Enormer Kraftaufwand

von Bea84, 21.11.08.

  1. Bea84

    Bea84 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.08   #1
    Vielleicht kann mir mal bitte jeamand behilflich sein.

    Ich spiele jetzt schon das 2. Jahr Gitarre aber ich komme einfach nicht mehr weiter. [​IMG]
    Habe eine Ibanez AW40 - nachdem ich von Konzertgitarre auf Western gewechselt habe.
    Die Ibanez hat eigentlich alles was ich will (Massive Decke, Stimmgerät eingebaut, Cutaway, Tonabnehmer und sieht zudem noch super aus) ....
    jedoch brauch ich beim Spielen so einen Kraftauwand bzw. Druck damit ein Ton überhaupt anspringt. Ihr kennt euch da bestimmt auch aus oder?
    Welche Gitarre wäre denn da besser? Da ich mich nicht auskenne und mein Lehrer voll von Konzertgitarren überzeugt ist...

    Bin für alles dankbar. Viele Grüße, beatrix [​IMG]
     
  2. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.11.08   #2
    Ich würde vermuten, dass deine Gitarre entweder eine zu hohe Saitenlage hat, und/oder du benutzt zu dicke Saiten. Nach 2 Jahren (ich denke mal es war immer das gleiche Instrument?) sollte das keine größeren Probleme mehr machen.


    Um ersteres zu Prüfen, solltest du mal folgende drei Messungen durchführen:

    1.) Messe den Abstand zwischen der Unterseite der E-Saiten und der Oberseite des 12. Bundstäbchens.
    Hier sollten bei der tiefen E-Saite etwa 3-3.5mm und bei der hohen E-Saite etwa 2-2.5mm Luft sein.

    2.) Greife die tiefe E-Saite im 3. Bund. Jetzt sollte zwischen der Saite und dem 1. Bundstäbchen noch minimal Luft sein. Ein Blatt Papier sollte also noch durchpassen.

    3.) Greife die G-Saite im 1. Bund - oder besser: mach ein Kapo in den 1. Bund - und gleichzeitig im 14. Bund. Jetzt sollte zwischen der Unterseite der Saite und dem 6. Bundstäbchen etwa noch Platz für eine hohe E- oder H-Saite sein.


    Wenn diese Werte alle passen, sollten sich auch .012er Saiten gut spielen lassen, du kannst es aber natürlich auch mal mit .011ern probieren. Dünner würde ich persönlich nicht auf einer Western gehen.

    Wenn die Werte spürbar nach oben hin abweichen, solltest du die Gitarre mal einem Gitarrenbauer/-Techniker vorstellen. Der kann sie dir optimal einstellen (Halskrümmung, Steg- und Sattelhöhe) und das kostet auch nicht die Welt.

    Gruß,
    Matthias
     
  3. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.11.08   #3
    Joa.... auf die Westernghitarre wirkt eine stärkere zugkraft als auf die Konzert...
    (Ich glaub fast das doppelte...) als ist ja klar warum das greifen dort viel schwerer ist...:D
    Nur wenn du schon 2 Jahre die Ibanez daheim stehen hast solltest du wirklich keine probleme mehr mit dem greifen haben... ..

    Kennst du die Gürteltier Gitarren???:D
    Ne ich glaub auf die frage wirst du keine antwort bekommen, einfach weil biede ihren reiz haben und anderst gesielt werden...:D
    Mfg Peter
     
  4. Gast98793

    Gast98793 Inaktiv

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    Erstellt: 21.11.08   #4
    Ja, ich denke rancid hat das schon gut erklärt. Aber da du schreibst, dass du Kraft benötigst, damit die Gitarre überhaupt anspringt, bezieht sich dass wohl auf die Schlaghand, oder?

    Eventuell ist die Gitarre auch (inzwischen) für deine Vorstellungen nicht mehr geeignet, im Sinne von Ansprache und Klang. Falls du es noch nicht gemacht hast, könntest du auch mit Saiten experimentieren, nicht unbedingt der Stärke, sondern der Machart und Marke... .

    Sonst muss eventuell halt mal eine neue (bessere) her... .
     
  5. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 21.11.08   #5
    ich würd erst mal die saitenlage prüfen, so wie es rancid vorgeschlagen hat. ibanez-gitarren (u.a. auch meine ael 40) sind teilweise ab werk sehr hoch eingestellt. ein phenomen, was ich hier öfter als bei anderen gitarren erlebe.

    das kann man aber verbessern (lassen).
     
  6. Bea84

    Bea84 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.08   #6
    Vielen Dank für die Antworten. Die haben mir schon sehr weiter geholfen.
    Ich denke, ich sollte die Gitarre wirklich mal überprüfen lassen.
    Naja - nun hat sich wieder mal herausgestellt, dass ich am Arsch der Welt wohne. Der nächste Gitarrenbauer ist - richtig weit weg.
     
  7. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 22.11.08   #7
    hast du die abstände mal gemessen?
     
  8. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.11.08   #8
    Wo kommst du denn genau(er) her? Übrigens hat auch jedes große Musikgeschäft meist einen erfahrenen Gitarrentechniker im Haus oder an der Hand.

    Gruß,
    Matthias
     
  9. Bea84

    Bea84 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.08   #9
    Ich wohne im Tiroler Oberland. So ziemlich alle Geschäfte sind weit entfernt bzw. muss ein Stück fahren... :D
    Ja werde mal in einem Musikgeschäft nachfragen. DANKE
     
  10. bastinho

    bastinho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.08   #10
    Das ist nur am Anfang ungewohnt!
    Wenn du jetz mal eine Zeit damit spiels dann gewöhnst du dich daran und dann ist die bald auch für dich einfacher zu spielen!
     
  11. Bea84

    Bea84 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.08   #11
    Naja ob man sich daran gewöhnt.....?
    Spiele nun auch schon zwei Jahre mit der selben Gitarre. Hab gestern von einer Freundin eine Yamaha APX angespielt und muss sagen, dass diese um einiges besser geht. Schon fast einfach. Die spielt nämlich auch nur einmal die Woche und die Finger tun nicht nach 10 min weh. Nun - ich glaub ich seh mich mal um eine Neue um.
    Wird aber wahrscheinlich nicht einfach...
    Aber vielen Dank für eure Antworten. Beatrix
     
  12. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 29.11.08   #12
    Noch ein einfacher trick und temporärer fix wäre, die gitarre um einen ton runterzustimmen, also auf D, G, C F, A, D. Damit lässt die saitenspannung schon merklich nach. Und wenn doch alles so klingen soll wie bisher, steckst du einfach einen Kapo auf bund 2. Ein versuch, der nichts kostet.

    Gruss, Ben
     
  13. Richelle

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    Erstellt: 29.11.08   #13
    In 6460 Imst, Eibentalweg 21 bzw. Industriezone 32 gibt es das Musikhaus Oberland (deren Homepage funktioniert gerade nicht - ich hoffe das Geschäft gibt es noch :D).

    Ich denke ein Einkaufstag in Imst, wobei Du Deine Gitarre mitnimmst wäre es wert, sie dort für eine gute Spielbarkeit einstellen zu lassen bzw. eventuell andere Saiten 011-050er Satz aufzuspannen oder sogar dort Deine Gitarre gegen eine neue einzutauschen (weiß aber nicht ob die das machen).

    Landeck ist derzeit sowieso eine chaotische Baustelle (zumindest beim neuen M-Preis) ;).
     
  14. kooper

    kooper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.08   #14
    Also die AW 40 ist eigentlich eine richtig gute Gitarre. Ich hatte sie damals auch angespielt und muss sagen, dass sie sich wie eine normale Western gespielt hat. Fahr einfach zum nächsten Musikladen lass dir 11er Saiten aufspannen und den Gitarrenhals einstellen. Spätestens dann sollte sich das Problem gelöst haben.

    Hat die APX von Yamaha nicht eine kürzere Mensur, sodass sie sich fast so einfach spielen lässt wie eine E-Gitarre oder war das die CPX Serie?

    Also wenn du deine Ibanez aber nicht mehr haben willst dann schick einfach eine PN an mich :)
     
  15. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.12.08   #15
    Eigentlich weder noch, die haben beide knapp 650mm.

    Kürzere Mensuren haben z.B. Seagull und Art & Lutherie (630mm).


    Gruß,
    Matthias
     
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