Empfehlungen semiakustische Gitarren nach bestimmten Kriterien

  • Ersteller Gonzosound
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wie wäre es mit einer sheraton?
Hatte der TE nicht gesagt, dass ihm das Griffbrett/der Hals seiner Casino nicht gefällt :gruebel:
Meines Wissens hat die Casino und die Sheraton doch ein fast identisches Halsprofil?!?

Aber dennoch ist die Sheraton eine gute Gitarre... Weiß nur nicht ob der TE vom Hals begeistert sein wird..
 
naja, er sagt, die saitenlage wäre bei der casino zu hoch.
bei der sheraton ist die saitenlage, wie bei meinen anderen gitarren auch, perfekt.
 
Meines Wissens hat die Casino und die Sheraton doch ein fast identisches Halsprofil?!?

manche ja - manche eben nicht
es geht ja nicht direkt um das Profil - sondern um die Breite am Sattel
er hat eine 90er Jahre Casino, da gab es auch welche mit extrem schmalen Hälsen
 
über die casino kann ich nichts sagen, aber die sheraton hat knapp 43mm
 
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Das es da tatsächlich so krasse Unterschiede gab, war mir wirklich nicht bewusst.. Aber man lernt ja nie aus :)

Bislang hatte ich drei Casinos in der Hand.. Die lagen eben alle bei 42,x .. Und die Sheraton liegt bei 42,x bis 43 .. Aber wenn es tatsächlich welche gab mit unter 40... Krass ..
 
Mal von den Modellen abgesehen, es gibt Semi Akustik Gitarren mit und ohne Sustainblock, welche mit separater Decken/Zargen/Bodenkonstruktion und welche die einen ausgehölten Body mit entsprechender Decke haben. Letztere sind auf jeden Fall auch bei mehr Gain zu gebrauchen, am empfindlichsten sind die Klampfen ohne Sustainblock.
 
es gibt Semi Akustik Gitarren mit und ohne Sustainblock

die ohne Sustain-Block würde ich dann aber als Full-Hollow bezeichnen, weil 'Semi' (halb) ist da nix....
(und mit der Korpus-Dicke hat das mMn nix zu tun)

und eine komplett ausgefräste ist in meinen Augen eher eine 'Semi-Solid'
(da die Abstammung von der Solid-Body eindeutig ist)
 
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, am empfindlichsten sind die Klampfen ohne Sustainblock.
ist das nicht irgendwie logisch, halt leichter gebaut und mehr Raum zum schwingen?
weil 'Semi' (halb) ist da nix....
bezieht sich da "semi" nicht auf die Tiefe des Korpus, weil, sonst ist das doch eher eine "Archtop", oder? Sorry, mir geht es, besonders bei auch akustisch angehauchten E-Gitarren mit den genauen Typenbezeichnungen etwas durcheinander:redface:. (Hollow, semihollow, thinline, archtop usw.)
 
Wichtig sind eigentlich nur 2 Formen, die mit Sustainblock (welcher Form auch immer), und die mit komplett hohlem Korpus.

Die Hollowbodys ohne Sustainblock sind halt als E-Gitarren etwas spezieller, weil auf lauten Bühnen und so ihre starken Eigenarten durchkommen.

Alle anderen sind afaik verschiedene Varianten mit Sustainblock, und bieten einen anderen Klang als Solidbodys, aber haben nicht die extremen Eigenarten der Hollows.

Archtops sind Akustische mit gewölbter Decke, die frühesten E-Gitarren sind solche gewesen. Thinline bezeichnet die semiakustische Variante der Telecaster.



So oder so, diese Bauweisen sind für bestimmte Eigenarten verantwortlich, aber die Spanne an Klang ist hier extrem weit. Eine Epiphone Casino ist was ganz anderes als eine Gretsch, beide haben wenig mit einer Thinline Tele zu tun.
Meistens wird bei Semiakustischen direkt an die ES335-artigen gedacht, deswegen würde ich alle Hollows, Thinlines und sowas in dieser Kaufberatung erstmal nicht einbringen - aber das liegt wieder individuell am einzelnen Poster ;)
 
beide haben wenig mit einer Thinline Tele zu tun.

Kein Wunder, du hast ja auch die Unterscheidung vergessen, ob es sich um eine hohlgefräste Solidbody handelt. Das ist schon etwas sehr anderes als Casino, ES-335, Gretsch & co... . :)
 
ES335-artigen gedacht,
Hmm, erstmal Danke. jetzt verstehe ich aber nicht, ist die ES335 nun "Thinline"? Meine "Stanford" ist wohl der "ES330", denke ich, nachempfunden.
Sie nennt sich genau "Thinline 30", (im Unterschied zur Thinline35, die ist halt mit Soustainblock, eben mehr "ES335").
Naja, letztlich auch egal, ich bin glücklich mit ihr, egal, wie sie nun genau bezeichnet wird:rolleyes:.
 
jetzt verstehe ich aber nicht, ist die ES335 nun "Thinline"?
Nope, die ist eine Semi. Thinline sind die Teles mit F-Loch.
Aber es ist eben Begriffreiterei, mich interessiert der Klang deutlich mehr als sowas ;)
 
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Namen/Bezeichnung sind leider oft nur Schall und Rauch. Selbst Leo Fender hat wunderschön Tremolo und Vibrato durcheinander geschmissen und "Fehlbezeichnungen" zur landläufigen Bezeichnungen gemacht.

So ist ähnlich es bei "Semihollows" IMO auch. Eigentlich müsste man klar unterscheiden zwischen hohl gefrästen Korpus mit aufgeleimter Decke und einem Korpus der aus Decke, Boden und Zarge (mit oder ohne Sustainblock...) aufgebaut wurde.
Macht aber kaum Hersteller! ... immer hin, bei Gibson steht das S bei der Bezeichnung ES für "Spanish" und damit "...wie eine Akkustik" worauf man sich dann etwas verlassen kann und nur wenige Gitarristen wissen, dass eine Gibson Midtown eben einen hohlgefräßten Mahagonie Body hat und daher keine "ES" ist.
Auf der anderen Seite sagt die Konstruktionsweise noch nicht viel über den Sound aus. Eine hohlgefräste Rickenbacker ist mehr "Jingel Jangle", als eine Gibson ES330 oder Epiphone Casino und eine Düsenberg Fullerton hat klanglich auch eher wenig mit einer ES335 gemein, obwohl sie sehr ähnlich aufgebaut ist.
 
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Ibanez AS 153
Yamaha SA 2200

Da hast Du mMn eigentlich schon ziemlich ins Schwarze getroffen.

Gebraucht würde ich auf jeden Fall noch die Scofield in Betracht ziehen. Da sollte man, wenns geht, wirklich persönlich antesten und auch dem Bauchgefühl folgen.

Mein Favorit wäre aber wohl die Yamaha, einfach weil mir die Verarbeitung speziell bei den Semiakustiks eigentlich durch die Bank sehr gefallen hat. Dazu kommt, dass sie am Gebrauchtmarkt eher unterbewertet sind - vielleicht weil Yamaha mit den Pacificas auch sehr weit verbreitete Anfängergitarren baut, ohne einen anderen Markennamen zu benutzen. Sehr wohl allerdings andere Fabriken, und wenn Du eine "Made in Japan" findest wie in den Kleinanzeigen, dann kannst Du mMn wirklich nicht viel falsch machen.

Gruß, bagotrix
 
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...
So ist ähnlich es bei "Semihollows" IMO auch. Eigentlich müsste man klar unterscheiden zwischen hohl gefrästen Korpus mit aufgeleimter Decke ...

Obacht, bei der Fräsbauweise wird zumindestens bei Rics, der Boden erst abgesägt, dann Zargen und Decke aus dem verbleibenden Holz herausgefräst und dann der Boden wieder aufgeleimt.
Decke und Zargen sind also aus einem Stück.

Klanglich entscheidend dürfte dabei weniger die Fräsbauweise, sondern die ausschliessliche Verwendung von sehr hochwertigem, harten Ahorn sein.

... und einem Korpus der aus Decke, Boden und Zarge (mit oder ohne Sustainblock...) aufgebaut wurde. ...

Mit oder ohne Sustainblock wird rein konstruktionsseitig wohl den größten Klangunterschied ergeben.

Und insgesamt hat so eine Gitarre dann ja noch eine Menge mehr klangeinflussende Features: Pickups, Schaltung, verwendete Saiten, Mensur, hintere Saitenaufhängung, Griffbrettmaterial etc.
Dann kommt der Amp und ggf. Effekte ...

... immer hin, bei Gibson steht das S bei der Bezeichnung ES für "Spanish" und damit "...wie eine Akkustik" worauf man sich dann etwas verlassen kann ...

Meines Wissens weist das S für "Spanish" auf die beabsichtigte Stimmung bzw. Spielweise hin - das Gegenteil war Hawaian.
 
Dank für die genaue Darstellung bei den Rickies! ...so unterschiedlich funktioniert das bei den Gitarren mit "Resonanzräumen"...

Die Übersetzung "Electric Spanish" => "Electric Acoustic" ist natürlich sehr frei. Nichtsdestotrotz ist "Spanish Guitar" heute zumindest synonym mit "Klassischer Gitarre" (mit Nylon Saiten...). Wenn Gibson sich dann den Namen "Spanish Elektric" ausgesucht hat, dann IMO aber wahrscheinlich nicht, weil da klassische Gitarrenmusik angedacht war, sondern wohl eher wegen Ähnlichkeiten bei der Konstruktion.
Wenn man dann bei der Gibson Terminologie bleibt: SG -> Solid Body Guitar, ist ein Bezug auf die Konstruktion dort auf jeden Fall gegeben. Bzw. hat mich das vielleicht bei der Interpretation gelenkt.
 
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