Em richtig greiffen

von cyrex, 15.01.08.

  1. cyrex

    cyrex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #1
    Hallo Leute, ich spiel ja jetzt schon ein halbes Jahr auf meiner Western. Allerdings ist mir immer noch nicht ganz schlüssig wie jetzt der Em richtig gegriffen wird.
    Einerseits seh ich das mit 1 und 2 gegriffen wird, und dann wieder mit 2 und 3?
    Ich denke es hat beides seine Vorteile 1 und 2 wenn ich im Anschluß ein G spielen will; 2 und 3 wenn ich im Anschluß ein E spiele?
    Was sagt ihr? Ich habs mir jetzt angewöhnt mit 2 und 3.
     
  2. Hooker

    Hooker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #2
    Die flexiblere Art ist mit 2 u. 3. (bzw mit 3 u. 4, da dann der Barrefinger gleich frei ist.)
    Der Wechsel auf G ist so oder so sehr unstressig und mit 3-4 geht der Wechsel auf A besser.... ist fast Geschmackssache.

    Auf jeden Fall gibt es da kein Richtig oder falsch
     
  3. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #3
    Damit hast du dir deine Frage eigentlich selber beantwortet, ich zb greife es immer so, wie es für mich am einfachsten mit dem danach folgenden Griff zu verbinden ist.

    Das mache ich aber ehrlich gesagt mit allen Akkorden.
     
  4. Dark Seven

    Dark Seven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #4
    Echt? Greifst Du Akkorde öfter mal anders? Ich persönlich habe ein festes Schema, welches ich auch meinen Schülern beibringe. Das halte ich eigentlich auch für ganz sinnvoll, gerade, wenn man noch lernt.

    Dass ich E-Moll mit den Fingern 2 und 3 greife, dürfte daran liegen, dass ich (natürlich) E-Moll und E-Dur vor G-Dur gelernt habe, da war es eben praktischer, bloß den ersten Finger bewegen zu müssen als die ganze Hand.
    Wenn man es mal auf die Praxis bezieht, könnte die 1&2-Methode aber tatsächlich praktischer sein, weil G-Dur die parallele Durtonart zu E-Moll ist und die beiden so öfter zusammen zu finden sind, E-Dur kommt mit G-Dur ja gar nicht direkt in Kontakt.
     
  5. mietschie

    mietschie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #5
    Also ich greife Em in den meisten Fällen mit 2 und 3. Aber wie Hooker schon sagte, greife ich auch öfter mal mit 3,4 wenn auf das Em ein F mit Barré folgt... klappt soweit ohne Probleme.
     
  6. Boneyard

    Boneyard Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #6
    Hey,

    ist eigendlich deine Sache wie du das greifst.
    Es gibt kein "richtig oder falsch".
    Wie dus am besten kannst und wie du es in einem bestimmten
    Lied am besten kannst, zB was am sinnvollsten ist wenn bestimmte
    Akkorde darauf folgen. Das gute an der 2+3 Finger Variante ist,
    wenn du Metal spielst kannst du nebenbei noch das "Rock- Zeichen"
    oder wie man das nennt mit 1+4 Finger machen :D


    mfg
    Boneyard
     
  7. XenoTron

    XenoTron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #7
    ich greife Em mit Ring und kleinem Finger um mir anzugewöhnen den Zeigefinger für Barre-Actions frei zu haben. Funktioniert gut, trainiert den Pinky und ist am flexibelsten finde ich.
     
  8. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #8
    Ja, ich greife Akkorde unterschiedlich, je nach dem was danach kommt oder was ich mit den anderen Finger noch so an Hammer Ons oder so, vorhabe. Da gibt es heitere Country Pickings, die sind im Grunde nur ein E-Dur Akkord, aber man nimmt mal hier einen Finger und setzt da einen dazu und schon klingt es nach Melodie...

    Ich habe bei meinen Schülern ein wenig die Phasen unterschieden, in der ersten Phase sollen sie erstmal greifen wies passt, hauptsache, es kommt überhaupt ein Ton raus.
    Dann habe ich, ähnlich wie du, ein Greifschema gelehrt und danach, dann die Alternativen aufgezeigt. Sobald ein Schüler so weit ist und das System hinter den Akkorden verstanden hat, sind alternative Griffe kein Thema mehr, denke ich.
     
  9. Johnny_Virgil

    Johnny_Virgil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #9
    Exakt. Ausserdem ist es normalerweise für Anfänger leichter, von der gleichen "Grundform" aus zwischen dur und moll zu wechseln, anstatt dafür gleich den ganzen akkord anders zu greifen. Feste schemata helfen auch, sich die akkorde schneller zu verinnerlichen und den Wechsel von einem akkord auf nen anderen zu beschleunigen.
     
  10. Dark Seven

    Dark Seven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #10
    Also, bei jüngeren mache ich es so, dass ich denen gleich sage, wie sie einen Akkord oder etwas anderes greifen sollen. Denn gerade bei denen kommt es vor, dass sie schon mal E-Dur und A-Moll durcheinanderwerfen, da muss ich sie nicht noch mit mehreren Greifvarianten belasten.
    Älteren zeige ich hingegen erst mal nur die Töne, wie ich es mache und lasse sie es nach meiner Art nachspielen. Schließlich halte ich meine Art zu greifen für die beste, weil ich es so am besten kann, das wird wohl jedem so gehen. Dann lasse ich ihnen aber die Freiheit, es so zu machen, wie sie wollen, damit sie einen eigenen Stil entwickeln können, das ist mir sehr wichtig. Und so lange sich ihre Technik später nicht auf irgendwas negativ auswirken kann, sehe ich damit auch kein Problem.
     
  11. cyrex

    cyrex Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #11
    Von welchem System sprichst du da? Find ich jetzt nicht uninteressant. Vielleicht kannst mir ein paar literarische Tipps zu dem Thema geben? Thx.
     
  12. gitisfun

    gitisfun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #12
    Mit dem "System" meint er wahrscheinlich den Aufbau von Akkorden.
    Akkorde werden gebildet indem Terzen aufeinander geschichtet werden.
    Ein Dur-Akkord z.B. besteht aus großer Terz plus kleiner Terz, ein Moll Akkord wird gebildet aus kleiner Terz plus großer Terz.
    Um den Unterschied zw. kleiner und großer Terz kennenzulernen mußt du dich mit Intervallen beschäftigen.
    Eine kleine Terz bedeutet drei Halbtonschritte, eiine große Terz bedeutet vier Halbtonschritte.
    Ein praktisches Beispiel: der C-Dur Akkord.
    Greif mal das C auf der A-Saite.
    Der Dur Akkord verlangt als nächstes eine große Terz. Große Terz = vier Halbtonschritte = vier Bünde weiter auf der A-Saite.
    Also schlag mal den Ton vier Bünde weiter (vom C aus gesehen) auf der A-Saite an.
    Kommt dir der Ton bekannt vor? Richtig, das ist ein E.
    Als nächstes brauchst du eine kleine Terz = drei Halbtonschritte = drei Bünde.
    Also drei Bünde weiterrutschen und diesen Ton mal anschlagen. Das ist das G.
    Die drei Töne, die du jetzt angeschlagen hast, bilden den C-Dur Akkord.
    Problem ist jetzt natürlich das du die drei Töne ja auf einer Saite nicht gleichzeitig anschlagen kannst... also suchst du die jetzt auf den Saiten drüber.
    Die erste Terz, das E, suchst du mal eine Saite höher - Lösung: D-Saite 2. Bund.
    Die zweite Terz, das G, verlagerst du zwei Saiten höher = leere G-Saite.
    Kommt dir der Griff bekannt vor?
    Das ist das "normale" C wie du es bisher gelernt hast.
    Den Zeigefinger, den du beim "normalen" C noch mit auf den ersten Bund auf der H-Saite legst ist einfach nochmal der (oktavierte) Grundton, das C.
    Die hohe E-Saite darst du beim C-Dur dann praktischerweise auch mit anschlagen, denn E war ja die Terz vom C.
    Wenn du dieses Prinzip begriffen hast und weißt wo du die Terzen auf dem Griffbrett findest kannst du dir jeden Akkord selber basteln.
    Wenn du das lernen möchtest solltest du dich mit Harmonielehre beschäftigen.
    Hier im board sind ab und an schonmal Bücher dazu empfohlen worden, ich denke da wirst du mit der Sufu was finden, ich weiß leider nicht mehr was empfohlen wurde.

    Greetz gitisfun
     
  13. Fantaplast

    Fantaplast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.08   #13
    sehr schön geschildert gitsifun

    aber zu der frage wie man den em richtig greift würde ich dir sagen das du alle möglichkeit (also 1+2, 2+3, 3+4)lernen solltes und nicht nur bei em sondern bei allen grund akkorden (ich mein die für die man kein baree braucht)denn in manchen stücken hat man einfach nur eine möglichkeit den akkord zu greifen und schnell genug zum nächsten zu wechseln

    aber das is nur meine meinung und mein lehrer hats mir auch so beigebracht und ich halts auch für die richtige aber wenn dich das überfordert oder du andere probleme dabei entdeckst entscheid dich lieber für was anderes
     
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