Elektronische Kirchenorgel

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  • #21
Gemeint war das B3/A100 Pedal. Das ist immer ein Vollpedal.
Stimmt, die B-3 und A-100 haben 25-tönige Basspedale. M-3 oder M-100 ("Spinettmodelle") sind meiner Kenntnis nach dagegen im Bereich einer Oktave.

Vollpedale bei Kirchenorgeln sind häufig im Bereich 32 Töne, bei sehr großen Orgeln manchmal sogar noch etwas mehr.
 
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  • #22
32 Pedale sind bei der Kirchenorgel üblicherweise ein "Vollpedal", kleinere Umfänge sind z.B. 30 Pedale, gelegentlich noch etwas weniger.
Neben der geraden und der "konkaven" Bauform (also etwas rund, zu den Seiten hin hochgezogen), die üblicherweise "geschweiftes" Pedal genannt wird, gibt es noch die "doppelt geschweifte" Bauform, da sind die Pedale zusätzlich etwas fächerförmig auseinanderlaufend zur Orgel hin.
Ich kenne hier eine Orgel, die wird regelmäßig für Konzerte genutzt, da sind auf der Empore beide Pedal-Bauformen verfügbar, die "geschweifte" und die "doppelt geschweifte". Die Pedale lassen sich ja leicht austauschen, und wenn ein Gastorganist kommt kann er sich das Pedal aussuchen das ihm besser liegt.
Die gerade Bauform ist aber nicht vorhanden, die scheint wohl nicht so beliebt zu sein dort.
 
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  • #23
kennt sich irgendjemand mit elektronischen Kirchenorgeln aus? Ich möchte mir gerne eine gebrauchte kaufen, weiß aber nicht, worauf ich achten muss.
Vor allem, dass die Tasten mit Druckpunkt sind. Ohne Druckpunkt kannst du weniger genau spielen, richtig üben kann man so kaum.
Erst nach dem Druckpunkt kommt Orgelklang.

Ich könnte dir Viscount-Orgeln aus den letzten Jahren empfehlen. Vor zwei Jahren habe ich für meine Kirche Viscount Cantorum Trio Plus gekauft, dazu auch Pedal und 4x externe Lautsprecher. Die Orgel ist sehr gut: Druckpunkt sowieso, aber auch der Klang ist gut. Nur muß man sehr viel einstimmen. Privat habe ich auch Viscount Cantorum Uno Plus, sehr praktisch für mobile Einsätze. Auch habe ich Viscount Cantorum Duo (ohne "Plus"), dafür habe ich ein leichtes MIDI-Orgelpedal gemacht (mit Opto TCRT5000 als Tastenkontakte und AVR-Mikrocontroller) , da die Pedale, die zum Kauf angeboten sind, die sind einfach zu schwer, über 30 Kg. Cantorum-Serie ohne "Plus" ist für mobile Anwendungen besser, da wenige Einstimmungen notwendig. Leider nicht mehr hergestellt.
Bei Trio und auch bei meinem Uno habe ich die Variante mit schwarzen Holztasten gewählt: zwar etwas teurer, dafür aber viel angenehmer als Kunststofftasten.
Bei allen Cantorum-Orgeln von Viscount ist Notenpult leider unbrauchbar. Aber man kann hier auch selbst etwas machen, was besser passt.

Richtige Orgelklang bekommt man erst mit externen Lautsprechern. Mit meinen Viscount-Orgeln benutze ich aktive Laupsprecher Adam Audio* T8V, und mit 2-man. Orgel auch Adam Audio* T5V für den 2. Manual (die Viscount Cantorum Orgeln haben je vier OUT-Buchsen, man kann sie unterschiedlich einstimmen. Z.B. kann man über zweites Paar Man.II ausgeben). Das sind Monitor-Lautsprecher, daher sehr gute Klang, T8V arbeiten schon ab 33 Hz, das braucht man gerade für eine Orgel und es gibt nur wenige Lautsprecher, die das wirklich können. Aber als Monitor-Lautsprecher haben sie keine Befestigungen für Ständer, die habe ich selbst nachgerüstet.

Auf dem Foto ist meine mobile Viscount Cantorum Duo, zusammen mit selbstgemachten Pedal und Notenpult und angepassten Klavierständer und Orgelbank. Alle Teile wiegen nicht über 20 Kg. Der Satz benutze ich mobil.

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Auf dem zweiten Foto ist unsere Viscount Cantorum Trio Plus. Pedal, Tisch und Orgelbank gekauft, Tisch mit Alu-Winkel zusätzlich verstärkt. Notenpult und Beleuchtung für Pedal selbst gemacht.

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Viele Grüße,
Max.

P.S: ich denke, Pedal sollte 30 Töne haben. J.S.Bach hat im Pedal nur in drei von seinen Werken f1 verwendet und niemals darüber. Viele Orgeln nach dem 1945 haben Pedal bis f1. Kommt man dann an eine Orgel mit Pedal bis g1, kann es problematisch werden, da man gewöhnt: letzte Pedaltaste rechts ist f1.
Übrigens, wenn man oft Dorforgeln spielt, die nur Pedal bis d1 oder gar bis c1 haben, oft auch ohne Cis unten, dann kann man jede Pedaltastatur spielen. Aber g1 braucht man für Musikpraxis kaum.
 
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  • #24
Mein Musiklehrer hat sich eine Kirchenorgel ins Wohnzimmer bauen lassen, die lag bei 100.000 DM, wie kommst du darauf, eine ältere Kirchenorgel unter 1000 zu erhaschen?
IMG_20250822_185139.webp

Diese Orgel kann man gratis haben (Selbstabholung). Sie muß weg, und ich finde niemand, der sie braucht. 1 man. und Pedal, 4 Register.
Falls gewünscht: Kirche Saalburg, Kirchspiel Saalburg-Ebersdorf, Kirchenkreis Schleiz. Kontaktdaten kann man leicht in Internet finden. Ich freue mich, wenn die Orgel weiter benutzt wird und nicht einfach untergeht.
Nur bitte nicht zu lange denken: man macht Druck, die Orgel muß bald weg.
IMG_20250822_185245.webp

Viele Grüße,
Max.
 
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