Gute Idee, theoretisch!
Praktisch sind die Dinger oftmals nicht sinnvoll.
Zum einen werden die oft missbraucht
Zum anderen hängen die zwar griffbereit, aber um da hinzukommen muss man durch die Menge und zurück zum Brandherd.
Inzwischen ist der Feuerlöscher zu wenig um noch etwas ausrichten zu können.
Fals der an der Decke überhaupt funktioniert.
Was Du schreibst, liest sich für mich, als sei das eben ein Unglück, an dem niemand Schuld trägt und das man nicht hätte verhindern können.
Für mich gehört dem Betreiber des Lokals auf Lebenszeit die Gewerbeerlaubnis entzogen und eine gehörige Haftstrafe angeordnet.
Wer so unbedarft und leichtsinig mit dem Leben seiner Kunden und des Personals umgeht, darf kein Unternehmen führen.
Ich kann natürlich nur von D reden, gehe aber davon aus, dass es in CH ähnliche Vorschriften gibt. Leider haben die BGs und Gewerbeaufsicht chronisch zu wenig Personal.
Ich betreue ja immer noch in meinem Zweitunternehmen ein paar Firmen, vom Einzelunternehmer über den Handwerksbetrieb bis zu KMUs mit 200 MA.
In JEDEM dieser Unternehmen wird bei der Erstunterweisung und der jährlichen Sicherheitsunterweisung nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch auf den vorbeugenden Brandschutz und dem Verhalten im Brandfall eingegangen. Fluchtwege sind ausreichend (beleuchtet) gekennzeichnet und werden eingeübt. JEDER MA achtet darauf, dass Notausgänge nicht versperrt sind.
Ich kann das mit Fug und Recht behaupten, da ich hin und wieder unangemeldet in den Betrieben auftauche (und das auch darf).
Wenn möglich jährlich, mindestens jedoch alle zwei Jahre wird eine Brandschutzübung mit der Feuerwehr durchgeführt. In den kleinen Betrieben nimmt jeder, einschl. Chef und Frau daran Teil (im anschluß gibt's meist ein Grillfest mit Hopfenkaltschale), in den zwei großen KMUs natürlich nur Ersthelfer, Sicherheitsfachkräfte und Notfallkoordinatoren. Von denen kennt JEDER den Unterschied zwischen Wasser, Pulver, CO2, Wandhydrant usw, und weiß wann welches Löschmittel angewendet werden sollte, und wann löschen sinnlos ist und gekühlt werden muss.
Wer sich nicht informiert und Bau- und Brandschutzvorschriften mißachtet, billigen Noppenschaumstoff u. dgl. verwendet, sein Personal nicht schult und leichtsinnig mit dem Leben seiner Kunden/Gäste umgeht, der gehört eingesperrt.
Hätte der Unternehmer B1-Noppenschaum verwendet - vermutlich wäre nichts Schlimmes geschehen.
Hätte der Unternehmer sein Personal geschult - vermutlich hätte jemand den Notausgang geöffnet, den Notruf getätigt und mit allen vorhandenen Feuerlöschern, Gläsern, Eimern versucht zu löschen.
Alles naturlich nur vermutlich aus der Ferne, ohne exakte Kenntnisse zu haben.
Privat habe ich kein Problem damit jemandem zu sagen "Hast Du einen Dachschaden!!", wenn ich sehe dass billiger Noppenschaum, Styropor/Styrodur usw. an den Wänden und der Decke im Kellerraum hängt.
So seh' ich das.