Einstellarbeiten/Drehen an der Truss-Rod Schraube bei der Fender American Professional II Serie

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Hallo zusammen,

ich habe mir einen neuen Fender American Professional II Jazz Bass V gekauft, und bin eigentlich sehr zufrieden damit, bis auf eine Kleinigkeit, die mir erst jetzt aufgefallen ist:
Die Halsverstellschraube (für den Truss Rod) befindet sich nicht wie gewöhnlich oben am Kopf unter dem Sattel, sondern am unteren Ende des Halses beim Body bzw. Pickguard. Siehe hier:

DSC03235.JPG

Das ist der Schlüssel, der mitgeliefert wurde:

DSC03236.JPG

Wie drehe ich denn jetzt an der Schraube? Ist es wirklich so gewollt wie ich es auf folgendem Foto andeute:

DSC03238.JPG

Oder muss ich das Pickguard vorher abmontieren, und soll ich die Saiten vorher lockern?
Ich habe auch schon Hinweise gelesen, dass man dazu den kompletten Hals abschrauben muss. Sollte das der Fall sein, würde ich das Instrument sofort retournieren. Das traue ich mir nämlich nicht zu.

Danke für jeden Tipp und Hinweis!

LG
-banjogit-
 
Ist es wirklich so gewollt wie ich es auf folgendem Foto andeute
Ich sage ja, das ist so gewollt, deswegen hat der Innensechskantschlüssel auch einen Kugelkopf und einen T-Griff. In früheren Baujahren hatte die Spannstabmutter sogar einen Kreuzschlitz, da war es dann trotz Aussparung am Schlagbrett richtig unangenehm beim Verstellen, weswegen dann viele den Hals kurzerhand abschraubten, um besser ranzukommen. Aber mit dem Innensechskant und dem speziellen Schlüssel müsste es ohne große Schwierigkeiten und vor allem ohne jegliche Demontagearbeiten an Schlagbrett oder gar Hals vonstattengehen.
 
Sieht eigentlich alles normal aus, das ist halt eine von zwei Optionen.
Bei mir siehts genaus so aus, aber da war ein gewinkelter Imbus dabei, der dann besser rein passt.
Aber der "Kugelkopf" an der Spitze sollte da doch leicht schräg rankommen und auch greifen, oder nicht?
 
Mein Tipp ist, zumindest die Saiten zu lockern, bevor man die Trussrod anzieht. Und es hilft auch den Hals etwas vorzuspannen, damit man die Schraube leichter drehen kann.
In früheren Baujahren hatte die Spannstabmutter sogar einen Kreuzschlitz, da war es dann trotz Aussparung am Schlagbrett richtig unangenehm beim Verstellen,
Und da habe ich schlechte Erfahrungen mit dem nachspannen des Halses gemacht. Bei einem JB mit so einer Schraube hab ich leider meinen obigen Rat nicht befolgt und das Gewinde abgedreht. Jetzt hat der Bass einen neuen Hals, weil das um einiges günstiger war als den Hals sehr aufwendig zu reparieren.
 
...
Aber der "Kugelkopf" an der Spitze sollte da doch leicht schräg rankommen und auch greifen, oder nicht?

Doch, tut er. Allerdings muss man schon aufpassen dabei nicht das Pickguard zu beschädigen, am besten ein dünnes Taschentuch drunterlegen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

....Und es hilft auch den Hals etwas vorzuspannen, damit man die Schraube leichter drehen kann.

Das mit den Saiten lockern weiß ich. Mit "Vorspannen" meinst Du den Hals per Hand etwas nach vorne drücken und dann erst drehen?
 
Dann funktioniert doch alles...
wenn dir das zu eng ist, kannst du ja immer noch einen "normalen" gewinkelten Imbus benutzen...
 
Man könnte auch den Hals einfach lockern, also nicht ganz abschrauben- wenn es so nicht funzt. So mache ich das bei meiner Jazzmaster mit Tauschhals. Saiten lockern, dann mit Kapo fixieren. Dann den Hals nur fast abschrauben. Halsstab einstellen und alles wieder festschrauben.
Dazu gibt es auch Tutorials auf Youtube.
 
...kannst du ja immer noch einen "normalen" gewinkelten Imbus benutzen...

Die Aussparung am Pickguard misst lediglich 7-8 mm. Gibt es einen gewinkelten Imbus mit so kurzem Schaft?
 
Der Kugelinbus ist doch perfekt dafür. Entweder klappt es so; oder wenn nicht, Saiten entspannen, Kapo auf ersten Bund (damit der ganze Kladderadatsch ordentlich bleibt), Hals abschrauben, einstellen, anschrauben, fertig. Wichtig ist nur, dass du den Hals nicht mit roher Gewalt wieder anschraubst!

Wenn du einen Winkelinbus abflext, kann es durchaus passieren dass du nicht erneut ansetzen kannst (wenn der Spalt zu schmal ist).

Bei meinem Preci ist das auch so, aber mit Kreuzschlitz. Dort habe ich mir jedoch selber ein Schlagbrett gebaut und den Schlitz bei der Gelegenheit etwas verlängert (so dass es mit Kreuzschlitzschraubenzieher gut funktioniert).
In Wahrheit habe ich das Ding einmal vor 25 Jahren eingestellt und danach nicht mehr.

Sehe gerade....das mit Hals lösen stand ja schon da......
 
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Vermutlich hat sich das Ganze demnächst erledigt. Ich werde den Bass höchstwahrscheinlich retournieren, da ich mit dem doch sehr breiten Hals/Griffbrett (Sattelbreite knapp 48mm) nicht gut zurecht komme. Meine Finger sind etwas zu kurz und die linke Hand ermüdet einfach zu schnell.
Trotzdem danke für Eure Hilfe!
 
Mit "Vorspannen" meinst Du den Hals per Hand etwas nach vorne drücken und dann erst drehen?
Naja, eigentlich umgekehrt. Wenn man die Halsschraube festzieht, geht, geht der Hals nach hinten, die Saitenlage wird niedriger. Daher beim festziehen, den Hals nach hinten drücken um die Schraube, und damit das Gewinde, zu entlasten.
 
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Kurz noch ein Off-Topic nachgereicht:
Ich hab zwischenzeitlich einen Sandberg TT5 angetestet. Der hat einen super Hals, welcher für meine Greifhand wie gemacht ist. Er hat gegenüber dem Fender auch noch ein paar weitere Vorteile, aber leider auch Nachteile. Tja, das ist dann wohl immer Abwägungssache, was einem wichtig ist.
 
Freu dich an deinem Fender - der ist schon super(y)
 

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