Emotionen in die Stimme bringen

von krypton, 08.05.05.

  1. krypton

    krypton Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.05   #1
    Hi,

    ich versuch seit einiger Zeit zu singen, klappt soweit auch ganz gut aber ich bekomm auf teufel komm raus keine emotionen in meinen gesang. Gibt es da etwas bestimmtes zu beachten? Oder kommt das einfach mit der Zeit?
     
  2. Killian

    Killian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.05   #2
    Was genau meinst du mit "emotionen"?
     
  3. krypton

    krypton Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.05   #3
    Nunja halt gefühlsbetonter singen....ich weiß jetzt nicht wie ich es genau umschreiben soll....jetzt nicht so á la emo ins mikro weinen etc. sondern die stimme halt ein bisschen nunja......"bluesiger" also "etwas" gefühlsbetonter
     
  4. sunflower

    sunflower Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #4
    ich denke, krypton meint einfach, dass er mit seiner stimme mehr ausdrucksmöglichkeiten möchte.
    er möchte nicht nur EINEN sound produzieren, sondern möchte mit seiner stimme mal laut, mal leise, mal aggressiv, mal sanft, ... wirken.

    zumindest hab ich das so verstanden.

    also nicht einfach nur alles "schön gesungen" auf nur eine art und weise mit den richtigen tönen, sondern ein bisschen mehr leben hineinbringen und an den text angepasst die stimmung.


    falls ich das also richtig verstanden habe, mein tipp:
    probier viel herum. versuch, dich mit deiner stimme zu spielen. aber ohne eine bestimmte klangvorstellung zu haben. und ohne dir jetzt zu denken "so, ich sing jetzt dieses und dieses wort, und das soll so und so klingen."
    lass mal konkrete worte weg. nimm dir einfach nur vokale oder irgendeine phantasiesprache oder was weiß ich - also irgendwas abstraktes.
    und dann spiel dich mit tönen und versuch mal, wie du die stimme noch einsetzen kannst als wie du es nicht eh schon tust. versuch, neue ansätze zu finden.
    es geht darum, neue facetten in deiner stimme zu entdecken.
    und denk nicht so viel. trau dich, dass auch schräge töne rauskommen. dass dir die stimme wegkippen kann. erst durchs probieren wirst du deine stimme entdecken und lernen, wie du flexibler wirst und was alles in deiner stimme an ausdrucksmöglichkeiten steckt.
    lass dich einfach hineinfallen und schau was dabei rauskommt...
     
  5. Rebellin

    Rebellin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #5
    was mir selbst bei emotionsgeladenerem singen aufgefallen ist , ist dass wenn man sich in den text total hineinfühlt die stimme auch so mitgeht -----

    für mich ist die stimme ein ausbruch der seele
     
  6. Wobbly

    Wobbly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #6
    Genauso isses bei mir auch.. Ich musste erst ein Lied finden, dass das auch mir rausgeholt hat.. und als ich dann wusste wies ging.. wars easy.. :)
     
  7. Doppelkorn2004

    Doppelkorn2004 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #7
    Hi!

    Ich glaube ich habe das irgendwo anders schon einmal gepostet....auf ein neues...

    Krypton...auf was willst Du genau heraus? Es gibt neben der Sache die Sunflower gemeint hat noch eine andere Definitionsmöglichkeit.

    Emotionen rüber bringen sind drei Wörter, die mehr bedeuten als nur das was sie aussagen. Es erfordert viel viel Arbeit und Gefühl vom Sänger.
    Denk mal einfach über Dein Leben nach. Du wirst Dich an Dinge erinnern können, die schön oder total mies waren. Gute und schlechte Emotionen waren die Folge. Dasselbe findet in der Musik statt.
    Was sagt uns das?
    Emotionen können sein:
    1. Freude
    2. Liebe
    3. Überschwenglichkeit
    4. Hass
    5. Traurigkeit
    6. Eifer
    7. Panik
    8. zurückhaltend
    9. und noch viel viel mehr
    Ich gehe immer wie folgt vor:

    Ich hab ja dann irgendwann einmal einen Liedtext (sofern ein Lied gecovert wird) mit dem ich ja zunächst mal nichts anfangen kann. Ich höre mir bewusst - sofern ich das Lied nicht vorher schon kannte - das Original an. Ich übersetze mir erst einmal den Text ins Deutsche und versuche die Gefühle zu verstehen, die der Schreiber versucht hat auszudrücken. Dann versuche ich mich an ähnliche, selbst erlebte Situationen dieser Art zu erinnern. Gibt es diese nicht, versuche ich zumindest mich jeweils andere Emotionen zu erinnern, die den Liedtext verkörpern könnten.
    Ich beginne dann mal mit einem Durchlauf das Lied zu singen. Ich selbst hab noch Unterschiede je nach Song. Wenn es ein Lied ist...sagen wir mal The Scientist von Coldplay oder ähnliches Liedgut, hilft es mir oft, wenn ich mich zuhause mal in einen verdunkelten Raum setze und einfach Ruhe hab, an nichts denke. Ich kann dann richtig abschalten und mich in die richtige Stimmung versetzen.
    Genau andersrum in Liedern, sagen wir mal Metalcore oder so, wenn ich über eine absolute Hass-Situation nachdenke oder ähnliches. Ich hab (vielleicht ist das auch alles nur Einbildung:D ) dann einfach mehr Energie, mich in bestimmten Singpassagen zu verausgaben :eek: <---shooooout

    Ich hasse ja diese Sendung Popstars. Aber ich hatte mal in der letzten Staffel zufällig in einer Folge eingeschaltet, wo es um Verkörperung von Emotionen ging. Da waren etliche Sänger Rotz und Wasser am heulen. Vielleicht war die "Perfomance" singtechnisch nicht perfekt, aber das Gefühl was rüberkam, war schon Granate. Ich denke dort konnte man auch gute Erklärungen sich rausziehen über das Thema. Aber ich denke, viel erklären gibt es dazu sowieso nicht. Jeder muss es glaube für sich selbst rausfinden und das alles hier wie die anderen Beiträge auch nur als Tipps nehmen.

    Viel Erfolg:great:
     
  8. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

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    wo's am schönsten ist ;)
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    Erstellt: 13.05.05   #8
    Beim singen sollte man den Text wie ein Schauspieler verkörpern. Sich also in den Inhalt hineinversetzen und so zum Ausdruck bringen, dass es realistisch herauskommt.
    Das einfachste ist das Beispiel "I hate you", singst Du ja sicher nicht wie "I love you". Dabei sollte man sich bewusst sein, wie man das im Text verknüpft herausbring.
    "I hate you" kann ich drohend, abfällig, oder bissig schreiend rüberbringen.
    "I love you" glücklich, flüsternd, überschwenglich, oder auch befreiend schreiend herausbringen.
    Das hängt vom Song ab, natürlich auch von einem selbst, wie man Worte zum Ausdruck bringen will.

    Jede Art davon hat eine andere Wirking und man sollte sich Gedanken machen, wie man etwas sagen will und es dann auch so tun.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich dabei nicht ablenken lassen darf, sondern in seiner Storry bleiben muss. Das hat ziemlich Wirkung...
    Also nicht plötzlich grinsen, weil man da seinen Kumpel stehen siehst, der einen ganz anders kennt.
     
  9. krypton

    krypton Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #9
    Hey thx, dass hat mir schonmal weitereholfen.
    Danke nochmal!
     
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