will Samples mit gleicher Lautheit erstellen
Mit dieser Aussage kommen wir dem Thema LUFS als Bewertungsgröße wieder ein ganzes Stück näher 😉

Neben verschiedenen Tools als Plugins zeigt Reaper (bei aktuellen Versionen) sehr übersichtlich zahlreiche Kennzahlen nach dem Rendern. Für eine Kontrolle wäre das ein guter Anhaltspunkt - nochmal neu gerendert ist dann bei Bedarf schnell.

Einige weitere recht hilfreiche Tipps zu dem Thema gibt es in den Neuerungen ab V6.30:

View: https://www.youtube.com/watch?v=TKbnNUNC4m8
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn nicht gibt es andere Einheiten nach denen ich Mich richten kann?
Nein. Peak ist halt das was ist, die Spitze im Moment, RMS und LUFS sind beides Verfahren über die Zeit, wobei LUFS grob gesagt noch eine Gewichtung anhand der menschlichen Lautheitswahrnehmung im Frequenzspektrum vornimmt. Alles natürlich abhängig vom gemessenen Zeitintervall und dem Inhalt. Die Verfahren sind jeweils nur mit sich selbst wirklich vergleichbar und nicht untereinander.
 
- Probenzyklus ca. 1-2 Monate
- Zusatzproben 1 mal vor Gig
- oft Proben ohne vollständige Besetzung
- Rest der Band hat nicht so das mega technische Verständnis zwecks Bedienung des X32, d.H. ich muss auch oft nochmal dinge erklären, natürlich immer während gleichzeitig Drummer seine Fußmaschine einstellt oder Gitarre 2 irgendwas Rumfidelt, oder die Nachbarband vorbeikommt und mich wahlweise um Kabel anpumpt oder fälschlicherweise ihren Kumpels als Technik Nerd vorstellt 🤯... oder angenehmerweise einfach grundlos paar Flaschen Bier reinstellt 😍
- ich bin auch kein Tech-Genie was den ganzen kram angeht, d.H. das ist für mich dann auch immer fordernd.
- Proben sind halt auch nur 2-3, bzw. max. 4 Stunden

d.H. Ziel ist halt einfach, dass bei Probe die Neuen Files einfach auf den Mac Mini gezogen werden und es out of the Box mit richtigen Pegel funktioniert. Bei Schraubenschlüsseln nimmt man ja auch nicht den ganzen Satz und probiert die alle durch, sondern einfach den der auf Anhieb passt.
 

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