Epiphone Dot - Investieren oder neu kaufen

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Dries
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Hallo,
ich stehe vor der Frage, ob ich in meine Gitarre investiere oder das Geld spare und mir mittelfristig eine neue/ andere kaufe.
Ich spiele zur Zeit eine Epiphone Dot die ca. 1,5 Jahre alt ist. Das ist meine erste Gitarre.
Konkret denke ich an einen Knochensattel und neue Potis/Toggleswitch. Den Knochensattel macht ein Gitarrenbauer aus Münster für 40 €. Was würde der Austausch von Potis und Toggleswitch ungefähr kosten?
Was mich an der Gitarre nervt, ist das die hohe E-Saite und die B-Saite ab ca. dem 12 Bund sehr harsch und spitz klingen. In den Tönen ist dann einfach kein Vibe mehr drin und es klingt unangenehm hoch.
Außerdem nervt mich, dass der Hals relativ dick ist, wodurch ich mit dem Daumen die E-Saite nur schlecht greifen kann.

Dazu kommt, dass es mich einfach reizen würde auch mal ein anderes Modell zu spielen. Konkret geht meine Vorstellung in die Strat-Richtung.
Ich könnte mir natürlich auch eine gut, günstige Strat kaufen und gleichzeitig in die Epiphone investieren. Ob sich das aber lohnt weiß ich nicht. Der Hals bleibt eben so dick wie er ist und wie ich das Problem mit E- und B-Saite in den Griff kriegen kann weiß ich nicht.
Ich hoffe ihr versteht mein Problem und könnt was dazu sagen.
Vielen Dank und Grüße.
Dries
 
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C.D.
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Du has dir deine Fragen eigentlich schon selbst beantwortet:

...
Außerdem nervt mich, dass der Hals relativ dick ist, wodurch ich mit dem Daumen die E-Saite nur schlecht greifen kann.

Dazu kommt, dass es mich einfach reizen würde auch mal ein anderes Modell zu spielen. Konkret geht meine Vorstellung in die Strat-Richtung.
Ich könnte mir natürlich auch eine gut, günstige Strat kaufen und gleichzeitig in die Epiphone investieren. Ob sich das aber lohnt weiß ich nicht. Der Hals bleibt eben so dick wie er ist und wie ich das Problem mit E- und B-Saite in den Griff kriegen kann weiß ich nicht.

Der Hals wird sich nicht verändern (höchstens deine Vorlieben, was die Dicke von Hälsen betrifft) und wenn der nicht passt, bringt es auch nicht viel, über andere Veränderungen nachzudenken.

Lass die Gitarre einfach wie sie ist, halt sie als deine erste in Ehren und spar noch was weiter, bis du dir eine ordentliche Strat leisten kannst, wenn eine Strat denn dann noch das ist, was du wünschst. M. E. bringt es nichts sich immer wieder günstige Gitarren zu kaufen, mit denen man dann nie wirklich zufireden ist.

Mit ca. 330 € bist du z.B. entweder mit ner neuen Squier CV oder ner gebrauchten Mexiko Strat dabei.

Wenn du das Geld in die Dot steckst und eine Billig-Strat kaufst, dann hast du eine Gitarre, die dich vielleicht vom Klang zufiredenstellt, aber wo der Hals einfach nicht passen will und eine andere Gitarre, die dir wohl auch nur kurz Freunde bereiten wird.

Bastel lohnt sich m.E. nur, wenn du mit dem Instrument an sich zufrieden bist, aber ganz genaue Vorstellungen hast, was du anders haben willst.
 
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Riffhard
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Wenn du mit der Dot sowieso allein schon wegen dem Hals nicht zufrieden bist dann verkauf sie doch und investier die Kohle in die neue, was immer das dann wird. Warum Geld in eine Gitarre stecken die dir ohnehin nicht wirklich taugt? Nur weils die erste war?
 
Telefunky
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sehe ich auch so wie C.D. - den Sattel würde ich wirklich sparen...
aber hast du für die Epiphone mal an andere Saiten gedacht ?
Vorschlag: d'Addario Chromes jazz light (.11-50), sind zwar etwas teurer, dafür unkaputtbar
(solange du sie nicht überdrehst)
damit hättest du vermutlich auch eine echte Soundalternative, wenn du zusätzlich eine Strat holst.
lass dich von der Bezeichnung 'Jazz' nicht irritieren, die können ausgesprochen aggressiv klingen.

cheers, Tom
 
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Punka
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Kauf dir eine gescheite Mittelklassestrat, stell die Dot ein, zwei Jahre in die Ecke und entdeck sie in einigen Jahren neu. :)
 
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Dries
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Also erstmal vielen Dank für eure Beiträge.
Grundsätzlich bin ich mit dem Hals bisher gut klar gekommen. Ob das jetzt daran liegt, dass ich keine alternative habe/ kenne oder nicht, ist eigentlich egal. Ich hab nur in der letzten Zeit ein paar Hendrix Sachen geübt, und da ist mir das Problem mit dem Daumen aufgefallen.

@C.D.: Mit "günstige Strat" meinte ich ungefähr die Squier CV Serie. Drunter würd ich es glaub ich nicht machen.

@all: Habt ihr ne Idee, woher dieser unangenehme Klang der E- und B-Saite kommt? Ist das ein bekanntes Problem günstiger Gitarren? Liegt es evtl. am Amp, an den Amp-Einstellungen?

Grüße. Dries
 
zwieback-dude
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Hi,

es kann sein, dass die beiden Saiten bei hohen Lagen die Bundstäbchen berühren und deswegen nicht ordentlich ausschwingen können. Das kann entweder an einem krummen Hals liegen (vom Kopf aus den Hals Richtung Korpus betrachten und schauen, ob der Hals an der Stelle eine Erhöhung hat) oder vielleicht sind die Bundstäbchen schon gut runtergespielt. Am besten mal in einem guten Gitarrengeschäft nachfragen, die müssten dir auch die Ursache nennen ohne dafür Geld zu verlangen.
 
xXCyXx
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Das gleiche Problem hab ich bei meiner Dot auch. Dort sind die Bünde nicht in gleicher Höhe, was sich bei der e und h Saite ab dem 12. Bund bemerkbar macht.
ggf. zum Gitarrenladen gehn und dort die Gitarre einstellen lassen, falls das das problem sein sollte.

Über die Qualität der Dot kann man sich streiten. Viele sagen, dass es dort oft qualitative Unterschiede gibt in dieser Preisrange.
Ich habe letztens mal meine Dot aufgeschraubt und muss sagen - Bei mir war die Verarbeitung schrott. Die Halstasche wurde mit abgebrochenen, nicht abgesägten Holzteilen zurechtgeschustert, der Sustainblock der anscheinend aus Sägereststücken besteht ist ungerade und bildet nur an den Kanten Kontakt zur Decke.

Habe meiner Dot neue Tonabnehmer und ne neue Elektronik gegönnt. In einem 1 zu 1 Vergleich am gleichen Amp mit der Gibson SG von unsrem Gitarristen hat sich meine Dot erstaunlicherweise besser angehört - darin waren wir uns beide einig. Sie klang differenzierter und druckreicher als die SG.

LG Cy
 
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Dries
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Das Ding ist ja, dass mir die Dot eigentlich gut gefällt. Sonst müsste ich nicht so lange überlegen. Es ist eben nicht so einfach wie: "Eigentlich will ich ne Strat".
Ich hab aber eben den Eindruck, dass ich jetzt nach ein bisschen Spiel- und Übungszeit erkenne, und auch selbst merke, dass die Dot nicht der Himmel der Gitarrenbaukunst ist. Deswegen überlege ich, ob sich eine Investition lohnt oder ob ich mir diese Investition spare und eine bessere Gitarre kaufe. Ob das zwingend ne Strat wird müsste ich dann sehen. Könnte auch gut sein, dass es wieder eine Semi würde.
 
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Moin,

wenn Dir die Dot gefällt, so behalte sie. Ich habe damals den Fehler gemacht und meine Dot vertickert - jetzt trauere ich ihr nach und habe bislang so eine in dieser guten Verarbeitung und Bespielbarkeit, wie ich sie hatte (sie war Baujahr 2005) nicht noch einmal gefunden. Die neuen Dots wirken auf mich wie "noch schneller und günstiger" zusammengeschustert im Vergleich zu den damaligen. Ob das am dazumals höheren Neupreis von 423,- lag, weiss ich nicht, kann ich nur vermuten... Farb- und Holzreste, z.T. ziemlich steiler Halswinkel, irgendwelche überlackierten Bindemittel... Hier müsste man suchen und suchen - und wenn Du eine hast, die Dir gefällt - gib' sie nicht her!

Die Potis kann man selbst austauschen - eine Investition, die sich unbedingt lohnt!

Gruß Michael
 

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